Montag, 17.05.2021

Der HERR war mit Josef, und was er tat, dazu gab der HERR Glück.  (1. Mose 39,23)

(Paulus schreibt): Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben. (1. Korinther 3,6)

 

Josef, Paulus und Apollos- 3 Männer, die mit bzw. auch für Gott unterwegs waren.

Bei Josef war es weniger das bezeugende Wort – das Evangelium kannte er auch nicht -. Es war wohl eher sein Tun, sein Auftreten und sein Wirken, das von Gott zeugte. Das zieht sich durch die ganzen Geschehnisse in Ägypten.

Paulus und Apollos wirkten in der Gemeinde, Paulus sogar in mehreren. D.h., Gott selber  wirkt durch diese Menschen. Warum? Weil GOTT mit und in ihnen ist!

Josef hat diese tiefe Verbundenheit mit Gott in manch prekären Situationen geholfen, hat Klarheit geschaffen und Stärke gegen Anfechtungen gegeben.

Das Ergebnis: „… was er tat, dazu gab der HERR Glück.“

Gott selber ist es, der das Glück gibt. Josef hätte „das Glück“ so ganz aus sich selber heraus absolut nicht bewirken können!! (Ich kenne Leute, die ohne Gott genau das versuchen.)

 

Ähnlich im Lehrtext. Paulus und Apollos hätten in der Gemeinde nicht viel ausrichten können, wenn Gott nicht das Gedeihen gegeben hätte.

Andererseits, ohne unser Zutun würde nur wenig bis gar nichts entstehen können.

Obige Pfingstrose habe ich nicht gepflanzt, das war jemand anderes. Trotzdem blüht sie in meinem Garten. Das, was ich tun konnte war, sie zu düngen und sie vom Unkraut zu befreien. Gott in Seiner Allmacht hat dies wunderschöne Blume erschaffen und viele mehr. Und ER ist es, der es regnen lässt und der die Sonne scheinen lässt. Durch das Zusammenspiel von uns Menschen und SEINER Größe kommt sie zum Erblühen. Und es ist „nur“ eine Blume.

Gott hat auch uns erschaffen und ER will uns zum Gedeihen bringen. ER will uns ebenso gebrauchen, SEIN Reich auf zu bauen, Seine Gemeinde zum Wachstum zu bringen. Ganz egal wie unser Name lautet – ich nehme mal an, das keiner von uns Paulus, Apollos oder Josef heißt -: Gott möchte dich gebrauchen, damit Wachstum möglich ist. Das Einzige, auf was wir achten müssen ist, das Gott in uns ist, das ER die absolute Priorität behält. So kann auch Gott das Gedeihen geben. Und nur ER!!

 

Mir fällt eine Erntedanklied ein, auch wenn die Ernte noch aus steht:

Wir pflügen und wir streuen - YouTube

 

Ich wünsche euch einen gesegneten Tag. Übrigens: Gott möchte immer in uns sein. Aber nicht immer räumen wir IHM genügend Freiraum ein.

Mittwoch, 12.05.2021

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN:  Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. Psalm 91,1.2.

Was liegt näher, als bei diesem Bibelvers an einen Regen- oder Sonnenschirm zu denken, durch den Gott mich schützt. Im Deutschen kommt „Schirm“ vom mittelhochdeutschen „Skirm“, ein Fell das man über einen Schild spannt, um sich dann mit dem Schild gegen Angriffe zu schützen. In der Bibel besteht der „schirm“ in einem Zelt oder einer Hütte. Oder auch ein großer Fels, der vor flutartigem Regen schützt. Oder der „Schirm“ wird durch die „Fittiche“ oder Flügel gegeben. Es ist aber immer etwas über mir, das irgendetwas „Schädliches“ über mir abfängt, auf sich nimmt und dann mich nicht mehr treffen kann. Gott schützt uns nicht dadurch, dass er das Böse beseitigt, sondern so dass er sich selbst schützend vor oder über uns stellt und das Böse abfängt. In unserem Psalm werden dabei so Dinge genannt wie der „Strick des Jägers“ oder die „verderbliche Pest“, „das Grauen der Nacht“ oder der „Pfeil“ der auf mich abgeschossen ist. Gott schützt, indem er den Pfeil abfängt, wie ein Bodygard die Kugel, die seinen Schützling treffen soll. Wenn in V. 4 „seine Wahrheit“ als „Schirm und Schild“ genannt wird, dann ist eher daran gedacht, dass Gott in uns durch sein Wort die seelisch-geistliche Immunabwehr stärkt, so dass wir stark werden am „inneren Menschen“ und Versuchungen und Anfechtungen widerstehen können.

