Mittwoch, 01.07.2020

Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?, spricht der HERR. -  Jeremia 23,24

Wenn jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt. -  1 Korinther 8,3

 

Ich habe einmal eine Lektion über den Fall von Adam und Eva im Garten Eden (1.Mose 3) mit den Kindern der Sonntagsschule gemacht. Ich habe den Kindern die Frage gestellt, ob der Mensch sich vor Gott verstecken könne. Manche haben dies bestätigt. Ich habe weiter gefragt: Aber wie? Einige haben geantwortet, dass es zwischen Gott und uns Wolken gebe, weshalb er uns nicht sehen könne. Wieder andere haben geantwortet, dass man sich verbergen kann, indem man „Verstecken spielt“.

 

Jede von uns kennt bestimmt dieses Versteckspiel, das Lieblingsspiel von manchen Kindern. Als ich klein war haben wir es öfter gespielt. Manchmal es kann sein, dass unsere Mitspieler uns gesucht und nicht gefunden haben. Darüber waren wir sehr froh.

Warum sie uns nicht gesehen haben? Weil wir denken, dass wir uns gut versteckt haben? Vielleicht stimmt das. Bei den Kindern können sich die einen vor den anderen verstecken. Und wir großen Leute können uns verbergen, um etwas zu tun, ohne dass andere Leute uns dabei sehen. Das Versteckspiel funktioniert gut bei den Menschen. Aber kann dieses Spiel wirklich auch mit Gott funktionieren?

 

In unserem Losungstext stellt Gott zwei rhetorische Fragen: "Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt? , spricht der HERR." Jeremiah 23,24

Diese Fragen unterstreichen einige Eigenschaften Gottes: seine Allgegenwärtigkeit und seine Allwissenheit. Ja, Gott ist überall gleichzeitig da, d.h. er sieht und weiß alles, nichts ist ihm verborgen.

 

Der Text aus Jeremia 23 prangert die Haltung der falschen Hirten an, die die Schafe zerstreuen und die Lämmer in die Irre führen, und der falschen Propheten, die im Namen Gottes Lügen vorhersagen, um das Volk Gottes zu täuschen. Sie handeln wie Kinder, die denken, dass man sich immer verbergen könne. Diese falschen Hirten und falschen Propheten handeln, als ob Gott nicht da wäre und sie nicht sähe (V.23). Sie haben keine Furcht vor Gott.

 

Es tut uns sehr leid, auch heute zu sehen, wie manche den Namen Gottes für ihre eigenen Interessen benutzen.

 

Es tut uns auch sehr leid zu sehen, dass trotz der Warnungen der Bibel viele Christen sich auch heute durch Träume und Offenbarungen falscher Propheten täuschen lassen.

 

Das Wahrnehmen der Allgegenwart und der Allwissenheit Gottes hat Konsequenzen für unser Leben und unsere täglichen Handlungen:

- Gott ist im Himmel (Jesaja 66,1), über uns allen, aber er ist uns auch nahe.

- Er weiß, ob wir die Wahrheit sagen oder lügen. Er kennt alle Gedanken, Motivationen und Entscheidungen unseres Herzens. Wenn jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt.  1 Korinther 8,3

- Vor ihm liegt alles offen (Lukas 12,2-3) und er wird eines Tages Rechenschaft von mir fordern.

 

Der Blick Gottes sei immer auf uns und lasse uns in unserem Leben den richtigen Weg finden, im Namen Jesu.

 

https://youtu.be/PeXBw3Dfqfo

 

Silas Ky

Dienstag, 30.06.2020

Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz. - Psalm 27,8

Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! - Philipper 4,6

 

Der Psalm 27 beschreibt einen Menschen, der voller Dankbarkeit auf Gott schaut, weil er die Gottesbeziehung als seine Kraft (Lebens-Kraft!) erkannt hat. Gut vorstellbar, dass David hier seine eigenen Situationen beschrieben hat: Gegner wollen ihn beseitigen (2), er sieht Heer und Krieg gegen ihn (3). Alles Augenblicke, die ins Leben Davids passen – nur Davids? Oder auch in mein Leben?

 

Bei uns sind es nicht Speere, Pfeile, Spieße, die Angst machen, aber vielleicht das komplizierte Gespräch, die ärztliche Diagnose oder auch meine regelmäßigen Versuche, mein Leben unter Kontrolle zu bekommen, obwohl es mir immer wieder entgleitet (Arbeitslosigkeit, Krankheit, Einsamkeit….) David sieht zwei Schritte: 1. Ich verlasse mich auf Gott! (1-3) und 2. Ich will Gemeinschaft mit Gott haben! (4-7) Dabei sieht er die Gemeinschaft mit Gott in einem besonderen Maße im Tempel, im Gottesdienst.

 

Aber was ist, wenn ich es nicht so erlebe? Wenn ich den Eindruck habe, dass die Gemeinschaft mit Gott gar nicht so greifbar ist? David geht einen Schritt weiter: Du hast gesagt, dass wir Dich suchen sollen! Er greift dabei ein Wort Gottes aus 5.Mose 4,29 auf. Dort hatte Mose dem Volk Israel gesagt: Auch wenn Du unter allen Völkern zerstreut worden bist, wenn Du Gott suchen wirst, dann wirst Du Gott finden!

 

Wirklich? Gilt das auch mir? Ich erinnere mich an Jakob, der sich auf den Weg gemacht hatte zum Vater (peinlich, den hatte er ja vor 20 Jahren betrogen und Hals über Kopf verlassen) und zum Bruder (lebensgefährlich, denn Esau, war „not amused“ gewesen….). Kurz vor der Begegnung mit dem Bruder war bekannt geworden, dass dieser ihm mit 400 Mann entgegenziehe. Eine schlaflose Nacht! Jakob ringt in seiner Verzweiflung mit Gott (1. Mose 32,23ff). Im Bild gesprochen: Er packt Gott am Revers und schüttelt ihn: „Ich lasse Dich nicht, wenn Du mich nicht segnest!“ Ich brauche Dein Nahesein! Ich brauche Deine Begleitung! Ich brauche Deinen Segen! Und er bekommt den Segen Gottes – Segen kann schmerzhaft sein (der Schlag auf die Hüfte zeigt es… 1.Mose 32,32), aber er erkennt Gottes Angesicht (Pnuël). Was für ein Gott!?! Ein Gott, mit dem ich ringen darf! Ich kann ihn nicht zwingen, erst recht nicht bezwingen, aber ich darf ihn in meiner Verzweiflung und Sehnsucht um Gottes Gegenwart anflehen – und er wird antworten. Dessen bin ich mir gewiss. Und dann muss ich mir auch letztendlich keine Sorgen um Morgen mehr machen, denn seine Gegenwart, sein Dasein gibt mir die Kraft für Heute, für Morgen und für alle Tage.

 

Heute mal eine andere Art von geistlicher Musik - auf Wunsch meiner Frau.

https://youtu.be/RrdayamDats

 

Gottfried Holland

Montag, 29.06.2020

Daniel sprach:  Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, sodass sie mir kein Leid antun konnten. - Daniel 6,23

Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. - 2.Korinther 4,8

 

 

Wer möchte nicht einmal Daniel sein? Wie nur wenige andere Personen der Bibel erlebt er spektakulärste Wunder. Gottes Engel hat den Löwen persönlich das Maul zugehalten! Das ist doch toll. Ein gutes Material für eine Kindergeschichte. Dabei kann man leicht übersehen, dass Daniel dies nur erlebt, weil er eben in eine Löwengrube geworfen wurde. Ein Todesurteil für den Gesetzesbrecher, der seine persönliche Glaubenspraxis über die Vorschrift der Könige der Meder und Perser stellte. Der Ausgang war ungewiss und Daniel wäre nicht die erste Person gewesen, die ihren Glauben an den lebendigen Gott mit dem Leben bezahlt.

 

Paulus kann ebenfalls auf eine beachtliche Überlebensbiografie zurückblicken. Von den Juden wurde er fünfmal mit neununddreißig Hieben ausgepeitscht, dreimal mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt, dreimal hat er Schiffbruch erlitten. Einen ganzen Tag und eine Nacht hat er in Seenot zugebracht (vgl. 2Kor 11,24-25). Abenteuer mit Gott. Paulus überlebt alles. Irgendwie. Bis auf dieses eine Mal, als Kaiser Nero seinen Henker schickte.

 

Paulus stellt in 2Kor 4 klar, dass die unglaubliche Kraft des Evangeliums in einem zerbrechlichen irdischen Gefäß ruht. Paulus ist schwach, krank und immer wieder dem Tode nahe. Und trotzdem ist er nicht unterzukriegen. Die Kraftquelle versiegt nicht bis zum Ende. Es ist der lebendige Gott, der Paulus und auch Daniel so lange erhält, wie er die beiden gebrauchen möchte.

 

Uns ist als Christen weder eine leid- und schmerzfreie noch eine einfache Zeit in der Nachfolge von Jesus Christus versprochen worden. Erst heute habe ich mit einer jungen Frau gesprochen, die aus einem atheistischen Elternhaus mit 10 Jahren zum Glauben fand, nur um dann vom Jugendreferenten der Gemeinde jahrelang sexuell missbraucht zu werden. Während dieser Zeit des Missbrauchs kamen jedoch ihre Eltern, Geschwister und sogar Großeltern zum Glauben und nach dem Bekanntwerden des Skandals waren es eben diese ehemaligen Atheisten, welche die Gemeinde durch ihren Einsatz vor dem endgültigen Zerbruch bewahrten. Durch seelsorgerische Begleitung konnte die junge Frau diese Erfahrung der Kindheit bearbeiten. Und doch: Narben bleiben zurück. Aber die Kraft des Evangeliums lässt sich nicht unterkriegen. Es kann die schrecklichsten Umstände überwinden und durch uns hindurch Segen wirken, obwohl wir selbst körperlich oder seelisch leiden. Diese Erfahrung machten Daniel und Paulus. Dies ist der Weg, den Jesus, unser Meister, selbst gegangen ist.

 

Herausforderung für diese Woche: Ringen um eine Evangeliumsperspektive auf das eigene Leid: Kann uns Gottes Wort eine Facette unseres Leidens aufzeigen, wo gilt, dass Gottes Kraft in unserer Schwachheit mächtig ist?

 

https://www.youtube.com/watch?v=XQan9L3yXjc

 

Mario Müller

Samstag, 27.06.2020

Gott, denk an die Gemeinde, die du dir vor langer Zeit als Eigentum erworben hast, die du erlöst hast und zu deinem Volk gemacht hast, das dir allein Gehört!  - Psalm 74,2 NGÜ

Ihr wisst ja woran sich die Gnade von Christus, unserem Herrn, gezeigt hat: Er, der reich war, wurde arm, damit ihr durch seine Armut reich werdet! - Korinther 8,9 NGÜ

 

-Wir sind deine Gemeinde, Wir beten, erwecke dieses Land zum Leben-

So eine Zeile meines aktuellen Lieblings- Worship- Songs

 

Gerade jetzt, wo die Jugend/Gemeindearbeit zwei Monate komplett brach lag sollten wir beten, denn wir brauchen Hilfe! Allein schaffen wir es nicht die Herzen der Menschen zu berühren. Ich habe mich gefragt ob die Zeit, in der alles still stand verloren ist. Das diesjährige Konficamp musste leider abgesagt werden und kann auch nicht nachgeholt werden… Das ist sehr schade, weil dass der Einstieg ins Konfi-Jahr ist und für mich damals auch einer der Gründe war, warum ich zum Glauben kam. Aber alles verloren haben wir dadurch nicht. Wir haben sogar viele neue Möglichkeiten erhalten, Glaube zu leben. Gott hat uns viele neue Wege gezeigt, Menschen zu erreichen.

