Dienstag, 15.09.2020

Abram zog aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte. - 1.Mose 12,4

 

Wer kennt sie nicht – die Geschichte des Abrams, der später den Namen Abraham bekam.

Natürlich war Abrahams Familie eine „reiselustige“ Familie. Schon Abrahams Vater Terach zog weg aus Ur in Chaldäa nach Haran. Aber hier nach Hunderten von Kilometern, ne eher 1.500 Kilometern, setzt plötzlich Gottes Geschichte mit Abraham neu an. Wie hätte ich reagiert, wenn mir eine Stimme (wie es auch immer gewesen sein mag!) gesagt hätte, ich solle mich auf den Weg machen? Vielleicht geht es Euch wie mir? Ich jedenfalls hätte alle möglichen gute und vorgeschobene Gründe, um deutlich zu machen: „Ne. Das kann doch jetzt nicht Dein Ernst sein! Ich bin doch schon 1.500 Km gewandert. Jetzt nochmals 800 Km???“ Noch besser wäre für Abraham das Argument: Ich bin doch schon 75 Jahre! Wenn es unter uns einen gibt, der dies nicht als Argument zählen lässt, der soll sich bei mir melden. Ich hätte da noch so einen Platz für einen ehrenamtlichen Mitarbeiter im Busch, ohne Kühlschrank – dafür mit Schlangen, ohne frische Weckle am Sonntagmorgen – dafür mit vielen „borrachudos“ (siehe Bild)…

 

Was mich verblüfft ist, wie kurz und knapp die Bibel die Reaktion Abrahams schildert. „Da zog Abram aus…“ Kein Wenn und Aber, kein Lamentieren und auch kein Vorschieben der Ehefrau „Ähm, also ganz ehrlich. Ich würde ja sofort. Aber meine Ehefrau… Die hat‘s nicht so mit dem Reisen. Die ist ihr eigenes Bett gewöhnt…“ Gar nichts! „Da zog Abram aus, wie der Herr es zu ihm gesagt hatte.“

Die Aufgaben, die Gott für uns hat, sind meistens deutlich kleiner, überschaubarer. Ich weiß nicht, welche Aufgabe Gott für jeden einzelnen von Euch hat. Das kann nur jeder für sich wissen. Vielleicht ist es der Nachbar, die Nachbarin, die wir ansprechen sollen? Oder der Menschen, dem ich etwas Gutes tun soll? Vielleicht ist es auch einfach ein kurzes, einfaches Gebet, das mir nicht über die Lippen geht: „HERR, ich will mich ganz Dir anvertrauen!“ Für jeden mag es solche, wenn auch gefühlt kleinere Aufgaben geben – und ich? Und wir? Da holen wir das letzte Argument aus der Schublade, warum jetzt ein anderer dran ist usw…

 

Ich will mir durch diese Losung einfach Mut machen lassen, dass ich heute – wie Abraham damals – mich auf Gottes Wort einlasse.

Vielleicht fragt Ihr Euch: Was will Gott heute von mir?

Frag ihn mal! Ganz einfach und spontan: „Herr, was willst Du heute von mir?“ Ich habe vor wenigen Tagen genau dies gemacht. Es war während der Vorbereitung auf eine Predigt. Da schoss mir der Gedanke durch den Kopf: „HERR, was willst Du heute von mir?“ Und ich „hörte“ in meinem Kopf: „Du solltest mit XY reden!“ „Aber NEIN. Da gibt es das riesen Problem. Ein andermal und außerdem kann der ja auch auf mich zukommen…“ Merkt Ihr, da kamen die Argumente hoch… Ich habe allen Mut zusammengenommen. Ich weiß nicht, ob der Streit durch unser Gespräch gelöst wurde – aber zumindest ist der Graben, die Schlucht nicht noch größer geworden…

Ähnliche Erfahrungen wünsche ich Euch auch: Vertraut einfach auf Gott! Er wird Euch zeigen, wo Euer ‚Kanaan‘ liegt.

 

https://www.youtube.com/watch?v=MfL-8rt6N3Y

 

Gottfried Holland

Montag, 14.09.2020

Du wirst fröhlich sein über den HERRN und wirst dich rühmen des Heiligen Israels. - Jesaja 41,16

Wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben. - Römer 5,11

 

Sich Gottes rühmen … dieser Gedanke, der das Alte wie das Neue Testament durchzieht, ist im christlichen Alltag keine Selbstverständlichkeit. Rühmen ist nahezu aus unserem Sprachschatz verschwunden. Der Duden erklärt uns, dass sich „rühmen“ auf eine andere Person oder auf sich selbst beziehen kann. In Bezug auf einen anderen bedeutet es, die Vorzüge einer Person oder einer Sache nachdrücklich, überschwänglich lobend hervorheben.

Tun wir das in Bezug auf Gott? Der Psalmist tut es. Paulus tut es. Wir sollten es auch tun!

 

Grds. ist dies Teil unserer (Lobpreis)Musik in der Kirche. Doch dieses Lob ist generisch. Es ist in einem gewissen Sinn ein „Lob aus der Dose“, welches wir erst zu unserem eigenen Lob machen müssen, indem wir uns innerlich damit verbinden und mit Wille und Emotion den vorformulierten Ruhm Gottes aussprechen. Das dies nicht verwerflich ist, zeigen die Psalmen, jedoch bleibt die Herausforderung der Echtheit dieses Rühmens.

 

Ein weiterer Schlüssel in unserem Alltag kann das Zeugnisgeben vor anderen Menschen sein. Ich bin gerade mit einem Team junger Christen in Hamburg und in den nächsten Tagen stehen eine Reihe von evangelistischen Einsätzen an. Hier geht es nicht in erster Linie darum, andere Menschen von der Retterliebe Jesu zu überzeugen, sondern ihn zu bezeugen. Zwei meiner Teammitglieder wohnen bei einer albanisch-muslimischen Familie. Heute Abend waren wir bei Ihnen zu Gast und haben natürlich versucht, mit ihnen über Jesus ins Gespräch zu kommen. Gerühmt haben wir Jesus heute aber vor allem, indem wir unsere Haltung gegenüber Gott vom Tischgebet über persönliche Zeugnisse bis zum Tagesabschluss mit einer Gebetsgemeinschaft im Kreise dieser Familie zum Ausdruck gebracht haben. Wir haben Gott dafür gelobt, was er heute alles getan hat. Wir haben darum gebetet, dass Menschen durch unseren Einsatz in Hamburg gerettet werden. Wir haben davon gesprochen, warum wir nach Hamburg gekommen sind, um Jesus bekannt zu machen.

 

Herausforderung für diese Woche:

Bitte Gott um Möglichkeiten, Jesus in deinem Umfeld zu bezeugen. Wir haben jede Menge Grund, Jesus vor anderen Menschen zu rühmen.

 

https://youtu.be/OHpeoXA_pDY

 

Liebe Grüße aus Hamburg Wilhelmsburg

Mario Kunze

Samstag, 12.09.2020

So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise. (weiter geht es) Kauft die (rechte) Zeit aus! Denn die Tage sind böse. Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist! Und berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet voller Geist […] - Epheser 5,15

 

Hallo Ihr Lieben, kennt Ihr Marc Hirschi??? Nein? Das ist keine Schande, denn als er vor vier Tagen um haaresbreite beinahe die 9. Etappe der Tour de France gewonnen hätte, konnte selbst einer seiner Konkurrenten den Namen nicht aussprechen, er wusste offensichtlich nicht, wer dieser Hirschi ist.

Drei Tage später fährt Hirschi erneut um den Etappensieg und diesmal hängt er alle ab uns gewinnt die 12. Etappe. Was für ein Kampfgeist. Da bist Du nach zig Kilometern Kampf auf den letzten Metern eingeholt worden und lässt Dich nicht entmutigen.

 

Was hat das mit Epheser 5 zu tun?

Nachdem ich vor 10 Jahren wegen der schönen Landschaftsaufnahmen anfing die Tour regelmäßig zu gucken, fasziniert mich zunehmend das Rennen. Viele Prinzipien sind auf unsere Mitarbeit am Reich Gottes übertragbar. Hier nur eine Auswahl:

1. Team: In diesem Rennen hat ein Solist keine Chance!!! Auf den meist 180km langen Strecken kann nur der gewinnen, der von seinem Team in den Windschatten genommen und eifrig mit Wasser und Energieriegel versorgt wird. Die so genannten Wasserträger sind ebenfalls hervorragende Fahrer, die sich dem gemeinsamen Ziel unterordnen und einspannen lassen.

2. Timing: Es erfordert viel Erfahrung und strategische Finesse, genau den richtigen Zeitpunkt zur Tempoverschärfung zu finden. Gehst Du zu früh los, fehlen dir am Ende die Körner.

3. Trust: Unsichtbar im Hintergrund sitzt der Rennleiter, über Funkt mit allen seinen Fahrern verbunden. Er kennt die Stärken und Schwächen seiner Fahrer. Er legt fest, welche Ziele Sinn machen und wie die Strategie jeder Etappe aussieht.

 

Vielleicht träumst du vom Bergtrikot, bist aber ein Sprinter, vielleicht liegst Du gerade im Krankenhaus und bis vom Rennen ausgeschlossen (eine Erfahrung, die fast alle Profis mehrfach gemacht haben). Vielleicht bist Du der ewige Wasserträger, der nie auf dem Podium steht. Ich bin oft begeistert, mit wieviel Hochachtung die Kommentatoren von diesen "Helfern" sprechen.

Guckt mal rein in die Tour, die noch eine Wo läuft. Bei Eurosport ist Jens Vogt einer der Kommentatoren, ein sehr sympathischer ehemaliger Profifahrer.

Lasst Euch ermutigen und inspirieren von einer 3minütigen Zusammenfassung der 9. Etappe: https://youtu.be/_5r0HLoRnzs

 

Nicht vergessen: Team-Timing-Trust   

Eure Anneliese Jansen

Freitag, 11.09.2020

Höre mein Gebet, Herr, und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen. - Psalm 39,13

 

Der Beter des 39. Psalms stellt fest, wie vergänglich sein Leben doch ist - „… nichts weiter als ein Hauch“ (Vers 12) - Er bittet Gott unter Tränen, er solle ihn das Leid, unter dem er leidet, so (er-) tragen lassen, dass er darunter nicht zerbricht und bittet ihn, dass er ihm seine Schuld vergeben möge.

 

Heute am 11. September erinnere ich mich an die Terroranschläge von New York im Jahr 2001 und an die Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut vor fünf Wochen.

Dann sehe ich die Bilder von dem brennenden, völlig überfüllten Flüchtlingslager auf der Insel Lesbos vor mir und die verzweifelten, fliehenden Menschen, deren Leben oft schon seit Jahren nur aus Flucht und Entbehrung besteht, eine menschliche Tragödie, die über 12000 Menschen betrifft!

Da kommen mir auch die Tränen, da will ich auch schreien! Und ich darf es Gott entgegen schreien:

 

 „Herr, unser Gott, erbarme dich! Dies sind doch auch deine Menschen, deine Geschöpfe! Herr Jesus Christus, es ist nicht mein Verdienst, dass du mich so unendlich liebst, dass du sogar für mich gestorben bist, damit mich nichts von dir und meinem himmlischen Vater mehr trennt. Du bist auferstanden und hast deine Welt noch immer in der Hand! Darauf will ich mich verlassen! Es ist nicht unser Verdienst, dass wir in einem reichen Land leben dürfen, in Freiheit, ohne ständige Lebensgefahr durch Krieg und Hunger. Herr, du übergibst uns mit diesem Geschenk auch die Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe! Öffne du uns Augen, Ohren und Hände, damit wir mithelfen, die Not in der Welt zu lindern! Lass die Menschen, die leiden, nicht verzweifeln! Herr, zeige uns, wie wir helfen können!“

 

Beten wir um Weisheit und Einsicht für alle, die in den reichen Ländern Europas in Politik und Wirtschaft Verantwortung tragen. Beten wir für alle Leidenden! Gott allein kann Herzen und Haltungen verändern - bei den Entscheidungsträgern und uns!!

 

Gute Ideen und Entscheidungen wünscht
Renate Hartmann-Ringo

Donnerstag, 10.09.2020

Gott sprach: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. - 1. Mose 9,13

So sollten wir einen starken Trost haben, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, festzuhalten an der angebotenen Hoffnung. - Hebräer 6,18

 

Hallo ich bin Talitha. Ich wollte auch mal eine Andacht/einen Impuls schreiben und Rebecca hat mir diesen Tag überlassen. Danke nochmal ;)

 

Als ich mir die Losung und den Lehrtext durchgelesen habe, sind mir nach einiger Zeit zwei Punkte besonders ins Auge gefallen:

1. Versprechen: Bei der Losung musste ich direkt an "Versprechen" denken. Der Regenbogen stand für mich schon immer für ein Versprechen. Und als ich mir dann die Geschichte zum Lehrtext durchgelesen habe, hat das ebenfalls gepasst, da Gott Abraham ja Kinder versprochen hatte (im Lehrtext wird sich auf Abraham bezogen).

Andauernd machen wir anderen Leuten Versprechungen und auch in der Bibel werden immer wieder Versprechen gemacht. Allerdings gibt es einen großen Unterschied: Bei Gott können wir uns zu 100% sicher sein, dass er seine Versprechen hält. Und am glücklichsten macht mich das, wenn ich an sein größtes Versprechen denke, nämlich dass wir nach dem Tod alle bei ihm im Himmel weiterleben dürfen.

2. Hoffnung: Zu Versprechen gehört meiner Meinung nach immer irgendwie Hoffnung, Aussicht, eine (positive) Erwartung. Und weil wir wissen, dass wir Gott vertrauen können, da wir wissen, dass er seine Versprechen hält, dann können wir mit dieser Hoffnung durchs Leben gehen und sie eventuell auch weitergeben, indem wir anderen von Gott und Jesus erzählen.

 

Vielleicht hast du ja Lust heute zwei Dinge auszuprobieren:

1- Gehe deinen Tag heute bewusst mit Gott und rede mit ihm wenn du eine schwierige Entscheidung vor dir hast, etwas falsch gemacht hast oder einfach dankbar bist.

2- Überlege dir, wem du die Hoffnung/das Vertrauen an/in Gott weitergeben könntest.

 

Talitha Proß

Mittwoch, 09.09.2020

Es sollen hertreten und dir helfen die Sterngucker, die an jedem Neumond kundtun, was über dich kommen werde! Siehe, sie sind wie Stoppeln, die das Feuer verbrennt. - Jesaja 47,13-14

 

Ohne Worte

 

Mario

 

 

Na gut, ich weiß das geht so nicht! Aber irgendwie neige ich dazu zu fragen: Was soll man da noch sagen? Ich kann persönlich nicht so viel mit Sternegucker oder Horoskope anfangen. Ehrlich gesagt ist mir das zu blöd.

 

Vor vielen Jahren habe ich mal einen Bericht, über diesen ganzen Bereich gelesen. Das spannende war, das Ergebnis! Es ist schlicht Zufall, mal passt es und dann wieder nicht. Aber die Branche blüht und jedes Jahr werden mit Horoskopen und Wahrsagerei Millionen verdient! „Habe ich Glück in der Liebe? Werde ich befördert? Bleibe ich gesund?“ Dies und vieles andere sind Typische Fragen aus dem Bereich.

 

Dabei machen sich Menschen ganz schnell von Horoskopen und Wahrsagerei Abhängig. Man liest es mal in der Tageszeitung aus Spaß und wenn es dann auch noch am Tag passt, dann ließt man es auch schnell immer öfter. So schlägt man einen Weg ein, der nicht mehr auf Christus den Anfänger und Vollender blick, sondern auf jemand anderen. Und schnell bist du Abhängig davon, was Sterne oder Karten oder irgendwelche anderen Dinge über einen sagen, und vergisst dabei, dass unsere Leben doch von jemand ganz anderes Gelenkt wird. Wem will ich vertrauen, wer soll mein Leiter sein?

 

Es kann mich immer nur einer Führen! Wenn das nicht Christus ist, wer ist es dann in meinem Leben?

Sterendeuter, Horoskope, Wahrsagen, das sind Dinge wie Stoppeln auf dem Felde, man braucht sie nicht und orientiert sich deshalb besser an Christus.

 

Mario Müller

Dienstag, 08.09.2020

Impuls für den 08. September

Ihr werdet erfahren, dass ich der HERR bin, wenn ich so an euch handle zur Ehre meines Namens und nicht nach euren bösen Wegen und verderblichen Taten. - Hesekiel 20,44

Er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. - Lukas 6,35

 

Ist es nicht großartig, wie gütig unser Herr ist? Da sehe ich in meinem Inneren verschiedene Menschen und denke mir: „Was für einen gnädigen Gott haben wir doch! Sogar diesem schlechten Menschen vergibt Jesus Christus!“ Ich bin regelmäßig zu Bibelstunden in Heimsheim im Gefängnis. Da lernt man Menschen kennen… Oder in Brasilien in den Drogenrehazentren, ja auch in den Kinderheimen…

 

Da ist der Mann, der seine Freundin umgebracht hat. Er ist zum Glauben gekommen und Jesus hat ihm vergeben! „Großartig“ denke ich und lehne mich bequem zurück. Oder das Mädchen – wirklich eine „Beißzange“ ist sie gewesen. Sie wohnte in einem unserer Kinderheime in Brasilien und sie hat die anderen Kinder schlimm geärgert und gereizt. Am Morgen konnten schon mal die Ranzen der anderen Kinder mit Wasser gefüllt sein. Eines Tages kam sie zum Glauben und Jesus nahm sie einfach so an. Keinen „Erziehungsweg“ musste sie machen, sondern Jesus sagte zu ihr: „Ich vergebe Dir!“

 

„Toll, unser Herr!“ Aber stopp! Ich denke so schnell an den anderen, der so böse ist – was ist eigentlich mit mir? Bin ich besser? Ich habe noch niemanden getötet, geschweige denn ermordet. Auch habe ich mich damals versucht zurückzuhalten, die Schultaschen meiner Geschwister einer Dichtigkeitsprüfung zu unterziehen – obwohl sie es sicher manchmal verdient gehabt hätten – aber bin ich wirklich besser? Vor Gott? Er kennt mich und weiß punktgenau, was ich getan und was ich unterlassen habe.

Und plötzlich dreht sich etwas in meinem Kopf. Der Vers ist nicht nur für die anderen da. Nein, er gilt auch mir: Jesus Christus ist auch mir gegenüber gütig; mir, dem Undankbaren und Bösen! Und: Der Herr handelt nicht nach meinen bösen Wegen und verderblichen Taten! Und dann werde ich ganz still. Ich erkenne, dass Gott in Jesus Christus für mich gestorben ist. Und ich sehe den anderen plötzlich mit neuen Augen: Er ist nicht der furchtbar schlechte, böse Mensch, sondern er ist wie ich auf Gottes Liebe, Güte und Barmherzigkeit angewiesen. Vielleicht will ich heute einmal durch den Tag gehen und mir jedes Mal, wenn ich einen anderen Menschen sehe, sagen: „Gott hat ihn/sie genauso wie mich lieb!“ Ob sich mein Blick für den Nächsten ändert? Ich denke schon….

 

https://www.youtube.com/watch?v=0GLhuZ9onl0

 

Gottfried Holland

Montag, 07.09.2020

Deine Augen stehen offen über allen Wegen der Menschenkinder.  - Jeremia 32,19

Wir haben unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen. - 1.Timotheus 4,10

 

Der Tag heute ist für meine Brasilianischen Freunde ein besonderer Tag. 1822 erklärte nämlich Brasilien seine Unabhängigkeit von Portugal. Das dies nicht einfach so ging kann sich jeder denken. Es gab viele Probleme und Schwierigkeiten, um es mal so auszudrücken.

 

Manchmal treffen wir Entscheidungen im Leben die weitreichenden Konsequenzen mit sich bringen. Als ich Christ wurde z.B. hat das mit 14 Jahren mein ganzes Leben verändert. Ich gehörte früher zu den Kindern in der Jungschar, wo jeder Mitarbeiter froh war, wenn ich krank war oder aus irgendeinem anderen Grund nicht kommen konnte. Ja, es war nicht ganz leicht mit mir! (Ich lächle heute noch darüber!) Als ich dann eines Tages zu Jesus sagte: Das mein Leben ihm gehören soll! Hat das weit reichende Konsequenzen gehabt. Und aus dem Chaotischen Mario, wurde ein Mitarbeiter, dann ein Leiter, ein Freiwilliger Mitarbeiter in Brasilien ein Theologie Student und heute ein Missionar in der MEUC. Das Chaotischen ist immer noch ein bisschen geblieben, man merkt es heute, weil die Andacht mal wieder zu spät kommt. Aber die Entscheidung mit Jesus zu Leben war die Beste meines Lebens.

 

Gott geht mit uns auf unseren Wegen. Auch wenn unsere Wege nicht immer Schnurstracks geradeaus gehen. Was unser Herr aus dem Leben eines Menschen machen kann, ist immer wieder faszinierend. Das gibt Hoffnung, das ist der Grund, warum ich heute gerne zwischen Menschen bin, die andere eben nicht ganz so toll finden. Menschen die von der Gesellschaft eher ins Abseits gestellt werden. Ich frage mich dann immer wieder: Wenn Gott meine Leben so verändern konnte, was kann er dann erst aus deinem machen?

 

Daher möchte ich Ihnen MUT machen: Haben sie Hoffnung! - Auch wenn es so aussieht als würde aus einem Menschen nie etwa werden. Unser Herr macht selbst aus den schlimmsten Chaoten „nette“ Missionare!

 

Gott Segne Ihren Tag

Mario Müller

Samstag, 05.09.2020

HERR, du bist der Armen Schutz gewesen in der Trübsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wüten. - Jesaja 25,4

Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig geworden: Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut. - Offenbarung 2, 8-9

 

https://youtu.be/gQEGSar9V_k

 

Thomas Schembera

Freitag, 04.09.2020

Der Herr segne dich und behüte dich. - 4.Mose 6,24

Von Seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. - Johannes.1,16

 

Segnen heißt sowohl im Hebräischen als auch im Griechischen auch „loben“. Es ist derselbe Wortstamm. Das bedeutet, dass wir segnen, wenn wir Gott loben und wenn wir Ihn loben, dann segnen wir! Auch in der Psychologie wird uns Eltern sehr empfohlen, unsere Kinder zu loben. Dadurch vermitteln wir ihnen Vertrauen und bauen sie auf. Wir segnen sie.

 

Der Herr segnet uns, denn Er ist der Höhere, der Bessere und deshalb befähigt, uns, das Niederere, zu segnen (Hebr. 7,7) Wenn Gott sein Volk Israel segnet, dann bedeutet das in erster Linie, dass Er den Fluch hinwegnimmt. Dies wird in den Schlussreden des Moses deutlich (5. Mose 27-30).

 

Stellen wir uns nur mal vor von wieviel Flüchen ein Fleischgericht begleitet wird, bis es küchenfertig vor uns auf dem Tisch steht, angefangen vom Schlachten bis zu den Flüchen des Metzgers bzw. Lieferanten. Oder wenn ein Haus gebaut wird, von wieviel Flüchen ist es belastet, bei der heutigen Atmosphäre in der Baubranche, bis es schlüsselfertig dasteht. Deshalb hat das Judentum so viele „berachot“. Das sind Segensaussprüche, die die Funktion und Sinngebung neu definieren und somit das Böse ersetzen.

Das Gesegnete muss dann noch behütet werden, denn er steht unter dem Beschuss Satans. Jesus hat uns aus der Macht der Finsternis in die Entfluchungszone hinüberwechseln lassen durch Seinen Opfertod am Kreuz. Deshalb entbrennt immer wieder ein Kampf durch die Mächte der Finsternis, die uns nicht kampflos aufgeben, solange wir hier auf der Erde im sterblichen Leib leben.

 

Was mich erstaunt steht z.B. in Epheser 1,3. Gott segnet uns mit allen geistlichen Segen im Himmel durch Jesus Christus! Das ist die Fülle, die wir bekommen haben, allein aus Gnade. Dazu fällt mir noch ein, dass wir zum Segnen berufen sind. In 1.Petrus 3,9 heißt es: „Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt.“

Auch die Vergebung trägt wesentlich dazu bei, dass wir andere loslassen von Bedrückung, so dass sie es leichter haben, Jesus zu finden und selbst frei zu werden. Um das tiefer zu verstehen, hat mich der Film: „die Hütte“ inspiriert. Gott hat einen Plan für die gesamte Schöpfung. Er hat uns erlöst und passt gut auf uns auf. Vor Grundlegung der Welt hat er uns erwählt und wir sollen zum Lob Seiner Herrlichkeit leben (Eph1, 4- 14).

Wenn wir Ihn loben, dann segnen wir Ihn auch. Er freut sich darüber, so wie Eltern sich an ihren Kindern erfreuen, wenn sie in ihren Fußstapfen gehen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=fkqfIE-q6o8&list=PLRBiLEzMXSrWH6DkiL1SpA4-GjsQzHVUW&index=5

https://www.youtube.com/watch?v=4uScLjol0mA

 

Liebe Grüße

Susanne Young

Donnerstag, 03.09.2020

Sorge im Herzen bedrückt den Menschen; aber ein freundliches Wort erfreut ihn. - Sprüche 12,25

Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. - Epheser 4,32

 

Wann hat jemand zu dir das letzte Mal etwas Freundliches, Nettes gesagt? Damit meine ich nicht ein schnell Gesagtes „Guten Morgen, wie geht’s?“ Sondern etwas Gesagtes, was aus dem Herzen herauskommt?

Und wann hast DU das letzte Mal etwas Freundliches zu einem anderen Menschen gesagt?

 

Im Schwäbischen gibt es den Satz „Net bruddelt ist g‘nug g´lobt“. (Nicht gemotzt ist genug gelobt.) Aber stimmt das? Die Sorgen, die in der ersten Hälfte der Losung stehen, die kommen von alleine. Die haben wir alle. Die einen mehr, die anderen weniger – aber alle haben Sorgen. Aber die freundlichen Worte aus der zweiten Hälfte? Das freundliche Wort, das erfreut?

Im Lehrtext heißt es „Seid aber freundlich untereinander“. Ja klar, ich habe schon als kleines Kind Höflichkeitsregeln gelernt. Später in der Schule mussten wir sie auswendig lernen. Aber warum sollten wir auch in der Zeit, wenn wir nicht beobachte sind (Schule, Arbeit…) höflich, freundlich sein? In unserer Kirche? In unserer Gemeinde? Warum? Weil Christus uns vergeben hat, können wir Freundlichkeit weitergeben! Er liebt uns. Er vergibt uns. Er ist freundlich zu uns. Und genau deshalb sollten wir dies auch sein!

Vielleicht ist heute der Tag, an dem wir uns überlegen können, wem wir ein freundliches Wort entgegenbringen können. Und das vielleicht sogar in Form eines Lobes. Ich fange einfach mal damit an: Zum Beispiel denke ich an unsere Männer an der Technik, die jeden Sonntag so viel leisten, damit wir alle unseren Gottesdienst zu Hause erleben können. Oder unser Pfarrer, die Pfarramtssekretärinnen, die Mesnerinnen… die in dieser Corona-Zeit so viele neue Regeln beachten und umsetzen mussten – und trotzdem fröhlich und freundlich für uns da waren. Oder vielleicht einfach die Menschen, die in unserer WhatsApp-Gruppe sind. Die uns offen in der Gruppe oder auch direkt persönlich ermutigen. Es tut einfach gut, ermutigt zu werden. Ein großes Lob euch allen! Ihr seid genial!

 

So und jetzt dürft ihr gerne diese Liste erweitern. Warum nicht einfach heute einmal den Tag dazu nutzen, bewusst freundliche Worte zu verteilen? Ich bin sicher, die Menschen werden sich freuen!

 

https://www.youtube.com/watch?v=Ev72tKzsvsc  Vielleicht seid Ihr erstaunt über das Lied. Aber erstens bin ich Erzieherin; ich darf das und 2. Hört Euch das Lied mal bewusst an – bis zum Schluss. Es lohnt sich.

 

Eure Rebekka Holland

Mittwoch, 02.09.2020

Lobet ihn, Sonne und Mond, lobet ihn, alle leuchtenden Sterne! Denn er gebot, da wurden sie geschaffen. - Psalm 148,3.5

 

Mitte August verbrachte ich eine Woche im Allgäu. Tagsüber brannte die heiße Sommersonne vom Himmel und später konnte man bis tief in der Nacht auf der Terrasse sitzen und die helle Mondsichel mitten in einem überwältigenden Sternenhimmel genießen, der dort, so ganz ohne Streulicht, einfach leuchtend nah und unwahrscheinlich schön war. Da fiel es mir auch ganz leicht, Gott, unseren Schöpfer, zu loben und ihm zu danken für all diese Pracht und die schöne Landschaft mit ihrer vielfältigen Flora und Fauna, die wir beim Wandern erlebten. Welch ein genialer, kreativer Gott doch da am Werk war und immer noch ist!!

Und dass dieser großartige Künstler und Kreator seine Geschöpfe, so sehr liebt, dass er sogar Mensch wurde und durch Jesu Leben, Leiden, Tod und Auferstehung uns Menschen wieder ermöglichte, mit ihm in direkter, kindlicher Beziehung zu leben, übersteigt immer wieder neu meine Vorstellungskraft und lässt mich unendlich dankbar sein.

 

Es lohnt sich, heute alle 14 Verse des 148. Psalms zu lesen, aus dem die heutige Losung stammt.! Wie verblüfft, war ich, dass hier die Aufforderung des Psalmisten zum Lob Gottes zuerst an die Engel Gottes und die himmlischen Mächte ergeht, an Sonne, Mond und Sterne, die Gewässer, die Wettererscheinungen wie Schnee, Hagel, Feuer und Rauch, sowie den Sturmwind, an Berge, Hügel, Pflanzen und Tiere.

Endlich dann in den Versen 11-13 werden auch die Menschen aufgefordert, den hoch erhabenen Namen unseres Gottes zu loben, dessen Herrlichkeit sich über die gesamte Erde und alle Himmel erstreckt. Wir sind zum Lob Gottes berufen, wir sollen und dürfen unseren Gott als den Schöpfer des Himmels und der Erde bezeugen, wie es ja auch der erste Artikel des apostolischen Glaubensbekenntnisses tut.

Ehrlich gesagt, dies fällt mir viel leichter als anzunehmen, dass alles rein zufällig durch einen Urknall entstanden sein soll. Es ist gut, dass wir durch den Psalmdichter daran erinnert werden, dass Gott durch seine gesamte Schöpfung Lob und Anbetung erfährt (und ich da ein kleines Teilchen sein darf).

 

So bezeugt es auch der heutige Lehrtext aus dem letzten Buch der Bibel: Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen. - Offenbarung 4,11

 

Wer gerne singt, kann die beiden Lieder im Gesangbuch aufschlagen und alle Strophen singen oder beten.

