Renovierungsreportage
Fotos: SATT
Evangelisches Jugendwerk Münchingen
Aktivität: Renovierung Mai 2002
Stadt: Münchingen
Ort: Adlerstraße 1

Am Anfang war das Chaos (Datum: 21.05.02)
Vorausgegangen waren tiefgründige Überlegungen zur Farbgebung. Es sollte
nach der Renovierung alles viel freundlicher wirken. Ob wir uns da nicht
doch etwas zuviel vorgenommen hatten? Aber am 17.05.02 wurde dann doch
einiges an Material eingekauft. Im "Sesselraum" war nun das Chaos ausgebrochen.
Bretter, Farben, Tapeten, Werkzeug, ... Alles wurde zuerst mal "zwischengelagert".

Platz da, jetzt kommt der Alte (Datum: 21.05.02)
Aller Anfang ist schwer. Zuerst mußten die Sessel und ein Teil der Tische
raus. Im Schrank unter der Dachschräge kamen Schätze vergangener Generationen
zu Tage. Alles mußte raus. Aber was kann weg, was muß bleiben? Diese
Entscheidung haben wir uns für die Zeit nach unserer Renovierung aufgehoben.
Fakt war aber: Das alte Zeug wird einer strengen Prüfung unterzogen
werden.

Stefanie in nachdenklicher Reinigungsstimmung (Datum: 21.05.02)
Zum Glück war unten auf der alten Bühne noch Platz als Zwischenlager.
Während der Ferien konnte alles vorläufig mal dort bleiben. Da die Sessel
wohl noch selten mal einer gründlichen Reinigung unterzogen worden waren,
erklärte sich Stefanie bereit, diese mit "Spezialmittelchen" zu reinigen.
Beinahe hätten wir neue Bezüge drauf gemacht. Aber das war uns dann
doch etwas zu aufwändig.

Maike und Selim im fachlichen Zwiegespräch (Datum: 21.05.02)
Jetzt konnte es richtig losgehen. Unter fachkundiger Begleitung von
insgesamt sechs "Meisterrenovierern" war es eigentlich nicht besonders
schwer zuerst mal das, was nicht zu überstreichen war raus zu reißen.
Dazu gehörten alte Tapeten, Klebefolien, Einbauten .......... Selim
und Maike, unsere Maler- und Tapezierermeister waren dabei in Vielem
federführend.

Die manuelle Trichtermethode von Tobias und Michael (Datum:
22.05.02)
Tobias und Michael bei einer etwas ungewohnten Arbeit. Recycling von
Tapetenkleister. Man beachte die elegante Trichterform, die Tobias mit
seinen Händen bildet. Kein Tröpfchen soll verloren gehen.

Wer gut arbeitet, der soll auch gut essen (Datum: 22.05.02)
Wer gut arbeitet, der soll auch gut essen. Stefanie und Doris haben
für unser leibliches Wohl gar trefflich gesorgt. Zugegeben, das Menü
war etwas ungewöhnlich, aber geschmeckt hat es uns allen sehr gut. Schließlich
sind wir von SATT ja bekannt für unsere Kochkünste (natürlich auch für
unsere Eiskreationen) - aber das ist ein anderes Thema.

To be or not to be - that is the question (Datum: 22.05.02)
Michael steht vor einer schweren Entscheidung. Soll dieser Teil neu
tapeziert werden oder kann hier mit einem dicken Farbauftrag einiges
kaschiert werden? Sein oder nicht sein, tun oder nicht tun, das ist
wirklich eine schwerwiegende Frage. Am Schluß haben wir einen Kompromiss
gemacht. Teils tapezieren, teils überpinseln. Nur wer genau hinschaut
sieht den kleinen Unterschied.

Teppichboden reissen .... (Datum: 22.05.02)
Den 20 Jahre alten Teppichboden rausreißen war eine ziemlich staubige
und schweißtreibende Angelegenheit. Wobei das "reißen" eigentlich noch
das wenigste war. Viel schlimmer war es, den verklebten Schaumrücken
mit der Spachtel vom Boden zu schaben. Das Zeug war ekelhaft. Die Temperaturen
waren eigentlich für einen Freibadbesuch geeignet und nicht für körperliche
Schwerstarbeit. Aber wir wollten keine halben Sachen.

... heißt auch Schweiß vergeißen (Datum: 22.05.02)
Ein besonderes Lob an dieser Stelle dem einzigen (noch) Nicht-Münchinger.
Tobias hat uns als Entwicklungshelfer tatkräftig unterstützt. Ihm ist
es zu verdanken, dass es keine Stolperfallen im Türbreich gibt, dass
alles gut mit Schweißtropfen getränkt wurde und dadurch der alte Teppichboden
restlos entfernt werden konnte. Natürlich war er auch in allen anderen
Handwerksdisziplinen ein unermüdlicher Mitarbeiter, der auch in der
Küche tatkräftig das Geschirrtuch zu schwingen wußte.

Im Liegen machen Malerarbeiten doppelt Spaß (Datum: 22.05.02)
Maike demonstriert hier gerade, wie man im liegen elegant den Pinsel
führen kann. Prinzipiell ist dagegen nichts einzuwenden, aber wenn das
die Idealstellung für Lackierer wäre, dann könnte sich das Malerhandwerk
vor Azubis nicht mehr retten.

Nach drei harten Arbeitstagen ... (Datum: 31.05.02)
Es hat sich gelohnt. Nachdem am 30. Mai Gerhard Kreuzberger den neuen
Teppichboden in Rekordzeit verlegt hatte und am 31. Mai noch verschiedene
Restarbeiten zu machen waren, hatten wir es geschafft.

... hat es sich doch gelohnt (Datum: 31.05.02)
Verglichen mit dem ersten Bild aus dieser Reihe hat sich doch einiges
geändert. Zugegeben, die Farbtöne sind vielleicht nicht nach jedermanns
Geschmack. Aber man muß es einfach erleben. Die neue Atmosphäre ist
gigantisch. SATT wird sich irgendwann nicht mehr dort treffen, aber
vielleicht unsere Nachfolger. Wir wünschen denen viele schöne Stunden
im "neuen" Raum. Jugend braucht Freiräume, wir haben einen "neuen" geschaffen

Frischer Wind für unser Jugendwerk (Datum 31.05.02)
Es weht nun ein frischer Wind in der Adlerstraße. Bis im Herbst wird
auch der Rest unseres Gemeindehauses neu renoviert sein. Die alte Bühne
wird einer neuen weichen, es wird endlich einen Lagerraum für die Stühle
und Tische geben, Getränke können gelagert werden, es wird möglich sein,
sich ohne lautes Schreien in der Gruppe zu verständigen, die Räume werden
in neuen, freundlichen Farben erstrahlen. Wir von der Gruppe SATT waren
die Vorreiter. Die Kirchengemeinde folgt uns auf dem Fuße. Was die Jugend
daraus macht, das ist deren Aufgabe. Nutzt es im Guten!

Das waren anstrengende Tage. Sie haben jede Menge Schweiß gekostet, waren
aber ein großes Erlebnis für uns. Als Abschluß trafen wir uns dann noch
zu einem gemütlichen Abend im Garten.