 

Da wären zum einen die Livestream-Godis, die waren vorher in der Landeskirche kaum denkbar. Diese Möglichkeit hat auch viele, die nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen zum Einschalten bewegt. Als Beispiel hat mir hier ein anderer Bengel (so nennt man die Bewohner des Bengelhauses) von seiner Gemeinde erzählt, dort gingen regelmäßig ca. 30 Leute in die Kirche, der Livestream erreicht dort nun mehr als doppelt so viele!

 

Ein anderes Beispiel ist unsere Whatsapp-Gruppe, in der es jeden Tag einen wertvollen Impuls gibt. So langsam kann die Jugend/Gemeindearbeit wieder starten. Das ist toll! Deshalb sollten wir bitten, dass Gott seine mächtige Hand über uns ausstreckt und uns zeigt, er ist da. Er unterstützt uns denn wir sind sein Volk, er hat uns erlöst, weil er uns so sehr liebt und möchte, dass alle Menschen von ihm und seiner Botschaft hören.

 

-Bau dein Königreich hier, lass die Dunkelheit sich fürchten, Zeige deine mächtige Hand, heile unsere Straßen und unser Land, setz deine Gemeinde in Brand, gewinne diese Nation zurück, verändere die Atmosphäre, bau dein Königreich hier-

So soll auch der Lehrtext von heute eine Erinnerung sein Zum einen eine Erinnerung, wie groß Gott ist! Denn er hat Jesus in die Welt geschickt, ihn arm gemacht durch seinen Tod am Kreuz, damit wir dadurch reich werden und unsere Schulden vergeben sind.

Es ist aber auch eine Erinnerung daran, dass wir ohne Jesus nichts erreichen können. Wir brauchen ihn und seine mächtige Hand, damit die Jugend/Gemeindearbeit wachsen kann. Auf der ganzen Welt, aber auch hier bei uns in Münchingen.

Also nehmen sie sich doch Zeit und beten sie heute für unsere Jugend/Gemeindearbeit. Danken sie ihm für das was er schon tut und bitten sie ihn darum, dass sie hier weiterwachsen kann.

Denn wie immer, beim Beten gilt: Viel hilft viel!

 

https://m.youtube.com/watch?v=sbdJXKqVgtg

 

Einen gesegneten Samstag

Selina Walter

Freitag, 26.06.2020

Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht! - Psalm 106,3

Die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. - 1. Johannes 2,17

 

Eigentlich steht in den Lehrtext und in der Losung schon alles. Haltet euch an die Gebote und tut den Willen Gottes. Das ist manchmal ziemlich schwierig. Also klar: nicht zu töten oder nicht zu klauen ist jetzt nicht ganz so schwer. Aber wie ist es mit dem Lügen? Wie oft rutscht uns eine Notlüge raus? Und doch mehr: Wie oft sind wir überzeugt, recht zu haben und merken später, dass wir uns doch getäuscht hatten?

 

Vor einigen Wochen hatte ich eine Diskussion mit Freunden. Sie erklärten mir voller Überzeugung, dass man als Christ ja alles machen könne, was man möchte. "Jesus vergibt doch eh alles." So meinten sie. Naja, ich bin mir sicher, dass Jesus uns alles vergibt; egal was wir machen. Wer zu ihm kommt und um Vergebung bittet, dem vergibt Jesus. So ist es. ABER ich glaube, dass wenn man Jesus in seinem Herzen hat und ihm sein Leben übergibt, dass man dann aus Liebe zu ihm, weil man ihm näher sein möchte, alles tut, um sich an seine Gebote zu halten.

 

Man versucht alles aus Liebe zu ihm. Und dafür versucht man so viel wie möglich ihm Freude zu machen.

Und er? Er kommt uns entgegen, und er vergibt uns unsere Schuld. Wie beruhigend ist es, dass wir (anders als in anderen Religionen) Fehler machen dürfen und trotzdem geliebt sind.

 

https://youtu.be/DXvLa6ijbLc

 

Allen ein gesegnetes Wochenende! Liebe Grüße,

Rebekka Holland 

Donnerstag, 25.06.2020

Zu Beginn des heutigen Tages möchte ich sie/euch gern in ein  Anbetungslied von Michael W. Smith mit hinein nehmen. Er würdigt in seinem Lied/Gebet die Heiligkeit Gottes, SEINE Größe und SEINE Allmacht: https://youtu.be/KVFzxazTQNM

Hier auch in einer deutschen Variante: https://www.youtube.com/watch?v=TefKqVtw4e4

 

Ja, würdig ist das Lamm. Heilig bist du Herr, der Allmächtige. Nichts kann uns scheiden von dieser Größe und Herrlichkeit

 

Und schon sind wir mitten in unserem heutigen Lehrtext aus Römer 8,35: Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?

 

„Nichts und Niemand kann das“, möchte ich antworten. Und ich habe leicht Reden, da es für mich momentan keine äußere oder innere Bedrohung gibt. Beeindruckt hat mich vergangenen Freitag unser Pluspunktgottesdienst (zu finden auf unserer Homepage). Was für einem großartigen Gott gehören wir an, der in uns Menschen so viel bewirkt, verändert und heilt! Egal, ob es so einschneidende Erlebnisse sind wie bei Wolfgang Isenburg und seiner Familie oder „seinen Kindern“ der Gefährdetenhilfe Wegzeichen e.V. Enzklösterle oder ob wir im Kleineren Stärkung in Jesu Liebe erfahren.

 

Die Losung ruft uns heute zu: Ich, der Herr, bin dein Heiland, und ich, der Mächtige, dein Erlöser. - Jesaja 60,16

Ich lese gern in der Elberfelder Übersetzung. Da steht selbiger Vers so: Und du wirst erkennen, dass ich der Herr, dein Retter (Helfer) bin und ich, der Mächtige Jakobs, dein Erlöser.

 

Retter (Helfer) und Erlöser – zwei mächtige Bezeichnungen für unseren Gott.

ER rettet und hilft gern! Und das Größte und Gewaltigste ist sowieso Seine Erlösung für uns am Kreuz. Der Zuspruch ist im Zusammenhang des Jesajatext erst einmal an das Volk Israel gerichtet. Auch Israel wird IHN erkennen: Gott den Retter, den Erlöser, Jesus, den Messias. Und nichts kann von Seiner Liebe trennen.

 

Das gleiche Angebot gilt uns. Ich wünsche uns, dass wir uns ergreifen lassen von Seiner Herrlichkeit und von Seiner Liebe und dadurch getragen sind von IHM in unserem Alltag. Lasst uns nie vergessen, dass ER uns hilft, rettet und erlöst.

Hier noch zum Mitsingen ein Link zum Lied „Mein Jesus, mein Retter“: https://www.youtube.com/watch?v=889vSbTb27c

 

Eure Claudia Proß

Mittwoch, 24.06.2020

Wie die Erde hervorbringt, was sprießt, so wird Gott der HERR Gerechtigkeit sprießen lassen und Ruhm vor allen Nationen. - Jesaja 61,11

 

Der Sinn nach Gerechtigkeit ist wirklich spannend. Wenn Kinder spielen, dann kann es auch mal schnell heißen: „Das ist Unfair!“ - Der andere ist größer, stärker, schneller oder er hat mehr bekommen als man selber. Kinder haben in einem gewissen Alter noch einen sehr großen Gerechtigkeitssinn. Wenn man dann älter wird, findet man sich mit vielen Dingen einfach ab. „Da kann man eh nichts dran ändern!“ – „Was soll‘s?“

 

Bei Gott ist das anders, er findet sich nicht mit Ungerechtigkeit ab. In der Tageslosung heißt es heute: „Wie die Erde hervorbringt, was sprießt, so wird Gott der Herr Gerechtigkeit sprießen lassen…“ Ich finde einen spannender Gedanken dabei ist, das die Gerechtigkeit nicht unbedingt sofort eintritt. Es ist oft ein Prozess der einen Abschluss findet. Der Volksmund sagt: „Die Gerechtigkeit findet ihren Weg!“ - Ich bin mir da nicht immer sicher, aber wenn es in Gottes Hand liegt, dann passiert das sicherlich. Wie ein Samenkorn das in die Erde gelegt wird, es braucht seine Zeit aber dann wächst es mit viel Macht, Kraft und es Schaft ein viel faches. Daher möchte ich ihnen heute Mut machen, treten sie ein für Gerechtigkeit oder noch besser treten sie eine für Gottes Gerechtigkeit. Das Matthäus Evangelium fordert uns in Kap. 6,33 dazu auf: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ Legen sie alles in Gottes Hand und vertrauen sie Ihm. Es mag sein, das manches einem noch Ungerecht vorkommt, aber vergessen sie nicht: „Wie die Erde hervorbringt, was sprießt, so wird Gott der Herr Gerechtigkeit sprießen lassen und Ruhm vor allen Nationen.“

 

Mario Müller

Dienstag, 23.06.2020

Er sendet seine Rede auf die Erde, sein Wort läuft schnell. - Psalm 147,15

Gottes Wort ist nicht gebunden. - 2. Timotheus 2,9

 

Wenn Ihr den Psalm 147 aufschlagt und lest, werdet Ihr feststellen, dass unsere heutige Losung einem Psalm entnommen ist, der ein Lobpsalm ist. Vielleicht stammt er aus der Zeit Nehemias, als die Mauern um Jerusalem wieder neu aufgerichtet worden waren. So wird Gott gelobt und gepriesen, weil er (!) Jerusalem wieder aufgebaut, weil er die Verstreuten Israels (aus der Gefangenschaft -Babylon?- zusammengebracht hat (V2), weil er den Kosmos (Sterne V3) geschaffen hat, Gras wachsen lässt (V8), dem Vieh Futter gibt (V9), die Grenzen sichert (V14), Sommer und Winter werden lässt (VV17-18) usw. Und mitten in diesem Lob Gottes über Gottes Schöpfung und Gottes Eingreifen in die Geschichte steht unsere Losung: „Er sendet seine Rede auf die Erde, sein Wort läuft schnell“. Für Israel war es etwas außergewöhnliches, dass Gott nicht durch Runen (Germanen), (entschuldigt) bekiffte Orakelgeber (Griechen) oder (möglichst frischen) Fisch (bei Asterix und Obelix

Montag, 22.06.2020

Du krönst das Jahr mit deinem Gut. - Psalm 65,12

Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts. - Jakobus 1,1

 

Seid biblischen Zeiten wurden Segen und Wohlstand auch durch gute und erfolgreiche Ernten wahrgenommen. Und das merkte ich in den letzten Tagen: wir haben uns alle auf den letzten regnerischen Wochen in Baden-Württemberg gefreut, weil es für die Landwirtschaft wichtig ist. Ohne Wasser sterben die Pflanzen und es gibt kein Essen (und wenn es gibt, dann ist es teurer).

Deswegen fand ich toll, wie die heutige Losung in die HFA Übersetzung steht: “Du schenkst eine reiche und gute Ernte – sie ist die Krönung des ganzen Jahres.”

 

Das ganze Psalm 65 ist ein Loblied: David fängt es mit Anbetung an und lobt Gott für seine Güte und Treue. Schon am Ende des Textes benützt er als Beispiel die Ernte. Der Herr war und ist immer gut zu dem Volk, bietet genug Vorräte und schenkt dadurch Hoffnung fürs Leben.

 

Gibt es aber immer, das ganze Jahr über gute Ernte? Eigentlich nicht. Dafür wird Licht, Wasser und guter Boden gebraucht. Wetter ist eine wichtige Bedingung. Auch im Winter ist eine kurze Pause für die Landwirtschaft. Für ein paar Monate wird der Boden in Ruhe gelassen, nicht gesät oder bewässert. Aber man weißt es: im Frühling geht es wieder los! Trotz dieser Zeit ohne Ernte, man verliert die Hoffnung nicht.  Und wenn es im Sommer gute Ernte gibt, dann merkt man wie gesegnete es war! „Sie ist die Krönung des ganzen Jahres“.

 

Auch in unser Leben passieren ähnliche Sachen: manchmal haben wir gute Ernte, die tägliche Arbeit bringt gute Früchte, die Beziehungen gedeihen und es gibt eine Fülle von Gesundheit.