Wichtig ist, dass wir uns und andere bewusst unter den Schutz und Schirm Gottes stellen in dem wir bekennen: „Gott ist meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott auf den ich hoffe.“ Deshalb wünsche ich Euch heute gerner „Bleibe behütet!“ als nur einfach „Bleib gesund!“

Herzliche Grüße

Martin

Dienstag, 11.05.2021

Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, das ist des HERRN, deines Gottes. 5.Mose 10,14

Betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen! Offenb. 14,7

Schöne, aber selten gewordene grammatikalische Struktur „das ist des HERRN“… Es ist der alte, gute Genitiv und bedeutet nichts anderes, als dass Gott, dem Schöpfer, dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, dem Gott der Mose erschienen ist (HERRN = Jahwe), dem Vater von Jesus Christus diese Welt, die irdische und überirdische Welt, ja alles was es auf dieser Welt gibt, gehört. Und für den, dem dieser Satz zu lang war: Gott, dem Schöpfer gehört alles!

Und? Was hilft mir diese Theologische Wahrheit?

1.Gott hat alles, auch mich geschaffen!

Meine Existenz ist kein Zufall! Ich bin von Gott gewollt. Und ich schaue mich an und stelle fest: Klar gibt es Dinge in meinem Leben, die ich ändern muss. Und gerade in unserer heutigen Zeit muss dies vielleicht auch mal deutlicher gesagt werden: Wir Menschen meinen oft, dass alles Verhalten möglich sei. „Hauptsache Du bist glücklich!“ oder: „Hauptsache es ist durch die Liebe gedeckt!“ oder „So bin ich halt. Das ist meine Natur!“ Vielleicht müssen wir mehr darauf hinweisen, dass man auch an sich arbeiten kann… Aber trotzdem steht über allem: Gott hat mich so geschaffen und hat einen Wunsch an mich: „Vertraue mir!“

2.Ich gehöre Gott!

Wenn ich von ihm geschaffen bin und sein Eigentum bin, dann bin ich nicht „herrenlos“, sondern „Königskind“. Auch wenn ich den Eindruck habe, dass die Welt nicht fair zu mir sein wollte: Mein Herr ist Gott selbst und in Jesus Christus wird dies besonders deutlich. Und als sein Eigentum hat Gott mir ein Versprechen gemacht: Ich habe Dich schon immer geliebt! Darum habe ich Dich zu mir gezogen! Du bist mein!

3.Ich darf alles in Gottes Hände legen!

Lasst mich ganz persönlich werden. Während ich eben den Impuls tippe, bekomme ich die Nachricht, dass mein Vater mit Schlaganfall ins Krankenhaus kommt. Krankenhaus ist nie schön, weil er aber deutlich über 86 Jahre ist, fange ich schon an, zu überlegen… Wie gut, trotz allem zu wissen: Wir sind in Gottes Hand! Uns kann nichts passieren was nicht durch Gottes Hände geht – im Leben und im Sterben! Deshalb will ich mich, mein Leben, aber auch meinen Alltag bewusst in Gottes Hände fallen lassen und sage: Dein Wille geschehe!

4.Gott sei Dank!

Ja, dies gehört auch dazu. Der Vers aus dem Neuen Testament macht deutlich, was es bedeutet Gottes Eigentum zu sein: Betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen! Ich will Gott in Jesus Christus anbeten und ihm „Danke!“ sagen. Nicht so daher geschwätzt „gottseidank“ – sondern ganz laut und deutlich, voller Überzeugung: GOTT SEI DANK!

Einen guten, schönen Tag wünsche ich uns Königskindern!