Donnerstag, 17.06.2021

Der HERR wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, dass er deinem Land Regen gebe zur rechten Zeit und dass er segne alle Werke deiner Hände. 5.Mose 28,12

 

Ihr habt schon geschmeckt, dass der Herr freundlich ist. 1.Petrus 2,3

 

 

Guten Morgen zusammen,

 

ich habe in diesen Tagen ein paar interessante Momente gehabt, die mich sehr ins Nachdenken über meine Sicht der Dinge gebracht haben. Unter anderem war da der Impuls vom Montag, in dem es darum ging, Gott zu loben, weil er uns und unsere Gebete nicht vergisst.

 

Ich frage mich gerade wie geht es mir eigentlich? Muss ich über mein Leben klagen oder kann ich es fröhlich besingen? Was habe ich in den Letzten Wochen, Monaten, Jahren erlebt?

 

Wenn ich zurück schaue, sehe ich an so vielen Stellen meines Lebens, dass Gott da war, dass er mich begleitet hat, dass er mich gesegnete hat, dass er sich um alles Mögliche und Unmögliche gekümmert hat. Ja, Gott war, ist und wird in meinem Leben sein, dessen bin ich mir gewiss. Dennoch verstehe ich jeden, der fragt: Wo ist Gott, wenn ich ihn brauche? Warum hat mich Gott allein gelassen? Etc.

Ich habe mich ja auch schon so gefühlt. Wie oft habe ich auf die Zusagen Gottes, dass er bei mir ist gewartet. Wie oft dachte ich, der Regen für das Land bleibt aus, die Ernte wird vertrocknen. Wie oft wollte ich einfach schreien: Mann, Gott, jetzt mach endlich was, dass sich was verändert, dass der Schmerz aufhört, dass ich wieder Atmen kann!

Ich glaube nicht, dass ich Gott mit Gebet oder Fasten oder was auch immer beeinflussen kann. Er wird geben zur rechter Zeit. - Davon bin ich überzeugt.

 

Ein Freund von mir „Dan Schaffer“ – Gründer der Männerarbeit „Building Brothers“ hat einen Satz geprägt, der mir bewusst gemacht hat, dass viele Situationen in meinem Leben auch durch eine andere Brille betrachtet werden können.

 

„Alles, was ich mir in meinem Leben wünsche oder wonach ich mich sehne, ist das Ergebnis davon, wie ich auf Jesus Christus schaue!“

 

Humm, und wie sieht es gerade aus? Schauen wir auf Jesus oder sehen wir nur unsere Probleme und vergessen dabei, dass Jesus sogar Menschen über das Wasser laufen lassen hat? Auch wenn es nicht leicht ist in einer Krise oder während eines Problems die Brille zu wechseln, ich möchte Sie einladen genau dieses zu tun. Erinnern Sie sich in Ihren Krisen und Problemen daran, dass Sie bei Gott schon geschmeckt haben, wie freundlich der Herr ist. Schauen Sie doch einmal für einen kurzen Augenblick weg von Ihren Problemen und schauen Sie auf Jesus. Denn wenn ich in meinem Leben zurück blicke, stelle ich immer wieder fest, er war da! Also warum sollte er jetzt nicht da sein?

 

Herzliche Grüße aus Brasilien.

Mario Müller

Mittwoch, 16.06.2021

Sieh her, ich nehme deine Sünde von dir und lasse dir Feierkleider anziehen. Sacharja 3,4

 

Aus Gnade seid ihr gerettet. Epheser 2,5

 

Der Hohepriester Joshua steht vor Gott . In schmutzige Lumpen gehüllt, wird er von Satan verklagt, bis Gott selbst Satan anschreit und ihn zum Schweigen bringt. Nun erhält er neue Kleider und damit auch eine Reinigung von der Sünde. Schließlich gibt es noch einen Auftrag: Joshua soll treu als Hohepriester Gott dienen und damit Vorarbeit für den „Spross“ Gottes (den Messias) leisten.

 

Wenn es selbst um den Hohenpriester des Volkes Gottes so schlecht steht, wie sieht es erst bei uns aus, frage ich mich da? Sehr viel schlechter, als wir es uns selbst vorstellen können. Und doch kann Gott retten und er tut es auch – gestern und heute. 