Und wenn es grade nicht so läuft? Kein Grund an Gottes Güte zu zweifeln!

Er kümmert sich um die Seinen und gibt ihnen Hoffnung auch mitten im „Winter“ des Streites oder der Krankheit. Gott ist gut, egal was passiert. Der Segen, den wir in der Vergangenheit erfahren haben, und der Segen, der Gott seinem Volk versprochen hat beweisen, dass er sein Volk nicht im Stich lässt.

Der Krone des Jahres sind die Wunder und der Segen unseres Herr! Lass uns es nie vergessen!

 

Ein sehr bekanntes, einfaches und tolles Gebet für heute: „Alle gute Gaben und alles was wir haben, kommt oh Gott von dir, WIR DANKEN DIR DAFÜR!“

 

Einen gesegneten Tag wünsche ich euch!

Eduarda Doege

Samstag, 20.06.2020

Majestät und Pracht ist sein Tun, seine Gerechtigkeit besteht ewig. - Psalm 111,3

 

Erst dachte ich an die Werke Gottes, den Makro- und Mikrokosmos, voll Schönheit und unerforschlicher Komplexität. Doch hier steht "sein Tun" nicht "seine Werke". Im Hebräischen stehen hier verschiedene Wörter. In Vers 2 geht es um die Werke, was Gott geschaffen hat, doch hier im Vers geht es darum wie er handelt, wie er Dinge tut. Besonderes Kennzeichen ist das gerechte Handeln bis in Ewigkeit.

Was ist die Majestät und Pracht seines Handelns? Er handelt souverän, machtvoll zuverlässig. Viele Menschen in der Bibel erleben das und preisen es laut.

"Jahwe, Jahwe, Gott barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue" - 2.Mose 34,6

Auch Nebukadnezar in Dan 4,34: All sein Tun ist Wahrheit und all seine Wege sind gerecht.

 

Annelise Henn

Freitag, 19.06.2020

Der Herr spricht: Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst. - Psalm 32,8

 

Erstaunlich, dass ich früher nur anhand von Adressen und Kartenmaterial doch meist das Ziel mit dem Auto erreicht habe. Wie gut, dass es heute Navigationsgeräte gibt, die einen zwar trotzdem und selten auf den falschen Weg schicken, aber einem bei falschem Kurs wieder die richtige Richtung anzeigen und das Ziel beibehalten.

 

David, der König Israels, bekennt in dem oben genannten Psalm 32, dass er sich völlig verfahren oder verlaufen hat. Er war auf einem falschen Weg unterwegs, deshalb schickte Gott einen Propheten, um ihn auf den richtigen Weg zurückzubringen. Er, der König, muss sich eingestehen, dass er schwere Fehler gemacht hatte. Das ist sehr schmerzhaft. David war in große Schuld gefallen, hat dann aber den Weg zurück zu Gott gewagt. Sein Eingeständnis bringt die unterbrochene Verbindung zu Gott wieder zusammen. So kann er an der Seite Gottes einen neuen Weg einschlagen. Das können wir nachvollziehen und kennen es aus eigenem Erleben.

 

Worum geht es? Es geht darum, dass wir auf unserem Lebensweg nicht ohne Gott gehen. Denn dann läuft es wiederholt in die falsche Richtung. Oft möchten wir gerne allein entscheiden und allein ein großes Stück des Weges gehen. Doch Gott möchte uns zeigen, wo es langgeht. Mehr noch: Er verspricht uns auch, dass er uns zur Seite steht.

 

Ist das nicht einmalig und gut? Mein Herr treibt mich nicht vor sich her, er schreit mich nicht von hinten an oder brüllt mir seine Befehle zu. Nein, er wendet sich mir zu und möchte meine Augen öffnen. Und er wünscht sich nichts sehnlicher, als dass ich an seiner Seite seine Wege gehe und mich von ihm in die Zukunft leiten lasse. Er will, weil er mich liebt, dass ich mein Leben unter seinen wachsamen Augen gehen kann.

 

In der Volxbibel, einer Bibel-Bearbeitung in einer Sprache für Jugendliche, heißt der Vers so:

Du lehrst mich wahre Lebensqualität. Du bleibst bei mir, auch wenn die Welt untergeht.  

 

Und in einer anderen Übersetzung lautet er so:

Ich will dich den besten Weg in deinem Leben führen. Ich will dir raten und über dich wachen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=wk0kCpXqB-A

 

Also geht, aber geht mit Gott!

Walter Großmann

Donnerstag, 18.06.2020

Noah tat alles, was ihm Gott gebot. - 1.Mose 6,22

 

Dieser scheinbar einfachen Feststellung geht eine lange Aufzählung dessen voraus, was Noah alles vorbereiten soll und genaue Anweisungen über die Größe und Beschaffenheit der Arche, die er bauen soll - um mit seiner Familie und einer genau vorgeschriebenen Anzahl von Tierpaaren die von Gott beschlossene Sintflut zu überleben. Denn Gott war vom bösen Verhalten der Menschen, die er geschaffen hatte, so enttäuscht, dass er es bereute, sie geschaffen zu haben und sie nun samt allen Lebewesen ausrotten wollte. Noah war der einzige, von dem es heißt, dass er als „ein frommer Mann und ohne Tadel vor dem Herrn“  lebte (Vers 9) und Gott ihm deshalb gnädig sein wollte.

 

Obwohl es kein Anzeichen eines drohenden Unheils durch Wasserfluten gab, nahm Noah Gottes Warnung ernst und „tat alles, was ihm Gott gebot.“  Schon als Kind hatte ich Noahs Glauben, sein absolutes Vertrauen auf Gott, sehr bewundert. Wie konnte Noah die Witzeleien und den Spott seiner Mitmenschen ertragen, die ihn wahrscheinlich für verrückt hielten? Wie schaffte er es, seine Frau, seine Söhne und Schwiegertöchter wörtlich “mit ins Boot zu holen“? Ich wünsche mir solch einen Glauben! Und ich frage mich, ob ich in dieser Situation so ohne ‘Wenn und Aber‘ Gott vertraut hätte. Unsere Jahreslosung spricht mir da aus dem Herzen: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

 

Selbst der Verfasser des Hebräerbriefes beruft sich u.a. auf Noah als Vorbild, wenn er der Frage nachgeht: „Was ist denn der Glaube?“ Die Antwort, der heutige Lehrtext nach der NGÜ: Er ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft, ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge.

In Jesus Christus ist Gottes Liebe sichtbare Wirklichkeit geworden. - Hebräer 11,1

Weil Jesus auch Sie, dich und mich durch seinen Tod erlöst hat, dürfen wir damit rechnen, dass er uns so liebt wie wir sind, unsere Zweifel inclusive. Wir dürfen seine Vergebung annehmen und ihm unser Heute und unsere Zukunft anvertrauen! Das ist tröstlich und erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit und Freude, die ich gerne an IHN und meine Mitmenschen weitergebe.

 

Allen einen gesegneten Tag!

Renate Hartmann-Ringo

Mittwoch, 17.06.2020

Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! - Psalm 100,2

 

Zwei Aufforderungen hält die Losung für uns heute bereit. Und irgendwie finde ich die Aufforderungen etwas seltsam. Denn kann man Freude und Frohlocken befehlen?

Der Psalmbeter selbst gibt uns eine Antwort darauf, warum wir überhaupt Gott mit Freuden dienen können und vor sein Angesicht mit Frohlocken kommen können.

Im letzten der fünf Verse von Psalm 100 finden wir Aufschluss darüber: weil Gott gut/freundlich ist und weil er für immer gnädig und treu ist! Deshalb ist Freude und Frohlocken angebracht.

 

Auch der heutige Lehrtext ist eng damit verbunden:

Sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. - Kolosser 1,12

Auch hier geht es um Gottes Gnade, durch die er uns Erlösung schenkt und zu seinen Erben macht. Und wenn wir die letzten zwei Wörter von Vers 11 in Kolosser 1, die noch zu dem Satz in Vers 12 gehören, dazunehmen, sehen wir eine weitere Verbindung zu unserer Losung. Mit dem Ende von Vers 11 heißt es nämlich: „Mit Freuden sagt Dank dem Vater, …“

Unsere Rettung durch Gottes Gnade und Anteil haben zu dürfen an Gottes Erbe, ist nicht nur Grund zum Danken, sondern auch Grund sich zu freuen. Freude gehört zum Christsein dazu. (Im Philipperbrief z.B. fordert Paulus seine Leser/Hörer auch mehrmals auf, sich zu freuen).

 

Vielleicht kann sich deshalb heute jeder mal selbst fragen:

Freue ich mich über Gott und meine Erlösung? (Auch in schwierigen Zeiten?)

 

Falls die Antwort nicht „ja!!“ lautet, dann schlage ich vor, auch noch die darauffolgenden Verse im Kolosserbrief zu lesen (oder auch z.B. den Anfang des Epheserbriefes) um sich das Evangelium wieder neu in Erinnerung zu rufen. Das hilft mir immer (auch bzw. gerade in schwierigen Zeiten) dankbar zu sein und mich über Gott zu freuen, denn Gott ist gut und bleibt für immer gnädig und treu.

Damit vor Augen kann ich dann auch das tun, wozu uns der Psalmbeter aufruft: Gott mit Freuden dienen und voller Freude zu ihm zu kommen.

 

Liebe Grüße
Christoph Zaiser

Dienstag, 16.06.2020

Das alles hast du dir doch selbst bereitet, weil du den HERRN, deinen Gott, verlässt, sooft er dich den rechten Weg leiten will. - Jeremia 2,17

Jesus spricht: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger. - Johannes 8,31

 

Vorsichtig! Harte Worte! Du bist selbst für Dein Unglück verantwortlich? So könnte dieser Vers aus dem Propheten Jeremia gelesen werden. Und wenn ich mir die Verse herum anschauen, dann scheint es sich zu bestätigen: „Deine Bosheit ist schuld, dass du so geschlagen wirst…“ (19) und „Denn von jeher hast Du Dein Joch zerbrochen und Deine Bande zerrissen und gesagt: Ich will nicht unterworfen sein!“ (20 – gemeint ist die Bindung an Gott, den Herrn, der das Volk Israel aus Ägypten geführt hatte!) – Also Du bist für Dein Glück selbst verantwortlich? Zuerst: Nein! Nicht in dem Sinne, als ob ich Leid, Unglück in meinem Leben auf meine Fehler beziehen könne! Leid, Sorgen, Nöte sind keine „Strafaktion“ Gottes gegen uns sündige Menschen! Aber in einem tieferen Sinne sind wir für den Ausgang unserer persönlichen Geschichte verantwortlich. So hart es klingt: 5. Mose 11,26ff heißt es überdeutlich: „Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des HERRN …. Den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN….“ oder „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht…“ (Hebr. 3,7f) Wenn ich dies ernst nehme – habe ich da noch Luft zum Atmen? Oder muss ich nicht ganz klar sagen: Das packe ich nicht! Dann bin ich verloren! Sogar Jesus Christus sagt zu den Jüngern, als sie sich entsetzt fragen, wer dann selig werden kann (- wenn es noch nicht einmal der fromme, aber reiche Jüngling schaffen kann!): „Bei den Menschen ist es unmöglich!“ (Mk 10,26ff) …… Aber – so setzt er hinzu: Bei Gott ist alles möglich!

 

Und so halte ich mich nicht an das, was ich leiste – da erleide ich Schiffbruch. Sondern ich halte mich an das, was Jesus Christus möglich macht: Ich halte mich an ihn in der Gewissheit, dass er mich hält und trägt, wenn ich schon lange gestolpert bin!

 

Und wenn ich es nicht glauben kann? --- Dann will ich sein Wort ganz ernst nehmen, indem ich in sein Wort meinen Namen einsetze (gerne laut aussprechen!):

Christus spricht: Ich bin für Dich, ... das Licht der Welt! – und leuchte in die Sorgenecken Deines Lebens!