- EG 499 Erd und Himmel sollen singen von dem Herrn der Herrlichkeit

- EG 504 Himmel, Erde, Luft und Meer zeugen von des Schöpfers Ehr

 

https://youtu.be/R4baiHs1nU0

https://youtu.be/Uu3smyVi7TE

 

Einen gesegneten Tag wünscht
Renate Hartmann-Ringo

Dienstag, 01.09.2020

Es wird geschehen zu der Zeit, dass die Wurzel Isais dasteht als Zeichen für die Völker. - Jesaja 11,10

Als Jesus aus dem Wasser stieg, sah er, dass sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. - Markus 1,10-11

 

Urlaub. Alpen. Egger Alm – eine wunderschöne, aber wirklich ziemlich enge Straße mit vielen Serpentinen. Höhenmeter um Höhenmeter steigen wir mit dem Auto nach oben. Wir wissen es schon: Neben den vielen kleinen Biegungen gibt es 14 Kehren. Bei der 14. Kehren werden wir auf 1365 Meter Höhe sein. Kein Problem? Doch für meine Frau schon. Aber bis zu dieser Kehre muss sie es aushalten. „Da musst Du durch!“ sage ich zu ihr. Dann aber, als das Schild auftaucht, da kommt ein leichtes Seufzen von rechts. Es ist das Zeichen „Wir sind (fast) am Ziel!“

 

Auch das Volk Gottes wartete auf ein Zeichen, dass der Messias nun gekommen ist. „Aus der Wurzel Isais, aus dem Stamm Davids wird er kommen!“ wusste man aus dem Propheten Jesaja. Und dann war der Tag da. Die Hirten entdeckten den Messias im Stall von Bethlehem (Lk 2), die Weisen aus dem Morgenland folgten (Matth. 2), dann kamen Simeon und Hanna (Lk 2) … und dann? Zu Beginn seines Auftrittes ließ Jesus sich von Johannes taufen. Dabei wurde das Zeichen für alle sicht- und hörbar: „Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen!“ Und nun? Die einen sagten „Ja“ zu Jesus Christus, andere aber lehnten ihn ab! „Gotteslästerer“ oder „Betrüger“ wurde er genannt.

 

Auch wir Christen warten auf ein Zeichen. Es wird größer sein, es wird strahlender sein, ja es wird mächtiger sein als die Kehre 14 auf dem Weg zur Egger Alm. Und wir werden mehr als nur ein leichtes, erleichterndes Seufzen von uns geben: Jesus Christus wird wiedergekommen sein! Er wird abwischen alle Tränen. Es wird kein Leid und Geschrei mehr geben! Gott wird bei uns sein Zelt nehmen. Er – unser Gott und wir – sein Volk! (Offb. 21)

Mal ehrlich: Wenn meine Frau sich schon nach der Kehre 14 sehnt – müssten wir uns nicht alle noch viel, viel mehr nach dem Zeichen aus der Wurzel Isais sehnen?

Mal ehrlich – wo wird dies bei uns sichtbar?

Zwei Vorschläge… Für die, die es ruhiger haben wollen: https://www.youtube.com/watch?v=725o1-OznYg

Für denjenigen, der es ein weniger ‚peppiger‘ haben will: https://www.youtube.com/watch?v=8bCmp0j2jo8

 

Der Inhalt bleibt der gleiche: Jesus ist kommen!

 

Gottfried Holland

Montag, 31.08.2020

Erkennet, dass der HERR Gott ist! - Psalm 100,3

Er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir. - Apostelgeschichte 17,27-28

 

Immer wieder begegnet mir die Frage, vorher ich denn wissen könne, dass der christliche Gott der einzig wahre Gott sei. Das würden schließlich alle Religionen behaupten. Wenn es einen Gott gäbe, dann sei wahrscheinlich zumindest der Gott der Juden, Christen und Moslems der gleiche Gott.

 

Die Frage nach dem richtigen Gott beschäftigte auch die Menschen zur Zeit des alten und des neuen Testaments. So ruft der unbekannte Psalmbeter seinen Landsleuten zu: Erkennet, dass Yahweh Elohim ist! Der Gott, der sich als Yahweh offenbart, ist der wahre Gott. Er tritt dann auch gleich den Beweis an, indem er erklärt, dass die Existenz des Gottesvolkes Israels der Beleg dafür ist. Nicht Israel hat Yahweh als Gottheit ausgesucht, sondern der lebendige Gott hat es durch viele Irrungen und Wirrungen hindurch zu seinem Volk gemacht.

 

In der Apostelgeschichte ist Paulus mit einer ähnlichen Situation konfrontiert: Die Menschen von Athen wollen wissen, welchen neuen Gott er da verkündet und warum sie nun genau an diesen Gott glauben sollen. Paulus antwortet, dass die Existenz der Menschheit und ihrer Kulturgeschichte aber auch die Tatsache des religiösen Grundbedürfnisses des Menschen der Beleg für seinen Gott ist, der nun von den Menschen eine Sache fordert: Die Umkehr von allen anderen Göttern (die ja keine sind) zum Schöpfergott. Vor allem aber belegt er diesen Anspruch mit einer Person: Jesus Christus, der von den Toten auferstanden ist.

 

Beide Aufrufe zum Glauben können angezweifelt werden. Es sind Statements, die durchaus nachvollziehbar sind, in letzter Konsequenz aber geglaubt werden müssen. So steht der Mensch auch heute vor einer Entscheidung: Glaube ich den Boten des „christlichen Gottes“, dass dieser der einzige Gott ist? Glaube ich, dass es wirklich den einen Gott gibt, wie er sich in der Geschichte mit seinem Volk Israel und der Gemeinde offenbart?

 

Herausforderung für diese Woche:

--> Reflektiere, wo du ein pluralistisches Verständnis des christlichen Glaubens und seinen Ansprüchen hast – prüfe diese Punkte anhand von Gottes Wort und bereinige diese eventuell!

--> Überlege, wie du Zeugnis für diesen Yahweh-Gott und seinem Sohn Jesus Christus sein kannst – trotz eines pluralistischen Umfelds mit seiner Skepsis gegenüber absoluten Wahrheitsansprüchen! Dies muss keine ausgefeilte Apologetik sein – ein einfaches Bekennen ist oft mehr Wert, als es zunächst den Anschein hat!

 

Eine gesegnete Woche euch

Mario Kunze

Samstag, 29.08.2020

Hiskia wurde todkrank; und er betete zum HERRN. Der redete mit ihm und gab ihm ein Wunderzeichen. Aber Hiskia vergalt nicht nach dem, was ihm geschehen war; denn sein Herz überhob sich. - 2.Chronik 32,24-25

Einer unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm. - Lukas 17,15-16

 

Welches ist unsere erste Reaktion bei einer schweren Krankheit? Tabletten einnehmen? Gleich zum nächsten Arzt gehen um zu wissen, woran man leidet? Was tun, wenn der Arzt einen informiert, dass man nicht mehr gesund wird? Weinen? Sich zu Gott wenden?

In unserem Losungstext können wir sehen, wie der König Hiskia so eine Situation erlebt hat. Hiskia wurde todkrank; und er betete zum HERRN. Der redete mit ihm und gab ihm ein Wunderzeichen. 2.Chronik 32,24

 

Der Tod hat einen unvorhersehbaren Charakter – niemand weiß, wann er kommt. Aber der König Hiskia wurde durch den Propheten Jesaja über seinen nahen Tod in Kenntnis gesetzt. Unter solchen Umständen ist der Moment gekommen, sich selbst vorzubereiten und insbesondere die Nachfolge des Königsthrons zu regeln. Die richtige Reaktion ist es, sich zu Gott zu wenden und genau das tat Hiskia. Aber Hiskia war nicht bereit, diese schlechte Nachricht zu akzeptieren, die Nachricht über seinen Tod. Er wollte noch länger leben. Hatte er noch Arbeiten zu beenden? Als Mann des Gebetes und des Glaubens erhielt der König Hiskia von Gott die Zusage seiner Heilung mit unterstützenden Zeichen, einer Verlängerung seines Lebens um 15 Jahre (2. Könige 20). Wenn Sie am Platz Hiskias gewesen wären, was würden Sie aus dieser wunderbaren Heilung machen?

 

Wenn einem in Afrika jemand hilft oder Gutes tut, geht man am nächsten Morgen vor Sonnenaufgang zu ihm, um ihm bei sich zu Hause zu danken. Das ist ein Zeichen der Dankbarkeit. Es ist auch ein Zeichen der Demut. D.h. „ohne dich hätte ich das nie geschafft“. Hiskia wäre in der Tat ohne Gott niemals von seiner Krankheit geheilt worden. Aber unser Losungstext zeigt auch, dass Hiskia nicht so reagiert hat, wie er es hätte tun sollen:

Aber Hiskia vergalt nicht nach dem, was ihm geschehen war; denn sein Herz überhob sich. 2.Chronik 32,25.

Die Dankbarkeit schützt uns vor der Überheblichkeit. Sein Irrtum war es, dass er alle seine Reichtümer den Gesandten des Königs von Babylon gezeigt hat (Jesaja 39). Die Dankbarkeit ist ein Akt der Demut und der Unterordnung unter den Herrn. Unser Lehrtextbeschreibt uns die Haltung eines (samaritischen) der zehn Leprösen, der von seiner Lepra geheilt worden war.

Einer unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm. (Lukas 17,15-16)

 

Gott gebe uns ein dankbares und demütiges Herz!

Silas Ky

Freitag, 28.08.2020

Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir. - Psalm 63,2

Jesus spricht: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! - Johannes 7,37

 

 

Kennst du das?

Es ist ein heißer Tag, die Sonne brennt und eigentlich gibt es nichts schöneres als etwas Kaltes zu trinken. Etwas was den Durst löscht. Ich genieße gerne an so einem Tag eine eiskalte Holunderblüten-Schorle. Das ist etwas war mich wirklich erfrischt! Jetzt bin ich gestern mit meiner Familie in einer Mosterei gewesen. Wir haben uns den Produktionsablauf angesehen. Was mich da erstaunt hat, war das bevor der Saft in die Flasche kommt und mich erfrischen kann, wird er Erstmal auf 85°C erhitzt. Das sorgt dafür, das der Saft haltbar wird, wie beim Marmelade einkochen.

 

Wenn ich das mal auf unsere Leben übertrage, dann stelle ich fest, dass es auch in unserem Leben und Glauben, oft erst mal heiß her gehen muss, bevor es gut wird.

Erst in der Krise wird etwas richtig gut. Sicher, dass bedeute auch mal sich die Finger zu verbrennen, das kann auch heißen, dass mal etwas zu Bruch geht. Aber erst wenn wir unsere Komfort Zone verlassen, verändert sich etwas.

 

Als Christen glaube ich, sind wir gerade in dieser Zeit dazu herausgefordert den Menschen neu zu zeigen wo die Quelle des lebendigen Wassers ist. Wo ihr Durst wirklich gestillt werden kann. Die neue Herausforderung / Belastungen zwingen uns, uns als Christen neu zu positionieren oder ganz neu zu erfinden. Wir haben heute die Chance in unserer Gesellschaft wieder eine neue Relevanz zu bekommen. Und den vielen Menschen die am Suchen sind und es oft gar nicht wissen, zu zeigen das ihr Leben bei / mit Christus erst zur Ruhe kommt.

 

Mario Müller

Donnerstag, 27.08.2020

Der HERR, unser Gott, hat uns behütet auf dem ganzen Wege, den wir gegangen sind. - Josua 24,17

Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. - Matthäus 28,20

 

Heute habe ich Euch zuerst einmal ein „Gedicht“. Ihr könnt einfach auf den Youtube-Link klicken und es Euch anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=TvKevCD-b-0

 

Als ich unsere Tageslosung für heute gelesen habe, musste ich direkt an dieses Gedicht denken. Ich habe es einmal als Teenie auf einer Postkarte geschenkt bekommen. Ich muss öfter zurück an diese Postkarte denken. Es gibt mir Mut zu wissen, dass wir getragen sind. Ja, es können schlimme Dinge in unserem Leben passieren, aber Jesus geht mit. ER trägt uns und er kennt unsere Vergangenheit. Er kennt die Wege, die wir gegangen sind und er kennt die Wege, die wir noch gehen werden. Ich finde, das ist ein schöner Gedanke, mit dem jeder seinen Tag starten kann.

 

Einen gesegneten und getragenen Tag Euch allen! Liebe Grüße,

Rebekka Holland

Mittwoch, 26.08.2020

Mir hast Du Arbeit gemacht mit deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten. Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und gedenken deiner Sünden nicht. - Jesaja 43, 24-25

 

Von älteren Menschen höre ich oft: "Ich will niemandem zur Last fallen". Tatsächlich ist es sehr unangenehm bedürftig zu sein und anderen Mühe zu machen. Und hier im Losungsvers sagt Gott seinem Volk genau das, dass sie ihn ermüden mit ihren Sünden (so in der Elberfelder Übersetzung). Heute würde man sagen: "Es ist ihm lästig oder er ist genervt."

Kein Kompliment für sein Volk, seine Kirchen, seine Anhänger. Es ist also passiert, was wir Menschen auf keinen Fall wollen, wir fallen jemandem zur Last.

 

Kann denn Gott ermüden, er hat doch Kraft und Macht ohne Ende. Was ist hier gemeint? Für uns sind Tätigkeiten ermüdend, an denen wir die Freude verloren haben. Gott ist hier also die Begeisterung an seinem Volk abhandengekommen. Wenige Verse vorher lesen wir noch eine der schönsten Liebeserklärungen Gottes an sein Volk: "Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, du bist mein".

 

Unser Losungsvers geht nun weiter. Um seinetwillen vergibt uns der Vater im Himmel, denn er will die Beziehung wieder lebendig machen und wieder Freude an uns haben. Wie diese Freude Gottes an seinem Volk aussehen kann, lesen wir in Zephanja 3,17 "[…] er freut sich über dich in Fröhlichkeit, er schweigt in seiner Liebe, er jauchzt über dich mit Jubel."

Die Sünde, die Gott so ermüdet hat sind Misstrauen (auch bei Jesus und seinen Jüngern) und Götzendienst. Das Gegenteil, die Hingabe drückt ein sehr schönes Lied in unserem Gesangbuch aus: "Ich bin nicht mehr mein eigen, ihm habe ich mich geschenkt..." Vielleicht finde ich noch eine Version auf YouTube, die ich dann anhänge.

 

Einen schönen Mittwoch wünsche ich Euch und dass Ihr heute Seine Freude seid!

Eure Anneliese Jansen

Dienstag, 25.08.2020

HERR, ich freue mich über deine Hilfe. - 1.Samuel 2,1

 

Ich spreche mit einem langjährigen, guten Freund. Er hat schon seit seiner Kindheit immer wieder schwierige Zeiten erlebt. Oft fühlte er sich (und war es auch!) zurückversetzt von Mutter, von der Gesellschaft, ja auch manchmal hatte er auch den Eindruck, dass Gottes Plan mit ihm ihn irgendwie auf dem Abstellgleis stehen ließ. Trotzdem hat er über die 5 Jahrzehnte eines behalten: Seinen tiefen Glauben an Jesus Christus, der ihn liebt!

So ähnlich mag es Hanna ergangen sein. Sie ist verheiratet, hat einen sie liebenden Mann, wirtschaftlich scheint es auch nicht schlecht gegangen zu sein – aber sie hat eines nicht was damals wie heute große seelische Probleme auslösen konnte: Kinderlos! Hat mich Gott aufs „Abstellgleis geschoben?“? fragte sie sich vielleicht auch. Es ist spannend, die Geschichte in 1. Samuel 1 nachzulesen. Niemand bringt so richtig Verständnis für ihr Leid auf: weder der Ehemann („Du hast doch mich. Bin ich Dir nicht mehr wert als zehn Söhne?“) noch der Priester („Du bist betrunken!“) erkennen das tiefe Leid, in dem Hanna steckt. Dann aber die Wende. Als der Priester erfährt, dass sie nicht voller Wein, sondern voller Leid ist, sagt er leicht peinlich berührt: „Der Gott Israels wird Dir geben, was Du von ihm erbeten hast.“ Und es geschieht das Wunder. Hanna wird schwanger und sie bekommt einen Sohn und nennt ihn Samuel (Gott hört). Noch in sehr jungen Jahren bringt sie Samuel dann zum Tempel. Er soll zum Priester ausgebildet werden. Und sie dankt Gott dem HERRN, dass er ihr Gebet erhört hat und sie jubelt: Ich freue mich über Deine Hilfe!

Zwei kurze Gedanken:

1. Da nimmt jemand Gottes Eingreifen ernst. Es wird nicht zum Zufall erklärt, sondern Hanna macht es öffentlich: Hier hat Gott der HERR geholfen! Sind wir manchmal zu vorsichtig, zu zurückhaltend auch deutlich zu sagen: Jesus Christus hat mir geholfen? Ich weiß, wir können auch von der anderen Seite vom Pferd fallen und so tun, als ob wir allein Gottes Wunder gepachtet hätten – aber ich glaube, dass diese Gefahr in unserer Gemeinde eher gering ist…

2. Hilfe – oder Heil, wie es auch übersetzt wird. Im Hebräischen steht dort ein Wort da steckt „Jeschua“ drin – die hebräische Form von Jesus. Natürlich hat Hanna nicht an Jesus Christus gedacht. Aber wir Christen dürfen an ihn denken, wenn es um Gottes Hilfe geht: Jesus Christus ist Gottes Hilfe, ist Gottes Heil für diese Welt, für mich. Halleluja!

Deshalb können Menschen wie mein Freund auch mitten im Leid, ihren Glauben vertrauend an Jesus leben.

 

https://www.youtube.com/watch?v=ILo5-WhsejM

 

Gottfried Holland

Montag, 24.08.2020

Losung: Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. - Psalm 23,5

 

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

sehr vertraut sind uns diese Worte. Bestimmt kennt ihr den ganzen Psalm auswendig und könnt alle sechs Verse aufsagen. Wie gut, wenn wir den Psalm nicht nur im Kopf haben, sondern diesen Zuspruch auch im Herzen tragen und uns darauf verlassen.

 

Ich setze mich gerne an einen gedeckten Tisch. Es ist doch schön, wenn alles vorbereitet ist und ich erwartet werde. Das tut mir gut und vermutlich dem Gastgeber auch. – Im Psalm 23 geht es nicht um einen Frühstücks- oder Kaffeetisch, sondern um den Tisch des Herrn. Damit ist klar: Gott ist der Gastgeber, der vorbereitet, geplant und arrangiert hat.  Das hebräische Wort für „Tisch“ ist das Wort shulkhán und deutet im biblischen Kontext „der Tisch des Königs“. Nicht an einem Klapptischchen, das mal schnell hier und da für ein Picknick aufgestellt werden kann, darf ich Platz nehmen, sondern an der Königstafel, der Festtafel.

 

Zur Zeit Davids galt das ungeschriebene Gesetz, dass der Gast immer unter dem Schutz des Gastgebers stand. Gastfreundschaft zeichnete sich in der damaligen Zeit im gemeinsamen Mahl aus und der Gastgeber fühlte sich verantwortlich für das Wohl des Gastes. Wenn David nun den gedeckten Tisch anspricht, denkt er an die besondere Bewahrung durch den HERRN. Denn es lautet ja: Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Und die Tisch-Szene wird noch verlängert, allen feindlichen Blicken zum Trotz: Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Unter den Juden galt ein randvoll gefüllter Becher als Symbol der Freude. Die Freude ist komplett, der Gastgeber hält nicht zurück.

 

Wo dies geschieht, besteht eine gefestigte Beziehung zwischen den Gastgeber und dem Gast. Der Gastgeber zeigt mir und den Feinden, wie ernst es ihm um seine Beziehung mit mir ist. Die Feinde, Widersacher, Neider, können mir nichts anhaben, denn wenn ich am Tisch bleibe – so wie die Rebe am Weinstock – bin ich sicher.

 

Ein Inhaftierter, der von der Christlichen Straffälligenhilfe Schwarzes Kreuz betreut wird, hat in einem Brief folgende Zeilen zum Psalm 23 geschrieben:

“…Vielleicht wirst du den Kopf schütteln, wenn ich dir sage, dass ich mit den folgenden Versen etwas besser fertig werde: “Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.” Das wird dich erstaunen, aber das erlebe ich, wenn ich sonntags ab und an zum Gottesdienst gehe, vorbei an den spottenden Reden und Gesichtern der anderen Gefangenen hin zum Abendmahlstisch in der Kirche. Hier finde ich ein wenig Ruhe, und wenn es auch nur für einige Minuten, vielleicht eine Stunde ist, vor dem, was mich sonst bedrängt…

 

Soweit der Auszug aus dem Brief, der mich beeindruckt hat. Ich will nicht nur beeindruckt sein vom Erleben und Denken anderer, sondern in Gemeinschaft mit dem Guten Hirten und anderen Eingeladenen – euch - gerne und sicher an der Königstafel Platz nehmen. 

 

Lehrtext:

Als Jesus in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt. Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. - Markus 14,3-4.6

In deinem Haus bin ich gern Vater: https://www.youtube.com/watch?v=uKLdJPFROMk

 

Liebe Sommer- und Feriengrüße sowie Gottes Segen 

Walter Großmann

Samstag, 22.08.2020

Der König antwortete Daniel und sprach: Wahrhaftig, euer Gott ist ein Gott über alle Götter und ein Herr über alle Könige. - Daniel 2,47

In dem Namen Jesu sollen sich beugen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind. - Philipper 2,10

 

Viele Menschen sind "Gott gläubig". Sie können mit der Vorstellung vom alten, netten Opa im Himmel der es gut mit den Menschen meint, und der bei Fehlern nicht so genau hinsieht, gut leben.

Doch wenn es um Jesus Christus geht werden sie nervös. Schon zu Zeiten der Apostel wurden die Dämonen nervös, wenn sie im Namen Jesu aus besessenen Menschen ausfahren sollten.

 

Jesus Christus hat den Tod besiegt. Nur durch sein Opfertod am Kreuz erlangen wir Zugang zum Himmel. Am Ende werden alle vor dem Thron knien. Knien, weil sie von der Herrlichkeit, der Größe, der Macht Gottes ergriffen sind.

Vor ein paar Jahren hörte ich die Predigt eines katholischen Theologen. Er wollte die Gottesdienstbesucher davon überzeugen, dass die Angehörigen der drei "Abrahamitischen Religionen" alle das selbe glauben. Seine Kernaussage war: Egal ob du Moslem, Jude oder Christ bist. Wir (Kinder Abrahams) glauben an das gleiche und kommen alle ins Paradies bzw. in den Himmel.

Innerlich habe ich laut aufgeschrien!

Wäre ich aufgestanden und hätte lautstark protestiert, und seinen Aussagen widersprochen, wären sicher einige Gottesdienstbesucher geschockt gewesen. Ich bin dann nach dem Gottesdienst zu dem Theologen nach vorne und versuchte ihm zu überzeugen, dass Christen, Moslems und Juden nicht das gleiche glauben. Mein Moslemischer Arbeitskollege glaubt NICHT dass Jesus Christus Gottes Sohn ist! Ich konnte den Theologen nicht überzeugen.

 

Die Bibel ist auf jeden Fall klar:

Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben durch den wir sollen gerettet werden. Apostelgeschichte 4,12

Im verständlicher Sprache: Nur Jesus kann den Menschen Rettung bringen. Nichts und niemand sonst auf der ganzen Welt rettet sie. Apostelgeschichte 4,12 (HfA)

 

Also stell ich dir die Frage: Glaubst du das?

 

Keine Kirchenmitgliedschaft, nicht die (Kinder)Taufe, keine christliche Beerdigung, keine Spendenbescheinigungen, keine "christlichen" Talismane und keine gute Taten retten dich in dem Himmel!

Bist du im Team von Jesus?

 

https://youtu.be/O5lXOwUFjvo

 

Ein gesegnetes Wochenende!
Benjamin Hirschmüller

Freitag, 21.08.2020

Die Jünger traten zu Jesus und sprachen: Wer ist nun der Größte im Himmelreich? Und er rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. - Matthäus 18,1-3

 

Der heutige Lehrtext ist Teil einer bekannten Geschichte. Einmal fragten die Jünger Jesus, wer der Größte im Himmelreich sein wird.    Wir leben in einer Zeit, in der viele sich wichtig fühlen oder andere beeindrucken wollen. Man wünscht sich ein tolles Auto, ein schönes Haus, einen Job bei dem man gut verdienen kann. Es ist ja gar nicht falsch, sich solche Sachen zu wünschen oder zu haben. Aber der Grund der dahinter steckt, ist nicht immer der Beste. Wenn wir in einem Bereich hervorstechen, werden wir bekannt und bekommen ein Gefühl von Wichtigkeit. Wer will schon der "Letzte" oder "Schlimmste" auf einem Gebiet sein?

 

 Aber Jesus ruft ein Kind zu sich, stellt es in die Mitte und antwortet, dass man wie ein Kind sein solle, um der Größte zu sein. Demütig wie ein Kind. Demut ist ein interessantes Wort: Einige interpretieren es als Armut oder Minderwertigkeit. Aber Jesus meint etwas anderes. Er verwendet ein Kind als Beispiel, weil es Abhängigkeit und Einfachheit darstellt. Kinder brauchen eine Familie, brauchen Menschen, die sich um sie kümmern und ihnen den richtigen Weg zeigen.

 

 Gott möchte, dass wir, Du und ich so eine Beziehung zu ihm haben!  Wir müssen uns nicht vor ihm verstecken oder so tun, als wären wir besonders, damit er unser Freund wird. Er versteht unsere Schwierigkeiten und nutzt unsere Verwundbarkeit nicht aus. Wie der Vater und die Mutter, die ihre Kinder umarmen und zuhören, was ihre Kinder zu sagen haben, ist Gott bereit, auch auf dich zu hören. Mache dir keine Sorgen über schöne Worte.  Einfachheit ist der Schlüssel, um auf authentische Weise auszudrücken, was du fühlst und denkst.

 

 Die Jünger waren daran interessiert zu wissen, wer der Größte im Himmelreich sein würde.  Aber Jesus zeigte ihnen, dass das Größte zu sein bedeutet, sich klein, abhängig und einfach zu machen.  Der Größte zu sein wird unwichtig werden, wenn wir verstehen, dass für Gott das Wichtigste ist, dass wir ihn lieben und auf ihn vertrauen!

 

https://youtu.be/K_JZnppV9LU

 

Eduarda Doege

Donnerstag, 20.08.2020

Hass erregt Hader; aber Liebe deckt alle Übertretungen zu. - Sprüche 10,12

Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. - Johannes 13,35

 

Stellt euch vor, ihr seid einkaufen. Ihr braucht Mehl. Ihr seht, dass es noch eine letzte Tüte Mehl gibt. Da kommt der unsympathische Nachbar, drängelt sich vor und schnappt sich die letzte Packung.

Also ich persönlich wäre sauer. Und wahrscheinlich würde mir auch ein dummer Satz über die Lippen kommen, ein Wort würde das nächste geben und wir hätten einen Streit.

Irgendwie menschlich oder? In unserer Losung geht es genau darum. Hass erregt Hader oder wie es in einer anderen Übersetzung heißt Hass erregt Zänkereien (Elberfelder Bibel).

Wie traurig und voller Wut wäre es denn, wenn der Vers hier enden würde? Tut er aber nicht! aber Liebe deckt alle Übertretungen zu.

In meinen Augen ist Jesus die Liebe. Er hat uns aus lauter Liebe vergeben. Wie schön ist es, dass wir auch vergeben können. Wir können den unsympathischen Nachbarn um Vergebung bitten, dass wir schneller gesprochen als gedacht haben. Und wir können vor allem Jesus um Vergebung bitten, denn er ist die Liebe, die uns vergibt.

Vielleicht können wir uns heute etwas Zeit nehmen und uns fragen, wen wir in unserem Leben um Vergebung bitten sollten.

 

https://youtu.be/f8MJ4spXs3w

 

Liebe Grüße 
Rebekka Holland

Mittwoch, 19.08.2020

Mose sprach zu dem HERRN: Sieh doch, dass dies Volk dein Volk ist. - 2.Mose 33,13

Paulus schreibt: Gott hat euch berufen durch unser Evangelium, damit ihr die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus erlangt. - 2.Thessalonicher 2,14

 

Nach einer Verkündigung anlässlich einer Evangelisation hat ein junger Mann mit Namen Lanfo aus unserem Stadtviertel in Burkina Faso sich entschlossen, sein Leben Jesus zu geben. Wir haben ihn ermutigt, seinen Glauben seinem Vater zu bezeugen.

 

-Lanfo: Vater, ich möchte dir Bescheid sagen, dass ich Christ geworden bin.

-Vater: Was bedeutet das konkret?

-Lanfo: Ich darf nicht mehr rauchen und keinen Alkohol mehr trinken (Denn das sind die Dinge, die den Christen in zahlreichen Ländern Afrikas verboten sind).

-Vater: Aber das ist ja eine gute Sache und ist sogar gut für deine Gesundheit und deine Finanzen.

-Lanfo: Ich darf den Göttern keine Opfer mehr bringen.

-Vater: Warum?

-Lanfo: Die Götter waren mein Gott aber ich habe beschlossen, nicht mehr sie anzubeten sondern Gott den Schöpfer. Er hat mich durch das Blut Jesu von meinen Sünden gereinigt und von jetzt an gehöre ich ihm.

 

Der junge Lanfo steht immer noch im Glauben. In diesem kleinen Auszug aus ihrem Gespräch sehen wir, dass die Haltung Lanfos ganz im Gegensatz zu der Haltung vieler Israeliten während ihres Marsches nach Kanaan steht – obwohl sie das „Volk Gottes“ genannt werden. Sie, die dem lebendigen Gott gehörten, haben sich aus eigenem Willen einem Götzen zugewandt.

 

In unserem Losungstext erinnert Mose Gott daran, dass Israel sein Volk ist. Wenn man den Kontext anschaut, folgt dies auf die Sünde des Götzendienstes der Israeliten. Das Volk hat sich vom rechten Weg abgewandt, indem es sich einen anderen Gott gemacht hat, ein goldenes Kalb (Exodus 32). Gott hatte die Absicht, sein Volk zu zerstören. Aus Furcht, dass er es im Zorn vernichten würde, weigert sich Gott, sie bei ihrem Marsch in Richtung des verheißenen Landes zu begleiten. Er informiert Mose, dass sein Engel vor dem Volk hergehen würde. Diese Worte gefallen Mose nicht. Er tritt für das Volk ein und ruft es zur Reue auf. Er erinnert Gott an seine Verheißungen für das Volk und bittet ihn, doch selbst Israel, „sein Volk“, zu leiten.

 

Gott hat dieses Volk wahrlich aus Liebe gewählt. Aber das gibt dem Volk nicht das Recht, sich wie die anderen Völker zu benehmen.

Es ist eine Ehre, zu sagen das „wir Gott gehören“ oder dass „Gott uns berufen hat“. Wir sprechen das mit Stolz aus. Aber das muss Auswirkungen auf unser Leben haben und unsere Beziehung zu Gott. Denn wir müssen nach dem Willen dessen leben, der uns berufen hat.

 

Dieser Ruf Gottes geschieht durch das Evangelium und wie der Lehrtext bestätigt, ist das Ziel, die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus zu besitzen. „Gott hat euch berufen durch unser Evangelium, damit ihr die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus erlangt.“ (2.Thessalonicher 2,14). Es stimmt, dass Gott zornig war, denn das Volk benahm sich nicht so, wie er es gewünscht hätte. Das sollte uns dazu führen, uns Gedanken zu machen über unsere Beziehung zu unserem Gott und uns einige Fragen zu stellen.

 

Der Götzendienst ist eine Sünde gegen Gott, er ersetzt Gott.

Was könnte noch an die Stelle Gottes treten in meinem Leben? Was prägt mein Leben?

Was kann die Herrlichkeit Christi für uns behindern?

 

Gott helfe uns, ein Leben zu leben, dass seines Volkes würdig ist, in Herrlichkeit und für die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus!

