Donnerstag, 02.07.2020

HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen. - Psalm 8,2

 

Haben Sie sich schon mal Gedanken über Ihren Namen gemacht? Was er bedeutet, wo er herkommt, etc.?

 

Historisch ist das Namensrecht von heute auf das Römische Reich zurückzuführen. Es war ein Grundrecht, allerdings war es damals laut Gesetz möglich, sowohl den Vornamen als auch den Familiennamen frei zu wählen. Bis zum Spätmittelalter blieb das so. Da begannen dann große Völkerwanderungen und die Menschen wurden nur noch beim Vornamen genannt. Im 8. Jh kam dann der Familienname wieder dazu, dieser bezog sich meistens auf die Herkunft oder den Beruf. Jemand, der also mit Familiennamen Müller hieß, übte meistens diesen Beruf aus. Ab dem 15 Jh. wurden Namen dann vererbt. Ab 1919 konnte man zusätzlich einen Künstlernamen bzw. eine Namensänderung beantragen. Und zur Zeit des Nationalsozialismus war eine Namensänderung grundsätzlich untersagt, da sonst nicht mehr festgestellt werden konnte, ob jemand arischer Abstammung ist. Juden mussten je nach Geschlecht den Namen Israel oder Sara führen und dies auch in ihren Dokumenten eintragen lassen. Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde das wieder außer Kraft gesetzt.

Wenn man heute einen Namen schützen will, dann kostet das in Deutschland ca. 800 Euro, soll er darüber hinaus in Europa geschützt sein, dann sind es mehr als 3000 Euro.

 

Wenn ich in die Bibel schaue, dann sehe ich, früher war das alles anders. Daniel z.B. hieß auf einmal Belzschazar. Das war gar nicht so unüblich, denn er wurde Eigentum des babylonischen  Königs Nebukadnezar und der bestimmte ab jetzt über ihn und als ein Zeichen seines Herrschaftsanspruches bekam derjenige einen neuen Namen.

 

Namen faszinieren mich aber am spannendsten finde ich, dass Gott auch einen Namen hat; dessen Namen ist in allen Landen herrlich, wie der Losungsvers sagt. Der Name Gottes ist nicht irgendein Name. Gott selber stellt sich in der Bibel mit Namen vor. Er sagt zu Mose als dieser nach seinem Namen fragt, sein Name sei: „Ich werde sein, der ich sein werde.“

 

Mit anderen Worten: Du wirst mich bei dem Namen rufen, indem du mich erlebst! Und so nennen wir Gott: Höchster, Erhabener, Tröster, Helfer, Herr der Heerscharen, Schöpfer, Vater oder liebevoll Papa. Es gibt viele Namen für unseren Herrn; sie alle münden in den einen Namen, der über allen Namen steht, welcher ist Jesus! In diesem Sinn, möchte ich Ihnen Mut machen, Gott so in Ihrem Leben anzusprechen, wie Sie ihn erleben und seinen Namen herrlich zu machen in allen Landen.

 

Herzliche Grüße

Mario Müller