Christus spricht: Ich bin für Dich, … der gute Hirte! – und gehe Dir nach, auch wenn Du Dich mal verirrt hast!

Christus spricht: Ich bin für Dich, … das Brot! – und will Dir Kraft geben für genau diesen Tag!

Christus spricht: Ich bin für Dich, … der Weg! – und will Dir den Weg zum Vater ganz neu zeigen!

Christus spricht: Ich bin für Dich, … die Tür! – und will Dir Zugang zu Gott schenken!

 

 

Harte Worte, die uns aufrütteln! Aber es sind Worte der Liebe, die Christus spricht: Ich bin für Dich da! An diesem Jesus will ich kleben wie eine Klette…

 

https://www.youtube.com/watch?v=hvnOfh3z8j4&list=PLoMXpBQz7c2GFaDiVPk8SaW15RF-oBReO&index=7

 

Gottfried Holland

Montag, 15.06.2020

Deine Toten werden leben. -  Jesaja 26,19

Wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jesus. -  2. Korinther  4,14

 

Wenn wir Johannes 3 lesen, bekommen wir Einblick in die Wiedergeburt unseres Geistes. Nun herrscht Jesu Geist, des Geistes Gesetz in uns (Römer 8,2) und wir leben fortan in Seinem Reich (Kolosser 1,13).

 

Ob noch in unserem jetzigen Leib (einheimisch) oder schon entschlafen (ausheimisch, Tote in Christus) leben wir dem Herrn und suchen das Seine, Ihm wohlzugefallen (Phil 3,10-20; 2 Kor 5,6-9; 1. Thess 4,14+16).

Wir sind also durch die Wassertaufe in Christi Tod getauft und begraben, damit wir in Seiner Auferstehungskraft wandeln können (Römer 6,1-3).

 

Jesus tauft uns mit dem Heiligen Geist (Johannes 1,33), sodass wir Ihn erkennen können, der im Licht ist. Alles was wir Ihm bringen, wird ins Licht gestellt und so können wir das Böse überwinden (Epheser 5,13+14).

 

Jesus in Seiner Länge, Breite, Höhe und Tiefe zu erkennen (Epheser 3,18), macht mir große Freude, in Ihm stecken alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis, die nicht erschüttert werden können (Kol 2,3; Hebr.12,27-29).

 

Jesus zieht uns zu sich nach oben (Johannes 12,32) und ruft uns durch Paulus zu: „Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem was auf Erden ist (vgl Mt.6,33). Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. Wenn aber Christus euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit Ihm in Herrlichkeit“ (Kolosser 3,2+3).

 

Susanne Young

Samstag, 13.06.2020

Aber über das Haus Davids und über die Bürger Jerusalems will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets. - Sacharja 12,10

Der Geist hilft unserer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht was wir beten sollen, wie sich’s gebührt. - Römer 8,26

 

Gott spricht: Ich will ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets!

Gott schenkt uns seinen heiligen Geist um mit uns zu kommunizieren und schenkt uns das Gebet als Medium, damit wir mit ihm reden können. Aber was ist Gebet eigentlich und wie geht das überhaupt?

 

1. Gebet drückt Vertrauen aus. Wir haben eine Beziehung mit Gott. -> Vater unser im Himmel.

Das sagt Jesus und in seiner Sprache sagt er Abba. Das könnten wir heute auch mit Papa übersetzen und Jesus sagt, wir dürfen auch „Papa“ sagen. Das zeigt eine sehr enge Beziehung und das Vertrauen zu Gott, dem wir alles sagen können. Sorgen, Ängste, Leid, Freude, …

 

 2. Gebet sorgt für Gemeinschaft

Denn man verbringt Zeit mit Gott und kommuniziert mit ihm. Es ist eine ganz besondere Beziehung- eine Beziehung zwischen Geschöpf und Schöpfer. Und sie ist so besonders, weil wir als Geschöpfe Gemeinschaft zu Themen, mit denen wir unser Leben gestalten, haben. Durch Gebet können wir diese Gemeinschaft mit Gott haben.

 

3. Im Gebet haben wir Anteil daran, dass Gottes Wille geschieht.->Dein Wille geschehe

Gott gibt uns Anteil daran, wir dürfen Teil davon sein was Gott in dieser Welt vorhat. Und das ist ein ganz großes Privileg. Er verändert auf unsere Bitte hin nicht unbedingt gleich seinen Welt-plan/ sein Welt-ziel, aber er verändert die Maßnahmen, wenn wir beten.

 

Und wie geht das mit dem beten jetzt?

Manchmal kommt es bei mir vor, dass mir nichts einfällt was ich beten könnte beziehungsweise wie ich die Worte formulieren soll, die mich gerade bewegen. Dann bete ich entweder das Vater Unser oder auch den Psalm 23, denn auch in diese Gebete kann man alles einschließen was einen gerade bewegt. Um es mit Martin Luther zu sagen: „Beten heißt: Gott den Sack vor die Füße zu werfen.“

Vor kurzem bin ich auf eine Methode gestoßen, die Beten erleichtert: die Abba-Methode.

 

Anbetung - Beginne dein Gebet, indem du Gott lobst;

Bekenntnis - Sag ihm welche Fehler du begangen hast oder was dir in Nachhinein nicht mehr ganz    richtig erschien;

Bedanken - Bedanke dich für die guten Sachen und auch für Herausforderungen vor denen du gerade stehst;

Anliegen - Sag ihm was dir wichtig ist (auch wenn er es schon weiß, er möchte es von dir hören!)

 

An diesen 4 Punkten kann man sich beim Beten entlanghangeln und hat so schon mal eine Grundstruktur.

Und eine letzte Art zu beten möchte ich an dieser Stelle nicht vergessen: Den Worship/ den Lobpreis! Beim Singen kann man ganz viel verpacken, was mir im „normalen“ Gebet oft schwer fällt.

Also wenn du magst versuche doch heute mal eine dieser Methoden auszuprobieren!

Schließe dein Gebet in den Lobpreis ein oder versuch dich an der Abba-Methode (übrigens: so ist auch das Vater Unser aufgebaut) oder wenn es dir heute schwerfällt bete doch einfach das Gebet, das Jesus uns gelehrt hat.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und ein schönes Wochenende

Selina Walter

Freitag, 12.06.2020

Du, HERR, du kennst mich, du siehst mich und prüfst, ob mein Herz bei dir ist. - Jeremia 12,3

Jesus spricht: Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe! - Johannes 15,9

 

Die Selbstprüfung eines Christen

 

Jeremia ringt mit Gott. Er beschwert sich darüber, dass es so viele Gottlose in seinem Umfeld gibt, welche ihrem Reden nach fromm sind, sich vom Herzen aber weit von Gott entfernt haben. Trotzdem geht es diesen Menschen gut! Sie haben scheinbar keinen Grund umzukehren (vgl. Jer 12,1-3). Sie betrachten sich selbst als Gerechte.

 

Sprüche 21,2 lehrt uns folgendes: „Jeder Weg eines Mannes ist gerade in seinen Augen, aber der die Herzen prüft, ist der HERR.“ So ist es auch in meinem eigenen Leben. Ich bin im Regelfall davon überzeugt, das Richtige zu tun. Es ist schwer für mich zu erkennen, wie es tatsächlich um mein Herz steht.

 

Was Jeremia als Aussage trifft, formuliert David als Bitte: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.“ (Ps 139,23-24)

 

Wir können wir erkennen, dass unser Herz bei Gott ist? Dass wir in Jesu Liebe bleiben? Indem wir Ihn darum bitten, uns zu prüfen und uns unseren wahren Zustand aufzuzeigen. Unsere Selbstprüfung ist völlig davon abhängig, dass Gott uns seine Sicht von uns aufzeigt. Diese Prüfung hatte Jeremia und auch David nötig, wie viel mehr also wir!

 

Praktische Herausforderung: Bitte Gott heute, dass Er dir durch den Heiligen Geist immer wieder aufzeigt, wie es um dein Herz bestellt ist.

 

Blessings,
Mario Müller

Donnerstag, 11.06.2020

Unsre Seele ist entronnen wie ein Vogel dem Netze des Vogelfängers; das Netz ist zerrissen, und wir sind frei. - Psalm 124,7

Der Engel des Herrn kam in das Gefängnis und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen. - Apostelgeschichte 12,7

 

Wenn ich die Losung heute lese, werde ich stark an die Gedanken von gestern mit den Wundern erinnert. Unser Netz ist zerrissen und der Engel des Herrn kommt in den Raum. Ja, es passieren übernatürliche Sachen, die haben damit zu tun, dass wir beten und dass wir mit Gottes Gegenwart und Kraft rechnen. Er uns befreit in jeder Hinsicht. Geistlich hat er uns durch die Erlösung befreit, durch Jesu Tod ein für alle Mal!

 

UNSERE Seele und unser Körper brauchen dann noch Hilfe auf der Erde und manchmal habe ich den Eindruck, dass wir in Europa zu viele Alternativen und Wahlmöglichkeiten haben, sodass wir unsere Sehnsucht, unser ganzes Verlangen nicht auf Jesus allein konzentrieren. Deshalb passiert nicht sehr viel mit Wundern, mit Befreiung und mit richtigen Durchbrüchen. Martin Hirschmüller predigt gerade über den Heiligen Geist. Dieser Heilige Geist ist uns gegeben, uns in alle Wahrheit zu leiten, uns zu trösten. Deshalb ist mein großer Wunsch für die Gemeinde, auch für mein Leben und das meiner Angehörigen, dass ich mich immer wieder ganz auf IHN werfe, alles von IHM erwarte, mich auf sein Wort und auf seine Gegenwart konzentriere und lerne, im Geist und in der Wahrheit zu leben.

Sehr gute Fortschritte habe ich gemacht, indem ich immer wieder für alles danke, weil das ja der Weg zum Heil ist.

 

Liebe Grüße von Susanne Young

Mittwoch, 10.06.2020

Guten Morgen. Ich gehe mal davon aus, bei euch auf dem Frühstückstisch fehlt kein Brot (oder was es sonst so bei euch gibt). Und auch die Vorratskeller, -räume und -regale sind wahrscheinlich gut gefüllt (vor allem in Corona Zeiten).

 

Sowohl in der Losung, als auch im Lehrtext lesen wir heute von einem Brotvermehrungswunder.

Das Mehl im Krug ging nicht aus, und der Ölkrug wurde nicht leer, nach dem Wort des HERRN, das dieser durch Elia gesprochen hatte. - 1.Könige 17,16

Jesus nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, dass sie sie ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle. Und sie aßen alle und wurden satt. - Markus 6,41-42

 

Das sind zwei sehr bekannte und auch zwei sehr schöne Geschichten. Gott tut Wunder und hilft so den Menschen.

Aber manchmal frag ich mich, ob ich das wirklich glaube. Glaube ich wirklich, dass Gott Wunder tut?

Dass er es kann, daran habe ich keine Zweifel. Aber dass er es auch tatsächlich tut? Im meinem Leben und in meinem Alltag?

 

Vielleicht liegt das einfach daran, dass ich solche großen Wunder, wenn überhaupt, dann nicht oft, erlebe.

Beim Nachlesen der Geschichte von Elia und der Witwe, fiel mir auf, dass es dort heißt, dass Gott solange das Mehl und das Öl vermehren werde, bis es wieder regnet. Also solange, bis wieder Getreide und Oliven wachsen und sich die Leute wieder selbst versorgen können.

Vielleicht ist das ja bei mir auch so. Ich erlebe keine Wunder, weil ich für mich selber sorgen kann (anscheinend zumindest) und deshalb gar keine Wunder brauche.

 

Wenn das der Fall ist, dann muss ich mich selber hinterfragen: auf wen oder was vertraue ich? Von wem oder was bin ich abhängig?