 

https://youtu.be/8VxOSxrhEuU

 

Silas Ky

Dienstag, 18.08.2020

Der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für. - Psalm 100,5

Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig - nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit. - Titus 3,4.5

 

Wir sitzen eben beim Abendessen. „Was ist denn der Text für den Impuls morgen?“ fragt unsere Rebekka. Ich zitiere den Vers aus Ps 100. „Toll“ sagt sie. „Eigentlich ist da doch alles gesagt. Schreib einfach drunter ‚Amen‘ und alles ist gesagt!“

 

Für einen Impuls wäre dies doch gar nicht so schlecht… Vielleicht würde mit einem einfach ‚Amen‘ unter den beiden Versen mehr Nachdenken ausgelöst, als mit vielen Worten. Aber ich bleibe an dem Satz hängen: „Der Herr ist freundlich“. Vor wenigen Tagen bekommen wir die Mail, dass unserer früherer Nachbar – noch keine 50 Jahre – beim Abladen von Heuballen tödlich verunglückt ist. Er half einem Freud auf dem Reiterhof und nun sind die beiden Kinder (14 und16) vaterlos – zur Mutter haben sie schon lange wohl keine Beziehung mehr. „Der Herr ist freundlich…“ - wirklich? Erleben wir nicht manche Dinge in unserem Leben, wo wir uns fragen, ob die Freundlichkeit wirklich so weit her ist? DOCH! Der Herr ist freundlich und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für! Das ist die Antwort auch im Leid: Ewigkeit! Vor einigen Wochen beklagte sich jemand bei mir. „Wenn Ihr immer von der Ewigkeit sprecht, dann vergesst Ihr dieses Leben hier. Jesus Christus will auch im Hier und Jetzt helfen.“ Ja, Recht hast Du – aber Gott sei Dank geht es nicht nur um dieses Leben. Dafür lernte ich schon zu viel Leid kennen, dass sich nicht im Diesseits auflöste. Deshalb bin ich dankbar, dass Gottes Freundlichkeit sich im Hier zeigt, aber gerade auch dort, wo er mich selig macht – also die Türe zur Ewigkeit so öffnet, dass ich in Ewigkeit bei ihm leben darf. Deshalb ist erschienen die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, (dass) er uns selig machte … nach seiner Barmherzigkeit!

 

https://www.youtube.com/watch?v=4l15QfbJpA4

 

Gottfried Holland

Montag, 17.08.2020

Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist. - Sacharja 8,23

Sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. - Apostelgeschichte 2,46-47

 

Das Hoch der Anfangszeit der Jerusalemer Gemeinde ist beeindruckend. Die Gemeinde strahlt eine Einheit, Herzlichkeit der Gemeinschaft und echte Hingabe an Gott aus – und das unverhohlen vor der Öffentlichkeit einer Stadt, die wenige Wochen zuvor ihren Herrn und Gott Jesus Christus hatte hinrichten lassen. Die Volksmenge, die früher „Kreuzige ihn“ rief, ruft nun abermals „Hosianna“. Diese Zeit dauert nicht sehr lange an – schon bald gibt für die Gemeinde reichlich Probleme von innen und von außen – aber es gibt sie: Die tolle Anfangszeit mit einer unglaublichen Anziehungswirkung für das Umfeld der Gemeinde.

 

Die Prophetie in Sacharja geht noch einen Schritt weiter und beschreibt Heidenvölker, die Juden(christen) förmlich darum betteln, in Jerusalem Gott anbeten und an der besonderen Position des Gottesvolkes teilhaben zu dürfen. Dies hat sich in der Formung einer weltweiten – und mehrheitlich heidenchristlichen – Gemeinde auch erfüllt, und doch ist die Intensität der beschriebenen Sehnsucht nach dem Herrn in der Kirchengeschichte nur selten erreicht worden.

 

Die Frage ist nun, ob diese Texte ausschließlich die glorreiche Anfangszeit beschreiben – ganz nach dem Motto: „Ja, damals“ – oder sich maximal in extremen Ausnahmesituationen wiederholen, oder ob dies auch ein schlummerndes Potential der Kirchgemeinde Münchingen ist, welches Gott (re)aktivieren will.

 

Der Text fordert uns heraus. Nur wenige Menschen sind vom normalen Leben eines Christenmenschen oder einer Gemeinde so beeindruckt, wie dies hier in den Texten beschrieben wird – selbst dann nicht, wenn die betreffenden Personen oder Gemeinden ihren Glauben in der Öffentlichkeit leben und bezeugen.

 

Und doch: Was wäre, wenn sich die Menschen in Münchingen vom Läuten der Glocken um 10:15 Uhr am Sonntag nicht nur gestört oder erinnert fühlen, sondern in positive Aufregung versetzt werden würden: „Jetzt treffen sich die Christen, um ihren Gott anzubeten! Lasst uns hinaufziehen und von ihnen lernen und uns diesem Gott nähern.“ Wenn das Licht der Christen so hell schiene, dass sich selbst frühere Skeptiker von dieser Gemeinschaft angezogen fühlen würden?

 

Ist dies ein unerreichbares Ideal? Es ist sicherlich nicht der normale Dauerzustand der Gemeinde. Dies zeigt die Apostelgeschichte allzu deutlich. Aber warum soll es eine solche Zeit der Erweckung und evangelistischen Außenwirkung nicht auch in Münchingen wieder einmal geben?

 

Bitten wir Gott doch darum, dass er unser Zeugnis – individuell und als Gemeinde – gebraucht, um sich zu verherrlichen und Menschen zu retten. Denn darum geht es: „Und die Bürger der einen Stadt werden zur andern gehen und sagen: Lasst uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir wollen mit euch gehen.“ (Sach 8,21) und: „Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.“ (Apg 2,47b)

 

God is able!

https://www.youtube.com/watch?v=JTSknArjnWM

 

Ich wünsche euch einen gesegneten Wochenstart!

Mario Kunze

Samstag, 15.08.2020

Bedrückt nicht die Witwen, Waisen, Fremdlinge und Armen! - Zacharja 7,10

Was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt. - 1.Korinther 1,28

 

Wie schnell passiert es uns überheblich zu sein und auf andere hinabzuschauen? Wenn wir Andere abwerten um uns selber besser zu fühlen…

Auch wenn wir das eigentlich, gerade als Christen, nicht wollen – manchmal passiert es trotzdem. Dann hilft es mir immer Jesus ins Gedächtnis zu rufen! Er sieht alle Menschen gleich. Ausnahmslos! Und er behandelt alle Menschen gleich – mit Liebe.

Seien es die Kinder, Frauen, Aussätzige, … Jesus gibt sich mit dem Rand der Gesellschaft ab. Er eckt an. Ob nun ein Essen bei dem Söldner Zachäus oder die Heilung am Sabbat. Er behandelt alle gleich und es ist ihm egal ob man reich oder arm ist, gesund oder krank. Er sucht regelrecht Situationen/Personen die schwach sind. Und warum? Weil genau dort Gottes Größe am Deutlichsten zu sehen ist.

 

Das sehen wir auch im heutigen Lehrtext: Was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt.

Gottes Kraft wirkt in den Schwachen. Und wer sind heutzutage die Schwachen? Frauen und Zöllner kann man da ja wahrlich nicht mehr dazu zählen! Wer ist also heute schwach? Sind es die, die in einem großen Haus leben und zwei Porsche Cayenne vor der Tür stehen haben? Oder sind wir im Grunde nicht alle schwach? Verglichen mit Gott auf jeden Fall. Aber darum wirkt Gottes handeln in jedem Einzelnen von uns auch umso größer. Und das sogar, obwohl diese Größe von uns gar nicht erfasst werden kann- sie ist unendlich.

 

Da fällt mir ein Zitat von Dietrich Bonhoeffer ein:

„Gott ist so groß, dass ihm das Kleinste nicht zu klein ist.“

Wir sind Gott nicht egal, obwohl wir so klein sind! Wir sind ihm sogar so wichtig, dass er Teil unseres Lebens sein will. Er möchte, dass wir unser Leben nach ihm ausrichten und ihm überall hin folgen.

 

Groß ist unser Gott!!!

Damit wünsche ich euch einen gesegneten Samstag. Genießt das Wetter und entdeckt Gottes Größe in eurem Alltag!

 

https://www.youtube.com/watch?v=agjl8nMsJTs

https://www.youtube.com/watch?v=UuuZMg6NVeA : Hier noch etwas, dass eigentlich nicht zum Thema passt mich aber sehr beeindruckt hat! Stellt euch vor das gäbs auf der Königsstraße

 

Liebe Grüße
Selina Walter

Freitag, 14.08.2020

Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. - Psalm 73,25

Der Psalm 73 - ein Psalm Asafs - Anfechtung und Trost beim Glück des Frevlers.

 

Asaf schildert wie es den Frevlern gut geht, viel besser als ihm… Ihnen gelingt scheinbar alles… Sie leben scheinbar glücklich und unbeschwert…

Er beklagt sich und hadert… Bis zu dem Zeitpunkt im Vers 17. „bis ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende“ und 24: „du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an“, gefolgt von 25: „Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde“.

Wie oft vergleichen wir uns mit anderen, wie oft denken wir „Wieviel besser geht es dem oder der?“

VERGLEICHEN… Das passiert jedem, auch mir. Ich vergleiche selten Besitz, eher Gesundheit, Gaben. Den oder die plagen bestimmt nie diese Traurigkeiten…

Wirklich? Wann oder wie vergleichen Sie sich mit anderen?

Wie schön, dass uns auch dieser Psalm aufzeigt, dass wir unsere Ängste oder Sorgen, aber auch unser Hadern vor GOTT bringen dürfen, dass wir unser Herz ausschütten dürfen!

Und dass wir alles in IHM haben… alles was wir brauchen im Himmel und Erden…

 

Tausende von Menschen hörten Jesus predigen und sahen seine Wunder. Eigentlich wäre das ja Grund genug gewesen für alle IHM nachzufolgen, aber das was Jesus predigte, war vielen zu heftig, zu hart - eine Zumutung. Viele zogen sich von Jesus zurück und begleiteten ihn nicht mehr.

 

Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr auch weggehen?

Da antwortet ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen?

Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt:

Du bist der Heilige Gottes. - Johannes 6, 67-69

 

Jesus beschwört Sie nicht da zu bleiben. Er macht Ihnen kein schlechtes Gewissen.

ER drängt niemanden zum Glauben, will niemanden zwingen… ER lässt uns den freien Willen - aber durch diese Frage muss man sich entscheiden… Und Simon Petrus antwortet „Wohin sollen wir gehen?“ Und genau das ist es doch: Wohin könnten wir gehen? Wohin?

Nur durch IHN kommen wir zum Vater. Für was entscheidest du Dich? Möchtest du auch weggehen? Und wenn nicht, warum bist du Christ? Warum glaubst du?

 

https://youtu.be/QKJosG2MzOo + https://youtu.be/uz76BiZwF7A

 

Bleibt behütet und in seinen Händen getragen
Kerstin Kimmel

Donnerstag, 13.08.2020

In früheren Kinderstunden habe ich gern bei den 10-12Jährigen, wenn wir über Passion geredet haben, Jesaja 53,5 verwendet. Wir haben den ganzen Vers insoweit verändert, dass wir den Namen Jesu und unsere eigenen Namen eingesetzt haben.

 

Für mich heißt dieser Vers dann so:

Aber JESUS ist um Claudias Missetat willen verwundet und um Claudias Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf JESUS, auf dass Claudia Frieden hätte(n), und durch JESU Wunden ist Claudia geheilt.

 

Und schon wird dieser Bibelvers ganz persönlich und meine Gedanken kreisen nicht mehr darum, was der andere alles so falsch macht.

 

Am besten, du setzt beim Lesen des Verses nicht Claudia, sondern deinen eigenen Namen ein und liest dir den Vers laut vor:

Aber JESUS ist um ………s Missetat willen verwundet und um ……….s Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf JESUS, auf dass ……… Frieden hätte, und durch Jesu Wunden ist …………, geheilt.

 

Dank Jesu bleiben am Ende Heilung und Frieden.

Heilung braucht allerdings manchmal seine Zeit. Das sehe ich gerade an meiner Tochter Rahel, die zwei größere Schürfwunden hat und deshalb gerade nicht ins Schwimmbad soll. Bei den heißen Temperaturen ist das nicht so leicht. Ende der Woche wird’s anders aussehen.

Langwieriger könnte es aber mit unseren seelischen Verletzungen werden. Egal, ob uns selber solche Verletzungen zugefügt worden oder ob wir selber (vielleicht auch unwissend) welche ausgeteilt haben. Nicht, dass Jesus uns solch Verletzungen nicht heilen will. Manchmal erkennen wir sie einfach nicht und können sie so auch nicht vor Jesus bringen. Manchmal sind wir auch nicht bereit, diese Dinge beim Namen zu nennen. Aber es lohnt sich, alles vor Jesus zu bringen. ER verspricht Heilung!

In unserer Losung heute steht: Durch seine Wunden sind wir geheilt. - Jesaja 53,5

Hier steht kein „eventuell, vielleicht wirst du geheilte, wenn …“ Nein, es steht für mich:

„Durch Jesu Wunden bist du, Claudia, geheilt“. Und für dich steht: „Durch Jesu Wunden bist du, ………., geheilt!“

Egal welche Missetat, egal welche Sünde, egal welche Verletzung … Diese Dinge vor Jesus zu legen bringt Heilung und den allerbesten Frieden!

Warum Jesus so außerordentlich großzügig ist, steht im heutigen Lehrtext:

Jesus sollte sterben für das Volk und nicht für das Volk allein, sondern auch, um die verstreuten Kinder Gottes zusammenzubringen. - Johannes 11,51-52

Ich bin sehr dankbar und froh darüber, Gottes Kind zu sein!!!

 

https://www.youtube.com/watch?v=fvPO7Szxk7Y

Claudia Pross

Dienstag, 11.08.2020

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! -Philipper 4,4

 

„Freuet Euch!“ Nichts leichter als das! Zumindest im Augenblick: Wir sind im Urlaub (s. Bild), haben herrliches Wetter, tolle Gastgeber der Ferienwohnung, liebe Miturlauber, die wir nicht nur kennen, sondern mit denen wir auch befreundet sind und von denen wir gar nicht wussten, dass sie zur selben Zeit im selben Haus Urlaub machen … was kann es Schöneres geben? Freuet Euch! Wirklich nichts leichter als das. Aber halt… Nichts leichter als das? Manche Dinge habe ich von zu Hause mitgenommen, obwohl ich sie nicht eingepackt habe. Berufliche Fragen, persönliche Schicksale, Fragen, wie sich etwas entwickeln wird … und die kann ich nicht einfach abstellen. Ok, dass heute Nacht die WhatsApp-Gruppe der Notfallseelsorge zwei Einsätze im Landkreis Ludwigsburg gemeldet hat – da muss ich nicht reinschauen, sondern kann sie abschalten. Aber andere Dinge kann ich nicht per Knopfdruck abschalten. Da höre ich von Brasilien, dass der Süden, der bis vorvergangene Woche (entgegen aller Pressemeldungen – die können den Süden nicht vom Norden unterscheiden…) Corona-bezogen viel besser dastand, nun plötzlich trotz Lockdown (Schulen usw. sind seit März bis Ende des Jahres geschlossen!) hohe Infektionszahlen hat und z.B. in Blumenau kein Beatmungsbett mehr zur Verfügung hat. „Freuet Euch zu jeder Zeit?“ Lieber Paulus – wie soll ich das hinbekommen? Ja, er schreibt „in dem Herrn“, also in Jesus Christus. Aber mal ehrlich: Kennt Ihr alle nicht Augenblicke, in denen Ihr auch trotz Jesus Christus die Sache mit der Freude nicht immer so großartig hinbekommt?

Paulus übrigens auch nicht. Wenige Sätze vor diesem Satz schreibt er Evodia und Synthye ins Stammbuch: Mensch, streitet nicht so viel! (recht frei übersetzt von mir). Und auch sonst kennt er manche Kämpfe, die ihn nicht nur Halleluja rufen lassen. Was aber bringt ihn dazu, zur Freude aufzufordern? Ein Satz später steht die Antwort: Der Herr ist nahe! Warum kann ich mich deshalb freuen?

Zwei Antworten kommen mir sofort in den Sinn:

1.       Der Herr ist mir nahe! Das ist doch mein großer Trost. Nicht dass alles perfekt verläuft in meinem Leben, sondern, dass Jesus Christus in jedem Augenblick meines Lebens mir nahe ist – ob ich es spüre oder nicht. Ich denke an den Ps 23: …und wandere ich im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn Du bist bei mir!

2.       Der Herr ist nahe! Es geht um Ewigkeit. Spätestens wenn wir unseren letzten Atemzug holen, dann hilft nichts irdisches Wünschen mehr. Dann, wenn es ums Ganze geht, dann hilft nur noch eines: Jesus Christus, die Ewigkeit bei ihm!

Vor einiger Zeit wurde ich mal deutlich angegriffen. Ich würde alles in die Ewigkeit schieben. Gott wolle im hier und jetzt helfen. JA! Dies will und tut er auch. Aber trotzdem leben wir Menschen auf den Tod und wir Christen auf die Ewigkeit zu. Dieser Glaube lässt mich mit einstimmen: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!“

 

https://www.youtube.com/watch?v=8bCmp0j2jo8

 

Gottfried Holland

Montag, 10.08.2020

 Gideon sprach: Ich will nicht Herrscher über euch sein, sondern der HERR soll Herrscher über euch sein. - Richter 8,23

 Nicht der ist bewährt, der sich selbst empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt. - 2.Korinther 10,18

 

Unser Losungstext steht im Richterbuch. Die Zeit der Richter ist eine spezielle Zeit in der Geschichte von Gottes Volk.

Die Unordnung und die Untreue charakterisierte das Leben des Volkes. Menschlich gesehen war das nachvollziehbar, denn zur Zeit der Richter gab es keinen König in Israel.

Israel war während 7 Jahren unter der Herrschaft der Midianiter (Richter 6,1). Als Antwort auf den Aufschrei des Volkes schickte Gott Gideon, Sohn des Joas (6,11), um es von den Midianitern zu befreien.

 

Durch den Glauben errang Gideon den Sieg über die Midianiter. Nach diesem brillanten Sieg bat ihn das Volk, zu regieren. Unser Losungstext ist die Antwort, die Gideon dem Volk gab.

Gideon sprach: Ich will nicht Herrscher über euch sein, sondern der HERR soll Herrscher über euch sein. Richter 8,23

 

König zu sein hat mehrere Vorteile: Die Ehre, der Ruhm, der Reichtum, die Paläste. Das ist es, was viele Leute heute suchen. Wenn man z.B. die Präsidentschaftswahlen in mehreren Ländern beobachtet, gibt es normalerweise mehrere Kandidaten einzig und allein für den Posten des Präsidenten.

 

Mit welcher Absicht hat das Volk Gideon gefragt, zu regieren? War es, um die Leere zu füllen, dieses Fehlen eines Königs? Denn während dieser Zeit gab es physisch keinen König in Israel. Warum hat Gideon abgelehnt, über das Volk zu regieren? Fürchtete er das Volk? Hatte er Angst, die Monarchie in Israel einzurichten?

 

Gideon zu fragen, ihr König zu sein ergab in der Tat mehrere Probleme:

 

- Die schlechte Absicht des Volkes.

Israel hatte vergessen, dass es Gottes Volk ist. Im Gegensatz zu den anderen Völkern regierte Gott selbst über sein Volk. Das Volk vertraute in der Realität nicht Gott, dem Befreier par excellence, sondern einem Menschen, Gideon, den sie als einen Beschützer vor den Feinden ansahen.

- Die Billigung Gottes.

Unser Lehrtext sagt: Nicht der ist bewährt, der sich selbst empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt. 2.Korinther 10,18.

 

Es war weder Gideon selbst noch das Volk, sondern Gott, der Gideon geschickt hat, um das Volk zu befreien. In diesem Sinn hatte Gideon nicht die Berufung zu regieren. Als Richter war er berufen, das Volk zu befreien. Gott hatte versprochen, mit ihm zu sein, um die Midianiter zu bekämpfen (Richter 6,16). Der junge Gideon zählte trotz seiner Unzulänglichkeiten zu den Helden des Glaubens (Hebr. 11,32). Das bedeutet, dass Gott sein Handeln gebilligt hat.

Die Haltung des Volkes Israel ähnelt dem Leben mehrerer Christen. Manche vertrauen viel mehr den Menschen als Gott. Andere erinnern sich nicht an Gott außer wenn sie in Schwierigkeiten sind. Sie vergessen Gott, sobald die Probleme gelöst sind. Wir müssen begreifen, dass die Abwesenheit oder die Gegenwart des Königs, des Präsidenten oder der Kanzlerin nicht die Herrschaft Gottes über uns ausschließt. Wir gehören zuallererst Gott. Wenn wir in allem, was wir tun, Erfolg haben wollen, brauchen wir erst seine Billigung.

 

https://youtu.be/LajBDBzooeo

Gesegnete Woche

Silas Ky

Samstag, 08.08.2020

Meine Augen sehen stets auf den HERRN; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen. - Psalm 25,15

 

Die Losung von heute erinner mich daran, dass es im Leben als Christ nicht immer einfach ist. Auch als Christen landen wir manchmal in den Fängen von Dingen die wir gar nicht wollen. Der Fuß, wenn man es so möchtet verwickelt sich im Netz und alleine kommt man da nur schlecht wieder raus. Dann braucht es jemanden der Hilft. Gott steht uns zur Seite, auf ganz unterschiedliche weise und unterstützt uns wieder frei zu kommen.

 

In Brasilien habe ich eine Zeitlang mit Drogenabhängigen gearbeitet. Das war immer eine große Herausforderung. Denn die Menschen hatten nicht nur den Fuß im Netz sondern oft das ganze Leben. Es ist gut, wenn dann andere da sind, die Helfen.

 

Ich glaube Gott schickt ganz oft Menschen, die Helfen soll, aus dem Netz in das wir uns verwickelt haben wieder frei zu kommen. Dies geschieht ganz unterschiedlich. Mal ist es der Mann, der eine Straße entlang geht und jemanden sieht der Hilfe brauch, wie in der Geschichte vom Barmherzigen Samariter und mal ist es der Freund, der einen fragt: Sag mal ist alles OK?

 

Dem Psalmist ist klar, er kommt aus seinen Problemen alleine nicht raus, darum will er sein Leben wieder ganz neu auf Gott ausrichten, weil er selber seinen Fuß nicht aus dem Netz bekommt. Hilfe kommt von Gott.

 

Ist dir das ach klar oder versucht du immer noch deine Probleme mit deiner Kraft zu lösen?

 

Mario Müller

Freitag, 07.08.2020

Der Herr wird Zion wieder trösten. - Sacharja 1,17

Aus großer Todesnot hat er uns errettet und wird er uns erretten; auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt. - 2.Korinther 1,10

 

Trösten?

-Was heißt trösten oder Trost spenden?

-Was tun wir, wenn wir andere trösten?

 

Wir möchten das Leid, den Schmerz, die Trauer, die der andere spürt lindern.

Dies versuchen wir durch Anteilnahme und Zuspruch. Wir spenden unserem Mitmenschen Trost durch Worte, durch Gesten, durch Berührungen.

Wir wollen den anderen aufmuntern, ihn wieder aufrichten.

 

Wenn ich über das Trösten nachdenke, fällt mir sofort meine Tochter (20 Monate alt) ein. Sie ist noch so jung und hat ihn ihrem Leben noch kein wirkliches Leid, keine Trauer erfahren. Aber wenn sie aus irgendeinem Grund weinen muss/traurig ist, weiß sie ganz genau was sie tun muss um den Schmerz zu lindern, sich wieder beruhigen zu können. Sie sucht sofort den Blickkontakt und Körperkontakt zu einer vertrauten Person.

Sie läuft mir mit ausgestreckten Armen entgegen.

Möchte hochgenommen werden, möchte gehalten werden.

 

Ich möchte Mut machen. Egal welches Leid, welche Trauer, vielleicht auch welche Angst du gerade erlebst oder auch schon in deinem Leben erlebt hast.

Lasse dich vom Herrn trösten und vertraue darauf, dass er dir das dafür Nötige geben wird. Suche die Nähe des Herrn im Gebet, suche seinen Zuspruch in seinem Wort. Mache es wie die Kinder, lasse dich von ihm halten und spüre die Geborgenheit, die er uns schenkt.

 

Ich wünsche euch einen schönen, sonnigen Freitag!

Franziska Hirschmüller

Donnertag, 06.08.2020

Er handelt nicht mit uns nach unseren Sünden und vergilt uns nicht nach unserer Missetat. - Psalm 103,10

 

„Das zahle ich dem schon noch mal heim!“ Das sind Gedanken und Gefühle, die manchmal in meinem Herzen sind und auch als Worte vereinzelt über die Lippen gehen. Dann ist eine Rechnung offen, ich spüre Verletzungen und es muss noch etwas quitt gemacht werden. Mein Gerechtigkeitssinn springt an.

Anders herum weiß ich auch von Fehlern, die ich gemacht habe und wo ich schuldig geworden oder geblieben bin. Dann warte ich auf die Quittung oder den „Strafzettel“ in dem Wissen, dass etwas falsch gelaufen ist. Das ist meine Erlebens- und Erfahrungsebene: auf Verfehlungen folgt Strafe!

 

Ganz anders die Ebene, von der im Psalm 103 die Rede und Erfahrung ist. Und deshalb lohnt es sich, diesen Psalm ganz zu lesen. Er beginnt mit den bekannten und von uns gemeinsam gesprochenen Anfangsversen nach dem Empfang des Abendmahls:

Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist seinen heiligen Namen! 

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Der dir all deine Schuld vergibt! 

 

Peter Spangenberg hat die nächsten Verse wie folgt übertragen:

Du kommst uns entgegen mit ausgebreiteten Armen.

Du wartest auf uns und zeigst uns,

wie viel wir Dir bedeuten.

Du rechnest uns nicht vor

und rechnest uns nicht auf,

was wir alles falsch gemacht haben;

Du bestrafst uns auch nicht,

wie wir es eigentlich verdienen.

Du schlägst eine Brücke zu uns,

obwohl wir oft weit von Dir weg sind.

 

Was ist das für ein Gott, der mich solche Erfahrungen machen lässt!?

Gott weiß, dass ich viel mehr Liebe brauche als ich verdiene.

Wer sich auf diesen Gott verlässt und ihm vertraut, der kann so sagen, wie weiter ausgeführt wird:

 

Über alle, die an Dich glauben,

breitest Du deine Gnade wie einen Mantel.

Plötzlich bekommen wir einen großen Abstand

zu unserem Versagen und erkennen,

dass Du uns nimmst,

wie gute Eltern zu ihren Kindern sind.

(Übertragung von Peter Spangenberg)

 

Gott zahlt uns unsere Sünden und Verfehlungen nicht heim. Er bestraft uns nicht, wie wir es verdienen, sondern schenkt einen neuen Anfang. Wie groß ist seine Barmherzigkeit! Auf ihn vertraue ich und auf seine Gnade, die er wie einen Mantel über mir ausbreitet. Ein schönes, ein selig machendes Bild, zu dem der Lehrtext aus Apostelgeschichte 15, Vers 11, passt:

 

Wir glauben, durch die Gnade des Herrn Jesus selig zu werden. 

https://www.youtube.com/watch?v=fx47YS_ucvA

 

Liebe Sommergrüße und bleibt unter Gottes Gnade

Walter Großmann

Mittwoch, 05.08.2020

Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen. - 2.Chronik 30,18-19

Da war ein Mann mit Namen Zachäus, der war ein Oberer der Zöllner und war reich. Und er begehrte, Jesus zu sehen. - Lukas 19,2-3

 

Hallo zusammen,

also mir gefällt der Losungs- und Lehrtext heute mal richtig! Ich finde vor allem die Geschichte von Zöllner Zachäus immer wieder toll. Der Mann, der alles dran setzt, Jesus zu sehen, ihm ein bisschen näher zu kommen. Ich will gar nicht werten, was Zachäus alles falsch gemacht hat, aber das er es begehrt Jesus zu sehen beeindruckt mich immer wieder sehr.

 

Wie sehr begehrst du, Jesus in deinem Leben zu sehen?

Ich fühle mich immer wieder mit dieser Frage herausgefordert. Denn wie oft lasse ich einfach mal meine Beziehung zu Jesus, zu Gott schleifen. Dann wird mal keine Andacht gemacht oder in de Bibel gelesen oder das Essen geht ohne Dankgebet in den Magen.

Ich will da keine Gesetzlichkeit an den Tag legen, aber ich begehre Jesus in meinem Leben zu sehen, ihn zu erleben und zu spüren. Eine tiefe und innige Verbindung, eine Freundschaft mit ihm zu haben. Aber ich scheitere da immer wieder. Ich habe vor ein paar Monaten zu einem meiner Besten Freunde gesagt, dass ich keine Ahnung habe, wie man eine Freundschaft pflegt. Ich habe das nie wirklich gelernt. Seine Antwort war eben so herzlich wie simpel: „Ganz Einfach - Verbringe Zeit mit mir!“

 

Seine einfache Antwort hat mir dann auch geholfen, meine Beziehung mit Jesus in eine neue Richtung zu führen. Es begehrte Zachäus Jesus zu sehen - die Zeit die er hatte in die Begegnung mit Jesus zu investieren. Wir haben so viel Zeit, die Frage ist nur, was hat für uns, für dich Priorität?

 

Herzliche Grüße

Mario Müller

Dienstag, 04.08.2020

Ich will den HERRN loben in den Versammlungen. - Psalm 26,12

Wie ist es nun, Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung! - 1.Korinther 14,26

 

Was würde Paulus heute sagen, wenn er in unsere Gottesdienste nach Kallenberg oder Münchingen kommen würde? Er würde sich sicher freuen, dass Jesus Christus im Mittelpunkt unserer Gottesdienste steht. Vielleicht würde er sich auch lobend äußeren, dass wir mit den Präsenz-Gottesdiensten und den Online-Gottesdiensten versuchen auf allerlei Art und Weise Menschen für Jesus zu gewinnen suchen. Vielleicht bekäme er vor Überraschung den Mund nicht mehr zu, wenn er unsere Musik hören würde. Ob Orgel oder Klavier – beides wäre für ihn keine ihm bekannte Musik. Aber vielleicht würde er wie im Philipperbrief (1,18) sagen: „Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise…“ Aber vielleicht würde er auch sagen: Beteiligt Menschen an Euern Gottesdiensten!

Klar, das versuchen wir ja: Interviewpartnerinnen und –partner werden eingeladen, Menschen können sich selbst einbringen – mit Freude denke ich an einen Gottesdienst zurück, in dem die Predigt des Gastpredigers ein wenig (sehr) kurz war und unsere Gemeinde in der Johanneskirche bereit war, eigene Gedanken mit einzubringen. Paulus würde sicher – wie in dem Abschnitt unseres Lehrtextes darauf hinweisen, dass Gottesdienst in geregelten Bahnen verläuft. Er würde vielleicht sagen: Versucht nicht einer den anderen zu übertreffen mit reden, singen usw., sondern lasst den anderen ausreden, hört zu, was der oder die andere sagt.

Auf jeden Fall würde er uns darauf hinweisen: Gottesdienst ist dafür da, dass jeder „erbaut“ wird. Altes, unverständliches Wort? Ich meine, damit will Paulus sagen: Die Menschen sollen aus dem Gottesdienst gehen, indem sie gesegnet, ermutigt, gestärkt werden – manchmal auch nachdenklich gemacht, kritisch hinterfragt werden.

Einen Schritt weiter… Und was würde Jesus sagen? Ich könnte mir vorstellen, dass er uns dazu bringen würde, dass wir weniger kritisieren, sondern den Gottesdienst dazu nützen, Gott einfach zu loben. Ihm zu danken! Ihn zu preisen! Und damit können wir heute – nicht erst am Sonntag – anfangen. Zum Beispiel mit dem Lied „Ich will Dich anbeten“.

Das wünsche ich Euch!

https://www.youtube.com/watch?v=HQQVcmNRHHc

 

Euer Gottfried Holland

Montag, 03.08.2020

Den Demütigen wird der HERR Gnade geben. - Sprüche 3,34

Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst. - Philipper 2,3

 

Demut, ja, das ist was Feines,

doch was ist es, fragt man sich?