 

Wir waren tot in unseren Übertretungen – aber die Gnade Gottes rettet uns!

 

Ich habe gestern Abend einen Online-Hörsaalvortrag mit Teilnehmern aus verschiedenen Städten und Hochschulen gestaltet. Thema: Wahrheit und Weltanschauung. Einer der Teilnehmer erzählte mir dann in der anschließenden Diskussion, dass seine Freundin Christ gewesen sei. Sie habe sich aber seiner säkularen Weltanschauung angeschlossen, als er ihr einmal die Argumente der „Gegenseite“ dargelegt habe.

 

Es sind weder die guten Argumente, noch das christliche Elternhaus, die uns wirklich retten. Auch die Position des Hohepriesters ist nicht genug. Es ist die Gnade Gottes, die uns ergreift, reinigt und durchträgt.

 

Betet doch für die junge Frau und ihren Freund, dass sie diese Gnade Gottes (wieder?) erleben dürfen.

 

blessings

Mario

 

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Dienstag, 15.06.2021

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. Psalm 66,20

Haltet fest am Gebet, wachen Sinnes und voller Dankbarkeit! Kolosser 4,2

 

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(Dieser Impuls ist jetzt gefährlich, weil ich nicht weiß, wie es jedem Einzelnen geht, der diese Zeilen gerade liest. Aber ich gehe jetzt einfach mal von mir, ganz persönlich aus.)

Ist mir eigentlich bewusst wie gut es mir geht? Natürlich, auch ich habe meine „Zipperlein“ und bin nicht mehr 30; ja, es bedrückt mich schon, wenn ich meine älter werdenden Eltern und Schwiegereltern begleite. Und auch Corona geht mir mächtig auf den Geist! Wie gut bin ich im Aufzählen was besser sein könnte – bin ich auch gut im Aufzählen was gut ist? Weiß ich zu schätzen, was Gott für Freude in mein Leben gestellt hat?

Ich wache morgens auf und weiß was ich zum Frühstück habe. (Seit wir regelmäßig Milch vom Bauern direkt geliefert bekommen, ist sogar immer Milch da! Sonst war ein milchloser Kühlschrank für den „milchsüchtigen“ Gottfried Holland schon mal ein schlechter Start in den Tag ). Ich habe Arbeit, mehr noch: ich habe eine erfüllende Arbeit – wie viele wünschten sich, dass sie das auch von ihrer Arbeit sagen könnten. Ich habe ein Dach über dem Kopf – kein eigenes, aber eine tolle, günstige Mietwohnung. Die Heizung springt im Winter automatisch an und im Sommer ist mein Arbeitszimmer immer herrlich kühl. Ich bin glücklich verheiratet (– und was die Sache noch besser macht: auch meine Frau sagt, sie sei glücklich verheiratet). Ich bin kein Krösus, aber am Monatsende muss ich keine Sorgen haben – da habe ich auch schon andere Zeiten erlebt… Ich habe eine Kirchengemeinde in der ich mich wohlfühle – und was nicht zu vernachlässigen ist: auch meine Frau und Kinder fühlen sich in Münchingen wohl! Und mal ganz ehrlich: So schlimm Corona auch ist --- es hätte mich, meine Verwandten, meine Freunde viel schlimmer treffen können!

Gelobt sei Gott! JA! Und nochmals: JA! Ich will mir dies auch immer wieder neu sagen: Wie viel habe ich Gott zu danken! Für seine Güte, für seinen Segen, für seine Freundlichkeit – und dass ich immer zu ihm kommen darf und auch die schweren Stunden vor ihn legen darf. Er verwirft mein Gebet nicht, sondern er nimmt sich meiner an. Nicht immer wie ich es mir wünschen würde, aber immer – gespürt oder nicht – mit seiner Gegenwart und seinem Trost!

Und deshalb will ich es mir immer wieder auch sagen lassen: „Gottfried, bleib dran am Gebet! Lass Dir die Augen öffnen für Gottes Segensspuren in Deinem Leben! Und danke Gott jeden Tag neu!

 

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