Im 1. Tim. 6,17 heißt es: Sag allen, die in dieser gegenwärtigen Welt reich sind, sie sollen nicht stolz sein und nicht auf ihr Geld vertrauen, das bald vergehen wird. Stattdessen sollen sie ihr Vertrauen auf den lebendigen Gott setzen, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen, damit wir uns daran freuen und es genießen können.

 

Auf Gott soll ich vertrauen, und von ihm abhängig sein! Er wird mir reichlich von dem geben, was ich brauche. Weil er es gesagt hat (also „nach dem Wort des HERRN“ wie bei Elia).

All-you-can-eat, wie bei Jesus. Er stillt unseren Hunger und unseren Durst! Lasst es uns genießen!

https://www.youtube.com/watch?v=lybYyxoGTgg

 

Liebe Grüße

 

Christoph Zaiser

Dienstag, 09.06.2020

Du sollst nicht stehlen. - 2. Mose 20,15

Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient. - 1. Korinther 10,24

 

Die 10 Gebote hatte ich im Konfi-Unterricht schon auswendig gelernt und wusste, dass es wichtig ist, sich daran zu halten. Aber nur 5 Jahre später (in die Bibelschule) konnte ich wirklich verstehen, was jedes der Gebote bedeutet und WARUM sie so wichtig sind.

 

Im Gegensatz zu dem was viele denken, sind die Gebote nicht als Grenzen der Freiheit geschaffen! Gott hat sie den Menschen gegeben, damit das Leben BESSER und EINFACHER wird. Sie zeigen, wie wir eine gute Beziehung mit Gott und mit anderen Menschen haben können.

 

„Du sollst nicht stehlen“: Dieses Gebot ist mit dem 10. Gebot („Du sollst nicht begehren) eng verbunden. Wenn man immer wieder, das was man selbst hat, mit dem vergleicht, was andere haben, dann wird im Herzen Neid und Unzufriedenheit erweckt. Beide sind die großen Feinde der Liebe zu den Nächsten. Und daher kommen Streit und Sünde.

 

Gottes Gebote lehren uns nicht zu stehlen und sind auch eine Einladung zur Dankbarkeit: In dankbaren Herzen gibt es keinen Platz für Neid! Mein Vorschlag ist: fange deinen Tag mit einem Gebet an und danke Gott für alles, was du hast (Besitz, Segen, Gaben). Und dann überlege mal: Wie kannst du heute deine/n Nächste/n lieben? Gibt es etwas, dass Du machen kannst, für jemanden, der nicht viel hat?

 

„Gottes Liebe in unseren Herzen schenkt uns ein Herz für andere! Verschenke, was du kannst und investiere das, was du in deinen Händen hältst, um ein Segen für andere zu sein.“ – Andreas Keiper

 

Einen schönen und gesegneten Tag wünsche ich euch!

Eduarda Doege

Montag, 08.06.2020

Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist. - Jesaja 40,2

 

Schuldvergebung ist etwas schönes. Aber leider ist das nicht immer einfach. In meiner Familie gibt es eine für mich sehr traurige Geschichte, die leider bis heute nicht gelöst ist. Meine Mutter hatte uns als Kinder an einem Wochenende zu meiner Oma gebracht. An diesem Wochenende war die Freundin meines Onkels (heutige Frau) auch da. Am Abend hatten sie ein Grillen geplant. Als sie hörte das ich mit meiner Schwester bei meiner Oma übernachten sollte, war sie bestürzt das die Würstchen die sie gekauft hatte nicht reichen würde. Sie war damals sehr jung und hatte sich gar keine Gedanken gemacht, wie ihre Worte in den Ohren der anderen klingen würden. Meine Mutter war über die Situation sehr verärgert und nahm uns Kinder wieder mit, damit niemand einem 5 jährigen Mädchen und einem 7 Jungen ein Würstchen überlassen müsste.

Seit diesem Tag ist das Familien Verhältnis mit meiner Tante gespalten, man redet nicht miteinander. Über viele Jahre habe ich immer wieder mit meiner Mutter das Gespräch gesucht, aber diese Situation hat sie damals sehr verletzt, so das sie sie heute noch im Herzen trägt.

 

Was sind die Punkte in deinem Leben die du klären musst?

Welche Situation hat dich in der Vergangenheit verletzt und du hast sie noch nicht geklärt?

 

Ich möchte dir Mut machen, bitte Jesus um Kraft für ein klärendes Gespräch und verändere Dein Leben. Schließe mit der Vergangenheit ab, auch wenn es bedeutet das du den unteren Weg gehen musst. Gott Segne dich.

 

Mario Müller

Samstag, 06.06.2020

Groß und gewaltig sind seine Taten! Sein Reich bleibt für immer bestehen, seine Herrschaft hört niemals auf. - Daniel 3,33 HFA

Weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen. - Hebräer 12,28

 

1. Groß und gewaltig sind seine Taten!

- Die ganze Schöpfung jubelt dir zu und alles sagt mir so schön bist du die Wellen tanzen, die Winde wehn in allem Leben bist du zu sehn.-

Wir müssen gar nicht weit gehen um die Schönheit zu entdecken! Nur ein paar Schritte zum großen Spiegel im Flur. Was siehst du/sehen Sie wenn du/Sie in den Spiegel schaust?

"Meine Haare sehen furchtbar aus, Corona hat meinen Friseurtermin abgesagt"

Also das fiel mir heute Morgen als erstes auf. Meine Gedanken sind abgeschweift, bis mir etwas einfiel: "Du bist ein Ebenbild Gottes!" Wie groß und gewaltig macht ihn das?

Jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes und keinen Menschen gibt es doppelt!

Ich bin 2 Schritte weiter gegangen, zum Flurfenster. Die Sonne schien und im Hintergrund waren die Felder, auf denen das Getreide gerade wächst, daneben eine Wiese mit vielen bunten Blumen, große und kleine, wie ein kleines Farbenmeer.

 

-Groß und gewaltig sind seine Taten-

 

2. Aber die größte Tat ist seine Liebe

Er liebt uns unendlich (da reicht keine Vorstellungskraft aus!)

Er liebt uns so sehr, dass er Jesus in die Welt geschickt hat, um Ordnung in unser Chaos zu bringen. Und warum? Weil Gott uns so sehr liebt, dass er uns unseren eigenen Willen gab. Er schickte Jesus um uns zu helfen. Aber er ging noch viel weiter!

Jesus ist für dich/Sie und für mich am Kreuz gestorben, um unsere Sünden auf sich zu nehmen.

Und das obwohl keinerr von uns zu diesem Zeitpunkt überhaupt geboren war.

-Groß und gewaltig sind seine Taten- Halleluja!

 

-Du bist die Hoffnung auf Herrlichkeit. Die Tür idt offen zur Ewigkeit. Die Engel tanzen vor deinem Thron, die Überwinder feiern den Lohn.-

 

3. Und seine unendliche Liebe ist sogar noch größer, er will mit dir/ihnen leben-und zwar ewig! Dass heißt nicht nur jetzt, sondern auch nach unseren Tod!

-Sein Reich bleibt für immer bestehen,seine Herrschaft hört niemals auf-

Dort wird es keine Schmerzen geben, keinen Streit. Wir könnensein wie wir sind.- Wahnsinn!

Danke, dass wir nach dem Tod weiterleben dürfen!

 

4. Danke- ein relativ kurzes Wort, verglichen für was wir alles dankbar sein können!

-Weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sei und so Gott dienen!-

Jedes Danke auf der Welt reicht nicht aus um das zu begleichen was Gott uns schenkt. Aber das braucht es auch gar nicht!

Gott liebt uns so sehr, dass er so eine Gegenleistung gar nicht erwartet. Aber er freut sich auch wenn wie uns dankbar zeigen. Er freut sich über jedes Danke, über all das, was wir in seinem Namen tun!

Also nimm dir/ nehmen sie sich doch heute mal die Zeit und dank/danken sie für alles Alltägliche, dass dir/ihnen gerade auffällt. Das kann der Kühlschrank sein, das schöne Wetter, das Handy mit dem wir in dieser Zeit verbunden bleiben können,...

Es reicht ein ganz einfaches " Danke Gott". Denn er hört es und er freut sich!

 

Ich wünsch euch einen gesegneten Samstag

Selina Walter

Freitag, 05.06.2020

Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? - Psalm 42,4

Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. - 2.Korinther 12,9

 

Werde Christ – und alles ist gut? In Brasilien habe ich solche Menschen kennengelernt, die meinten, wer Christ sei, habe keine Probleme mehr. Das Christsein wurde dann daran festgemacht, dass genügend Geld geopfert wurde: Wer viel gibt, dem wird Gott auch helfen. Außerdem wurde das äußerliche Ergehen für diese Christen zum Zeichen des Glaubens. Je stärker Dein Glaube ist desto besser geht es Dir auch.

Ich meine aber, dass die Bibel eine andere Sprache spricht. Der Psalm 42 beschreibt die Situation eines Menschen, der ganz tief unten sitzt: „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu Dir!“ (2) Der Mensch erlebt, dass andere ihn fragen, wo Gott nun in dieser Not sei? Er setzt darauf, dass Gott gerade auch in dieser Not bei ihm ist. Er ist überzeugt, dass Gott sich nicht darin zeigt, dass alles perfekt, rosarot ist! Nein, Gott zeigt sich in seiner Gegenwart: „Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.“ (12)

 

Wir sind in dieser Welt auf Perfektion getrimmt: Die Bilder auf Instagram zeigen nur perfekte Körper; alles wird so bearbeitet, als ob alles perfekt sei. Man lässt den anderen keine Schwäche sehen. Alles muss perfekt sein. Wie gut ist es, dass ich vor Jesus meine Schwäche zeigen kann, weil ich nicht perfekt bin, sondern von ihm so geliebt bin.

Als Kind habe ich einen großen Denkfehler gehabt. Ich meinte, wenn ich in meiner Schwachheit Gottes Kraft bekomme, dann wäre es doch schade, stark zu sein. Denn dann wäre Gott nicht mehr bei mir. Auch das stimmt – Gott sei Dank! – nicht! Warum? Weil Gott nicht nur ein Schlechtwettergott ist. Er ist auch da, wenn es mir gut geht. Er freut sich, wenn sein Kind Erfolg hat – aber er ist in jeder Situation da: in guten und in schlechten Tagen.

Deshalb egal, wie die Situation ist: Jesus Christus ist da!

 

https://www.youtube.com/watch?v=m2Ut1nGBDgA

 

Euch allen einen gesegneten Tag! 
Liebe Grüße, Rebekka Holland

Donnerstag, 04.06.2020

David sprach zu Goliath: Du kommst zu mir mit Schwert und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN Zebaoth. - 1.Samuel 17,45

So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens. - Epheser 6,14-15

 

Unsere Bibelverse von heute haben beide etwas Militärisches: Schwert, Sichelschwert, (Brust)Panzer. Bei David und Goliath geht es tatsächlich auch um eine kriegerische Auseinandersetzung.

Bei Paulus geht es um den geistlichen Kampf. Martin Luther überschreibt den Bibelabschnitt im Epheserbrief mit „Geistliche Waffenrüstung“.

 

Und glaubt mir, weder der eine noch der andere Kampf ist einfach.

Gott weiß um diese Schwere und gibt uns genau deswegen die perfekte Ausrüstung:

- den Name des HERRN

- den Gürtel der Wahrheit

- den Brustpanzer der Gerechtigkeit

- Schuhe für das Evangelium des Friedens

 

Wenn ich auf dem Motorrad  meines Mannes mitfahre, nimmt er mich nur mit, wenn ich die dementsprechende Kleidung trage. Und dazu gehört neben dem Helm auch

- eine Jacke mit Protektoren,

- Stiefel, die auch die Knöchel schützen und

- ein Nierengurt.

Wenn es zu einem Unfall kommt, sind das die Dinge, die mein Leben schützen.

 

So ist es  auch mit der geistlichen Ausrüstung: die Wahrheit, die Gerechtigkeit und das Evangelium des Friedens. Sie alle schützten mein Leben. Sie schützen auch das Leben anderer und auch meine zwischenmenschlichen Beziehungen und natürlich meine Beziehung zu Gott.