Sie ist keineswegs was Kleines:

Du denkst an and‘re, statt an dich.

 

Ist das gesund, so fragt man weiter?

Achten soll man auf sich selber,

das ist auf jeden Fall gescheiter,

und doch sind’s oft nur „gold‘ne Kälber“.

 

Ein and‘rer weiß von sich ganz klar,

dass er diesmal de-mütig war.

Sobald er dieses jedoch denkt,

hat er den Bonus schon verschenkt.

 

Demütig sollen and‘re sein,

vor allem, wenn sie reden rein,

in mein Leben, unerhört,

wenn dies beim sündigen mich stört.

 

Demut fordert man auch da,

wo jemand im Wort Gottes sah,

wie etwas zu verstehen wäre,

das sei doch viel zu enge Lehre.

 

So schwierig nun die Demut ist,

so gilt es doch, um sie zu ringen,

sie definiert sehr, wer du bist,

und ob Beziehungen gelingen.

 

Füße waschen, dienen, harren,

Gott und Mitmensch einfach „first“,

das sind die wahrhaft christlich‘ Sachen,

mit denen du auf Jesus hörst.

 

Versagen wir an dieser Stelle,

was reichlich täglich wir wohl tun,

gibt’s nur eins: Zurück zur Quelle!

Bei Umkehr dürfen wir nicht ruhn.

 

Gottes Geist wird uns am Ende,

lehren, wie es Jesus tat,

drum hoffen wir stets auf die Wende,

denn alles ist nur seine Gnad!

 

© 2020 by Mario

 

Jesus sagt:

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.

Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.   -   Matthäus 11,28-30

Samstag, 01.08.2020

Ich komme, um alle Völker und Zungen zu versammeln, dass sie kommen und meine Herrlichkeit sehen. - Jesaja 66,18

Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. - Römer 10, 12

 

EINER für alle

 

Ich ertappe mich oft selbst dabei, dass ich Menschen in Schubladen stecke. Oft schon habe ich mir vorgenommen es nicht mehr zu tun, aber immer wieder falle ich in dieses Verhalten. Diese Schubladen heißen dann bei mir z.B. “überheblich“ oder “unzuverlässig“.

 

Auch rund um die beiden Bibelstellen finden wir Schubladen. Jude, Heide (Grieche), Gottlose... ABER Gott wirft diese Schubladen auf einen Berg. Vor IHM und für IHN sind wir alle gleich!

 

Egal woher wir kommen, egal ob wir vielleicht bei anderen in irgendwelchen Schubladen stecken, egal wie es bei uns aussieht, ob fröhlich, traurig, krank, immer unterwegs...

ER ist unser aller GOTT und HERR, wir dürfen uns Nachkommen Abraham und Gottes Kinder nennen.

 

Ich wünsche Euch/Ihnen und mir, dass wir unsere Mitmenschen mit diesen Augen Gottes betrachten, die „Schlotz-Unterschiede“ – oder die eigenen! – beiseitelegen können und somit die Macht und Größe – seine Herrlichkeit – sehen und verbreiten können.

Vor Gott gibt es keinen Unterschied; er liebt uns alle gleich!

 

https://youtu.be/lOEbWZ33KgE

Miriam Schlotz

Mittwoch, 29.07.2020

Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. - Hiob 1,21

Wir haben nichts in die Welt gebracht; darum können wir auch nichts hinausbringen. Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so wollen wir uns damit begnügen. - 1.Timotheus 6,7-8

 

Ein Abschnitt aus der Matthäus-Evangelium (Kapitel 6, mit ausgesuchten Versen von 19 bis 33) passt sehr gut zu der heutigen Losung und Lehrtext:

„Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. […]

Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? […]

Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie? Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. […] Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“

 

Am nächsten Montag fangen die Adlertage in Münchingen an! Christoph, Claudia und ich sind in den letzten Zeiten sehr beschäftigt, um alles vorzubereiten. Unser Thema dieses Jahr heißt: „Königskinder“. Die Geschichten sind echt spannend und es geht um Könige (böse und gute), Propheten und Schätze … Jedes Kind bekommt sogar von uns eine kleine Schatzkiste, in die jeden Tag ein kleiner „Schatz“ hineingelegt wird!

Aber diese täglichen Schätze sollen nicht das wichtigste der Adlertage sein! Sie sind einfach etwas zum Anfassen um an die Geschichten zu erinnern… Die Hauptsache ist, dass Gott der König ist und wir seine Kinder sind. Da haben wir in Ewigkeit einen Platz bei ihm. Sein Haus ist groß, aber wir müssen nichts mitnehmen (wir schaffen es eigentlich auch nicht), um es zu dekorieren oder zu füllen.

 

Gott versorgt uns hier auf der Erde und wird sich um uns auch in Ewigkeit weiter kümmern. Lass uns das Wichtigste in unserem Leben nicht vergessen! Dieser wertvollste Schatz ist nicht fassbar!

 

Eduarda Doege

Dienstag, 28.07.2020

Bis hierher hat uns der HERR geholfen. - 1.Samuel 7,12

Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. - 2.Korinther 4,8

 

Es ist wie heute! Da gibt es einen geistlichen Aufbruch – und wie oft wird er begleitet von geistlichen Tiefschlägen, Problemen, Schwierigkeiten und Anfechtungen.

 

Was war passiert? Die Bundeslade, eine heilige „Kiste“ in der z.B. die steinernen Tafeln der 10 Gebote aufbewahrt wurden, der Ort, an den sich Gott im besonderen Maße gebunden hatte, war von den Philistern geraubt worden. Gott hatte dafür gesorgt, dass die Bundeslade zurück nach Israel kam. Für zwanzig Jahre wurde es still um diesen geistlichen Schatz. Dann gab es im Volk Israel einen Aufbruch: Man orientierte sich wieder an Gott. ‚Erweckung‘ hat man zu so einer Bewegung in den letzten Jahrhunderten gesagt. Der Prophet Samuel ergreift die Chance und fordert die Israeliten auf, den Glauben auch äußerlich sichtbar zu machen: Götzen haben keinen Platz mehr, dort wo Menschen zum Glauben gekommen sind. Eine große Versammlung in Mizpa wird zum sichtbaren Zeichen: Wir gehören zu Gott, dem Herrn! Alles gut? Nein, überhaupt nicht! Statt Ruhe und Frieden, greifen die Philister Israel an. Dem Teufel gefällt es gar nicht, wenn Menschen zum Glauben an Gott kommen! Aber Israel sucht Hilfe am richtigen Platz: „Lass nicht ab, für uns zu Gott zu schreien!“ (8) rufen sie Samuel zu. Und Gott erhört die Gebete. Die Philister müssen fliehen und Israel kann in Frieden leben. Und nun stößt Israel den Jubelschrei aus: „Bis hierher hat uns der Herr geholfen!“ (Im Hebräischen viel knapper: Ad-hena asarnu Jahwe)

 

Es ist wie heute? Wirklich? Meine Erfahrung sagt: Ja! Dort wo Jesus Christus ins Leben eines Menschen kommt, wo jemand zum Glauben kommt, dort kommt Licht ins Leben - aber es können (!) auch richtige Probleme aufkommen. Manchmal scheint es, als ob der Teufel da bewusst ansetzt. Es ist ihm ein Gräuel, wenn Menschen Jesus Christus als Herrn annehmen. Was mich an Israel begeistert: Sie weichen nicht zurück, sondern sie kennen die Lösung! Sie rufen Gott um Hilfe an. Die Lösung auch für unsere Anfechtungen: Dranbleiben am Gebet! Andere suchen und bitten, für und auch mit einem zu beten! Und sich bewusst zu sein: Jesus Christus ist nicht ein „Schön-Wetter-Gott“. Nein! Jesus geht mit uns auch die tiefen Wege unseres Lebens. Jesus ist immer da!

 

Dieses Wissen, dieser Glaube, dieses Vertrauen, dass Jesus Christus da ist, hat auch Paulus im 2. Kor 4,8 dazu gebracht, dass er ausrufen konnte: „Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht!“ Ja, Sorgen kannte er, aber er wusste auch, dass größer als der Helfer die Not nicht ist.

Das wünsche ich uns allen, dass wir auch erleben dürfen: Bis hierher hat der Herr uns geholfen!

 

Für die, die es eher traditionell mögen:

https://www.youtube.com/watch?v=SdjCoMcVak8

für andere:

https://www.youtube.com/watch?v=EdldcFUYWgQ

 

Gottfried Holland 

Montag, 27.07.2020

Der Herr gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Einsicht. -Sprüche 2,6

Wenn es jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt; so wird sie ihm gegeben werden. -Jakobus 1,5

 

https://youtu.be/1pTd0aB8DbM

 

Unser heutiger Impuls ist eine Aufforderung zur Suche nach Weisheit.

Bei der Weisheit geht es um Lebenserfahrung. Es ist eine Tugend, die überall in der Welt gesucht wird.

Warum wird nach ihr gesucht?

Als mein Vater mich am ersten Schultag zur Anmeldung begleitet hat, sagte er mir, bevor er wieder nach Hause ging: „Sei weise!“ Eltern möchten von ihren Kindern, dass sie überall, wo sie hingehen, weise sind. Denn sie wollen ihnen etwas Gutes beibringen.

 

Eine Person, die Weisheit besitzt, erkennt man an der Art zu sprechen oder wie sie sich in einer schwierigen Situation verhält. Eine Person, die Weisheit besitzt, weiß es, Dinge einzuschätzen und richtige Entscheidungen zu treffen. Sie kann ein Umfeld von Frieden, Gerechtigkeit und Harmonie schaffen.

Deshalb gibt es Verantwortlichkeiten, die man speziell bestimmten Personen anvertraut; nicht, weil sie intelligenter sind, sondern weil sie Weisheit besitzen.

Ihr Einsatz kann helfen, Konflikte zu lösen, in einer Gruppe, Gemeinde oder zwischen Ländern Krisen zu vermeiden.

 

Wo findet man die wahre Weisheit?

Die Weisheit ist ein Attribut Gottes. Die wahre Weisheit, von denen unsere Verse sprechen, kommt von Gott.

 

Der Herr gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Einsicht. - Sprüche 2,6

 

Die Weisheit hat ein Fundament. Sie beginnt mit der Furcht des Herrn (Sprüche 1,7) und dem Gehorsam gegenüber seinen Geboten. Indem man die Worte der Weisheit hört, führt dies zum Reiferwerden in der Erkenntnis Gottes und seiner Werke. Der Mensch hat zur Weisheit nur durch die Offenbarung Gottes Zugang. Es gibt keine echte Erkenntnis ohne sich Gott unterzuordnen. Es gibt keine wahre Weisheit außerhalb des Herrn. Die menschliche Weisheit unterscheidet sich von der Gottes. Man kann sehr intelligent sein, exzellent im Studium und dabei nicht weise sein. Man kann intelligent sein und dabei töricht in Hinsicht auf die göttliche Weisheit. Der Ungläubige mag z.B. viele Dinge über die Natur wissen. Aber erkennt er sich als Geschöpf Gottes? Dafür brauchen wir Weisheit, die von Gott kommt, um das göttliche Geschöpf richtig schätzen zu wissen.

 

Wenn es jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt; so wird sie ihm gegeben werden. Jakobus 1,5

 

Die Weisheit lehrt uns, in einer Gesellschaft zu leben, in der das Gesetz Gottes nicht angewandt wird. Alter ist nicht unbedingt ein Synonym für Weisheit. In der Bibel findet man Beispiele von Personen, denen Gott Weisheit gegeben hat. Das ist z.B. der Fall für Josef, Daniel oder Salomo. Solche Weisheit ist vom König Salomo erbeten worden (1. Könige 3,7-9) und Gott hat ihm eine außerordentliche Weisheit gewährt (1. Könige 5,9-10). Diese göttliche Weisheit erlaubte ihm, ein außerordentliches Urteil zu fällen (1. Könige 3,16-28), von dem auch heute noch und sogar von Ungläubigen erzählt wird.

 

Gott gebe jedem seine Weisheit: eine Weisheit, die unerlässlich ist, um Gott zu erkennen und ein Wissen über ihn zu haben, ihn zu verstehen und sein Gesetz praktisch umzusetzen.

 

https://youtu.be/m4wJ5bxa14g

 

 

Gesegnete Woche
Silas Ky

Samstag, 25.07.2020

Heute geht es um Leben und Tod!

 

Gerechtigkeit führt zum Leben; aber dem Bösen nachjagen führt zum Tode. - Sprüche 11,19

 

Für was würden Sie sich entscheiden, wenn Sie die Wahl hätten? Leben oder Tod?

 

Ich gehe mal davon aus, dass Sie sich auch für das Leben entscheiden würden. Die heutige Losung nennt zwei Dinge: das eine führt zum Leben, das andere zum Tod.

 

Gerechtigkeit ist das, was zum Leben führt. Aber was ist hier mit Gerechtigkeit gemeint? Wenn wir Vers 4 aus Sprüche 19 lesen, wo es heißt „Reichtum ist nutzlos am Tag des Gerichts, Gerechtigkeit aber rettet vor dem Tod“, dann merken wir, dass es hier nicht um Fairness geht, sondern um die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, also um das gerechtfertigt sein, sodass man in Gottes Gericht besteht (also man könnte vielleicht auch Schuldlosigkeit dazu sagen).

Wenn wir uns das bewusst machen, dann merken wir wahrscheinlich schnell, dass das mit dem Entscheiden zwischen Leben und Tod gar nicht so einfach ist. Oder besser gesagt, es ist unmöglich! Alleine von uns aus können wir uns gar nicht für das (ewige) Leben entscheiden. Die Gerechtigkeit, die dazu führt, ist ein Geschenk Gottes in Jesus, dass wir durch den Glauben empfangen können. Denn er hat meine Sünden Jesus auferlegt und mir Jesu Gerechtigkeit geschenkt (siehe 2. Kor. 5,21).

Und da kann/sollte man sich dann fragen:

Habe ich diese Gerechtigkeit, die zum (ewigen) Leben führt? Wenn ja, dann ist das mehr als Grund genug um Gott dafür zu danken und zu ihn preisen, dass er mich gerecht gemacht hat!

Habe ich diese Gerechtigkeit, die zum (ewigen) Leben führt nicht, dann ist vielleicht der heutige Lehrtext eine Ermutigung. Dort heißt es:

Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. - Matthäus 5,6

Im Prinzip ist das eine Zusage, dass wer sich ganz ehrlich nach Gottes Gerechtigkeit sehnt, der wird sie auch von ihm erhalten. Oder wie Jesus es auch an einer späteren Stelle in der Bergpredigt ausdrückt: “Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ (Mt. 7,7)

Also, wenn dir diese Gerechtigkeit, die zum (ewigen) Leben führt, noch fehlt, dann mach dich auf die Suche, dann bitte Gott darum, dass er sie dir schenkt!

 

Hier noch ein Lied dazu: https://www.youtube.com/watch?v=tdxSC1tHJn0

 

Liebe Grüße
Christoph Zaiser

Freitag, 24.07.2020

Ach, dass du den Himmel zerrissest und führest herab! - Jesaja 63,19

 

„Da muss doch was geschehen! Das kann so nicht weitergehen. Da muss doch jemand eingreifen, eine Lösung muss her!“ Solche Aussagen schreien uns täglich an, wenn wir die Nachrichten verfolgen oder vom Weltgeschehen erfahren: Corona-Pandemie mit unverantwortlichem Handeln der Mächtigen, nächtliche Krawalle fast vor unserer Haustür, Verschmutzung der Umwelt und der Regeln des gemeinsamen Lebens, Unwahrheiten, Hass... – Oder muss man „reinschlagen mit Eisenbahnschienen“, wie einer meiner Vorgesetzten vor mehreren Jahrzehnten in manchen Situationen zu sagen pflegte? Wo führt uns das hin? Steckt unterschwellig oder ganz offen Angst dahinter? Ganz sicher aber eine Sehnsucht, ein Verlangen, dass das Leben und die Welt sich ändern mögen.

 

Genau wie schon in Israel vor 2500 Jahren. Da gab es auch dieses Fragen und Rufen nach einer Veränderung, einer starken Hand. Aber mit dem Unterschied: der Prophet Jesaja erwartet dieses Eingreifen von Gott und erbittet es. Im 63. Kapitel ab Vers 15 ist uns das Gebet überliefert, das den Erweis von Gottes Menschennähe und Gegenwart einfordert:

 

"So schau, Gott, nun vom Himmel und sieh herab von deiner heiligen, herrlichen Wohnung!

Wo sind nun dein Eifer und deine Macht? Deine große, herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich….

Du, HERR, bist unser Vater; »Unser Erlöser«, das ist von alters her dein Name.

Ach, dass du den Himmel zerrissest und führest herab, dass die Berge vor dir zerflössen, wie Feuer Reisig entzündet und wie Feuer Wasser sieden macht, dass dein Name kund würde unter deinen Feinden und die Völker vor dir zittern müssten…“

 

Damals waren die Israeliten aus dem babylonischen Exil in ihre Heimat zurückgekehrt, hatten Jerusalem wieder aufgebaut und konnten im Tempel wieder beten. Und doch ging es ihnen durch große wirtschaftliche Not und Armut schlecht. Unsicherheit, Ungerechtigkeit und Existenzängste nagten am Leben. Der herrliche und mächtige Gott schien "himmelweit" weg zu sein. Wo war sein machtvolles Eingreifen, wo seine erbarmende Zuwendung? Die Verheißungen klangen eher wie leere Versprechungen, die Menschen fühlten sich von Gott verlassen. Aber damit wollten sie sich nicht abfinden, sie protestierten und klagten, sie beteten zu ihrem Gott. Sie benannten ihre schmerzliche Sehnsucht nach dem aufgerissenen Himmel und dem kommenden Gott. Der sollte endlich Klarheit schaffen für seine Gotteskinder und gegen alle Gottesfeinde.

 

Dieser Protest und diese Sehnsucht kommen auch mir und uns Christen heute nah. Ich frage mich angesichts einer unheilen Welt und einem oft nicht einfachen Leben: Wer oder was öffnet uns den Himmel? Hat Gott uns seine große und herzliche Barmherzigkeit konkret spürbar und erfahrbar werden lassen? Ganz klar ja! Aber wann endlich wird Gott alle seine Bestreiter und Feinde mit seiner Macht und Herrlichkeit überwältigen?

 

Wir Christen leben hier mit diesem "schon – und noch nicht".  Wir glauben und bekennen, dass unser Erlöser gekommen ist und Gott für uns schon den Himmel aufgerissen hat. Und dass noch aussteht, dass Gott kommen und mitten unter uns wohnen wird. Das müssen wir jetzt aushalten und in dieser Uneindeutigkeit und Gebrochenheit bestehen in dieser "Zwischenzeit". Jetzt lebe ich in einer Zeit zwischen Anbruch und Vollendung, in einer geschenkten und mit Aufgaben betrauten Lebenszeit. Aber nicht mit einem tatenlosen und passiven Warten auf Gottes Handeln und auch nicht mit Jenseitsvertröstungen.

 

Die Lebensgeschichte von Jesus zeigt uns, wie wir beten und das Gerechte tun können. So können wir den offenen Himmel selbst erfahren und anderen erfahrbar machen. Ich möchte Gottes Menschennähe auf unserer Welt bezeugen. Also Wege des Friedens und der Gerechtigkeit gehen. Der Glaube gibt mir das bleibende Stück Heimat, eine Hoffnung und Zuversicht inmitten dieses „schon – und noch nicht.“

 

Ich weiß nicht, wie viele Jahre mir hier auf dieser Erde noch geschenkt werden. Aber ich will – mit euch zusammen – in dieser Zeit weiter fragen und rufen nach dem offenen Himmel und nach Gottes Nähe bei den Menschen. Mich danach sehnen, dass nicht alles so bleibt, wie es ist. Und die Gewissheit haben, dass diese Sehnsucht nicht ins Leere läuft. Bei Gott und seinem Wort, bei seinem Sohn Jesus, ist alles Fragen und Sehnen gut aufgehoben.

Und zur „Vollkommenheit“ noch der passende Lehrtext aus der Bergpredigt:

Erlöse uns von dem Bösen - Matthäus 6,13

https://www.youtube.com/watch?v=9HXLVJgP3mY

 

 

Mit lieben Grüßen und Segenswünschen sowie eine erfüllte Sommerzeit (trotz allem Sehnen)

Walter Großmann

Donnerstag, 23.07.2020

Bist du eine „… natürliche Person …, die zu einem aufzuklärenden Sachverhalt eigene Wahrnehmungen bekunden kann“?

So wird nämlich bei Wikipedia das Wort Zeuge erklärt.

Bei dem Wort Zeuge denke ich als erstes an: Zeuge sein vor Gericht. Dann fällt mir unsere Hochzeit ein. Da gab es Trau-zeugen. Vielleicht war der ein oder andere ja schon mal Zeuge bei einem Verkehrsunfall. Vielleicht durfte Jemand unter uns schon mal die Wahrheit bezeugen.

Als Zeuge bekunde ich „meine eigene Wahrnehmung“

Nun, meine persönliche Wahrnehmung kann sich durchaus unterscheiden von dem, wie andere eine bestimmte Situation erleben.

Ist das auch so in Bezug auf unseren Glauben an Gott, Jesus und den Heiligen Geist? Ich glaube, Ja.

Selbst mein eigenes Erleben mit Gott kann heute ganz anders sein wie in drei Wochen oder wie es im letzten Jahr war.

 

Wenn ich in der Bibel die Geschehnisse rund um das Volk Israel lese, entdecke ich, wie unterschiedlich die Menschen Gott wahrnehmen. Die Palette reicht vom größten Vertrauen über Zweifel bis hin zur Ignoranz – auch nicht anders wie 2020.

 

Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen lesen wir heute in der Losung:

Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR.  - Jesaja 42,10

 

Zeuge (nicht nur) für Gott kann ich natürlich nicht vom Hörensagen her sein.

Israel war damals in einer prekären Situation: Der Tempel zerstört, 40 Jahre versklavt in Babylon, Rückkehr in die Heimat. Die Wahrnehmung des Lebens und des Glaubens war wohl eher geprägt von Resignation. Der Prophet Jesaja nimmt etwas anderes wahr und erinnert die Israeliten an das, was sie mit Gott alles schon erlebt haben.

 

Manchmal braucht es auch für uns so eine kleine Ermutigung.

Gestern Nachmittag durfte ich Jemandem in einer wichtigen Entscheidung von meinen Erlebnissen in ähnlicher Situation erzählen. Es wurde ein sehr intensives, eigentlich schon seelsorgerliches Gespräch. Schnell waren wir bei Gott und wie ich IHN meinen Alltag mitbestimmen lasse. Diese ganze Begegnung entstand nur, weil ich etwas vergessen hatte. Am Ende wurde ich verabschiedet mit: Dich hat Gott geschickt!

So schnell kann uns Gott als Zeuge benutzen.

 

Unser Neutestamentlicher Text für heute ruft uns als Christen auf: Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.  - Markus 16,15

Klar, diesen Satz richtete Jesus in erster Linie ganz konkret an seine auserwählten Jünger. Doch jeder von uns ist aufgerufen zum einen sich selber immer wieder daran zu erinnern, was wir schon mit Gott erlebt haben. Zum anderen sollen wir genau das bezeugen, unsere eigene Wahrnehmung bekunden. Und so wie Jesus uns eben auch herausfordert: … in alle Welt … und aller Kreatur.

 

Lasst es uns doch an diesem Tag genau so angehen:

Revuepassieren lassen, wo ich selber Gott/Jesus erlebet habe und dann Gott/Jesus in diesen ganz persönlichen Wahrnehmungen allen, bekunden oder eben dem, den mir Gott in den Weg stellt.

 

Eure Claudia Proß

Mittwoch, 22.07.2020

Gott tut große Dinge, die nicht zu erforschen und Wunder, die nicht zu zählen sind. - Hiob 9,10

Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen auf das Land wirft und schläft und steht auf, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst – er weiß nicht wie. Von selbst bringt die Erde Frucht. - Markus 4, 26-28

 

Das Wunder des Lebens fällt mir dazu ein: Wie kann es sein, dass die Nukleinsäuren DNS und RNS im Zusammenspiel mit den Proteinmolekülen so zueinander gefunden haben, dass die Lebensprozesse jeder Zelle, egal ob Mensch, Tier oder Amöbe funktionieren?

Wie kann es sein, dass unsere Erde im Gleichgewicht bleibt und nicht im Weltall schwankt?

Wie wunderschön ist die Wüste, wenn es einmal regnet. Plötzlich besteht sie aus einem Blütenmeer, dessen Samen jahrzehntelang im Sand lagerten.

Was mich auch fasziniert sind die vielen verschiedenartigen Kristallformen einer Schneeflocke…

Welches Baby denkt daran: Ich muss wachsen, ich muss wachsen! Es wächst einfach, weil in ihm automatisch die wichtigsten Triebe angelegt sind: Atmen, Trinken, Essen, AA-machen…

 

Ja, unser Schöpfer ist ein Wundertäter – im Großen wie im Kleinen.

Jesus war ein Samenkorn, dass sich in der Erde auflöste und zu Neuem Leben erwachte. Ja, Er ist der neue Adam, der das Neue Leben für die Schöpfung ermöglicht.

Petrus spricht in Apostelgeschichte 3,21 von der Wiederbringung aller Dinge. In Jesaja 61 wird diese Wiedererstehung Israels verheißen und ist ja 1948 durch die Staatsgründung geschehen.

In allen Menschen, die an Jesus glauben, wird dieses Neue Leben erweckt. Es ist ein Wunder, das wir nicht erforschen können. Der Geist Gottes lebt in uns und lässt unseren Glauben wachsen, auch im Schlaf. Wer kann das erklären?

 

Welche Prozesse laufen in den Gläubigen ab? Vielleicht können uns da die Psalmen helfen. Der Mensch klagt, weil er aus der irdischen Perspektive die Ungereimtheiten und Ungerechtigkeiten des Weltgeschehens erlebt. Am Schluss lobt er oft Gott. Warum? Könnte es nicht sein, dass der Geist Gottes ihm eine ewige Perspektive eröffnet, die ihn tröstet und Frieden schenkt?

Es ist doch schön, dass wir nicht alles in seinen Kausalzusammenhängen verstehen müssen. Gott sorgt für uns mit all seinen Kräften und Möglichkeiten, so wie die Erde das Samenkorn wachsen lässt.

Und noch ein Wunder kenne ich, vielleicht kommt ihr drauf: Wenn es etwas von sich hergibt, nimmt es nicht ab, sondern zu.

 

https://www.youtube.com/watch?v=J0rvsNxnHyw

 

Liebe Grüße
Susanne Young

Dienstag, 21.07.2020

Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder. - Psalm 9,2

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. - 1.Thessalonicher 5,18

 

Wer die Psalmen kennt, der weiß, dass oft der eigentliche Psalm in Vers 2 beginnt. Der erste Vers ist reserviert für die Anweisungen; in unserem Fall „Ein Psalm Davids, vorzusingen nach der Weise…“.

Unser heutiger Psalm 9 beginnt also mit dem Danken! Das ist nicht immer der Fall. Oft braucht es eine Weile bis der Beter aus dem Klagen oder aus der Situationsbeschreibung ins Danken kommt. Hier aber startet der Psalm mit dem Danken! Wofür dankte David Gott denn? Wie so oft ergänzt die zweite Zeile des Verses die erste, so dass wir beschrieben bekommen, warum David danken konnte: Gottes Wunder waren es, die ihn so beglückten. Wunder hatte David erlebt. Diese erlebte er, als er von der Familie „vergessen“ wurde, als der Prophet Samuel kam; Gottes Eingreifen wurde ihm bewusst, als er Goliath besiegte, als er aus der Hand Sauls gerettet wurde und so geht es weiter. Aus vollem Herzen konnte David im Rückblick Gott loben und preisen, ihm danken, weil er erkannt hatte, dass Gott ihm geholfen hatte. Und dies behielt er nicht für sich: Er erzählte es weiter: in seiner Familie, bei seinen Freunden und darüber hinaus. Ist das sinnvoll? Stellte er sich da nicht zu sehr in den Mittelpunkt? Es könnte doch sein, dass andere sich (von Gott?) zurückversetzt fühlen? Ja, es ist sicher wichtig, dass wir vorsichtig sind, wenn wir von Wundern erzählen. Unsere Mütter und Väter im Glauben sprachen davon, dass man „keusch mit Wundererzählungen“ umgehen solle. Aber trotzdem: Berichte über Gottes Eingreifen in diese Welt, also Wunder, machen – richtig erzählt – Menschen Hoffnung. Die Erzählungen geben Mut: Ja, Gott sitzt im Regiment!

Und wenn nicht? Wenn ich Gottes Wunder nicht erfahre? Wenn ich den Eindruck habe, dass gerade alles schiefläuft? Wenn die Diagnose niederschmetternd ist? Wenn der Streit nicht beigelegt werden kann? Wenn sich die berufliche Situation nicht bessert? Ja, und wenn nicht? Wie kann ich dann dem Lehrtext gemäß „dankbar in allen Dingen“ sein? Vielleicht kennt Ihr den Sinnspruch: „Danken schützt vor Wanken und Loben zieht nach oben.“ Geht das (so einfach)? Wie schön wäre es, wenn wir alle so locker mitsprechen könnten (Römer 8,28): „Denen die Gott lieben, werden alle Dinge zum besten dienen“?

Ein Vers begleitet mich seit meiner Jungscharzeit im CVJM Fellbach. Dort sangen wir ein Lied, in dem es heißt:

*»Lob sei dir auch unter Tränen, Lob sei dir, der dennoch liebt! Stille unsres Herzens Sehnen und erfreu, was noch betrübt.

Lass dein Kreuz doch leuchtend stehen mitten in der wirren Welt, siegend lass dein Banner wehen, Christus, Heiland, Herr und Held!«*

 

An dem will ich mich festhalten: Gott liebt mich dennoch! Und diese Zuversicht, diesen Glauben wünsche ich Euch (nicht nur, aber auch) heute: Gott hat Dich dennoch lieb!

 

https://www.youtube.com/watch?v=EPmBIC8XWv8

 

Gottfried Holland

Montag, 20.07.2020

Hört mir zu, ihr trotzigen Herzen, die ihr ferne seid von der Gerechtigkeit! Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht; sie ist nicht ferne. - Jesaja 46,12-13

Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und erzieht uns, dass wir absagen dem gottlosen Wesen. - Titus 2,11-12

 

Jesaja beschreibt den Zustand des Menschen treffend. Fern von Gott und von allem, was ihn ausmacht. Gerechtigkeit ist im AT ein Verhältnisbegriff, keine abstrakte Norm. Der Mensch ist gerecht, wenn er entsprechend dem Willen Gottes handelt, denn Gott selbst setzt das Recht für den Menschen. Weil das Ergebnis so ernüchternd ausfällt, bringt Gott seine eigene Gerechtigkeit herbei. Wieder ein Verhältnisbegriff. Gott ist gerecht, wenn er sich Israel gegenüber entsprechend seines Bundes verhält. Nach Rienecker ist „Gottes Handeln ständig und zuverlässig auf das Heil seines Bundesgenossen gerichtet und führt dieses aus in Gericht oder Gnade, in Liebe oder Zorn, in Heilen oder Zerschlagen.“ Immer wenn Israel diese Gerechtigkeit Gottes erlebt, wird es erneuert – ein schmerzhafter, aber letztlich heilbringender Prozess.

