Ja, man braucht ein Weilchen, um die Pointe zu verstehen. Für den Atheisten ist die Sache mit Jesus gestorben, erledigt, spielt im Leben keine Rolle.  Jesus, Gott, Bibel, Kirche, Karfreitag – das sind ungeliebte Lebensbeilagen, die man anscheinend unbestellt geliefert bekommt und entschieden wieder zurückgehen lässt. Leider stecken oft auch negative Erfahrungen hinter solchen Aussagen.

 

Und Christen? Haben sie nur fromme Worte, Haltungen, Aktionen und Äußerlichkeiten? Oder in der Tat ganz andere Erfahrungen? Klar ist: für den Atheisten endet die Aussage beim Gestorben sein, für den Christen ist das der Knackpunkt und Voraussetzung zum Leben - ja, sogar zum ewigen Leben!

 

Jesus sagt von sich selber, dass er erhöht werden muss. Nicht so, dass er wie ein Star, dem die Massen stürmisch zujubeln, groß in Erscheinung tritt. Nein, erhöht am Kreuz – aufgenagelt und aufgespießt, eher zum Runterspucken als zum Hochschauen. Aber diese Erhöhung und sein Tod bringen den Durchbruch zum ewigen Leben.

 

Wir trauern um die Verstorbenen an Corona. Wir leiden mit den Kranken und Angehörigen. Wir sind selbst mehr oder weniger Betroffene in dieser Krise. Bekommt dieses Trauern und Leiden jetzt in der Woche vor Ostern einen neuen Aspekt, indem wir es in Zusammenhang bringen mit dem Leiden dessen, der für uns gestorben ist?

 

Wir wollen leben, gut, gesund, ohne Einschränkungen, lang – und auch ewig. Noch so ein mehrdeutiger Spruch: „Wer glaubt wird selig“. Ja, wer glaubt, der wird selig, der hat das ewige Leben. Denn auf Karfreitag folgt Ostern. Auf den Tod das Leben. Hoffnung pur. Hoffnung und Liebe sind nicht gestorben.

Ich glaub´s!

 

Walter Großmann

 

 

 

 

 

 

Hier eins meiner Lieblinglieder zum mitsingen „In Christus ist mein ganzer Halt“:

www.youtube.com/watch