Forscht in euren Herzen mal nach, wie es um eure Wahrheit steht. Halbwahrheiten gibt es nämlich nicht (ein halber Gürtel oder ein halber Nierengurt ist auch wertlos).

Ähnlich ist es mit der Gerechtigkeit. Von ihr haben wir gestern von Silas schon einiges gelesen: … die das Gesetz tun, werden gerecht sein (Römer 2,13)

Große Reden schwingen fällt uns Menschen oft sehr leicht. Zurückhaltender werden wir, wenn es darum geht zu handeln.

Dann ist da noch das Evangelium des Friedens. Der Frieden fängt ganz klein an, in meiner Freundschaft, Partnerschaft, Familie, Nachbarschaft, beim Einkaufen oder auf Arbeit.

Aus uns selber heraus können wir auf die Dauer nicht friedlich, gerecht und wahrheitstreu sein. Aber wenn wir Gott an unserer Seite haben, dürfen wir uns von IHM immer wieder neu ausrüsten und korrigieren lassen. David war im Name des HERRN unterwegs. Ihm konnte nichts Besseres passieren.

 

So geht in diesen Tag hinein im Namen des HERRN Zebaoth und lasst euch von IHM beschenken mit Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden. Damit verkündigt ihr sein Evangelium.

 

https://www.youtube.com/watch?v=7rq2G6ArUuI

 

Eure Claudia Proß

Mittwoch, 03.06.2020

Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien. - Psalm 34,16

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. - Matthäus 7,7

 

Wenn ein Kind schreit, kommen seine Eltern sofort herbei, um ihm zu helfen. Auch spät in der Nacht stehen die Eltern auf, um die Bedürfnisse ihrer Kinder zu stillen. Wenn man etwas zu tun hat und nicht in der Nähe ist, und um trotzdem aufmerksam für das Schreien ihrer kleinen Kinder zu sein, benutzen sie ein Babyphon. Das ist beruhigend und erleichternd, wenn man jemanden hat, der für unser Schreien aufmerksam ist.

 

Unser Losungstext macht uns verständlich, dass Gott das Schreien der Gerechten „sieht“ und „hört“.
Wer sind die Gerechten? Sind es diejenigen, die Gott vertrauen? Diejenigen, die nicht sündigen oder die sich niemals täuschen? Römer 2,13 sagt uns, dass nur die, „die das Gesetz tun, gerecht sein werden“.

 

Kann man vor Gott gerecht sein? Ist Leben in Gerechtigkeit eine Garantie für ein Leben ohne Probleme? Gibt es einen Unterschied zwischen dem Schicksal der Gerechten und Ungerechten in dieser Welt? Welchen Vorteil haben die Gerechten in dieser Welt?

Die ganze Welt ist gegenwärtig z.B. in einer Gesundheitskrise in Bezug auf Covid-19. Diese Krankheit betrifft genauso Gerechte wie Ungerechte.

Der Verfolgte kann sich die Frage stellen, ob Gott ihn sieht und sein schreien hört. Wenn man z.B. den Bericht von Open Doors mit dem Weltverfolgungsindex 2020 liest, findet man, dass mehr als 260 Millionen Christen bedroht wurden und 2983 umgebracht wurden. Man kann sich vorstellen, wie oft sie vor ihrem Tod zu Gott geschrien haben.

 

Wie kleine Kinder sind wir gegenüber Gott in dieser Position der Abhängigkeit. Zu einem bestimmten Zeitpunkt schreie ich zu Gott und frage mich manchmal, ob er mich gehört hat oder nicht. Denn ich bekomme nicht unbedingt die Antwort, die ich wollte. Ich weiß nicht, wann und aus welchen Gründen Sie / ihr zu Gott geschrien haben / habt, zu Hause, in der Kirche, als Gebet oder mit Liedern. Aber wir wissen durch unseren Losungstext, dass Gott nicht unempfänglich für unsere Schmerzen und unsere Schreie ist. Er hört uns auch ohne Babyphon. Diese Schreie, die wir äußern, drücken ein Bedürfnis aus, einen Ruf nach Sicherheit angesichts einer Gefahr, einer Not, einer Ungerechtigkeit, die wir unfähig sind, alleine zu lösen.

 

Ja, Gott sieht und hört das Schreien. Er ist nicht so weit weg von denen, die ihm vertrauen. Um Israel aus den Händen von Pharao zu befreien, sagte Gott zu Mose: „Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen, und ihr Geschrei über ihre Bedränger habe ich gehört; ich habe ihre Leiden erkannt (2.Mose 3,7).
Gott sieht und hört das Schreien der Gerechten. Das ist eine Ermutigung, auch in Zukunft Gott zu vertrauen.
Gott sieht und hört das Schreien der Gerechten. Das ist auch eine Ermutigung, mit Beharrlichkeit ihm unsere Bitten zu sagen. Unser Lehrtext ermutigt uns dazu: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Matthäus 7,7

 

Gott hat sich nicht auf ein Land begrenzt. Seine Augen merken auf alle Gerechten der ganzen Welt. Er wendet sein Gesicht gegen die Ungerechten. Aber er antwortet und vergilt immer den Gerechten. Denn das Leben ist nicht immer auf das irdische Dasein begrenzt. Davon zeugt das Leben der Helden des Glaubens (Hebräer 11,35-40). Ja, wir wollen zu Gott schreien und beten, damit Gott mit seinen Augen merkt und hört auf alle die, die Tag und Nacht zu ihm schreien und von ihm eine günstige Antwort erwarten!

 

https://youtu.be/RSpY2cYepaA

 

Silas Ky

Dienstag, 02.06.2020

Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN. - 1.Samuel 2,1

 

Manchmal ist mein Herz wirklich fröhlich... Jetzt im Augenblick zB. Halb dienstlich, aber eigentlich privat sitze ich auf dem Marktplatz in Freudenstadt, genieße die alte Heimat (13 Jahre lebten wir hier; zwei unserer Kinder kamen hier zur Welt) und warte auf die Nachricht, dass die Inspektion meines Autos fertig wird. Mein Herz freut sich. So kennt Ihr sicher solche Augenblicke, in denen Euer Herz sich freut.

Bei Hanna geht es aber tiefer. Sie, die unfruchtbare Ehefrau, bekam einen Sohn, Samuel. Sie wusste: ein Gottesgeschenk! Sie brachte den Jungen zurück in den Tempel und gab ihn frei, Priester zu werden. Damit verzichtete sie auf das (Vor)Recht die Mutter des zukünftigen "Clanchefs" zu werden. Trotzdem lobt sie Gott. Sie freut sich! Aber nicht wegen der Freudenstädter Sonne, nicht (nur) wegen des gesunden Sohnes, sondern in dem Herrn - das macht aus irdischer Freude himmlische Freude!

Haben wir auch himmlische Freude? Das ist Freude, die von Gott ausgeht, mich ergreift und dann auch von mir nach außen dringt.

Ich bin immer wieder erstaunt Menschen zu begegnen, die trotz Problemen, trotz Leid, eine himmlische Freude ausstrahlen.

Diese himmlische Freude wünsche ich uns - nicht nur - heute!!!

 

Euer Gottfried Holland

Montag, 01.06.2020

Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht! Habe ich's dich nicht schon lange hören lassen und es dir verkündigt? Ihr seid doch meine Zeugen! - Jesaja 44,8

Was euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt auf den Dächern. - Matthäus 10,27

 

Vor einigen Jahren saß ich bei einem Fest mit Freunden an einem Tisch. Eine Jugendreferentin kam und fragte uns: "Und? Was habt ihr schon einmal mit Gott erlebt?"

Naja ich war erst einmal ziemlich überfordert. Die Frage kam ziemlich unerwartet. Zumal neben mir nicht einmal Christen saßen.

Ich bin christlich aufgewachsen. Aber was habe ich erlebt? Wo bin ich Zeuge von Gottes Eingreifen in meinem Leben?

Ich lade heute ein, Euch ein bisschen Zeit zu nehmen und darüber nachzudenken, wo Ihr Zeuge von Gottes Eingreifen seid. Wo habt Ihr Gott erlebt? Im großen (zum Beispiel, als ich als erste seit Jahren ein Visum bekam für ein Freiwilliges Jahr in Brasilien) oder auch im "kleinen" (zum Beispiel als die Idee das Aidlinger Pfingstjugendtreffen gemeinsam online anzuschauen plötzlich von vielen geteilt wurde)

Ich finde, je länger man darüber nachdenkt, desto mehr fällt einem ein. Ich denke seitdem immer wieder über die Frage nach und bin froh, dass ich heute auf die Frage der Jugendreferentin antworten könnte. Heute weiß ich: Gott ist da! Ich kann ihn erleben! Ich brauche mir keine Sorgen zu machen. Das bedeutet, ich darf Sorgen haben, aber ich bin mit meinen Sorgen niemals allein.

Und wenn wir das im Hinterkopf haben, passt der Lehrtext von heute auch super: "Was euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt von den Dächern" Jesus geht mit uns. Er ist immer da und das gilt nicht nur für uns. Erzählt es der Welt! Ruft es von Dächern! Singt es von den Balkonen oder hängt Plakate auf (Wie wir an Ostern erlebt haben). Es gibt so viele Möglichkeiten. Lasst sie uns nutzen!

 

https://www.youtube.com/watch?v=zvfxqsSlqIs

 

Ich wünsche euch einen schönen Tag, mit vielen Erlebnissen mit Gott!

Rebekka Holland

Samstag, 30.05.2020

Bileam sprach: Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so könnte ich doch nicht übertreten das Wort des HERRN. - 4.Mose 22,18

 

Was Bileam da sagt, hört sich ja ganz gut an. Nichts tun was Gottes Geboten und seinem Willen widerspricht. Unbestechlich sein, sogar dann, wenn es um Millionen geht.

Aber wer die nächsten zwei Verse in der Geschichte liest, merkt: irgendwas stimmt da nicht, irgendwas ist da faul!

Bileam frägt Gott, schon zum zweiten Mal, ob er mit den Leuten, die König Balak gesandt hat, mitgehen soll und Gott sagt zu ihm, er solle mitgehen. Also geht Bileam mit. Doch was folgt, ist etwas komisch, zumindest auf den ersten Blick. Es folgt die bekannte Geschichte mit dem sprechenden Esel. Gott ist zornig auf Bileam und man fragt sich zunächst, warum denn? Er hat doch nur das gemacht, was Gott ihm gesagt hat.

Zum Glück hilft mir die Bibel, die Bibel zu verstehen. Im 2. Petrusbrief heißt es in Kapitel 2 Vers 15, „Sie haben den geraden Weg verlassen und einen Irrweg eingeschlagen. Sie haben den Weg gewählt, den Bileam, der Sohn Beors, gegangen ist. Bileam war auf das Geld aus, das er als Lohn für sein unrechtes Tun bekommen sollte.“ (NGÜ)

Bileam hat zwar zunächst einmal nichts Falsches getan, aber wie so oft kommt es auf das Herz an, auf die Motivation. Gott sieht Bileams Herz. Seine Motivation war die falsche.

 

So kommen wir direkt zum Lehrtext des heutigen Tages:

Wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte machen; sondern wie man aus Lauterkeit und aus Gott redet, so reden wir vor Gott in Christus.

Und nochmal in einer anderen Übersetzung:

So vielen geht es nur um ihren Gewinn, wenn sie die Botschaft Gottes verkünden; dafür sind sie sogar bereit, die Wahrheit zu verfälschen. Wir hingegen handeln aus uneigennützigen Beweggründen, und was wir sagen, sagen wir im Auftrag Gottes; wir sagen es in der Verantwortung vor Gott und in der Abhängigkeit von Christus. - 2.Korinther 2,17 (NGÜ)

Wie sieht es mit meinem Herz aus? Was ist meine Motivation für mein Handeln?