 

In Titus betont Paulus wieder die Gerechtigkeit Gottes – diesmal im Kontext des neuen Bundes und unter dem Aspekt der Gnade. Wieder fällt der Zustand des Menschen denkbar schlecht aus, deshalb bringt Gott seinen Sohn Jesus Christus herbei – diesmal für alle Menschen. Der universalistische Charakter dieses Verses bezieht sich dabei auf das Angebot in Jesus: Jeder Mensch kann gerettet werden, wenn er sein Vertrauen auf Jesus setzt. Wird dieses angenommen, setzt ein – mitunter schmerzhafter (vgl. Hebr 12,4-11) – Erziehungsprozess ein. Es erfolgt eine Veränderung hin zu dem Menschen, zu dem Gott uns formen möchte: Ein Spiegelbild von Jesus Christus (vgl. Eph 4,15). Diese veränderten Menschen sind wiederum Gottes Mittel der Wahl, um die Botschaft von Jesus Christus weiteren Menschen bekannt zu machen – ein sich wiederholender Vorgang, der immer weitere Kreise zieht.

 

Herausforderungen für diese Woche:

- Sind wir uns bewusst, dass wir Gottes Mittel der Wahl sind, um Menschen auf Jesus hinzuweisen? Haben wir bereits erlebt, dass Gott uns so gebraucht? Gibt es Menschen in unserem Umfeld, wo Gott uns so gebrauchen möchte?

- Lassen wir den Erziehungs- und Umgestaltungsprozess zu, der unangenehm, aber notwendig ist? Wo sind Punkte, wo wir der Erziehung Gottes Widerstand entgegensetzen? Wo haben wir bereits Veränderung erfahren?

 

 

Heute mal ein Klassiker: https://www.youtube.com/watch?v=7ppgJr_Uy7w

 

Liebe Grüße

Mario Kunze

Samstag, 18.07.2020

Auch künftig bin ich derselbe, und niemand ist da, der aus meiner Hand erretten kann. Ich wirke, wer will´s wenden? - Jesaja 43,13

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi. - 2. Korinther 5,10

 

In einer anderen Übersetzung heißt es: „Ihr seid meine Zeugen, dass ich der einzige Gott bin“, spricht der Herr. Das bin ich auch weiterhin. Keiner kann aus meiner Hand entkommen. Ich wirke und niemand kann mich hindern.“

Wenn ich das so auf mich wirken lasse - ……………………………………………………

Es gibt kein Entkommen, niemand kann mich retten. Dazu fällt mir das erste Gebot ein: Ich bin der Herr dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
Dann alle anderen Gebote… Verbote, eine Drohung nach der anderen… Richterstuhl, Angst… Verzweiflung… da könnte man doch eigentlich nur aufgeben…

 

Aber stopp! Nein… Da steckt ja noch etwas ganz Anderes drin, eine Frage… Wer will’s wenden? Es steht bereits in Jesaja… Wer will’s wenden?

Und ein Lächeln fängt an mein Herz zu befreien… Wir haben in Jesus Christus die Antwort erhalten! In Jesus Christus unserem Herrn, der für uns gestorben ist, der alles gewendet hat, der für uns eintritt vor dem Richterstuhl Gottes, der uns trägt, der uns zugesichert hat, „keiner kommt zum Vater als durch mich“.

 

Wir haben die Gnade, wir haben alles durch IHN!
Das bedeutet nicht, dass wir uns zurücklehnen können, die Hände in den Schoß legen können… Nein, denn unsere Zeit steht in seinen Händen und wir sollten bereit sein. Wir gehen alle unweigerlich auf das Ende unseres irdischen Lebens zu. Wer das leugnet, macht sich etwas vor. Wir Christen leugnen den Tod nicht, wir verdrängen ihn auch nicht, vielmehr fassen ihn ganz nüchtern und ganz realistisch als eine Tatsache unseres Lebens in den Blick.

Eines Tages müssen wir sterben und das wird uns vermutlich schwer fallen. Der Tod wird kommen, das ist eine Tatsache die feststeht und dann müssen wir alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi… Aber voller Zuversicht dass wir nicht alleine sind. ER wird bei uns sein - denn nur ER kann es wenden. Bist du bereit?

 

https://youtu.be/YLmIgOo9n1o

Bleibt behütet und in seinen Händen getragen

Kerstin Kimmel

Freitag, 17.07.2020

Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. - Matthäus 5,8

 

Der Lehrtext von heute ist eine wahre Herausforderung. Er stammt aus den so genanten Seligpreisungen des Matthäus Evangeliums am Anfang der Bergpredigt. Wenn ich diesen und andere Verse lese, dann denke ich oft: „Das kann man doch gar nicht schaffen“.

 

Gerade heute wo ich diese Andacht schreibe, habe ich mit meiner Frau, fast 2 Stunden, über die Frage gesprochen: „Ist das, was zwar Gesetzlich erlaubt ist, für uns Christen auch richtig?“ - Bleibt dabei mein Herz rein, möchte ich fragen?

 

In unserer Gesellschaft gibt es immer mehr "Schlupflöcher" und „Möglichkeiten“. Vieles ist schon seit Jahrzehnten möglich, aber der – ich nenne es mal: „Gesellschaftliche Verhaltens Kodex“ - hat, bis auf Ausnahmen, uns immer wieder dazu gebracht, uns gegen solche Möglichkeiten zu entscheiden. In den letzten Jahren, so scheint es mir, hat der „Mainstream“ aber einen anderen Weg eingeschlagen. Viele denken „Hauptsache ich habe einen Vorteil“! Da sind gerade wir Christen herausgefordert anders zu handeln.

 

Glauben sie mir, ich bin bestimmt kein Moralapostel, ich lege viele Sachen ziemlich frei aus. Aber ich glaube, wir müssen uns wieder öfters hinterfragen, ob dass, was erlaubt ist auch richtig ist?

Jesus fordert uns in dem Lehrtext von heute heraus, ein reines Herz zu haben! Ich glaube, wenn wir als Christ, etwas tun, was zwar erlaubt ist, aber unser Herz sagt, das ist nicht richtig, dann belasten wir uns. Darum möchte ich uns Mut machen, auch wenn es anders herum einfacher wäre, lasst uns reinen Herzens bleiben.

 

Gottes Segen für den Tag

Mario Müller

Donnerstag, 16.07.2020

Auf, ihr Durstigen, alle, kommt zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt, kauft und esst! Ja, kommt... - Jesaja 55,1

 

Vor zwei Wochen ging mitten in meiner Internetrecherche ein grelles Fenster auf. Es regnete Konfetti auf dem Bildschirm: "Sie haben die x-Millionste Recherche gemacht, Herzlichen Glückwunsch, eines der drei Geschenke gehört Ihnen". Ganz kurz war ich versucht auf eine der Päckchen mit Schleife zu klicken. Doch dann kamen sofort meine Bedenken: " Die wollen einfach nur deine Zeit, deine Aufmerksamkeit und Deine Daten."  Nein, schnell habe ich das Fenster geschlossen.

Wie ist das bei Gott? Seine Rettung, sein Heiliger Geist seine Gaben, sind sie wirklich umsonst?

Verlieren wir nicht unsere Freiheit, wenn wir uns an Ihn binden?

 

Ich glaube die Freiheit ohne Bindung ist eine Illusion. Wir können uns nicht selbst Geborgenheit, Identität und Lebenssinn geben. Wir werden diese Dinge immer außerhalb von uns selbst suchen. Der Gott Abrahams Isaaks und Jakobs ist hier die beste Adresse. Er hat uns auf sich hin geschaffen. So wie ein Fisch ins Wasser gehört, so sind wir für die Beziehung mit ihm geschaffen.

Unsere Tageslosung finden wir übrigens ganz ähnlich in Johannes 7,37 und in Offenbarung 22,17. Also die erste Einladung spricht Gott durch den Propheten Jesaja aus, die zweite ruft Jesus uns zu und im Text der Offenbarung ruft der Geist und die Braut (wir als Gemeinde) allen Dürstenden die Einladung zu.

 

https://youtu.be/Zelg_onBKHk

Denn der Geist und Braut sagen: Komm!  Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme! Wer da will nehme das Wasser des Lebens umsonst! - Off 22,17

 

Einen gesegneten Tag Euch allen

Anneliese Henn

Mittwoch, 15.07.2020

In eines Mannes Herzen sind viele Pläne; aber zustande kommt der Ratschluss des HERRN. - Sprüche 19,21

 

Ich weiß nicht, wie es euch/Ihnen geht, aber ich bin jemand, der gerne weiß, was gerade vor sich geht und am liebsten in Kontrolle ist. Deshalb habe ich auch in der Regel immer einen Plan (und meistens auch einen Plan B und vielleicht sogar einen Plan C). Von dem her kann ich mich mit dem Anfang unserer heutigen Losung sehr gut identifizieren. Sehr oft bin ich auch in einer Situation, wo ich verschiedene Pläne/Optionen habe und nicht weiß, welcher Plan der Beste wäre. Da bin ich dann sehr dankbar über den zweiten Teil unserer heutigen Losung, dass ich wissen darf, dass es nicht darauf ankommt, dass ich den besten Plan wähle, weil der HERR seinen Ratschluss, seinen Willen in die Tat umsetzen wird.

 

Es gibt allerdings auch Situationen, in denen ich ziemlich fest davon überzeugt bin, zu wissen, welches der beste Plan ist. Wenn dann sich der Ratschluss des HERRN nicht mit diesem vermeintlich besten Plan deckt, ist das zunächst einmal nicht einfach und ich bin nicht mehr so dankbar über den zweiten Teil unserer heutigen Losung. Da gilt es dann Demut zu üben und zu erkennen, dass Gott immer besser weiß, was der beste Plan ist, weil er einfach alles im Blick hat, was für mich unmöglich ist.

Wie sieht das bei Dir/Ihnen aus? Ist der zweite Teil unserer heutigen Losung für Dich/Sie im Moment eher ein Grund dankbar zu sein, oder Demut zu üben? Oder vielleicht auch beides?

Wie dem auch sei, beides dürfen und sollen wir im Gebet vor unseren himmlischen Vater bringen, der für uns sorgt und unser Bestes will. Und weil wir so einen HERRN haben, ist sein Ratschluss nichts, vor dem wir Angst haben brauchen, sondern etwas Erfreuliches und Schönes.

 

Hier noch ein Lied: https://www.youtube.com/watch?v=CqybaIesbuA

(oder auf Deutsch: https://www.youtube.com/watch?v=7IHxZLL5mss )

 

Liebe Grüße

Christoph Zaiser

Dienstag, 14.07.2020

Man wird wieder hören den Jubel der Freude und Wonne, die Stimme des Bräutigams und der Braut und die Stimme derer, die da sagen: »Danket dem HERRN Zebaoth; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.« - Jeremia 33,11

 

Neuanfang ist möglich!

Die Situation war beängstigend (vgl. 32,1ff): Für Jeremia, den Propheten, aber auch für das Volk Israel. Zedekia, der König, hatte den Propheten im „Wachthof“ festgesetzt. Dort konnte Jeremia nicht entweichen. Damit wäre der ungeliebte Prophet endlich mundtot gemacht. Was war Jeremias „Schuld“ gewesen? Er hatte im Auftrag Gottes ausgerichtet: König Nebukadnezar wird Israel besiegen und auch König Zedekia wird dem babylonischen König nicht entrinnen können. Dabei waren sich doch Israel und sein König sicher: „Auf unserer Seite steht Gott! Uns passiert nichts!“ In Wirklichkeit hatte sich das Volk von Gott abgewendet. Es war an Gott schuldig geworden, weil es andere Götter anbetete (5,7) Nun hatte man sogar Paläste eingerissen, um Bollwerke gegen die Truppen Nebukadnezars zu erreichten (33,4). Aber die Wälle der Angreifer erreichten schon die Stadtmauern. Jeremia hatte von Gott den Auftrag bekommen, einen Acker zu kaufen. Einen Acker? In wenigen Tagen, ist es zu Ende mit Israel und Jeremia soll einen Acker kaufen – also auf Zukunft bauen? Hatte Gott nicht gesagt, dass Nebukadnezar siegen würde?

 

Eigentlich war ein Neuanfang undenkbar. Aber Gott zeigt, dass es weiter geht. Unsere heutige Losung sagt es: Es wird wieder Freude geben, Zukunft! Ja, es wird wieder geheiratet werden und im Tempel wird es wieder Dankopfer geben: „Danket dem HERRN Zebaoth; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“

Gott macht weiter! Immer wieder macht die Bibel, Gottes Wort uns klar: Zukunft ist möglich! Ein Neuanfang ist möglich!

Gilt das auch mir? STOPP! Brauche ich das überhaupt? Ja, ich muss mich Gott immer wieder nähern. Mensch und Gott – wir trennen uns immer wieder neu von Gott. Ja, als Christen sind wir durch Jesus Christus geheiligt – dies bedeutet „in seinen Dienst gestellt“; aber trotzdem sind wir gleichzeitig Mensch und damit aber auch Sünder. („Gleichzeitig Gerechter und Sünder“ hat Luther dies auf den Punkt gebracht.) Ja, ich brauche Neuanfang.

Und? Ist dies möglich? Ja, für mich persönlich – aber auch für diese Welt. Ich denke an die Ewigkeit. Ja, ich will von der Ewigkeit her leben! Da wird – wie bei einer Hochzeit – Jesus Christus und seine Gemeinde wie Bräutigam und Braut zusammen geführt. Das wird einen Jubel geben – einen Jubel, wie wir ihn noch nie erlebt haben: Dann, wenn Jesus Christus diese Welt neu schaffen wird. Dann, wenn alles neu gemacht wird! Dann, wenn es keine Tränen mehr geben wird! Dann, wenn Jesus Christus sichtbar unter uns wohnen wird. Aber ich sehe den Jubel auch hier, aktuell, in meinem Leben. Ich weiß, dass ich immer wieder zu ihm kommen kann. Auch wenn alles wie am Boden zerstört daliegt. Auch wenn die feindlichen Wälle schon meine Mauern erreichen: Jesus Christus bietet mir an: Ich fange ganz neu mit Dir an! Komm zu mir!

 

https://www.youtube.com/watch?v=-pGCTOhbePw

Gottfried Holland

Montag, 13.07.2020

Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt! - Hosea 10,12

Zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. - Epheser 4,24

 

Beide Texte der heutigen Losung sind in einen Vergleich eingebettet. In Hosea gibt unser Text das wieder, was das alttestamentliche Israel eigentlich hätte sein können: Ein gehorsames Gottesvolk, welches zum Segen der Völker wird und umgekehrt durch Gottes Gegenwart und seine guten Ordnungen erhöht wird.

Es ist anders gekommen. Hosea 10 beschreibt, wie das Volk trotz der Berufung Gottes einen anderen Weg ging und letztlich alles verliert – die Gegenwart Gottes, das Land und das eigene Leben.

Der Text in Epheser stellt auch einen Vergleich dar: Es geht um den alten und den neuen Menschen. Der alte Mensch ist „entfremdet von dem Leben, das aus Gott ist“ (Eph 4,18). Er ist geistlich tot und sein Verhalten ist ein beredtes Zeugnis dieses Zustandes.

Der neue Mensch wird hingegen als eine Erneuerung des Geistes und Sinnes beschrieben. Es ist eine geistliche Wiederbelebung, die zu einer anderen Einstellung führt. Dennoch ist das Ganze kein Selbstläufer, sondern es gilt, diesen neuen Menschen „anzuziehen“.

Der Epheserbrief ist an Christen geschrieben, welche die geistliche Wiederbelebung bereits erfahren haben. Trotzdem werden sie aufgefordert, ihr Leben zu verändern. Wie viel mehr gilt dies für uns. Heute.

Es ist heute wieder Zeit, den neuen Menschen anzuziehen. Dies ist eine notwendige tägliche Übung für jeden Christen. In diesem Sinne gilt es auch heute wieder, „ein Neues zu pflügen“.

 

Herausforderung für diese Woche:

-        Lies Eph 4,17-32

-        Prüfe mit der Hilfe des Heiligen Geistes dein Leben und identifiziere die Aspekte, die es abzulegen gilt.

-        Bitte Jesus, hier durch den Heiligen Geist Veränderung zu bewirken und beginne, selbst konkrete Schritte zu gehen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=BFe4r3qe1x0

https://www.youtube.com/watch?v=it4BHq6DYKs

 

Seid gesegnet

Mario Kunze

Samstag, 11.07.2020

Der Herr wird seinem Volk Kraft geben. - Psalm 29,11

Sie sahen aber den Freimut des Petrus und Johannes und wunderten sich; den sie merkten dass sie ungelehrte und einfache Leute waren, und wussten auch von ihnen, dass sie mit Jesus gewesen waren. - Apostelgeschichte 4,13

 

Meine Gedanken dazu:

"Der Herr wird seinem Volk Kraft geben."

Die Apostel gehören (wie wir durch den neuen Bund) zum Volk Gottes. Der Heilige Geist gab ihnen Vollmacht vor dem Gericht mutig Jesus zu bezeugen. Zuvor haben die beiden Apostel einen gelähmten Mann geheilt, nur durch den Auspruch im Namen Jesu.

Anschließend predigten sie im Tempel, so dass 5000 Männer zum Glauben an Jesus gekommen waren. Sie wurden verhaftet und sollten sich nun vor dem jüdischen Gerichtshof, für ihre "aufrührerische Provokationen" rechtfertigen. Die beiden Angeklagten waren einfache Männer und keine "Theologen".

 

Merke:

Es braucht kein Theologiestudium um in Vollmacht von Jesus Christus zu erzählen.

JEDER Christ kann ein "Prediger" sein, er muss nur vom heiligen Geist erfüllt sein.

Der Heilige Geist gibt uns Kraft und Mut Jesus Christus zu bekennen.

Also geben wir IHM Raum in unserem Alltag und lassen uns von ihm erfüllen!

 

https://www.youtube.com/watch?v=2dbvXUvI6CM

Benjamin Hirschmüller

Freitag, 10.07.2020

Das alles ist zu eurem Besten. Und wenn Gottes Gnade immer mehr Menschen zu Christus führt, wird auch der Chor derer, die ihm danken, immer lauter, und Gott wird immer mehr Ehre erwiesen. – 2. Korinther 4,15 (Neues Leben Bibel)

 

Als ich der Bibelvers zum ersten Mal las, musste ich an verschiedene Situationen in meine Kindheit denken, in denen ich diesen Satz hörte: „Das ist alles zu deinem Besten“. Irgendwie habe ich keine guten Erinnerungen daran … dieser Satz hatte immer damit zu tun, dass ich etwas Falsches gemacht hatte, und nun musste ich mich die Konsequenzen stellen. Manchmal bedeutete es eine Strafe: „Kein Fernseher bis morgen Abend!“ oder „Du darfst nicht mehr zu deiner Freundin, bevor die Hausaufgaben nicht fertig gemacht sind.“ Aber in manchen Fällen gab keine Strafe, sondern es wurde zu Hause oder sogar mit Freuden ein schwieriges Gespräch geführt: „Da hast du einfach blöd gehandelt!“ oder „Hört auf, so stolz zu sein“.

 

Worte können uns arg verletzten. Meistens, wenn sie von Menschen, die wir liebhaben gesprochen worden sind. Aber Ermahnung funktioniert so. Mit Ermahnung ist hier das Wort gemeint, das ab und zu im Neuen Testament steht, und damit zu tun hat, dass jemand gesagt wird, er habe gesündigt. Jemand sag uns, was falsch ist, damit wir das anders machen und besser werden können. Paulus schrieb Briefe an die ersten christlichen Gemeinden, um ihnen zu helfen, wachsen zu können und damit Gottes Reich größer zu machen. Die Christen aus Korinth waren nicht besonders gut. Sie waren Menschen wie wir: mit Wünschen und Träumen, aber auch Sünden und Mängeln. Deshalb musste Paulus oft ihnen sagen: „Passt auf! Das ist nicht richtig und so geht es gar nicht!“ Viele haben es nicht gerne gehört. Wir Menschen wollen selten hören, dass wir etwas falsch gemacht haben. Auch wenn wir wissen, dass es zu unserem Besten ist.

 

Aber obwohl viele es nicht gerne hören, sind diese Wörter auf keinen Fall umsonst! Der Bibelvers geht weiter und Paulus schreibt etwas Wichtiges. Alles was er in diesem Brief und besonderes im Kapitel 4 (wo der Lehrtext von heute steht) schreibt, führt zu einer der wichtigen Sache in Gottes Guter Nachricht: ER wird größer gemacht und viele Menschen werden durch seine Gnade erreicht.

 

Ein Körper ist stark und gesund, wenn alle Teile auch gesund sind. Wir sind Gottes Boten auf der Erde und unsere christliche Gemeinde ist mit einem Körper vergleichbar. Jeder ist ein Teil von etwas Größerem, und es ist super, wenn alle, auch die kleinen Teile in Ordnung sind. So wirkt Gott viel besser durch uns und wir ehren ihn.

 

Impuls zum Nachdenken (ab und zu tun uns solche provokativen Fragen auch gut): Bist du bereit, Kritik anzunehmen? Wo siehst du, dass du etwas anderes machen könntest, um diese Aufgabe als „Körperteil“ besser zu machen?

 

Eduarda Doege

Donnerstag, 09.07.2020

In unserer heutigen Tageslosung finden wir einen Vers aus dem viel zitierten Psalm 91. Eigentlich ist es nur die Hälfte von Vers 9: Der HERR ist deine Zuversicht.

 

Ehrlich gesagt wäre es mir lieber, da stünde heute: „Der HERR ist meine Zuversicht.“ So könnte ich es sofort für mich in Anspruch nehmen. Das Wörtchen dein macht es aber zu einem Zuspruch für den Anderen. Und wem tut es nicht gut, wenn einem zugesprochen wird: „Deine Spätzle waren heute richtig lecker, danke.“ oder „Deine freundlichen Worte taten mir richtig gut!“ oder „Dein Blumenschmuck ist genial!“ oder „Das Orgelvorspiel ging mir heute besonders ans Herz. “ oder „Deine Gebetsunterstützung hilft mir ganz arg.“ oder „Gottes Segen begleite dich.“

Hier könnte ich jetzt noch ganz viele Beispiele aufzählen.

 

Im Psalm 91 lesen wir heute den Zuspruch: „Der HERR ist deine Zuversicht.“

Ein Satz, der mir zugesprochen wird, hat schon ein besonderes Gewicht. Vergebung, die mir zugesprochen wird, wirkt bekräftigender als das bloße Wissen darum. Vielleicht findet heute jeder von uns eine Person, der ihr eine Gottesbotschaft zusprechen könnt. 

Es lohnt sich auch den gesamten Psalm 91 einmal laut vorzulesen oder laut für sich selber: https://www.die-bibel.de/bibelstelle/Psalm91/LUT17

 

Beim Lautlesen entdecke ich auch Zusprüche für mich. Und ich entdecke, dass der Schreiber des Psalms aus einer ganz engen Beziehung zu Gott schöpft. Solch Gottesbeziehung will gepflegt sein. So kann mir Gott auch in schwierigere Zeiten Zuflucht bleiben.

Es gibt Situationen, da fällt es uns total schwer so voll und ganz auf Gottes Hilfe zu vertrauen. Dann tut es richtig gut, Glaubensgeschwister zu haben, die einem Gottes Hilfe und Zuversicht zusprechen. Vor wenigen Tagen durfte ich „in voller Freimut“ für eine Freundin beten und ihr Gottes Hilfe zusprechen. Gottes Nähe war in diesem Moment richtig greifbar. Umgedreht durfte ich das auch schon erleben. „Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voller Freimut.“ heißt es im heutigen Lehrtext aus 2. Korinther 3,12.

Als Christen dürfen wir Gottes gute Botschaft Anderen zusprechen. Meine eigene Erfahrung sagt, dass diesen direkten Zuspruch jeder einmal braucht. (selbst wir „Berufs“-Christen)

 

C. H. Spurgeon schreibt in einem Kommentar zu Psalm 91: „Ein deutscher Arzt pflegte diesen Psalm als das beste Schutzmittel in Cholerazeiten zu empfehlen.“

Ob die schwierigen Zeiten Cholera heißen oder Corona, Erschöpfung oder Frustration, was auch immer, die Zusage gilt: Der HERR ist deine Zuversicht.

 

Zum Schluss noch ein Kanon, den ich seit mindestens 30 Jahren mag und immer noch gern singe. (Hoffentlich dürfen wir das irgendwann wieder ohne Mundschutz und ohne Abstand): Du bist mein Zufluchtsort https://www.youtube.com/watch?v=0sWWOYtUGAQ

 

Eure Claudia Proß

Mittwoch, 08.07.2020

Und der Herr sprach: Weil dies Volk mir naht mit seinem Munde und mit seinen Lippen mich ehrt, aber ihr Herz fern von mir ist und sie mich fürchten nur nach Menschengeboten, die man sie lehrt, (13) darum will ich auch hinfort mit diesem Volk wunderlich umgehen, aufs Wunderlichste und Seltsamste, dass die Weisheit seiner Weisen vergehe. (14) - Jesaja 29,(13)+14

 

Im Deutschen gibt es eine Redensart die heißt: Mehr Schein als Sein. Das bedeutet, wenn man sich verstellt z.B. sich anders zeigt als man in Wirklichkeit ist. Vor Allem wenn man seine Fähigkeiten und Kompetenzen übertreibt kann man sagen "ist mehr Schein als sein". Ich habe mir heute erlaubt den Vers 13 mit zum Losungstext zu schreiben, damit er verständlicher wird.

Man kann nicht immer aufgrund dessen, was jemand sagt oder tut erkennen, was in ihm vorgeht. Auch wenn Jesus in Mt 12,34 sagt: „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.“ Das mag auch Stimmen, aber manche Menschen reden viel. Sie reden von Gott, preisen und loben ihn mit dem Munde, aber das Herz ist Gott trotzdem ferne. Diese Art zu Reden ohne die richtige Herzenseinstellung zu haben, gab es schon immer. Jesus benutzt die Worte von Jesaja, als er die religiösen Führer seiner Zeit wegen ihrer Heuchelei zurechtwies (Mt 15,7-9). Und wegen solch einem verhalten fällte Gott in der Losung von heute das traurige Urteil: „Das die Weisheit seiner Weisen vergehe.“ Das mag seltsam sein (Wunderlich), aber wie oft erlebe ich, dass Menschen sich genau so verhalten und meinen damit durch zu kommen. Dann wird so getan, geredet, gemacht, dass der andere denkt, der ist aber toll. In Wirklichkeit steckt nichts dahinter. Eben mehr Schein als sein. Ich will aber gar nicht auf die anderen schauen, sondern ich möchte uns herausfordern unsere Motive unser Leben zu überprüfen. Warum verhalte ich mich so? Was beabsichtige ich damit? Wo rede ich selbst als Christ, mit großen Worten, aber in meinem Herzen weiß ich wie leer es ist?

 

Gott Segne Sie beim darüber nachdenken.

Mario Müller

Dienstag, 07.07.2020

Ich sprach, da ich weglief vor Angst: Ich bin verstoßen aus deinen Augen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir schrie. - Psalm 31,23

Am Wege saß ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und viele fuhren ihn an, er sollte schweigen. Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! - Mk 10,46-48.49

 

Gegen die Wahrscheinlichkeit! Jesus kann!

Da sitzt er, der blinde Bartimäus und hört eine Menschenmasse kommen. Wahrscheinlich war Jesu Kommen schon längst durch den Mund vieler Menschen vorweggeilt: „Da kommt der Rabbi. Da kommt Jesus der Sohn von Joseph. Da kommt Jesus aus Nazareth.“ Der Blinde ist auf gehörte Informationen angewiesen. Mit Sehen ist bei ihm nichts … und doch plötzlich sieht er tiefer, als alle anderen vermeintlich Sehenden. Der Blinde sieht besser als die Sehenden! Jesus von Nazareth ist viel mehr. Es ist nicht nur derjenige, der dort in Nazareth groß geworden ist – er ist der Sohn Davids. Das ist viel mehr. Davids Sohn wurde der genannt, auf den Israel wartete. 2. Sam 7,16 und Jes 9,1ff und 11,1 ff machen deutlich: Der Sohn Davids ist der von Gott verheißene Retter Israels. Dort wo die einen nur einen (berühmten) Menschen sahen, da erkennt Bartimäus: Der Mann ist der von Gott verheißene Retter. Und er schreit los, was er kann: „Erbarme Dich meiner!“ Das heißt doch „Du kannst helfen! Tritt in meine Nähe und helfe mir in meiner Not. Sieh nicht weg, sondern hilf mir!“ Verkehrte Welt: der Blinde sieht in der Tiefe den Messias, der helfen kann und die Sehenden sehen nur den Störenfried! Und Jesus? Er ruft ihn zu sich. Wir wissen wie es weitergeht: Jesus fragt ihn, was er wolle, dass Jesus ihm tun solle. Und seine Bitte um Sehkraft wird erhört. Er kann wieder sehen!

 

Und wir? Vielleicht sind ja auch wir in unserer Not wie der blinde Bartimäus. Wir kennen Jesus nicht vom Sehen, sondern wir haben von ihm nur gehört. Aber ich mache MUT: Lasst uns tiefer sehen, als alles, was wir gehört haben! Lasst uns glauben, mutiger als dass wir es uns vorstellen können! Lasst uns vertrauen, dass Jesus mehr ist als der „von Nazareth“, sondern er ist Gottes Verheißung an uns, an Dich!

Gegen den Augenschein glauben! Gegen die scheinbar festgezurrte Wirklichkeit und Wahrscheinlichkeit: Jesus Christus kann! Das gibt mir Mut, auch für einen Tag voller schwieriger Gespräche! Das gibt mir Mut, auch für einen Tag voller schwerer Entscheidungen! Das gibt mir Mut, auch für einen Tag voller Einsamkeit, Trauer, Müdigkeit, Verzweiflung – auch Zweifel: JESUS KANN

 

https://www.youtube.com/watch?v=sA12Nf5S8ak

Gottfried Holland

Montag, 06.07.2020

So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein. - Psalm 103,12

Wo die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden. - Römer 5,20

 

Im Alltag mit meinen drei kleinen Kindern kommt es immer wieder vor, dass ich nicht gerecht handle oder es nicht schaffe, ruhig und besonnen zu reagieren. In diesen Situationen bin ich so dankbar für Gottes Gnade, für die Möglichkeit, Vergebung für meine Fehler zu erfahren. Und dann gibt es Situationen, in denen ich mich selbst ungerecht behandelt fühle oder in denen mein Sinn für Gerechtigkeit anschlägt, weil Anderen Unrecht getan wird. Und nicht selten wünsche ich dem „Täter“, dass er bestraft wird und nicht ungeschoren davon kommt. Wenn mir das bewusst wird, brauche ich schon wieder Gottes Gnade …

 

Gottes Sicht ist eine andere als meine: Wo viel Sünde ist, da ist viel Gnade. Sehr deutlich veranschaulichen lässt sich das mit dem weltbekannten Lied „Amazing Grace“. Denn der Mann, der in diesem Lied so wunderbare Worte findet, um die unendliche Gnade Gottes zu beschreiben, war nicht einer, der regelmäßig zum Kindergottesdienst gegangen und immer darum bemüht gewesen war, so zu leben, wie es Gott gefällt. Er war ein gewalttätiger Sklavenhändler, der Menschen verkaufte. Als er eines Tages mit seinem Schiff in einen heftigen Sturm geriet, rief er in seiner Not zu Gott und bat ihn um seine Rettung. Tatsächlich überlebte er das Unglück und veränderte daraufhin Schritt für Schritt sein Leben. Er konnte es am eigenen Leib erfahren: Wo viel Sünde ist, da ist viel Gnade!

 

Ich wünsche euch für heute, dass ihr euch freuen könnt an diesem wunderbaren Geschenk der Gnade. Und dass ihr Gnade schenken könnt, wo andere sie von euch brauchen (Lukas 6,36).