Ich verdiene zwar damit Geld, dass ich unter den Konfirmanden und Trainees hier in Münchingen Gottes Wort verkünde, weil es mein Job ist, aber das ist nicht meine Motivation. Meine Motivation ist uneigennützig. Ich tue es aus Liebe zu Gott, zu seiner Ehre, damit sein Reich kommt.

Naja, so sollte es zumindest sein. Dennoch ertappe ich mich ab und zu dabei, dass ich eine Andacht vorbereite, einen Jugendkreis plane, weil ich eben einen Vertrag unterschrieben habe und nicht nur aus Liebe zu Gott.

Und so bleibt mir mal wieder nichts anderes, als der Weg zu Gottes Gnadenthron (den es Jesus sei Dank gibt!). „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.“ (Psalm 139,23-24)

 

https://www.youtube.com/watch?v=P_0EeCna9uo

 

Liebe Grüße Christoph Zaiser

Freitag, 29.05.2020

Meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen. - Psalm 35,28

 

Täglich reden wir viel – laut Statistik Männlein und Weiblein im Durchschnitt 16.000 Wörter.

Täglich nehmen wir Essen und Trinken zu uns.

Täglich müssen wir – sofern notwendig - Medikamente schlucken.

Täglich pflegen wir Mund und Zähne.

Täglich unterstützt uns die Zunge dabei.

Täglich …. soll unsere Zunge Gott preisen?

Nun, das ist ein guter Vorsatz, der uns aber oft – oder gar täglich? – abhanden kommt.

Neben der Bewegung der Nahrung im Mund kann man mit der Zunge loben und lügen, anbeten und schimpfen.

 

Was ich rede, spiegelt mein innerstes Wesen wider. Deshalb die Frage: Was trage ich in meinem Herzen? Bin ich eher nach-tragend: „Wie du mir, so ich dir!“ Oder bin ich hin-tragend: „Herr, mach du mich durch deine große Liebe und Treue frei von allem Bösen!“  So kann ich täglich erfahren, dass auch die Zunge eine andere Sprache spricht, wenn ich mein Herz dem lebendigen Gott ausliefere. Diese Realität gehört zum Glauben. Dann erinnere ich mich an Gottes Taten und kann mit großem Dank zu ihm sprechen: „Meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen!“ Dabei werde ich ganz offen, mein Blick weitet sich. Die Dinge, die mich bedrücken, belasten mich nicht mehr so sehr. Ich werde freier oder ganz frei. Vielleicht kann ich sogar erkennen, dass das, was mir zuletzt das Herz so schwer machte, Gutes in meinem Leben wirkt. Auch wenn die schwarzen Wolken der Not und Bedrängnis nicht verschwinden: Ich will niemals fertig sein mit dem Erzählen von Gottes Liebe.

 

„Meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen!“ Dies ist ein löblicher Vorsatz, ein Gebet und Versprechen zum eigenen Gewinn. In Psalm 71,15 ist ergänzend zu lesen: „Mein Mund soll verkündigen deine Gerechtigkeit, täglich deine Wohltaten, die ich nicht zählen kann.“

 

Übrigens: Wenn wir schon täglich unsere Haare in Ordnung bringen, warum dann auch nicht unser Herz? Dann wird uns Gottes Hilfe und Gerechtigkeit wieder bewusst: „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über“ (Lukas 6,45). 

 

Walter Großmann

Donnerstag, 28.05.2020

Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend. - Psalm 25,16

Der Kranke antwortete Jesus: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin! - Johannes 5,7-8

 

Drei Stichworte möchte ich uns heute aus den beiden Bibelstellen heraus nehmen.

- Ich bin einsam.

- Ich habe keinen Menschen.

- Jesus spricht: Steh auf!

 

Einsamkeit ist in den vergangenen Monaten in vieler Munde, vor allem die Senioren(heime) und Krankenhäuser betreffend. Auch die Bewohner unseres Spitalhof`s  sind davon nicht ausgenommen. Wir haben davon in einem unserer letzten Gottesdienste von Frau O`Rourke gehört.

Aber ich glaube, Einsamkeit betrifft nicht nur unsere ältere Generation. Es gibt so manch einsamen Menschen. Es kommt nur kaum zur Sprache. Es gehört wohl zu den Tabuthemen unserer Gesellschaft, vielleicht auch unserer Kirche.

Wie geht es Jemandem, der immer im Rampenlicht steht?

Wie geht es einer Mutter, die von Morgens 6 Uhr bis abends 22 Uhr rotiert und Kinder, Job, Haushalt, Familie, Ehe… unter einen Hut bringen muss?

Wie geht es einem Mann, der 10 Stunden täglich und mehr für seine Job da ist?

Wie geht es einem Kind, einem Teenie, einem Jugendlichen? …Hat Einsamkeit immer etwas mit Alleinsein zu tun?

Wie geht es dir? Wie geht es deinem Nachbar?

Warum ist David in unserem Psalm einsam?

Warum hat der Kranke in Johannes 5 Niemanden, der ihn in ins Wasser bringt???

 

Unsere beiden Bibeltexte haben eine Gemeinsamkeit. Sowohl David als auch der Kranke sprechen ihre Not aus: „Ich bin einsam und elend.“   „Ich habe keinen Menschen, der...“ Das, finde ich, ist ein wichtiger und erster Schritt aus der Not heraus!

In der Psychologie liest man, dass Einsamkeit nicht nur psychisch sondern auch physisch krank macht. Stresshormone können alle möglichen Krankheiten auslösen.

 

(Das können unsere ÄrztInnen sicher etwas näher erklären)

Faszinierend, dass sich Gottes Wort mit diesem Thema beschäftigt. Und wir tun es heute in unsere Andacht. Drei Dinge lese ich aus den Texten:

1. Jesus schenkt dem einsamen Kranken seine volle Aufmerksamkeit. Und schon daraus können wir lernen. Bzw., wir haben durch die vielen Einschränkungen inzwischen gelernt, dem "Jetzt" volle Aufmerksamkeit zu schenken, da es wenig „nächste Termine“ gibt. Beobachtet es doch mal bei euren nächsten Begegnungen oder Gesprächen, ob es euch gelingt, dem Gegenüber volle Aufmerksamkeit zu schenken. Mir gelingt es ehrlich gesagt nicht immer.

Ein zweites fällt mir bei Jesus auf. Er lässt den Kranken laut aussprechen, was ihn bewegt (obwohl es Jesus ja genau weiß).Und ein Drittes finden wir in unserem Johannestext (neben der gigantischen Heilung): Der Kranke muss selber aktiv werden. „Steh auf“ sagt Jesus. (Den Frauen, die im März beim WGT dabei waren, kommt sicher das ein oder andere Lied dazu in den Sinn).

 

Macht etwas aus den Erkenntnissen der beiden Bibeltexte (ihr habt vielleicht noch ganz andere Dinge in den beiden Versen entdeckt).

 

Ich wünsche allen einen Tag, der nicht einsam und elend ist/bleibt.

 

Eure Claudia Proß

Mittwoch, 27.05.2020

Der Herr wird’s vollenden um meinetwillen. - Psalm 138,8

Paulus schreibt: Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. - Philipper 1,6

 

Ein Psalm Davids: Ich lese diesen Satz…. Der Herr wird’s vollenden um meinetwillen… Ok - klar - David. Aber gilt das eigentlich auch für mich? Um meinetwillen? Wirklich um meinetwillen? 

Für jeden der an IHN glaubt… Ich soll IHM so wichtig sein?   Das kann doch eigentlich gar nicht sein… oder doch? Und dann das Wort vollenden… was bedeutet nun vollenden für mich?

Ein kleines Wort - nein ein großes mächtiges Wort.

Vollenden… Das beinhaltet für mich nicht nur das eigentliche Wort voll – Enden.

Das ist für mich auch - was lasse ich zu, was lasse ich los.

 

Wieviel kann ich  vertrauen in dieses Vollenden? Irgendwie kann das auch viel Zuviel sein… kann ich mich dessen überhaupt als würdig erweisen?

Niemals. Ich weiß, aus mir selbst kann ich das niemals schaffen. Aber bevor ich in Angst und Versagensangst abrutschen kann, zeigt mir die Bibel - SEIN WORT auf - wonach ich mich richten kann, ich werde nicht durch Werke gerecht, sondern durch Gnade.

 

„Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid…„

„Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag  Christi Jesu“

 

Mich trägt die Zusage: ich kann niemals tiefer fallen, als in SEINE Hand.

Was löst dieser Satz bei Ihnen, bei  Dir aus. Der Herr wird’s vollenden um meinetwillen…

 

https://youtu.be/T2kD8h5XUWI

 

Ich wünsche euch einen gesegneten Tag

Kerstin Kimmel

Dienstag, 26.05.2020

Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. - Römer 12,2

 

„Aber das macht doch jeder!“ Kennt Ihr diesen Satz? Wenn das jeder macht, dann kann ich es doch auch so machen! Als Christ denke ich aber in manchen Fragen anders. Ohne den anderen zu verurteilen: Ich will mich gar nicht der Welt gleichstellen, sondern mich stetig fragen: Was ist Gottes Wille? Geht es um Einhaltung irgendwelcher christlicher Gesetze? Nein! Paulus hat im Römerbrief lange darüber geschrieben (Kap. 1-8), dass der Mensch sich nicht durch eigenes Verhalten den Himmel erarbeiten kann (Aus Glauben allein! Röm. 3,28). Dann aber – nach einem Ausflug über den Weg des Volkes Israel – kommt Paulus ab Kap. 12 darauf zu sprechen, wie wir als Christen leben. Der ‚Leib‘ des Christen, also sein Verhalten soll ein „Gottesdienst“ sein (12,1). Dazu sollten wir aber Gottes Willen kennen. Und jetzt stehen wir mitten in unserem Vers: Gottes Wille ist das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

 

3 „Hammer“-Begriffe: Das ‚Gute‘ – der griechische Ausdruck meint das ‚Rechtschaffene‘, ‚Gute‘ im Sinne von gütig, freigiebig, in der Landwirtschaft auch das ‚sehr Fruchtbare‘. Der Ausdruck kommt auch bei Jesus vor. Er hält dem reichen Jüngling vor: Keiner ist gut als alleine Gott (Mark. 10,18). Soll ich sein wie Gott??? Zum zweiten Begriff erklärt das Lexikon: „…‚das Angenehme, Wohlgefällige‘ fast ausschließlich von Gott“. Und Vollkommen? Wir können auch mit ‚das Perfekte‘ übersetzen. Und jetzt? Wer kann das leisten? Wer kann von sich sagen: Ich bin so „gut“, so „angenehm“ und so „perfekt“ wie Gott? Keiner? Also ich nicht!

 

Also was ist nun die Schlussfolgerung? Geht nicht und aufgeben? Doch anstrengen, damit ich um jeden Preis vielleicht ein Stückweit so leben kann? Weder noch!

In Gal. 2,20 sagt Paulus „Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir“. Das bedeutet für mich zweierlei:

•        Christus arbeitet an mir – und ich muss ihn auch an mir arbeiten lassen!

•        Christus hat mich gerecht gesprochen! Er nimmt mich an!

Wer dies begriffen hat, der kann fröhlich, getrost leben – weil er von Jesus Christus geliebt ist! Dann kann ich mit Sefora Nelson das alte Lied ganz neu anstimmen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=8lv9rF9jmq4

 

Euer Gottfried Holland

Montag, 25.05.2020

Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit und Flehen für alle Heiligen und für mich, dass mir das Wort gegeben werde, wenn ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen, dessen Bote ich bin in Ketten, dass ich mit Freimut davon rede, wie ich es muss. - Epheser 6,18-20

 

Paulus fordert die Empfänger des Epheserbriefes zu ständiger Fürbitte auf. Tag und Nacht. 24/7. Nonstop. Für alle Christen. In der eigenen Familie. In der eigenen Gemeinde. In der Stadt. Im Land. Weltweit. Und insbesondere für Paulus, der sich in Gefangenschaft befindet.