 

https://youtu.be/RA2zX2RTF-8

Rahel Walter

Freitag, 03.07.2020

Alle Gottesverheißungen sind in Christus das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre. - 2.Korinther 1,20

 

„Wow, was für ein komplizierter Text?“ Das war mein erster Gedanke.

Dann blieb ich an dem Wort "Verheißungen" hängen. In der Bibel gibt es viele Verheißungen (Zusagen, Versprechen…) von Gott für uns.

Eine der stärksten Zusage steht wohl im Matthäus 28,20 „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Er ist immer bei uns. Egal, ob Hass, Lügen oder Sonstiges mich in dieser Welt bedrängen: Gott ist in Jesus da! Und Jesus unterstützt alle die Verheißungen Gottes. Er sagt zu jedem Wort Gottes „JA“

 

„Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16)

 

Jesus wird im Alten Testament öfter angekündigt. Er ist eine Verheißung Gottes. Und er ist gekommen, um uns zu retten. Er weiß, dass er alle Schuld auf sich laden wird, dass er Schmerzen haben wird und furchtbar sterben wird. Aber er sagt „Ja“ zu allen Verheißungen. Er sagt „Ja“ zu uns. Und rettet uns.

 

Und wir? Wir dürfen „Amen“ sagen. „So soll es sein!“ Gott zur Ehre! Das ist das größte Geschenk, dass es im Leben gibt. Also lasst uns Gott loben, Danken und Amen sagen!

 

https://youtu.be/Y81sYw6QO8E

 

Einen gesegneten Samstag Allen!

Eure Rebekka Holland

Donnerstag, 02.07.2020

HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen. - Psalm 8,2

 

Haben Sie sich schon mal Gedanken über Ihren Namen gemacht? Was er bedeutet, wo er herkommt, etc.?

 

Historisch ist das Namensrecht von heute auf das Römische Reich zurückzuführen. Es war ein Grundrecht, allerdings war es damals laut Gesetz möglich, sowohl den Vornamen als auch den Familiennamen frei zu wählen. Bis zum Spätmittelalter blieb das so. Da begannen dann große Völkerwanderungen und die Menschen wurden nur noch beim Vornamen genannt. Im 8. Jh kam dann der Familienname wieder dazu, dieser bezog sich meistens auf die Herkunft oder den Beruf. Jemand, der also mit Familiennamen Müller hieß, übte meistens diesen Beruf aus. Ab dem 15 Jh. wurden Namen dann vererbt. Ab 1919 konnte man zusätzlich einen Künstlernamen bzw. eine Namensänderung beantragen. Und zur Zeit des Nationalsozialismus war eine Namensänderung grundsätzlich untersagt, da sonst nicht mehr festgestellt werden konnte, ob jemand arischer Abstammung ist. Juden mussten je nach Geschlecht den Namen Israel oder Sara führen und dies auch in ihren Dokumenten eintragen lassen. Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde das wieder außer Kraft gesetzt.

Wenn man heute einen Namen schützen will, dann kostet das in Deutschland ca. 800 Euro, soll er darüber hinaus in Europa geschützt sein, dann sind es mehr als 3000 Euro.

 

Wenn ich in die Bibel schaue, dann sehe ich, früher war das alles anders. Daniel z.B. hieß auf einmal Belzschazar. Das war gar nicht so unüblich, denn er wurde Eigentum des babylonischen  Königs Nebukadnezar und der bestimmte ab jetzt über ihn und als ein Zeichen seines Herrschaftsanspruches bekam derjenige einen neuen Namen.

 

Namen faszinieren mich aber am spannendsten finde ich, dass Gott auch einen Namen hat; dessen Namen ist in allen Landen herrlich, wie der Losungsvers sagt. Der Name Gottes ist nicht irgendein Name. Gott selber stellt sich in der Bibel mit Namen vor. Er sagt zu Mose als dieser nach seinem Namen fragt, sein Name sei: „Ich werde sein, der ich sein werde.“

 

Mit anderen Worten: Du wirst mich bei dem Namen rufen, indem du mich erlebst! Und so nennen wir Gott: Höchster, Erhabener, Tröster, Helfer, Herr der Heerscharen, Schöpfer, Vater oder liebevoll Papa. Es gibt viele Namen für unseren Herrn; sie alle münden in den einen Namen, der über allen Namen steht, welcher ist Jesus! In diesem Sinn, möchte ich Ihnen Mut machen, Gott so in Ihrem Leben anzusprechen, wie Sie ihn erleben und seinen Namen herrlich zu machen in allen Landen.

 

Herzliche Grüße

Mario Müller

Mittwoch, 01.07.2020

Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?, spricht der HERR. -  Jeremia 23,24

Wenn jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt. -  1 Korinther 8,3

 

Ich habe einmal eine Lektion über den Fall von Adam und Eva im Garten Eden (1.Mose 3) mit den Kindern der Sonntagsschule gemacht. Ich habe den Kindern die Frage gestellt, ob der Mensch sich vor Gott verstecken könne. Manche haben dies bestätigt. Ich habe weiter gefragt: Aber wie? Einige haben geantwortet, dass es zwischen Gott und uns Wolken gebe, weshalb er uns nicht sehen könne. Wieder andere haben geantwortet, dass man sich verbergen kann, indem man „Verstecken spielt“.

 

Jede von uns kennt bestimmt dieses Versteckspiel, das Lieblingsspiel von manchen Kindern. Als ich klein war haben wir es öfter gespielt. Manchmal es kann sein, dass unsere Mitspieler uns gesucht und nicht gefunden haben. Darüber waren wir sehr froh.

Warum sie uns nicht gesehen haben? Weil wir denken, dass wir uns gut versteckt haben? Vielleicht stimmt das. Bei den Kindern können sich die einen vor den anderen verstecken. Und wir großen Leute können uns verbergen, um etwas zu tun, ohne dass andere Leute uns dabei sehen. Das Versteckspiel funktioniert gut bei den Menschen. Aber kann dieses Spiel wirklich auch mit Gott funktionieren?

 

In unserem Losungstext stellt Gott zwei rhetorische Fragen: "Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt? , spricht der HERR." Jeremiah 23,24

Diese Fragen unterstreichen einige Eigenschaften Gottes: seine Allgegenwärtigkeit und seine Allwissenheit. Ja, Gott ist überall gleichzeitig da, d.h. er sieht und weiß alles, nichts ist ihm verborgen.

 

Der Text aus Jeremia 23 prangert die Haltung der falschen Hirten an, die die Schafe zerstreuen und die Lämmer in die Irre führen, und der falschen Propheten, die im Namen Gottes Lügen vorhersagen, um das Volk Gottes zu täuschen. Sie handeln wie Kinder, die denken, dass man sich immer verbergen könne. Diese falschen Hirten und falschen Propheten handeln, als ob Gott nicht da wäre und sie nicht sähe (V.23). Sie haben keine Furcht vor Gott.

 

Es tut uns sehr leid, auch heute zu sehen, wie manche den Namen Gottes für ihre eigenen Interessen benutzen.

 

Es tut uns auch sehr leid zu sehen, dass trotz der Warnungen der Bibel viele Christen sich auch heute durch Träume und Offenbarungen falscher Propheten täuschen lassen.

 

Das Wahrnehmen der Allgegenwart und der Allwissenheit Gottes hat Konsequenzen für unser Leben und unsere täglichen Handlungen:

- Gott ist im Himmel (Jesaja 66,1), über uns allen, aber er ist uns auch nahe.

- Er weiß, ob wir die Wahrheit sagen oder lügen. Er kennt alle Gedanken, Motivationen und Entscheidungen unseres Herzens. Wenn jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt.  1 Korinther 8,3

- Vor ihm liegt alles offen (Lukas 12,2-3) und er wird eines Tages Rechenschaft von mir fordern.

 

Der Blick Gottes sei immer auf uns und lasse uns in unserem Leben den richtigen Weg finden, im Namen Jesu.

 

https://youtu.be/PeXBw3Dfqfo

 

Silas Ky

Dienstag, 30.06.2020

Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz. - Psalm 27,8

Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! - Philipper 4,6

 

Der Psalm 27 beschreibt einen Menschen, der voller Dankbarkeit auf Gott schaut, weil er die Gottesbeziehung als seine Kraft (Lebens-Kraft!) erkannt hat. Gut vorstellbar, dass David hier seine eigenen Situationen beschrieben hat: Gegner wollen ihn beseitigen (2), er sieht Heer und Krieg gegen ihn (3). Alles Augenblicke, die ins Leben Davids passen – nur Davids? Oder auch in mein Leben?

 

Bei uns sind es nicht Speere, Pfeile, Spieße, die Angst machen, aber vielleicht das komplizierte Gespräch, die ärztliche Diagnose oder auch meine regelmäßigen Versuche, mein Leben unter Kontrolle zu bekommen, obwohl es mir immer wieder entgleitet (Arbeitslosigkeit, Krankheit, Einsamkeit….) David sieht zwei Schritte: 1. Ich verlasse mich auf Gott! (1-3) und 2. Ich will Gemeinschaft mit Gott haben! (4-7) Dabei sieht er die Gemeinschaft mit Gott in einem besonderen Maße im Tempel, im Gottesdienst.

 

Aber was ist, wenn ich es nicht so erlebe? Wenn ich den Eindruck habe, dass die Gemeinschaft mit Gott gar nicht so greifbar ist? David geht einen Schritt weiter: Du hast gesagt, dass wir Dich suchen sollen! Er greift dabei ein Wort Gottes aus 5.Mose 4,29 auf. Dort hatte Mose dem Volk Israel gesagt: Auch wenn Du unter allen Völkern zerstreut worden bist, wenn Du Gott suchen wirst, dann wirst Du Gott finden!

 

Wirklich? Gilt das auch mir? Ich erinnere mich an Jakob, der sich auf den Weg gemacht hatte zum Vater (peinlich, den hatte er ja vor 20 Jahren betrogen und Hals über Kopf verlassen) und zum Bruder (lebensgefährlich, denn Esau, war „not amused“ gewesen….). Kurz vor der Begegnung mit dem Bruder war bekannt geworden, dass dieser ihm mit 400 Mann entgegenziehe. Eine schlaflose Nacht! Jakob ringt in seiner Verzweiflung mit Gott (1. Mose 32,23ff). Im Bild gesprochen: Er packt Gott am Revers und schüttelt ihn: „Ich lasse Dich nicht, wenn Du mich nicht segnest!“ Ich brauche Dein Nahesein! Ich brauche Deine Begleitung! Ich brauche Deinen Segen! Und er bekommt den Segen Gottes – Segen kann schmerzhaft sein (der Schlag auf die Hüfte zeigt es… 1.Mose 32,32), aber er erkennt Gottes Angesicht (Pnuël). Was für ein Gott!?! Ein Gott, mit dem ich ringen darf! Ich kann ihn nicht zwingen, erst recht nicht bezwingen, aber ich darf ihn in meiner Verzweiflung und Sehnsucht um Gottes Gegenwart anflehen – und er wird antworten. Dessen bin ich mir gewiss. Und dann muss ich mir auch letztendlich keine Sorgen um Morgen mehr machen, denn seine Gegenwart, sein Dasein gibt mir die Kraft für Heute, für Morgen und für alle Tage.

 

Heute mal eine andere Art von geistlicher Musik - auf Wunsch meiner Frau.

https://youtu.be/RrdayamDats

 

Gottfried Holland

Montag, 29.06.2020

Daniel sprach:  Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, sodass sie mir kein Leid antun konnten. - Daniel 6,23

Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. - 2.Korinther 4,8

 

 

Wer möchte nicht einmal Daniel sein? Wie nur wenige andere Personen der Bibel erlebt er spektakulärste Wunder. Gottes Engel hat den Löwen persönlich das Maul zugehalten! Das ist doch toll. Ein gutes Material für eine Kindergeschichte. Dabei kann man leicht übersehen, dass Daniel dies nur erlebt, weil er eben in eine Löwengrube geworfen wurde. Ein Todesurteil für den Gesetzesbrecher, der seine persönliche Glaubenspraxis über die Vorschrift der Könige der Meder und Perser stellte. Der Ausgang war ungewiss und Daniel wäre nicht die erste Person gewesen, die ihren Glauben an den lebendigen Gott mit dem Leben bezahlt.

 

Paulus kann ebenfalls auf eine beachtliche Überlebensbiografie zurückblicken. Von den Juden wurde er fünfmal mit neununddreißig Hieben ausgepeitscht, dreimal mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt, dreimal hat er Schiffbruch erlitten. Einen ganzen Tag und eine Nacht hat er in Seenot zugebracht (vgl. 2Kor 11,24-25). Abenteuer mit Gott. Paulus überlebt alles. Irgendwie. Bis auf dieses eine Mal, als Kaiser Nero seinen Henker schickte.

 

Paulus stellt in 2Kor 4 klar, dass die unglaubliche Kraft des Evangeliums in einem zerbrechlichen irdischen Gefäß ruht. Paulus ist schwach, krank und immer wieder dem Tode nahe. Und trotzdem ist er nicht unterzukriegen. Die Kraftquelle versiegt nicht bis zum Ende. Es ist der lebendige Gott, der Paulus und auch Daniel so lange erhält, wie er die beiden gebrauchen möchte.

 

Uns ist als Christen weder eine leid- und schmerzfreie noch eine einfache Zeit in der Nachfolge von Jesus Christus versprochen worden. Erst heute habe ich mit einer jungen Frau gesprochen, die aus einem atheistischen Elternhaus mit 10 Jahren zum Glauben fand, nur um dann vom Jugendreferenten der Gemeinde jahrelang sexuell missbraucht zu werden. Während dieser Zeit des Missbrauchs kamen jedoch ihre Eltern, Geschwister und sogar Großeltern zum Glauben und nach dem Bekanntwerden des Skandals waren es eben diese ehemaligen Atheisten, welche die Gemeinde durch ihren Einsatz vor dem endgültigen Zerbruch bewahrten. Durch seelsorgerische Begleitung konnte die junge Frau diese Erfahrung der Kindheit bearbeiten. Und doch: Narben bleiben zurück. Aber die Kraft des Evangeliums lässt sich nicht unterkriegen. Es kann die schrecklichsten Umstände überwinden und durch uns hindurch Segen wirken, obwohl wir selbst körperlich oder seelisch leiden. Diese Erfahrung machten Daniel und Paulus. Dies ist der Weg, den Jesus, unser Meister, selbst gegangen ist.

 

Herausforderung für diese Woche: Ringen um eine Evangeliumsperspektive auf das eigene Leid: Kann uns Gottes Wort eine Facette unseres Leidens aufzeigen, wo gilt, dass Gottes Kraft in unserer Schwachheit mächtig ist?

 

https://www.youtube.com/watch?v=XQan9L3yXjc

 

Mario Müller

Samstag, 27.06.2020

Gott, denk an die Gemeinde, die du dir vor langer Zeit als Eigentum erworben hast, die du erlöst hast und zu deinem Volk gemacht hast, das dir allein Gehört!  - Psalm 74,2 NGÜ

Ihr wisst ja woran sich die Gnade von Christus, unserem Herrn, gezeigt hat: Er, der reich war, wurde arm, damit ihr durch seine Armut reich werdet! - Korinther 8,9 NGÜ

 

-Wir sind deine Gemeinde, Wir beten, erwecke dieses Land zum Leben-

So eine Zeile meines aktuellen Lieblings- Worship- Songs

 

Gerade jetzt, wo die Jugend/Gemeindearbeit zwei Monate komplett brach lag sollten wir beten, denn wir brauchen Hilfe! Allein schaffen wir es nicht die Herzen der Menschen zu berühren. Ich habe mich gefragt ob die Zeit, in der alles still stand verloren ist. Das diesjährige Konficamp musste leider abgesagt werden und kann auch nicht nachgeholt werden… Das ist sehr schade, weil dass der Einstieg ins Konfi-Jahr ist und für mich damals auch einer der Gründe war, warum ich zum Glauben kam. Aber alles verloren haben wir dadurch nicht. Wir haben sogar viele neue Möglichkeiten erhalten, Glaube zu leben. Gott hat uns viele neue Wege gezeigt, Menschen zu erreichen.

 

Da wären zum einen die Livestream-Godis, die waren vorher in der Landeskirche kaum denkbar. Diese Möglichkeit hat auch viele, die nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen zum Einschalten bewegt. Als Beispiel hat mir hier ein anderer Bengel (so nennt man die Bewohner des Bengelhauses) von seiner Gemeinde erzählt, dort gingen regelmäßig ca. 30 Leute in die Kirche, der Livestream erreicht dort nun mehr als doppelt so viele!

 

Ein anderes Beispiel ist unsere Whatsapp-Gruppe, in der es jeden Tag einen wertvollen Impuls gibt. So langsam kann die Jugend/Gemeindearbeit wieder starten. Das ist toll! Deshalb sollten wir bitten, dass Gott seine mächtige Hand über uns ausstreckt und uns zeigt, er ist da. Er unterstützt uns denn wir sind sein Volk, er hat uns erlöst, weil er uns so sehr liebt und möchte, dass alle Menschen von ihm und seiner Botschaft hören.

 

-Bau dein Königreich hier, lass die Dunkelheit sich fürchten, Zeige deine mächtige Hand, heile unsere Straßen und unser Land, setz deine Gemeinde in Brand, gewinne diese Nation zurück, verändere die Atmosphäre, bau dein Königreich hier-

So soll auch der Lehrtext von heute eine Erinnerung sein Zum einen eine Erinnerung, wie groß Gott ist! Denn er hat Jesus in die Welt geschickt, ihn arm gemacht durch seinen Tod am Kreuz, damit wir dadurch reich werden und unsere Schulden vergeben sind.

Es ist aber auch eine Erinnerung daran, dass wir ohne Jesus nichts erreichen können. Wir brauchen ihn und seine mächtige Hand, damit die Jugend/Gemeindearbeit wachsen kann. Auf der ganzen Welt, aber auch hier bei uns in Münchingen.

Also nehmen sie sich doch Zeit und beten sie heute für unsere Jugend/Gemeindearbeit. Danken sie ihm für das was er schon tut und bitten sie ihn darum, dass sie hier weiterwachsen kann.

Denn wie immer, beim Beten gilt: Viel hilft viel!

 

https://m.youtube.com/watch?v=sbdJXKqVgtg

 

Einen gesegneten Samstag

Selina Walter

Freitag, 26.06.2020

Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht! - Psalm 106,3

Die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. - 1. Johannes 2,17

 

Eigentlich steht in den Lehrtext und in der Losung schon alles. Haltet euch an die Gebote und tut den Willen Gottes. Das ist manchmal ziemlich schwierig. Also klar: nicht zu töten oder nicht zu klauen ist jetzt nicht ganz so schwer. Aber wie ist es mit dem Lügen? Wie oft rutscht uns eine Notlüge raus? Und doch mehr: Wie oft sind wir überzeugt, recht zu haben und merken später, dass wir uns doch getäuscht hatten?

 

Vor einigen Wochen hatte ich eine Diskussion mit Freunden. Sie erklärten mir voller Überzeugung, dass man als Christ ja alles machen könne, was man möchte. "Jesus vergibt doch eh alles." So meinten sie. Naja, ich bin mir sicher, dass Jesus uns alles vergibt; egal was wir machen. Wer zu ihm kommt und um Vergebung bittet, dem vergibt Jesus. So ist es. ABER ich glaube, dass wenn man Jesus in seinem Herzen hat und ihm sein Leben übergibt, dass man dann aus Liebe zu ihm, weil man ihm näher sein möchte, alles tut, um sich an seine Gebote zu halten.

 

Man versucht alles aus Liebe zu ihm. Und dafür versucht man so viel wie möglich ihm Freude zu machen.

Und er? Er kommt uns entgegen, und er vergibt uns unsere Schuld. Wie beruhigend ist es, dass wir (anders als in anderen Religionen) Fehler machen dürfen und trotzdem geliebt sind.

 

https://youtu.be/DXvLa6ijbLc

 

Allen ein gesegnetes Wochenende! Liebe Grüße,

Rebekka Holland 

Donnerstag, 25.06.2020

Zu Beginn des heutigen Tages möchte ich sie/euch gern in ein  Anbetungslied von Michael W. Smith mit hinein nehmen. Er würdigt in seinem Lied/Gebet die Heiligkeit Gottes, SEINE Größe und SEINE Allmacht: https://youtu.be/KVFzxazTQNM

Hier auch in einer deutschen Variante: https://www.youtube.com/watch?v=TefKqVtw4e4

 

Ja, würdig ist das Lamm. Heilig bist du Herr, der Allmächtige. Nichts kann uns scheiden von dieser Größe und Herrlichkeit

 

Und schon sind wir mitten in unserem heutigen Lehrtext aus Römer 8,35: Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?

 

„Nichts und Niemand kann das“, möchte ich antworten. Und ich habe leicht Reden, da es für mich momentan keine äußere oder innere Bedrohung gibt. Beeindruckt hat mich vergangenen Freitag unser Pluspunktgottesdienst (zu finden auf unserer Homepage). Was für einem großartigen Gott gehören wir an, der in uns Menschen so viel bewirkt, verändert und heilt! Egal, ob es so einschneidende Erlebnisse sind wie bei Wolfgang Isenburg und seiner Familie oder „seinen Kindern“ der Gefährdetenhilfe Wegzeichen e.V. Enzklösterle oder ob wir im Kleineren Stärkung in Jesu Liebe erfahren.

 

Die Losung ruft uns heute zu: Ich, der Herr, bin dein Heiland, und ich, der Mächtige, dein Erlöser. - Jesaja 60,16

Ich lese gern in der Elberfelder Übersetzung. Da steht selbiger Vers so: Und du wirst erkennen, dass ich der Herr, dein Retter (Helfer) bin und ich, der Mächtige Jakobs, dein Erlöser.

 

Retter (Helfer) und Erlöser – zwei mächtige Bezeichnungen für unseren Gott.

ER rettet und hilft gern! Und das Größte und Gewaltigste ist sowieso Seine Erlösung für uns am Kreuz. Der Zuspruch ist im Zusammenhang des Jesajatext erst einmal an das Volk Israel gerichtet. Auch Israel wird IHN erkennen: Gott den Retter, den Erlöser, Jesus, den Messias. Und nichts kann von Seiner Liebe trennen.

 

Das gleiche Angebot gilt uns. Ich wünsche uns, dass wir uns ergreifen lassen von Seiner Herrlichkeit und von Seiner Liebe und dadurch getragen sind von IHM in unserem Alltag. Lasst uns nie vergessen, dass ER uns hilft, rettet und erlöst.

Hier noch zum Mitsingen ein Link zum Lied „Mein Jesus, mein Retter“: https://www.youtube.com/watch?v=889vSbTb27c

 

Eure Claudia Proß

Mittwoch, 24.06.2020

Wie die Erde hervorbringt, was sprießt, so wird Gott der HERR Gerechtigkeit sprießen lassen und Ruhm vor allen Nationen. - Jesaja 61,11

 

Der Sinn nach Gerechtigkeit ist wirklich spannend. Wenn Kinder spielen, dann kann es auch mal schnell heißen: „Das ist Unfair!“ - Der andere ist größer, stärker, schneller oder er hat mehr bekommen als man selber. Kinder haben in einem gewissen Alter noch einen sehr großen Gerechtigkeitssinn. Wenn man dann älter wird, findet man sich mit vielen Dingen einfach ab. „Da kann man eh nichts dran ändern!“ – „Was soll‘s?“

 

Bei Gott ist das anders, er findet sich nicht mit Ungerechtigkeit ab. In der Tageslosung heißt es heute: „Wie die Erde hervorbringt, was sprießt, so wird Gott der Herr Gerechtigkeit sprießen lassen…“ Ich finde einen spannender Gedanken dabei ist, das die Gerechtigkeit nicht unbedingt sofort eintritt. Es ist oft ein Prozess der einen Abschluss findet. Der Volksmund sagt: „Die Gerechtigkeit findet ihren Weg!“ - Ich bin mir da nicht immer sicher, aber wenn es in Gottes Hand liegt, dann passiert das sicherlich. Wie ein Samenkorn das in die Erde gelegt wird, es braucht seine Zeit aber dann wächst es mit viel Macht, Kraft und es Schaft ein viel faches. Daher möchte ich ihnen heute Mut machen, treten sie ein für Gerechtigkeit oder noch besser treten sie eine für Gottes Gerechtigkeit. Das Matthäus Evangelium fordert uns in Kap. 6,33 dazu auf: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ Legen sie alles in Gottes Hand und vertrauen sie Ihm. Es mag sein, das manches einem noch Ungerecht vorkommt, aber vergessen sie nicht: „Wie die Erde hervorbringt, was sprießt, so wird Gott der Herr Gerechtigkeit sprießen lassen und Ruhm vor allen Nationen.“

 

Mario Müller

Dienstag, 23.06.2020

Er sendet seine Rede auf die Erde, sein Wort läuft schnell. - Psalm 147,15

Gottes Wort ist nicht gebunden. - 2. Timotheus 2,9

 

 

Wenn Ihr den Psalm 147 aufschlagt und lest, werdet Ihr feststellen, dass unsere heutige Losung einem Psalm entnommen ist, der ein Lobpsalm ist. Vielleicht stammt er aus der Zeit Nehemias, als die Mauern um Jerusalem wieder neu aufgerichtet worden waren. So wird Gott gelobt und gepriesen, weil er (!) Jerusalem wieder aufgebaut, weil er die Verstreuten Israels (aus der Gefangenschaft -Babylon?- zusammengebracht hat (V2), weil er den Kosmos (Sterne V3) geschaffen hat, Gras wachsen lässt (V8), dem Vieh Futter gibt (V9), die Grenzen sichert (V14), Sommer und Winter werden lässt (VV17-18) usw. Und mitten in diesem Lob Gottes über Gottes Schöpfung und Gottes Eingreifen in die Geschichte steht unsere Losung: „Er sendet seine Rede auf die Erde, sein Wort läuft schnell“. Für Israel war es etwas außergewöhnliches, dass Gott nicht durch Runen (Germanen), (entschuldigt) bekiffte Orakelgeber (Griechen) oder (möglichst frischen) Fisch (bei Asterix und Obelix– im Ernst, die Römer ließen sich die Zukunft aus den Innereien von Vögeln lesen…) gesprochen hat, sondern dass Gott seinem Volk sein Wort gegeben hat: In den 10 Geboten und den Weisungen, die Mose bekam. Gott hat sich auf sein Wort festgelegt. Ihm konnte (und kann!) man vertrauen. Deshalb gehört in den Lobpreis Gottes natürlich auch sein Wort, seine Weisung, seine Gebote.

 

Wie ist das für uns? Ist Gottes Wort, das wir in der Bibel überliefert bekommen haben, auch wertvoll? Vor einigen Jahren gab es einen Eklat: Islamische Theologen und Geistliche hatten sich in Hamburg mit evangelischen Theologen und Geistlichen zusammengesetzt. Sie wollten nach dem Gemeinsamen suchen – es war ein sogenannter „interreligiöser Dialog“ geplant. Zuerst sollten Vertreter der beiden Gruppen ihr Heiliges Buch vorstellen. Der evangelische Theologe stellte die Bibel vor, verwies auf die angeblichen Fehler in ihr, stellte klar, dass er der Überzeugung sei, dass die Bibel nicht „Gottes Wort“, sondern die menschlichen Aufzeichnungen über 1000 Jahre hinweg von Überlegungen über eine höhere Gewalt sei (vornehm wurde es so genannt: Die Bibel ist nicht Gottes Wort, sondern enthält Gottes Wort.) Als der Theologe endete, standen die Moslems auf, brachen die Veranstaltung ab und meinten dem Sinne nach: Wie können wir über Gemeinsamkeiten bezüglich der Heiligen Schrift suchen, wenn sie Euch gar nicht heilig ist! Welchen Stellenwert hat Gottes Wort in meinem Leben? Hat die Bibel das Recht, mich zu kritisieren, mein Lebenskonzept in Frage zu stellen? Ich wünsche mir, dass ich - so wie der Psalm 147 - Gottes Rede als Gottes Wort in mein Leben hinein bezeichnen kann. Das fällt sicher manchmal leichter, manchmal schwerer, aber es sollte so sein. Und wenn ich dies zulasse, dann werde ich erkennen, dass Gottes Wort sich nicht binden lässt an irgendeinen Zeitgeist, an irgendeine Idee, sondern auch meine Ketten (Denkblockaden) sprengt.

 

Deshalb mache ich Mut: Lasst zu, dass Gottes Wort auch heute in Euer Leben spricht!

 

https://www.youtube.com/watch?v=kV0Tc9PpjKs

Gottfried Holland

Montag, 22.06.2020

Du krönst das Jahr mit deinem Gut. - Psalm 65,12

Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts. - Jakobus 1,1

 

Seid biblischen Zeiten wurden Segen und Wohlstand auch durch gute und erfolgreiche Ernten wahrgenommen. Und das merkte ich in den letzten Tagen: wir haben uns alle auf den letzten regnerischen Wochen in Baden-Württemberg gefreut, weil es für die Landwirtschaft wichtig ist. Ohne Wasser sterben die Pflanzen und es gibt kein Essen (und wenn es gibt, dann ist es teurer).

Deswegen fand ich toll, wie die heutige Losung in die HFA Übersetzung steht: “Du schenkst eine reiche und gute Ernte – sie ist die Krönung des ganzen Jahres.”

 

Das ganze Psalm 65 ist ein Loblied: David fängt es mit Anbetung an und lobt Gott für seine Güte und Treue. Schon am Ende des Textes benützt er als Beispiel die Ernte. Der Herr war und ist immer gut zu dem Volk, bietet genug Vorräte und schenkt dadurch Hoffnung fürs Leben.

 

Gibt es aber immer, das ganze Jahr über gute Ernte? Eigentlich nicht. Dafür wird Licht, Wasser und guter Boden gebraucht. Wetter ist eine wichtige Bedingung. Auch im Winter ist eine kurze Pause für die Landwirtschaft. Für ein paar Monate wird der Boden in Ruhe gelassen, nicht gesät oder bewässert. Aber man weißt es: im Frühling geht es wieder los! Trotz dieser Zeit ohne Ernte, man verliert die Hoffnung nicht.  Und wenn es im Sommer gute Ernte gibt, dann merkt man wie gesegnete es war! „Sie ist die Krönung des ganzen Jahres“.

 

Auch in unser Leben passieren ähnliche Sachen: manchmal haben wir gute Ernte, die tägliche Arbeit bringt gute Früchte, die Beziehungen gedeihen und es gibt eine Fülle von Gesundheit.

Und wenn es grade nicht so läuft? Kein Grund an Gottes Güte zu zweifeln!

Er kümmert sich um die Seinen und gibt ihnen Hoffnung auch mitten im „Winter“ des Streites oder der Krankheit. Gott ist gut, egal was passiert. Der Segen, den wir in der Vergangenheit erfahren haben, und der Segen, der Gott seinem Volk versprochen hat beweisen, dass er sein Volk nicht im Stich lässt.

Der Krone des Jahres sind die Wunder und der Segen unseres Herr! Lass uns es nie vergessen!

 

Ein sehr bekanntes, einfaches und tolles Gebet für heute: „Alle gute Gaben und alles was wir haben, kommt oh Gott von dir, WIR DANKEN DIR DAFÜR!“

 

Einen gesegneten Tag wünsche ich euch!

Eduarda Doege

Samstag, 20.06.2020

Majestät und Pracht ist sein Tun, seine Gerechtigkeit besteht ewig. - Psalm 111,3

 

Erst dachte ich an die Werke Gottes, den Makro- und Mikrokosmos, voll Schönheit und unerforschlicher Komplexität. Doch hier steht "sein Tun" nicht "seine Werke". Im Hebräischen stehen hier verschiedene Wörter. In Vers 2 geht es um die Werke, was Gott geschaffen hat, doch hier im Vers geht es darum wie er handelt, wie er Dinge tut. Besonderes Kennzeichen ist das gerechte Handeln bis in Ewigkeit.

Was ist die Majestät und Pracht seines Handelns? Er handelt souverän, machtvoll zuverlässig. Viele Menschen in der Bibel erleben das und preisen es laut.

"Jahwe, Jahwe, Gott barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue" - 2.Mose 34,6

Auch Nebukadnezar in Dan 4,34: All sein Tun ist Wahrheit und all seine Wege sind gerecht.

 

Annelise Henn

Freitag, 19.06.2020

Der Herr spricht: Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst. - Psalm 32,8

 

Erstaunlich, dass ich früher nur anhand von Adressen und Kartenmaterial doch meist das Ziel mit dem Auto erreicht habe. Wie gut, dass es heute Navigationsgeräte gibt, die einen zwar trotzdem und selten auf den falschen Weg schicken, aber einem bei falschem Kurs wieder die richtige Richtung anzeigen und das Ziel beibehalten.

 

David, der König Israels, bekennt in dem oben genannten Psalm 32, dass er sich völlig verfahren oder verlaufen hat. Er war auf einem falschen Weg unterwegs, deshalb schickte Gott einen Propheten, um ihn auf den richtigen Weg zurückzubringen. Er, der König, muss sich eingestehen, dass er schwere Fehler gemacht hatte. Das ist sehr schmerzhaft. David war in große Schuld gefallen, hat dann aber den Weg zurück zu Gott gewagt. Sein Eingeständnis bringt die unterbrochene Verbindung zu Gott wieder zusammen. So kann er an der Seite Gottes einen neuen Weg einschlagen. Das können wir nachvollziehen und kennen es aus eigenem Erleben.

 

Worum geht es? Es geht darum, dass wir auf unserem Lebensweg nicht ohne Gott gehen. Denn dann läuft es wiederholt in die falsche Richtung. Oft möchten wir gerne allein entscheiden und allein ein großes Stück des Weges gehen. Doch Gott möchte uns zeigen, wo es langgeht. Mehr noch: Er verspricht uns auch, dass er uns zur Seite steht.

 

Ist das nicht einmalig und gut? Mein Herr treibt mich nicht vor sich her, er schreit mich nicht von hinten an oder brüllt mir seine Befehle zu. Nein, er wendet sich mir zu und möchte meine Augen öffnen. Und er wünscht sich nichts sehnlicher, als dass ich an seiner Seite seine Wege gehe und mich von ihm in die Zukunft leiten lasse. Er will, weil er mich liebt, dass ich mein Leben unter seinen wachsamen Augen gehen kann.

 

In der Volxbibel, einer Bibel-Bearbeitung in einer Sprache für Jugendliche, heißt der Vers so:

Du lehrst mich wahre Lebensqualität. Du bleibst bei mir, auch wenn die Welt untergeht.  

 

Und in einer anderen Übersetzung lautet er so:

Ich will dich den besten Weg in deinem Leben führen. Ich will dir raten und über dich wachen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=wk0kCpXqB-A

 

Also geht, aber geht mit Gott!

Walter Großmann

Donnerstag, 18.06.2020

Noah tat alles, was ihm Gott gebot. - 1.Mose 6,22

 

Dieser scheinbar einfachen Feststellung geht eine lange Aufzählung dessen voraus, was Noah alles vorbereiten soll und genaue Anweisungen über die Größe und Beschaffenheit der Arche, die er bauen soll - um mit seiner Familie und einer genau vorgeschriebenen Anzahl von Tierpaaren die von Gott beschlossene Sintflut zu überleben. Denn Gott war vom bösen Verhalten der Menschen, die er geschaffen hatte, so enttäuscht, dass er es bereute, sie geschaffen zu haben und sie nun samt allen Lebewesen ausrotten wollte. Noah war der einzige, von dem es heißt, dass er als „ein frommer Mann und ohne Tadel vor dem Herrn“  lebte (Vers 9) und Gott ihm deshalb gnädig sein wollte.

 

Obwohl es kein Anzeichen eines drohenden Unheils durch Wasserfluten gab, nahm Noah Gottes Warnung ernst und „tat alles, was ihm Gott gebot.“  Schon als Kind hatte ich Noahs Glauben, sein absolutes Vertrauen auf Gott, sehr bewundert. Wie konnte Noah die Witzeleien und den Spott seiner Mitmenschen ertragen, die ihn wahrscheinlich für verrückt hielten? Wie schaffte er es, seine Frau, seine Söhne und Schwiegertöchter wörtlich “mit ins Boot zu holen“? Ich wünsche mir solch einen Glauben! Und ich frage mich, ob ich in dieser Situation so ohne ‘Wenn und Aber‘ Gott vertraut hätte. Unsere Jahreslosung spricht mir da aus dem Herzen: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

 

Selbst der Verfasser des Hebräerbriefes beruft sich u.a. auf Noah als Vorbild, wenn er der Frage nachgeht: „Was ist denn der Glaube?“ Die Antwort, der heutige Lehrtext nach der NGÜ: Er ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft, ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge.

In Jesus Christus ist Gottes Liebe sichtbare Wirklichkeit geworden. - Hebräer 11,1

Weil Jesus auch Sie, dich und mich durch seinen Tod erlöst hat, dürfen wir damit rechnen, dass er uns so liebt wie wir sind, unsere Zweifel inclusive. Wir dürfen seine Vergebung annehmen und ihm unser Heute und unsere Zukunft anvertrauen! Das ist tröstlich und erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit und Freude, die ich gerne an IHN und meine Mitmenschen weitergebe.

 

Allen einen gesegneten Tag!

Renate Hartmann-Ringo

Mittwoch, 17.06.2020

Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! - Psalm 100,2

 

Zwei Aufforderungen hält die Losung für uns heute bereit. Und irgendwie finde ich die Aufforderungen etwas seltsam. Denn kann man Freude und Frohlocken befehlen?

Der Psalmbeter selbst gibt uns eine Antwort darauf, warum wir überhaupt Gott mit Freuden dienen können und vor sein Angesicht mit Frohlocken kommen können.

Im letzten der fünf Verse von Psalm 100 finden wir Aufschluss darüber: weil Gott gut/freundlich ist und weil er für immer gnädig und treu ist! Deshalb ist Freude und Frohlocken angebracht.

 

Auch der heutige Lehrtext ist eng damit verbunden:

Sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. - Kolosser 1,12

Auch hier geht es um Gottes Gnade, durch die er uns Erlösung schenkt und zu seinen Erben macht. Und wenn wir die letzten zwei Wörter von Vers 11 in Kolosser 1, die noch zu dem Satz in Vers 12 gehören, dazunehmen, sehen wir eine weitere Verbindung zu unserer Losung. Mit dem Ende von Vers 11 heißt es nämlich: „Mit Freuden sagt Dank dem Vater, …“

Unsere Rettung durch Gottes Gnade und Anteil haben zu dürfen an Gottes Erbe, ist nicht nur Grund zum Danken, sondern auch Grund sich zu freuen. Freude gehört zum Christsein dazu. (Im Philipperbrief z.B. fordert Paulus seine Leser/Hörer auch mehrmals auf, sich zu freuen).

 

Vielleicht kann sich deshalb heute jeder mal selbst fragen:

Freue ich mich über Gott und meine Erlösung? (Auch in schwierigen Zeiten?)

 

Falls die Antwort nicht „ja!!“ lautet, dann schlage ich vor, auch noch die darauffolgenden Verse im Kolosserbrief zu lesen (oder auch z.B. den Anfang des Epheserbriefes) um sich das Evangelium wieder neu in Erinnerung zu rufen. Das hilft mir immer (auch bzw. gerade in schwierigen Zeiten) dankbar zu sein und mich über Gott zu freuen, denn Gott ist gut und bleibt für immer gnädig und treu.

Damit vor Augen kann ich dann auch das tun, wozu uns der Psalmbeter aufruft: Gott mit Freuden dienen und voller Freude zu ihm zu kommen.

 

Liebe Grüße
Christoph Zaiser

Dienstag, 16.06.2020

Das alles hast du dir doch selbst bereitet, weil du den HERRN, deinen Gott, verlässt, sooft er dich den rechten Weg leiten will. - Jeremia 2,17

Jesus spricht: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger. - Johannes 8,31

 

Vorsichtig! Harte Worte! Du bist selbst für Dein Unglück verantwortlich? So könnte dieser Vers aus dem Propheten Jeremia gelesen werden. Und wenn ich mir die Verse herum anschauen, dann scheint es sich zu bestätigen: „Deine Bosheit ist schuld, dass du so geschlagen wirst…“ (19) und „Denn von jeher hast Du Dein Joch zerbrochen und Deine Bande zerrissen und gesagt: Ich will nicht unterworfen sein!“ (20 – gemeint ist die Bindung an Gott, den Herrn, der das Volk Israel aus Ägypten geführt hatte!) – Also Du bist für Dein Glück selbst verantwortlich? Zuerst: Nein! Nicht in dem Sinne, als ob ich Leid, Unglück in meinem Leben auf meine Fehler beziehen könne! Leid, Sorgen, Nöte sind keine „Strafaktion“ Gottes gegen uns sündige Menschen! Aber in einem tieferen Sinne sind wir für den Ausgang unserer persönlichen Geschichte verantwortlich. So hart es klingt: 5. Mose 11,26ff heißt es überdeutlich: „Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des HERRN …. Den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN….“ oder „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht…“ (Hebr. 3,7f) Wenn ich dies ernst nehme – habe ich da noch Luft zum Atmen? Oder muss ich nicht ganz klar sagen: Das packe ich nicht! Dann bin ich verloren! Sogar Jesus Christus sagt zu den Jüngern, als sie sich entsetzt fragen, wer dann selig werden kann (- wenn es noch nicht einmal der fromme, aber reiche Jüngling schaffen kann!): „Bei den Menschen ist es unmöglich!“ (Mk 10,26ff) …… Aber – so setzt er hinzu: Bei Gott ist alles möglich!

 

Und so halte ich mich nicht an das, was ich leiste – da erleide ich Schiffbruch. Sondern ich halte mich an das, was Jesus Christus möglich macht: Ich halte mich an ihn in der Gewissheit, dass er mich hält und trägt, wenn ich schon lange gestolpert bin!

 

Und wenn ich es nicht glauben kann? --- Dann will ich sein Wort ganz ernst nehmen, indem ich in sein Wort meinen Namen einsetze (gerne laut aussprechen!):

Christus spricht: Ich bin für Dich, ... das Licht der Welt! – und leuchte in die Sorgenecken Deines Lebens!

Christus spricht: Ich bin für Dich, … der gute Hirte! – und gehe Dir nach, auch wenn Du Dich mal verirrt hast!

Christus spricht: Ich bin für Dich, … das Brot! – und will Dir Kraft geben für genau diesen Tag!

Christus spricht: Ich bin für Dich, … der Weg! – und will Dir den Weg zum Vater ganz neu zeigen!

Christus spricht: Ich bin für Dich, … die Tür! – und will Dir Zugang zu Gott schenken!

 

 

Harte Worte, die uns aufrütteln! Aber es sind Worte der Liebe, die Christus spricht: Ich bin für Dich da! An diesem Jesus will ich kleben wie eine Klette…

 

https://www.youtube.com/watch?v=hvnOfh3z8j4&list=PLoMXpBQz7c2GFaDiVPk8SaW15RF-oBReO&index=7

 

Gottfried Holland

Montag, 15.06.2020

Deine Toten werden leben. -  Jesaja 26,19

Wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jesus. -  2. Korinther  4,14

 

Wenn wir Johannes 3 lesen, bekommen wir Einblick in die Wiedergeburt unseres Geistes. Nun herrscht Jesu Geist, des Geistes Gesetz in uns (Römer 8,2) und wir leben fortan in Seinem Reich (Kolosser 1,13).

 

Ob noch in unserem jetzigen Leib (einheimisch) oder schon entschlafen (ausheimisch, Tote in Christus) leben wir dem Herrn und suchen das Seine, Ihm wohlzugefallen (Phil 3,10-20; 2 Kor 5,6-9; 1. Thess 4,14+16).

Wir sind also durch die Wassertaufe in Christi Tod getauft und begraben, damit wir in Seiner Auferstehungskraft wandeln können (Römer 6,1-3).

 

Jesus tauft uns mit dem Heiligen Geist (Johannes 1,33), sodass wir Ihn erkennen können, der im Licht ist. Alles was wir Ihm bringen, wird ins Licht gestellt und so können wir das Böse überwinden (Epheser 5,13+14).

 

Jesus in Seiner Länge, Breite, Höhe und Tiefe zu erkennen (Epheser 3,18), macht mir große Freude, in Ihm stecken alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis, die nicht erschüttert werden können (Kol 2,3; Hebr.12,27-29).

 

Jesus zieht uns zu sich nach oben (Johannes 12,32) und ruft uns durch Paulus zu: „Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem was auf Erden ist (vgl Mt.6,33). Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. Wenn aber Christus euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit Ihm in Herrlichkeit“ (Kolosser 3,2+3).

 

Susanne Young

Samstag, 13.06.2020

Aber über das Haus Davids und über die Bürger Jerusalems will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets. - Sacharja 12,10

Der Geist hilft unserer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht was wir beten sollen, wie sich’s gebührt. - Römer 8,26

 

Gott spricht: Ich will ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets!

Gott schenkt uns seinen heiligen Geist um mit uns zu kommunizieren und schenkt uns das Gebet als Medium, damit wir mit ihm reden können. Aber was ist Gebet eigentlich und wie geht das überhaupt?

 

1. Gebet drückt Vertrauen aus. Wir haben eine Beziehung mit Gott. -> Vater unser im Himmel.

Das sagt Jesus und in seiner Sprache sagt er Abba. Das könnten wir heute auch mit Papa übersetzen und Jesus sagt, wir dürfen auch „Papa“ sagen. Das zeigt eine sehr enge Beziehung und das Vertrauen zu Gott, dem wir alles sagen können. Sorgen, Ängste, Leid, Freude, …

 

 2. Gebet sorgt für Gemeinschaft

Denn man verbringt Zeit mit Gott und kommuniziert mit ihm. Es ist eine ganz besondere Beziehung- eine Beziehung zwischen Geschöpf und Schöpfer. Und sie ist so besonders, weil wir als Geschöpfe Gemeinschaft zu Themen, mit denen wir unser Leben gestalten, haben. Durch Gebet können wir diese Gemeinschaft mit Gott haben.

 

3. Im Gebet haben wir Anteil daran, dass Gottes Wille geschieht.->Dein Wille geschehe

Gott gibt uns Anteil daran, wir dürfen Teil davon sein was Gott in dieser Welt vorhat. Und das ist ein ganz großes Privileg. Er verändert auf unsere Bitte hin nicht unbedingt gleich seinen Welt-plan/ sein Welt-ziel, aber er verändert die Maßnahmen, wenn wir beten.

 

Und wie geht das mit dem beten jetzt?

Manchmal kommt es bei mir vor, dass mir nichts einfällt was ich beten könnte beziehungsweise wie ich die Worte formulieren soll, die mich gerade bewegen. Dann bete ich entweder das Vater Unser oder auch den Psalm 23, denn auch in diese Gebete kann man alles einschließen was einen gerade bewegt. Um es mit Martin Luther zu sagen: „Beten heißt: Gott den Sack vor die Füße zu werfen.“

Vor kurzem bin ich auf eine Methode gestoßen, die Beten erleichtert: die Abba-Methode.

 

Anbetung - Beginne dein Gebet, indem du Gott lobst;

Bekenntnis - Sag ihm welche Fehler du begangen hast oder was dir in Nachhinein nicht mehr ganz    richtig erschien;

Bedanken - Bedanke dich für die guten Sachen und auch für Herausforderungen vor denen du gerade stehst;

Anliegen - Sag ihm was dir wichtig ist (auch wenn er es schon weiß, er möchte es von dir hören!)

 

An diesen 4 Punkten kann man sich beim Beten entlanghangeln und hat so schon mal eine Grundstruktur.

Und eine letzte Art zu beten möchte ich an dieser Stelle nicht vergessen: Den Worship/ den Lobpreis! Beim Singen kann man ganz viel verpacken, was mir im „normalen“ Gebet oft schwer fällt.

Also wenn du magst versuche doch heute mal eine dieser Methoden auszuprobieren!

Schließe dein Gebet in den Lobpreis ein oder versuch dich an der Abba-Methode (übrigens: so ist auch das Vater Unser aufgebaut) oder wenn es dir heute schwerfällt bete doch einfach das Gebet, das Jesus uns gelehrt hat.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und ein schönes Wochenende

Selina Walter

Freitag, 12.06.2020

Du, HERR, du kennst mich, du siehst mich und prüfst, ob mein Herz bei dir ist. - Jeremia 12,3

Jesus spricht: Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe! - Johannes 15,9

 

Die Selbstprüfung eines Christen

 

Jeremia ringt mit Gott. Er beschwert sich darüber, dass es so viele Gottlose in seinem Umfeld gibt, welche ihrem Reden nach fromm sind, sich vom Herzen aber weit von Gott entfernt haben. Trotzdem geht es diesen Menschen gut! Sie haben scheinbar keinen Grund umzukehren (vgl. Jer 12,1-3). Sie betrachten sich selbst als Gerechte.

 

Sprüche 21,2 lehrt uns folgendes: „Jeder Weg eines Mannes ist gerade in seinen Augen, aber der die Herzen prüft, ist der HERR.“ So ist es auch in meinem eigenen Leben. Ich bin im Regelfall davon überzeugt, das Richtige zu tun. Es ist schwer für mich zu erkennen, wie es tatsächlich um mein Herz steht.

 

Was Jeremia als Aussage trifft, formuliert David als Bitte: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.“ (Ps 139,23-24)

 

Wir können wir erkennen, dass unser Herz bei Gott ist? Dass wir in Jesu Liebe bleiben? Indem wir Ihn darum bitten, uns zu prüfen und uns unseren wahren Zustand aufzuzeigen. Unsere Selbstprüfung ist völlig davon abhängig, dass Gott uns seine Sicht von uns aufzeigt. Diese Prüfung hatte Jeremia und auch David nötig, wie viel mehr also wir!

 

Praktische Herausforderung: Bitte Gott heute, dass Er dir durch den Heiligen Geist immer wieder aufzeigt, wie es um dein Herz bestellt ist.

 

Blessings,
Mario Müller

Donnerstag, 11.06.2020

Unsre Seele ist entronnen wie ein Vogel dem Netze des Vogelfängers; das Netz ist zerrissen, und wir sind frei. - Psalm 124,7

Der Engel des Herrn kam in das Gefängnis und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen. - Apostelgeschichte 12,7

 

Wenn ich die Losung heute lese, werde ich stark an die Gedanken von gestern mit den Wundern erinnert. Unser Netz ist zerrissen und der Engel des Herrn kommt in den Raum. Ja, es passieren übernatürliche Sachen, die haben damit zu tun, dass wir beten und dass wir mit Gottes Gegenwart und Kraft rechnen. Er uns befreit in jeder Hinsicht. Geistlich hat er uns durch die Erlösung befreit, durch Jesu Tod ein für alle Mal!

 

UNSERE Seele und unser Körper brauchen dann noch Hilfe auf der Erde und manchmal habe ich den Eindruck, dass wir in Europa zu viele Alternativen und Wahlmöglichkeiten haben, sodass wir unsere Sehnsucht, unser ganzes Verlangen nicht auf Jesus allein konzentrieren. Deshalb passiert nicht sehr viel mit Wundern, mit Befreiung und mit richtigen Durchbrüchen. Martin Hirschmüller predigt gerade über den Heiligen Geist. Dieser Heilige Geist ist uns gegeben, uns in alle Wahrheit zu leiten, uns zu trösten. Deshalb ist mein großer Wunsch für die Gemeinde, auch für mein Leben und das meiner Angehörigen, dass ich mich immer wieder ganz auf IHN werfe, alles von IHM erwarte, mich auf sein Wort und auf seine Gegenwart konzentriere und lerne, im Geist und in der Wahrheit zu leben.

Sehr gute Fortschritte habe ich gemacht, indem ich immer wieder für alles danke, weil das ja der Weg zum Heil ist.

 

Liebe Grüße von Susanne Young

Mittwoch, 10.06.2020

Guten Morgen. Ich gehe mal davon aus, bei euch auf dem Frühstückstisch fehlt kein Brot (oder was es sonst so bei euch gibt). Und auch die Vorratskeller, -räume und -regale sind wahrscheinlich gut gefüllt (vor allem in Corona Zeiten).

 

Sowohl in der Losung, als auch im Lehrtext lesen wir heute von einem Brotvermehrungswunder.

Das Mehl im Krug ging nicht aus, und der Ölkrug wurde nicht leer, nach dem Wort des HERRN, das dieser durch Elia gesprochen hatte. - 1.Könige 17,16

Jesus nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, dass sie sie ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle. Und sie aßen alle und wurden satt. - Markus 6,41-42

 

Das sind zwei sehr bekannte und auch zwei sehr schöne Geschichten. Gott tut Wunder und hilft so den Menschen.

Aber manchmal frag ich mich, ob ich das wirklich glaube. Glaube ich wirklich, dass Gott Wunder tut?

Dass er es kann, daran habe ich keine Zweifel. Aber dass er es auch tatsächlich tut? Im meinem Leben und in meinem Alltag?

 

Vielleicht liegt das einfach daran, dass ich solche großen Wunder, wenn überhaupt, dann nicht oft, erlebe.

Beim Nachlesen der Geschichte von Elia und der Witwe, fiel mir auf, dass es dort heißt, dass Gott solange das Mehl und das Öl vermehren werde, bis es wieder regnet. Also solange, bis wieder Getreide und Oliven wachsen und sich die Leute wieder selbst versorgen können.

Vielleicht ist das ja bei mir auch so. Ich erlebe keine Wunder, weil ich für mich selber sorgen kann (anscheinend zumindest) und deshalb gar keine Wunder brauche.

 

Wenn das der Fall ist, dann muss ich mich selber hinterfragen: auf wen oder was vertraue ich? Von wem oder was bin ich abhängig?

Im 1. Tim. 6,17 heißt es: Sag allen, die in dieser gegenwärtigen Welt reich sind, sie sollen nicht stolz sein und nicht auf ihr Geld vertrauen, das bald vergehen wird. Stattdessen sollen sie ihr Vertrauen auf den lebendigen Gott setzen, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen, damit wir uns daran freuen und es genießen können.

 

Auf Gott soll ich vertrauen, und von ihm abhängig sein! Er wird mir reichlich von dem geben, was ich brauche. Weil er es gesagt hat (also „nach dem Wort des HERRN“ wie bei Elia).

All-you-can-eat, wie bei Jesus. Er stillt unseren Hunger und unseren Durst! Lasst es uns genießen!

https://www.youtube.com/watch?v=lybYyxoGTgg

 

Liebe Grüße

 

Christoph Zaiser

Dienstag, 09.06.2020

Du sollst nicht stehlen. - 2. Mose 20,15

Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient. - 1. Korinther 10,24

 

Die 10 Gebote hatte ich im Konfi-Unterricht schon auswendig gelernt und wusste, dass es wichtig ist, sich daran zu halten. Aber nur 5 Jahre später (in die Bibelschule) konnte ich wirklich verstehen, was jedes der Gebote bedeutet und WARUM sie so wichtig sind.

 

Im Gegensatz zu dem was viele denken, sind die Gebote nicht als Grenzen der Freiheit geschaffen! Gott hat sie den Menschen gegeben, damit das Leben BESSER und EINFACHER wird. Sie zeigen, wie wir eine gute Beziehung mit Gott und mit anderen Menschen haben können.

 

„Du sollst nicht stehlen“: Dieses Gebot ist mit dem 10. Gebot („Du sollst nicht begehren) eng verbunden. Wenn man immer wieder, das was man selbst hat, mit dem vergleicht, was andere haben, dann wird im Herzen Neid und Unzufriedenheit erweckt. Beide sind die großen Feinde der Liebe zu den Nächsten. Und daher kommen Streit und Sünde.

 

Gottes Gebote lehren uns nicht zu stehlen und sind auch eine Einladung zur Dankbarkeit: In dankbaren Herzen gibt es keinen Platz für Neid! Mein Vorschlag ist: fange deinen Tag mit einem Gebet an und danke Gott für alles, was du hast (Besitz, Segen, Gaben). Und dann überlege mal: Wie kannst du heute deine/n Nächste/n lieben? Gibt es etwas, dass Du machen kannst, für jemanden, der nicht viel hat?

 

„Gottes Liebe in unseren Herzen schenkt uns ein Herz für andere! Verschenke, was du kannst und investiere das, was du in deinen Händen hältst, um ein Segen für andere zu sein.“ – Andreas Keiper

 

Einen schönen und gesegneten Tag wünsche ich euch!

Eduarda Doege

Montag, 08.06.2020

Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist. - Jesaja 40,2

 

Schuldvergebung ist etwas schönes. Aber leider ist das nicht immer einfach. In meiner Familie gibt es eine für mich sehr traurige Geschichte, die leider bis heute nicht gelöst ist. Meine Mutter hatte uns als Kinder an einem Wochenende zu meiner Oma gebracht. An diesem Wochenende war die Freundin meines Onkels (heutige Frau) auch da. Am Abend hatten sie ein Grillen geplant. Als sie hörte das ich mit meiner Schwester bei meiner Oma übernachten sollte, war sie bestürzt das die Würstchen die sie gekauft hatte nicht reichen würde. Sie war damals sehr jung und hatte sich gar keine Gedanken gemacht, wie ihre Worte in den Ohren der anderen klingen würden. Meine Mutter war über die Situation sehr verärgert und nahm uns Kinder wieder mit, damit niemand einem 5 jährigen Mädchen und einem 7 Jungen ein Würstchen überlassen müsste.

Seit diesem Tag ist das Familien Verhältnis mit meiner Tante gespalten, man redet nicht miteinander. Über viele Jahre habe ich immer wieder mit meiner Mutter das Gespräch gesucht, aber diese Situation hat sie damals sehr verletzt, so das sie sie heute noch im Herzen trägt.

 

Was sind die Punkte in deinem Leben die du klären musst?

Welche Situation hat dich in der Vergangenheit verletzt und du hast sie noch nicht geklärt?

 

Ich möchte dir Mut machen, bitte Jesus um Kraft für ein klärendes Gespräch und verändere Dein Leben. Schließe mit der Vergangenheit ab, auch wenn es bedeutet das du den unteren Weg gehen musst. Gott Segne dich.

 

Mario Müller

Samstag, 06.06.2020

Groß und gewaltig sind seine Taten! Sein Reich bleibt für immer bestehen, seine Herrschaft hört niemals auf. - Daniel 3,33 HFA

Weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen. - Hebräer 12,28

 

1. Groß und gewaltig sind seine Taten!

- Die ganze Schöpfung jubelt dir zu und alles sagt mir so schön bist du die Wellen tanzen, die Winde wehn in allem Leben bist du zu sehn.-

Wir müssen gar nicht weit gehen um die Schönheit zu entdecken! Nur ein paar Schritte zum großen Spiegel im Flur. Was siehst du/sehen Sie wenn du/Sie in den Spiegel schaust?

"Meine Haare sehen furchtbar aus, Corona hat meinen Friseurtermin abgesagt"

Also das fiel mir heute Morgen als erstes auf. Meine Gedanken sind abgeschweift, bis mir etwas einfiel: "Du bist ein Ebenbild Gottes!" Wie groß und gewaltig macht ihn das?

Jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes und keinen Menschen gibt es doppelt!

Ich bin 2 Schritte weiter gegangen, zum Flurfenster. Die Sonne schien und im Hintergrund waren die Felder, auf denen das Getreide gerade wächst, daneben eine Wiese mit vielen bunten Blumen, große und kleine, wie ein kleines Farbenmeer.

 

-Groß und gewaltig sind seine Taten-

 

2. Aber die größte Tat ist seine Liebe

Er liebt uns unendlich (da reicht keine Vorstellungskraft aus!)

Er liebt uns so sehr, dass er Jesus in die Welt geschickt hat, um Ordnung in unser Chaos zu bringen. Und warum? Weil Gott uns so sehr liebt, dass er uns unseren eigenen Willen gab. Er schickte Jesus um uns zu helfen. Aber er ging noch viel weiter!

Jesus ist für dich/Sie und für mich am Kreuz gestorben, um unsere Sünden auf sich zu nehmen.

Und das obwohl keinerr von uns zu diesem Zeitpunkt überhaupt geboren war.

-Groß und gewaltig sind seine Taten- Halleluja!

 

-Du bist die Hoffnung auf Herrlichkeit. Die Tür idt offen zur Ewigkeit. Die Engel tanzen vor deinem Thron, die Überwinder feiern den Lohn.-

 

3. Und seine unendliche Liebe ist sogar noch größer, er will mit dir/ihnen leben-und zwar ewig! Dass heißt nicht nur jetzt, sondern auch nach unseren Tod!

-Sein Reich bleibt für immer bestehen,seine Herrschaft hört niemals auf-

Dort wird es keine Schmerzen geben, keinen Streit. Wir könnensein wie wir sind.- Wahnsinn!

Danke, dass wir nach dem Tod weiterleben dürfen!

 

4. Danke- ein relativ kurzes Wort, verglichen für was wir alles dankbar sein können!

-Weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sei und so Gott dienen!-

Jedes Danke auf der Welt reicht nicht aus um das zu begleichen was Gott uns schenkt. Aber das braucht es auch gar nicht!

Gott liebt uns so sehr, dass er so eine Gegenleistung gar nicht erwartet. Aber er freut sich auch wenn wie uns dankbar zeigen. Er freut sich über jedes Danke, über all das, was wir in seinem Namen tun!

Also nimm dir/ nehmen sie sich doch heute mal die Zeit und dank/danken sie für alles Alltägliche, dass dir/ihnen gerade auffällt. Das kann der Kühlschrank sein, das schöne Wetter, das Handy mit dem wir in dieser Zeit verbunden bleiben können,...

Es reicht ein ganz einfaches " Danke Gott". Denn er hört es und er freut sich!

 

Ich wünsch euch einen gesegneten Samstag

Selina Walter

Freitag, 05.06.2020

Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? - Psalm 42,4

Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. - 2.Korinther 12,9

 

Werde Christ – und alles ist gut? In Brasilien habe ich solche Menschen kennengelernt, die meinten, wer Christ sei, habe keine Probleme mehr. Das Christsein wurde dann daran festgemacht, dass genügend Geld geopfert wurde: Wer viel gibt, dem wird Gott auch helfen. Außerdem wurde das äußerliche Ergehen für diese Christen zum Zeichen des Glaubens. Je stärker Dein Glaube ist desto besser geht es Dir auch.

Ich meine aber, dass die Bibel eine andere Sprache spricht. Der Psalm 42 beschreibt die Situation eines Menschen, der ganz tief unten sitzt: „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu Dir!“ (2) Der Mensch erlebt, dass andere ihn fragen, wo Gott nun in dieser Not sei? Er setzt darauf, dass Gott gerade auch in dieser Not bei ihm ist. Er ist überzeugt, dass Gott sich nicht darin zeigt, dass alles perfekt, rosarot ist! Nein, Gott zeigt sich in seiner Gegenwart: „Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.“ (12)

 

Wir sind in dieser Welt auf Perfektion getrimmt: Die Bilder auf Instagram zeigen nur perfekte Körper; alles wird so bearbeitet, als ob alles perfekt sei. Man lässt den anderen keine Schwäche sehen. Alles muss perfekt sein. Wie gut ist es, dass ich vor Jesus meine Schwäche zeigen kann, weil ich nicht perfekt bin, sondern von ihm so geliebt bin.

Als Kind habe ich einen großen Denkfehler gehabt. Ich meinte, wenn ich in meiner Schwachheit Gottes Kraft bekomme, dann wäre es doch schade, stark zu sein. Denn dann wäre Gott nicht mehr bei mir. Auch das stimmt – Gott sei Dank! – nicht! Warum? Weil Gott nicht nur ein Schlechtwettergott ist. Er ist auch da, wenn es mir gut geht. Er freut sich, wenn sein Kind Erfolg hat – aber er ist in jeder Situation da: in guten und in schlechten Tagen.

Deshalb egal, wie die Situation ist: Jesus Christus ist da!

 

https://www.youtube.com/watch?v=m2Ut1nGBDgA

 

Euch allen einen gesegneten Tag! 
Liebe Grüße, Rebekka Holland

Donnerstag, 04.06.2020

David sprach zu Goliath: Du kommst zu mir mit Schwert und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN Zebaoth. - 1.Samuel 17,45

So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens. - Epheser 6,14-15

 

Unsere Bibelverse von heute haben beide etwas Militärisches: Schwert, Sichelschwert, (Brust)Panzer. Bei David und Goliath geht es tatsächlich auch um eine kriegerische Auseinandersetzung.

Bei Paulus geht es um den geistlichen Kampf. Martin Luther überschreibt den Bibelabschnitt im Epheserbrief mit „Geistliche Waffenrüstung“.

 

Und glaubt mir, weder der eine noch der andere Kampf ist einfach.

Gott weiß um diese Schwere und gibt uns genau deswegen die perfekte Ausrüstung:

- den Name des HERRN

- den Gürtel der Wahrheit

- den Brustpanzer der Gerechtigkeit

- Schuhe für das Evangelium des Friedens

 

Wenn ich auf dem Motorrad  meines Mannes mitfahre, nimmt er mich nur mit, wenn ich die dementsprechende Kleidung trage. Und dazu gehört neben dem Helm auch

- eine Jacke mit Protektoren,

- Stiefel, die auch die Knöchel schützen und

- ein Nierengurt.

Wenn es zu einem Unfall kommt, sind das die Dinge, die mein Leben schützen.

 

So ist es  auch mit der geistlichen Ausrüstung: die Wahrheit, die Gerechtigkeit und das Evangelium des Friedens. Sie alle schützten mein Leben. Sie schützen auch das Leben anderer und auch meine zwischenmenschlichen Beziehungen und natürlich meine Beziehung zu Gott.

Forscht in euren Herzen mal nach, wie es um eure Wahrheit steht. Halbwahrheiten gibt es nämlich nicht (ein halber Gürtel oder ein halber Nierengurt ist auch wertlos).

Ähnlich ist es mit der Gerechtigkeit. Von ihr haben wir gestern von Silas schon einiges gelesen: … die das Gesetz tun, werden gerecht sein (Römer 2,13)

Große Reden schwingen fällt uns Menschen oft sehr leicht. Zurückhaltender werden wir, wenn es darum geht zu handeln.

Dann ist da noch das Evangelium des Friedens. Der Frieden fängt ganz klein an, in meiner Freundschaft, Partnerschaft, Familie, Nachbarschaft, beim Einkaufen oder auf Arbeit.

Aus uns selber heraus können wir auf die Dauer nicht friedlich, gerecht und wahrheitstreu sein. Aber wenn wir Gott an unserer Seite haben, dürfen wir uns von IHM immer wieder neu ausrüsten und korrigieren lassen. David war im Name des HERRN unterwegs. Ihm konnte nichts Besseres passieren.

 

So geht in diesen Tag hinein im Namen des HERRN Zebaoth und lasst euch von IHM beschenken mit Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden. Damit verkündigt ihr sein Evangelium.

 

https://www.youtube.com/watch?v=7rq2G6ArUuI

 

Eure Claudia Proß

Mittwoch, 03.06.2020

Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien. - Psalm 34,16

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. - Matthäus 7,7

 

Wenn ein Kind schreit, kommen seine Eltern sofort herbei, um ihm zu helfen. Auch spät in der Nacht stehen die Eltern auf, um die Bedürfnisse ihrer Kinder zu stillen. Wenn man etwas zu tun hat und nicht in der Nähe ist, und um trotzdem aufmerksam für das Schreien ihrer kleinen Kinder zu sein, benutzen sie ein Babyphon. Das ist beruhigend und erleichternd, wenn man jemanden hat, der für unser Schreien aufmerksam ist.

 

Unser Losungstext macht uns verständlich, dass Gott das Schreien der Gerechten „sieht“ und „hört“.
Wer sind die Gerechten? Sind es diejenigen, die Gott vertrauen? Diejenigen, die nicht sündigen oder die sich niemals täuschen? Römer 2,13 sagt uns, dass nur die, „die das Gesetz tun, gerecht sein werden“.

 

Kann man vor Gott gerecht sein? Ist Leben in Gerechtigkeit eine Garantie für ein Leben ohne Probleme? Gibt es einen Unterschied zwischen dem Schicksal der Gerechten und Ungerechten in dieser Welt? Welchen Vorteil haben die Gerechten in dieser Welt?

Die ganze Welt ist gegenwärtig z.B. in einer Gesundheitskrise in Bezug auf Covid-19. Diese Krankheit betrifft genauso Gerechte wie Ungerechte.

Der Verfolgte kann sich die Frage stellen, ob Gott ihn sieht und sein schreien hört. Wenn man z.B. den Bericht von Open Doors mit dem Weltverfolgungsindex 2020 liest, findet man, dass mehr als 260 Millionen Christen bedroht wurden und 2983 umgebracht wurden. Man kann sich vorstellen, wie oft sie vor ihrem Tod zu Gott geschrien haben.

 

Wie kleine Kinder sind wir gegenüber Gott in dieser Position der Abhängigkeit. Zu einem bestimmten Zeitpunkt schreie ich zu Gott und frage mich manchmal, ob er mich gehört hat oder nicht. Denn ich bekomme nicht unbedingt die Antwort, die ich wollte. Ich weiß nicht, wann und aus welchen Gründen Sie / ihr zu Gott geschrien haben / habt, zu Hause, in der Kirche, als Gebet oder mit Liedern. Aber wir wissen durch unseren Losungstext, dass Gott nicht unempfänglich für unsere Schmerzen und unsere Schreie ist. Er hört uns auch ohne Babyphon. Diese Schreie, die wir äußern, drücken ein Bedürfnis aus, einen Ruf nach Sicherheit angesichts einer Gefahr, einer Not, einer Ungerechtigkeit, die wir unfähig sind, alleine zu lösen.

 

Ja, Gott sieht und hört das Schreien. Er ist nicht so weit weg von denen, die ihm vertrauen. Um Israel aus den Händen von Pharao zu befreien, sagte Gott zu Mose: „Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen, und ihr Geschrei über ihre Bedränger habe ich gehört; ich habe ihre Leiden erkannt (2.Mose 3,7).
Gott sieht und hört das Schreien der Gerechten. Das ist eine Ermutigung, auch in Zukunft Gott zu vertrauen.
Gott sieht und hört das Schreien der Gerechten. Das ist auch eine Ermutigung, mit Beharrlichkeit ihm unsere Bitten zu sagen. Unser Lehrtext ermutigt uns dazu: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Matthäus 7,7

 

Gott hat sich nicht auf ein Land begrenzt. Seine Augen merken auf alle Gerechten der ganzen Welt. Er wendet sein Gesicht gegen die Ungerechten. Aber er antwortet und vergilt immer den Gerechten. Denn das Leben ist nicht immer auf das irdische Dasein begrenzt. Davon zeugt das Leben der Helden des Glaubens (Hebräer 11,35-40). Ja, wir wollen zu Gott schreien und beten, damit Gott mit seinen Augen merkt und hört auf alle die, die Tag und Nacht zu ihm schreien und von ihm eine günstige Antwort erwarten!

 

https://youtu.be/RSpY2cYepaA

 

Silas Ky

Dienstag, 02.06.2020

Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN. - 1.Samuel 2,1

 

Manchmal ist mein Herz wirklich fröhlich... Jetzt im Augenblick zB. Halb dienstlich, aber eigentlich privat sitze ich auf dem Marktplatz in Freudenstadt, genieße die alte Heimat (13 Jahre lebten wir hier; zwei unserer Kinder kamen hier zur Welt) und warte auf die Nachricht, dass die Inspektion meines Autos fertig wird. Mein Herz freut sich. So kennt Ihr sicher solche Augenblicke, in denen Euer Herz sich freut.

Bei Hanna geht es aber tiefer. Sie, die unfruchtbare Ehefrau, bekam einen Sohn, Samuel. Sie wusste: ein Gottesgeschenk! Sie brachte den Jungen zurück in den Tempel und gab ihn frei, Priester zu werden. Damit verzichtete sie auf das (Vor)Recht die Mutter des zukünftigen "Clanchefs" zu werden. Trotzdem lobt sie Gott. Sie freut sich! Aber nicht wegen der Freudenstädter Sonne, nicht (nur) wegen des gesunden Sohnes, sondern in dem Herrn - das macht aus irdischer Freude himmlische Freude!

Haben wir auch himmlische Freude? Das ist Freude, die von Gott ausgeht, mich ergreift und dann auch von mir nach außen dringt.

Ich bin immer wieder erstaunt Menschen zu begegnen, die trotz Problemen, trotz Leid, eine himmlische Freude ausstrahlen.

Diese himmlische Freude wünsche ich uns - nicht nur - heute!!!

 

Euer Gottfried Holland

Montag, 01.06.2020

Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht! Habe ich's dich nicht schon lange hören lassen und es dir verkündigt? Ihr seid doch meine Zeugen! - Jesaja 44,8

Was euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt auf den Dächern. - Matthäus 10,27

 

Vor einigen Jahren saß ich bei einem Fest mit Freunden an einem Tisch. Eine Jugendreferentin kam und fragte uns: "Und? Was habt ihr schon einmal mit Gott erlebt?"

Naja ich war erst einmal ziemlich überfordert. Die Frage kam ziemlich unerwartet. Zumal neben mir nicht einmal Christen saßen.

Ich bin christlich aufgewachsen. Aber was habe ich erlebt? Wo bin ich Zeuge von Gottes Eingreifen in meinem Leben?

Ich lade heute ein, Euch ein bisschen Zeit zu nehmen und darüber nachzudenken, wo Ihr Zeuge von Gottes Eingreifen seid. Wo habt Ihr Gott erlebt? Im großen (zum Beispiel, als ich als erste seit Jahren ein Visum bekam für ein Freiwilliges Jahr in Brasilien) oder auch im "kleinen" (zum Beispiel als die Idee das Aidlinger Pfingstjugendtreffen gemeinsam online anzuschauen plötzlich von vielen geteilt wurde)

Ich finde, je länger man darüber nachdenkt, desto mehr fällt einem ein. Ich denke seitdem immer wieder über die Frage nach und bin froh, dass ich heute auf die Frage der Jugendreferentin antworten könnte. Heute weiß ich: Gott ist da! Ich kann ihn erleben! Ich brauche mir keine Sorgen zu machen. Das bedeutet, ich darf Sorgen haben, aber ich bin mit meinen Sorgen niemals allein.

Und wenn wir das im Hinterkopf haben, passt der Lehrtext von heute auch super: "Was euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt von den Dächern" Jesus geht mit uns. Er ist immer da und das gilt nicht nur für uns. Erzählt es der Welt! Ruft es von Dächern! Singt es von den Balkonen oder hängt Plakate auf (Wie wir an Ostern erlebt haben). Es gibt so viele Möglichkeiten. Lasst sie uns nutzen!

 

https://www.youtube.com/watch?v=zvfxqsSlqIs

 

Ich wünsche euch einen schönen Tag, mit vielen Erlebnissen mit Gott!

Rebekka Holland

Samstag, 30.05.2020

Bileam sprach: Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so könnte ich doch nicht übertreten das Wort des HERRN. - 4.Mose 22,18

 

Was Bileam da sagt, hört sich ja ganz gut an. Nichts tun was Gottes Geboten und seinem Willen widerspricht. Unbestechlich sein, sogar dann, wenn es um Millionen geht.

Aber wer die nächsten zwei Verse in der Geschichte liest, merkt: irgendwas stimmt da nicht, irgendwas ist da faul!

Bileam frägt Gott, schon zum zweiten Mal, ob er mit den Leuten, die König Balak gesandt hat, mitgehen soll und Gott sagt zu ihm, er solle mitgehen. Also geht Bileam mit. Doch was folgt, ist etwas komisch, zumindest auf den ersten Blick. Es folgt die bekannte Geschichte mit dem sprechenden Esel. Gott ist zornig auf Bileam und man fragt sich zunächst, warum denn? Er hat doch nur das gemacht, was Gott ihm gesagt hat.

Zum Glück hilft mir die Bibel, die Bibel zu verstehen. Im 2. Petrusbrief heißt es in Kapitel 2 Vers 15, „Sie haben den geraden Weg verlassen und einen Irrweg eingeschlagen. Sie haben den Weg gewählt, den Bileam, der Sohn Beors, gegangen ist. Bileam war auf das Geld aus, das er als Lohn für sein unrechtes Tun bekommen sollte.“ (NGÜ)

Bileam hat zwar zunächst einmal nichts Falsches getan, aber wie so oft kommt es auf das Herz an, auf die Motivation. Gott sieht Bileams Herz. Seine Motivation war die falsche.

 

So kommen wir direkt zum Lehrtext des heutigen Tages:

Wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte machen; sondern wie man aus Lauterkeit und aus Gott redet, so reden wir vor Gott in Christus.

Und nochmal in einer anderen Übersetzung:

So vielen geht es nur um ihren Gewinn, wenn sie die Botschaft Gottes verkünden; dafür sind sie sogar bereit, die Wahrheit zu verfälschen. Wir hingegen handeln aus uneigennützigen Beweggründen, und was wir sagen, sagen wir im Auftrag Gottes; wir sagen es in der Verantwortung vor Gott und in der Abhängigkeit von Christus. - 2.Korinther 2,17 (NGÜ)

Wie sieht es mit meinem Herz aus? Was ist meine Motivation für mein Handeln?

Ich verdiene zwar damit Geld, dass ich unter den Konfirmanden und Trainees hier in Münchingen Gottes Wort verkünde, weil es mein Job ist, aber das ist nicht meine Motivation. Meine Motivation ist uneigennützig. Ich tue es aus Liebe zu Gott, zu seiner Ehre, damit sein Reich kommt.

Naja, so sollte es zumindest sein. Dennoch ertappe ich mich ab und zu dabei, dass ich eine Andacht vorbereite, einen Jugendkreis plane, weil ich eben einen Vertrag unterschrieben habe und nicht nur aus Liebe zu Gott.

Und so bleibt mir mal wieder nichts anderes, als der Weg zu Gottes Gnadenthron (den es Jesus sei Dank gibt!). „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.“ (Psalm 139,23-24)

 

https://www.youtube.com/watch?v=P_0EeCna9uo

 

Liebe Grüße Christoph Zaiser

Freitag, 29.05.2020

Meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen. - Psalm 35,28

 

Täglich reden wir viel – laut Statistik Männlein und Weiblein im Durchschnitt 16.000 Wörter.

Täglich nehmen wir Essen und Trinken zu uns.

Täglich müssen wir – sofern notwendig - Medikamente schlucken.

Täglich pflegen wir Mund und Zähne.

Täglich unterstützt uns die Zunge dabei.

Täglich …. soll unsere Zunge Gott preisen?

Nun, das ist ein guter Vorsatz, der uns aber oft – oder gar täglich? – abhanden kommt.

Neben der Bewegung der Nahrung im Mund kann man mit der Zunge loben und lügen, anbeten und schimpfen.

 

Was ich rede, spiegelt mein innerstes Wesen wider. Deshalb die Frage: Was trage ich in meinem Herzen? Bin ich eher nach-tragend: „Wie du mir, so ich dir!“ Oder bin ich hin-tragend: „Herr, mach du mich durch deine große Liebe und Treue frei von allem Bösen!“  So kann ich täglich erfahren, dass auch die Zunge eine andere Sprache spricht, wenn ich mein Herz dem lebendigen Gott ausliefere. Diese Realität gehört zum Glauben. Dann erinnere ich mich an Gottes Taten und kann mit großem Dank zu ihm sprechen: „Meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen!“ Dabei werde ich ganz offen, mein Blick weitet sich. Die Dinge, die mich bedrücken, belasten mich nicht mehr so sehr. Ich werde freier oder ganz frei. Vielleicht kann ich sogar erkennen, dass das, was mir zuletzt das Herz so schwer machte, Gutes in meinem Leben wirkt. Auch wenn die schwarzen Wolken der Not und Bedrängnis nicht verschwinden: Ich will niemals fertig sein mit dem Erzählen von Gottes Liebe.

 

„Meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen!“ Dies ist ein löblicher Vorsatz, ein Gebet und Versprechen zum eigenen Gewinn. In Psalm 71,15 ist ergänzend zu lesen: „Mein Mund soll verkündigen deine Gerechtigkeit, täglich deine Wohltaten, die ich nicht zählen kann.“

 

Übrigens: Wenn wir schon täglich unsere Haare in Ordnung bringen, warum dann auch nicht unser Herz? Dann wird uns Gottes Hilfe und Gerechtigkeit wieder bewusst: „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über“ (Lukas 6,45). 

 

Walter Großmann

Donnerstag, 28.05.2020

Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend. - Psalm 25,16

Der Kranke antwortete Jesus: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin! - Johannes 5,7-8

 

Drei Stichworte möchte ich uns heute aus den beiden Bibelstellen heraus nehmen.

- Ich bin einsam.

- Ich habe keinen Menschen.

- Jesus spricht: Steh auf!

 

Einsamkeit ist in den vergangenen Monaten in vieler Munde, vor allem die Senioren(heime) und Krankenhäuser betreffend. Auch die Bewohner unseres Spitalhof`s  sind davon nicht ausgenommen. Wir haben davon in einem unserer letzten Gottesdienste von Frau O`Rourke gehört.

Aber ich glaube, Einsamkeit betrifft nicht nur unsere ältere Generation. Es gibt so manch einsamen Menschen. Es kommt nur kaum zur Sprache. Es gehört wohl zu den Tabuthemen unserer Gesellschaft, vielleicht auch unserer Kirche.

Wie geht es Jemandem, der immer im Rampenlicht steht?

Wie geht es einer Mutter, die von Morgens 6 Uhr bis abends 22 Uhr rotiert und Kinder, Job, Haushalt, Familie, Ehe… unter einen Hut bringen muss?

Wie geht es einem Mann, der 10 Stunden täglich und mehr für seine Job da ist?

Wie geht es einem Kind, einem Teenie, einem Jugendlichen? …Hat Einsamkeit immer etwas mit Alleinsein zu tun?

Wie geht es dir? Wie geht es deinem Nachbar?

Warum ist David in unserem Psalm einsam?

Warum hat der Kranke in Johannes 5 Niemanden, der ihn in ins Wasser bringt???

 

Unsere beiden Bibeltexte haben eine Gemeinsamkeit. Sowohl David als auch der Kranke sprechen ihre Not aus: „Ich bin einsam und elend.“   „Ich habe keinen Menschen, der...“ Das, finde ich, ist ein wichtiger und erster Schritt aus der Not heraus!

In der Psychologie liest man, dass Einsamkeit nicht nur psychisch sondern auch physisch krank macht. Stresshormone können alle möglichen Krankheiten auslösen.

 

(Das können unsere ÄrztInnen sicher etwas näher erklären)

Faszinierend, dass sich Gottes Wort mit diesem Thema beschäftigt. Und wir tun es heute in unsere Andacht. Drei Dinge lese ich aus den Texten:

1. Jesus schenkt dem einsamen Kranken seine volle Aufmerksamkeit. Und schon daraus können wir lernen. Bzw., wir haben durch die vielen Einschränkungen inzwischen gelernt, dem "Jetzt" volle Aufmerksamkeit zu schenken, da es wenig „nächste Termine“ gibt. Beobachtet es doch mal bei euren nächsten Begegnungen oder Gesprächen, ob es euch gelingt, dem Gegenüber volle Aufmerksamkeit zu schenken. Mir gelingt es ehrlich gesagt nicht immer.

Ein zweites fällt mir bei Jesus auf. Er lässt den Kranken laut aussprechen, was ihn bewegt (obwohl es Jesus ja genau weiß).Und ein Drittes finden wir in unserem Johannestext (neben der gigantischen Heilung): Der Kranke muss selber aktiv werden. „Steh auf“ sagt Jesus. (Den Frauen, die im März beim WGT dabei waren, kommt sicher das ein oder andere Lied dazu in den Sinn).

 

Macht etwas aus den Erkenntnissen der beiden Bibeltexte (ihr habt vielleicht noch ganz andere Dinge in den beiden Versen entdeckt).

 

Ich wünsche allen einen Tag, der nicht einsam und elend ist/bleibt.

 

Eure Claudia Proß

Mittwoch, 27.05.2020

Der Herr wird’s vollenden um meinetwillen. - Psalm 138,8

Paulus schreibt: Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. - Philipper 1,6

 

Ein Psalm Davids: Ich lese diesen Satz…. Der Herr wird’s vollenden um meinetwillen… Ok - klar - David. Aber gilt das eigentlich auch für mich? Um meinetwillen? Wirklich um meinetwillen? 

Für jeden der an IHN glaubt… Ich soll IHM so wichtig sein?   Das kann doch eigentlich gar nicht sein… oder doch? Und dann das Wort vollenden… was bedeutet nun vollenden für mich?

Ein kleines Wort - nein ein großes mächtiges Wort.

Vollenden… Das beinhaltet für mich nicht nur das eigentliche Wort voll – Enden.

Das ist für mich auch - was lasse ich zu, was lasse ich los.

 

Wieviel kann ich  vertrauen in dieses Vollenden? Irgendwie kann das auch viel Zuviel sein… kann ich mich dessen überhaupt als würdig erweisen?

Niemals. Ich weiß, aus mir selbst kann ich das niemals schaffen. Aber bevor ich in Angst und Versagensangst abrutschen kann, zeigt mir die Bibel - SEIN WORT auf - wonach ich mich richten kann, ich werde nicht durch Werke gerecht, sondern durch Gnade.

 

„Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid…„

„Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag  Christi Jesu“

 

Mich trägt die Zusage: ich kann niemals tiefer fallen, als in SEINE Hand.

Was löst dieser Satz bei Ihnen, bei  Dir aus. Der Herr wird’s vollenden um meinetwillen…

 

https://youtu.be/T2kD8h5XUWI

 

Ich wünsche euch einen gesegneten Tag

Kerstin Kimmel

Dienstag, 26.05.2020

Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. - Römer 12,2

 

„Aber das macht doch jeder!“ Kennt Ihr diesen Satz? Wenn das jeder macht, dann kann ich es doch auch so machen! Als Christ denke ich aber in manchen Fragen anders. Ohne den anderen zu verurteilen: Ich will mich gar nicht der Welt gleichstellen, sondern mich stetig fragen: Was ist Gottes Wille? Geht es um Einhaltung irgendwelcher christlicher Gesetze? Nein! Paulus hat im Römerbrief lange darüber geschrieben (Kap. 1-8), dass der Mensch sich nicht durch eigenes Verhalten den Himmel erarbeiten kann (Aus Glauben allein! Röm. 3,28). Dann aber – nach einem Ausflug über den Weg des Volkes Israel – kommt Paulus ab Kap. 12 darauf zu sprechen, wie wir als Christen leben. Der ‚Leib‘ des Christen, also sein Verhalten soll ein „Gottesdienst“ sein (12,1). Dazu sollten wir aber Gottes Willen kennen. Und jetzt stehen wir mitten in unserem Vers: Gottes Wille ist das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

 

3 „Hammer“-Begriffe: Das ‚Gute‘ – der griechische Ausdruck meint das ‚Rechtschaffene‘, ‚Gute‘ im Sinne von gütig, freigiebig, in der Landwirtschaft auch das ‚sehr Fruchtbare‘. Der Ausdruck kommt auch bei Jesus vor. Er hält dem reichen Jüngling vor: Keiner ist gut als alleine Gott (Mark. 10,18). Soll ich sein wie Gott??? Zum zweiten Begriff erklärt das Lexikon: „…‚das Angenehme, Wohlgefällige‘ fast ausschließlich von Gott“. Und Vollkommen? Wir können auch mit ‚das Perfekte‘ übersetzen. Und jetzt? Wer kann das leisten? Wer kann von sich sagen: Ich bin so „gut“, so „angenehm“ und so „perfekt“ wie Gott? Keiner? Also ich nicht!

 

Also was ist nun die Schlussfolgerung? Geht nicht und aufgeben? Doch anstrengen, damit ich um jeden Preis vielleicht ein Stückweit so leben kann? Weder noch!

In Gal. 2,20 sagt Paulus „Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir“. Das bedeutet für mich zweierlei:

•        Christus arbeitet an mir – und ich muss ihn auch an mir arbeiten lassen!

•        Christus hat mich gerecht gesprochen! Er nimmt mich an!

Wer dies begriffen hat, der kann fröhlich, getrost leben – weil er von Jesus Christus geliebt ist! Dann kann ich mit Sefora Nelson das alte Lied ganz neu anstimmen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=8lv9rF9jmq4

 

Euer Gottfried Holland

Montag, 25.05.2020

Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit und Flehen für alle Heiligen und für mich, dass mir das Wort gegeben werde, wenn ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen, dessen Bote ich bin in Ketten, dass ich mit Freimut davon rede, wie ich es muss. - Epheser 6,18-20

 

Paulus fordert die Empfänger des Epheserbriefes zu ständiger Fürbitte auf. Tag und Nacht. 24/7. Nonstop. Für alle Christen. In der eigenen Familie. In der eigenen Gemeinde. In der Stadt. Im Land. Weltweit. Und insbesondere für Paulus, der sich in Gefangenschaft befindet.

 

Die Intensität und Größenordnung der neutestamentlichen Gebetsaufrufe überfordern mich völlig. Es wäre der Realität viel näher, wenn Paulus geschrieben hätte: „Betet hin und wieder, nicht nur für euch, sondern auch einmal für andere, versucht dabei nicht einzuschlafen und mit euren Gedanken bei der Sache zu bleiben. Und vielleicht kommt ihr ja auch einmal dazu, für mich, Paulus, ein kurzes Gebet zu sprechen, obwohl es ja zu recht heißt: Aus den Augen, aus dem Sinn.“

 

Gebet benötigt Übung, Ausdauer und vor allem Zeit. Bei einem Missionseinsatz in der Ukraine forderte ich mein Team heraus, zwei längere Gebetszeiten durchzuführen: Fürbitte für Kranke und für Menschen, die Jesus noch nicht als Herrn und Heiland angenommen haben. Jede der Gebetssessions dauerte über 4 Stunden, obwohl wir die Anzahl der Personen, für die wir beteten auf 3-5 pro Teilnehmer beschränkten. Wir stellten dabei fest, dass wir ohne diese Gebetszeiten entweder nicht oder nur sehr sporadisch für die Personen gebetet hätten. Seit dieser Zeit haben sich interessanterweise bereits zwei Personen meiner Liste für ein Leben mit Jesus entschieden!

 

Wie kann Gebet gelingen? Eine Hilfestellung bieten sicherlich konkrete Anlässe und Treffen. Wieviel wäre für die Coronakrise gebetet worden, ohne die Aktion „Deutschland betet“? Wieviel würde für verfolgte Christen gebetet, ohne Gebetsaufrufe oder Aktionstage, wie ihn Open Doors am Samstag (23.05.) veranstaltete? Wieviel wäre es in Münchingen ohne Gebets- und Hauskreise?

 

Paulus benötigte Gebet. Wir benötigen Gebet. Und das nicht nur als Empfangende, sondern auch als Gebende. Denn im Gebet wird unsere Beziehung zu Jesus erst so richtig lebendig und damit auch zum Gradmesser, wie es um diese steht.

 

Herausforderung für diese Woche:

- bete mind. 1x für Martin Hirschmüller, Gottfried Holland und den KGR

- bete mind. 1x für die Situation der Württembergischen Landeskirche

- bete mind. 1x für die Missionare, die über Münchingen ausgesandt sind bzw. unterstützt werden

- bete täglich, dass sich Gott durch die Coronakrise verherrlicht und sein Wille geschehe

- bete für mind. 1 Menschen, der Jesus noch nicht kennt und überlege, wie du hier Teil der Gebetserhörung sein kannst

 

https://www.youtube.com/watch?v=XOfhr_AiZNk

 

Mario Müller

Samstag, 23.05.2020

Dient dem Herrn Christus! Denn wer unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat: und es gilt kein Ansehen der Person. - Kolosser 3,24-25

 

„Pass auf, du wirst es schon noch sehen,

wie´s später dir wird mal ergehen,

bei deinem Wandel, deinem Tun -

darauf kann doch kein Segen ruh´n!“

 

Solch Sätze, liebe Schwestern, Brüder,

sind uns bekannt – und oft zuwider.

Ob fromm, ob frech, wer hört das gern?

Und scheinbar trifft es doch den Kern.

 

Ja, gut sein wollen wir im Leben,

das Gute tun und danach streben,

ein Vorbild sein, ein Glaubensheld,

ein Gotteszeuge in der Welt.

 

Jedoch trotz Glauben, Mühen – ach,

erfahren wir: das Fleisch ist schwach

und merken, wie auch wir uns regen,

wo Frucht wächst, liegt´s an Gottes Segen.

 

Herr, gute Früchte sollen´s sein.

Bei Schlechtem hilf uns sagen: Nein!

Halt neu uns vor, dass jede Tat

von jedem Konsequenzen hat.

 

Mach uns von allem Krampfe los,

schenk uns Vertrauen in dich groß,

der Segen, den du gibst zu Eigen

soll sich in unseren Taten zeigen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=fWcDd8b9iL0

 

Walter Großmann

Freitag, 22.05.2020

Als der Sohn noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, und er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn. - Lukas 15,20

 

Der verlorene Sohn. – Wir kennen alle die Geschichte. Dennoch trifft mich jedes Mal, wenn ich sie lese ein anderer, neuer Aspekt. Deshalb empfehle ich heute, Euch ein bisschen Zeit zu nehmen und die Geschichte des verlorenen Sohnes zu lesen. Ganz! Es lohnt sich!

Es ist nicht nur die Geschichte des verlorenen Sohnes. Es ist auch die Geschichte der verlorenen Tochter, Mutter, Vater, Tante, etc. Von mir, von Dir, von Ihnen. Es ist die Geschichte von jedem einzelnen von uns. Denn wir sind der „verlorene Sohn“. Wir sitzen im Dreck. Wir wenden uns regelmäßig von Gott ab. Das ist Sünde im Eigentlichen. Deshalb sind wir Sünder. Ich gebe zu, dass dieser Satz ziemlich hart klingt. Umso glücklicher bin ich, dass die Geschichte nicht bei den Schweinen, am Schweinetrog endet. Im Gegenteil: Der Sohn merkt, dass er seinen Vater braucht, dass er nicht sitzen bleibt um seinem Leben und der Trennung von seinem Vater nachzutrauern. Sondern der Sohn steht auf und geht zurück zu seinem Vater.

Und wir? Wir können das auch! Wir können durch Jesus Christus jeder Zeit, egal wo und egal wie zu unserem Vater kommen. Heute würden wir sagen „24/7“ – also 24 Stunden an 7 Tagen die Woche; oder auch: Gott braucht keine Öffnungszeiten. Wir können ihn immer um Vergebung bitten. Und er? Er vergibt! Und er feiert sogar noch ein Fest für uns! Also lasst uns den heutigen Tag nutzen, um zurück zum Vater zu gehen. Dann feiert Gott ein Fest mit uns!

 

https://youtu.be/oey5ppGAGqg

 

Liebe Grüße Eure/Ihre Rebekka Holland