 

Die Intensität und Größenordnung der neutestamentlichen Gebetsaufrufe überfordern mich völlig. Es wäre der Realität viel näher, wenn Paulus geschrieben hätte: „Betet hin und wieder, nicht nur für euch, sondern auch einmal für andere, versucht dabei nicht einzuschlafen und mit euren Gedanken bei der Sache zu bleiben. Und vielleicht kommt ihr ja auch einmal dazu, für mich, Paulus, ein kurzes Gebet zu sprechen, obwohl es ja zu recht heißt: Aus den Augen, aus dem Sinn.“

 

Gebet benötigt Übung, Ausdauer und vor allem Zeit. Bei einem Missionseinsatz in der Ukraine forderte ich mein Team heraus, zwei längere Gebetszeiten durchzuführen: Fürbitte für Kranke und für Menschen, die Jesus noch nicht als Herrn und Heiland angenommen haben. Jede der Gebetssessions dauerte über 4 Stunden, obwohl wir die Anzahl der Personen, für die wir beteten auf 3-5 pro Teilnehmer beschränkten. Wir stellten dabei fest, dass wir ohne diese Gebetszeiten entweder nicht oder nur sehr sporadisch für die Personen gebetet hätten. Seit dieser Zeit haben sich interessanterweise bereits zwei Personen meiner Liste für ein Leben mit Jesus entschieden!

 

Wie kann Gebet gelingen? Eine Hilfestellung bieten sicherlich konkrete Anlässe und Treffen. Wieviel wäre für die Coronakrise gebetet worden, ohne die Aktion „Deutschland betet“? Wieviel würde für verfolgte Christen gebetet, ohne Gebetsaufrufe oder Aktionstage, wie ihn Open Doors am Samstag (23.05.) veranstaltete? Wieviel wäre es in Münchingen ohne Gebets- und Hauskreise?

 

Paulus benötigte Gebet. Wir benötigen Gebet. Und das nicht nur als Empfangende, sondern auch als Gebende. Denn im Gebet wird unsere Beziehung zu Jesus erst so richtig lebendig und damit auch zum Gradmesser, wie es um diese steht.

 

Herausforderung für diese Woche:

- bete mind. 1x für Martin Hirschmüller, Gottfried Holland und den KGR

- bete mind. 1x für die Situation der Württembergischen Landeskirche

- bete mind. 1x für die Missionare, die über Münchingen ausgesandt sind bzw. unterstützt werden

- bete täglich, dass sich Gott durch die Coronakrise verherrlicht und sein Wille geschehe

- bete für mind. 1 Menschen, der Jesus noch nicht kennt und überlege, wie du hier Teil der Gebetserhörung sein kannst

 

https://www.youtube.com/watch?v=XOfhr_AiZNk

 

Mario Müller

Samstag, 23.05.2020

Dient dem Herrn Christus! Denn wer unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat: und es gilt kein Ansehen der Person. - Kolosser 3,24-25

 

„Pass auf, du wirst es schon noch sehen,

wie´s später dir wird mal ergehen,

bei deinem Wandel, deinem Tun -

darauf kann doch kein Segen ruh´n!“

 

Solch Sätze, liebe Schwestern, Brüder,

sind uns bekannt – und oft zuwider.

Ob fromm, ob frech, wer hört das gern?

Und scheinbar trifft es doch den Kern.

 

Ja, gut sein wollen wir im Leben,

das Gute tun und danach streben,

ein Vorbild sein, ein Glaubensheld,

ein Gotteszeuge in der Welt.

 

Jedoch trotz Glauben, Mühen – ach,

erfahren wir: das Fleisch ist schwach

und merken, wie auch wir uns regen,

wo Frucht wächst, liegt´s an Gottes Segen.

 

Herr, gute Früchte sollen´s sein.

Bei Schlechtem hilf uns sagen: Nein!

Halt neu uns vor, dass jede Tat

von jedem Konsequenzen hat.

 

Mach uns von allem Krampfe los,

schenk uns Vertrauen in dich groß,

der Segen, den du gibst zu Eigen

soll sich in unseren Taten zeigen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=fWcDd8b9iL0

 

Walter Großmann

Freitag, 22.05.2020

Als der Sohn noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, und er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn. - Lukas 15,20

 

Der verlorene Sohn. – Wir kennen alle die Geschichte. Dennoch trifft mich jedes Mal, wenn ich sie lese ein anderer, neuer Aspekt. Deshalb empfehle ich heute, Euch ein bisschen Zeit zu nehmen und die Geschichte des verlorenen Sohnes zu lesen. Ganz! Es lohnt sich!

Es ist nicht nur die Geschichte des verlorenen Sohnes. Es ist auch die Geschichte der verlorenen Tochter, Mutter, Vater, Tante, etc. Von mir, von Dir, von Ihnen. Es ist die Geschichte von jedem einzelnen von uns. Denn wir sind der „verlorene Sohn“. Wir sitzen im Dreck. Wir wenden uns regelmäßig von Gott ab. Das ist Sünde im Eigentlichen. Deshalb sind wir Sünder. Ich gebe zu, dass dieser Satz ziemlich hart klingt. Umso glücklicher bin ich, dass die Geschichte nicht bei den Schweinen, am Schweinetrog endet. Im Gegenteil: Der Sohn merkt, dass er seinen Vater braucht, dass er nicht sitzen bleibt um seinem Leben und der Trennung von seinem Vater nachzutrauern. Sondern der Sohn steht auf und geht zurück zu seinem Vater.

Und wir? Wir können das auch! Wir können durch Jesus Christus jeder Zeit, egal wo und egal wie zu unserem Vater kommen. Heute würden wir sagen „24/7“ – also 24 Stunden an 7 Tagen die Woche; oder auch: Gott braucht keine Öffnungszeiten. Wir können ihn immer um Vergebung bitten. Und er? Er vergibt! Und er feiert sogar noch ein Fest für uns! Also lasst uns den heutigen Tag nutzen, um zurück zum Vater zu gehen. Dann feiert Gott ein Fest mit uns!

 

https://youtu.be/oey5ppGAGqg

 

Liebe Grüße Eure/Ihre Rebekka Holland 

Donnerstag, 21.05.2020

Die ihr den HERRN liebet, hasset das Arge! - Psalm 97,10

 

„Ich hasse dich“: Wir hören oft diesen Ausdruck, sogar aus dem Mund von Kindern. Man kann sich fragen, ob man die Person selbst hasst oder das, was die Person getan hat und was man hasst.

Unser Losungstext kann gesehen werden wie ein Befehl, eine Anordnung, „das Arge, Böse zu hassen“. Warum und wie kann man das Böse hassen? Was ist das Böse? Ist es die Tatsache ungehorsam gewesen zu sin, wie Adam und Eva, als sie den Apfel gegessen haben? Ist es die Weigerung, einem Verletzten zu helfen, wie es der Levit und der Priester getan haben (Lukas 10)? Ist es die Tatsache, andere Götter anzubeten, wie es die Kinder Israel getan haben? Oder ist es die Tatsache, den Bruder zu hassen, indem man ihn tötet, wie es Kain gemacht hat (1. Mose 4)? …

 

Was können wir noch als das Böse ansehen? Zumindest bis zur Zeit von Covid-19 waren die Nachrichten in den Medien sehr geprägt von Krisen (Kriege, Terrorismus und Djihadismus, Anschläge, das Flüchtlingsproblem …) und vielen anderen, moralischen Skandalen. Eines Tages sagte mir ein Freund, dass er lieber nicht mehr Radio hört oder Fernsehen schaut aufgrund dieser schlechten Nachrichten, die er hört und die ihn den ganzen Tag traurig machen.

 

Schlimmer noch, manche Autoren oder Leute, die Verbrechen begehen, geben vor, dies im Namen Allahs (Gott im Arabischen) zu tun. Für alle, „die den Herrn lieben“, kann sich der Gott Israels nicht freuen, wenn er solche Aussagen hört. Denn es ist klar, dass das Böse genau das Gegenteil des Charakters Gottes ist. Seine Augen sind „zu rein, als dass er Böses ansehen könnte“ (Habakuk 1,13). Das Böse ist vor allem anderen ein Verwerfen des Gesetzes Gottes, also eine Südne.

 

Gott selbst hasst das Böse. Aufgrund des Bösen kündigt er Gericht gegen sein Volk an.

 

Manchmal stellt man sich die Frage, ob man das Böse vermeiden könnte? Als Kinder des Lichts und Geliebte des Herrn müssen wir die Werke der Finsternis hassen.

 

Das Böse zu hassen bedeutet, es zurückzuweisen, es nicht zu tun, nicht solidarisch zu sein mit denen, die es tun.

 

Das Böse zu hassen kommt dem gleich, das Gute zu lieben. Das, was dem Willen Jesus entspricht, ist, auch denen „wohl zu tun, die uns hassen“ (Lukas 6,27). Ohne die Hilfe des Herrn ist das unmöglich.

 

Gott erwecke in unseren Herzen seine Furcht und seine Liebe, damit wir das Gute lieben und das Böse hassen!

 

https://www.youtube.com/watch?v=VE7jfxlVkmc

 

Silas Ky

Mittwoch, 20.05.2020

Gerechte erkennt die Sache der Armen. - Sprüche 29,7

Gott ist nicht ungerecht, dass er vergäße euer Werk und die Liebe, die ihr seinem Namen erwiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient. - Hebräer 6,10

 

Bin ich gerecht? Erkenne ich die Sache der Armen? Das sind meine ersten Gedanken, beim Lesen der heutigen Losung. Leider fällt die Antwort (zumindest auf die zweite Frage) nicht so aus wie ich mir das wünsche. Manchmal erkenne ich die Sache der Armen, aber mit Sicherheit nicht immer und wahrscheinlich auch nicht oft genug. Aber was ist denn oft genug? Und heißt das dann im Umkehrschluss, dass ich nicht gerecht bin, dass ich nicht zu den Gerechten zähle?

Gott sei Dank (und das meine ich wirklich!) hängt meine Gerechtigkeit nicht von meinen Taten ab, sondern von dem der wahrlich gerecht ist, von Gott, der die gerecht macht, die an Jesus glauben (Röm 3,26).

Also bin ich doch gerecht! Und woher kommt dann die Diskrepanz zu unserer Losung heute? Ich muss traurig erkennen, dass mein Status und meine Handlungen nicht übereinstimmen. (Und leider wird das in meinem irdischen Leben auch nie vollständig der Fall sein). Aber es gibt Hoffnung. Gottes Wunsch ist es nicht, dass diese Diskrepanz bestehen bleibt, sondern dass ich Jesus immer ähnlicher werde (Röm 8,29). Deshalb arbeitet er daran, dass sie verschwindet und meine Handlungen immer mehr mit meinem Status übereinstimmen.

Und so bleibt mir am Ende nur der Blick nach oben. „Herr, vergib mir für mein Verhalten, das nicht mit meinem Gerechtigkeitsstatus übereinstimmt. Herr, hilf mir zu handeln, wie ein Gerechter. Hilf du mir so zu handeln wie du und Jesus ähnlicher zu werden. Herr, zeige du mir die Sache der Armen, die in meinem Umfeld sind, und hilf mir ihre Sache zu erkennen und nach meinen Möglichkeiten zu handeln.“

Und wie gut tut es zu wissen, dass wenn ich mal wieder versage und die Sache der Armen nicht erkenne, Gott, der Gerechte, die Sache der Armen erkennt und sich ihrer annimmt.

 

Christoph Zaiser

Dienstag, 19.05.2020

So kehrt nun um von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben? - Hes. 33,11

Zachäus aber trat herzu und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück. - Lukas 19,8

 

Na, einen guten Morgen wünsche ich Euch! (Wenn man jemanden auffordert, vom bösen Weg umzukehren, dann darf man auch das schwäbische „Euch“ benützen.) So früh am Morgen und gleich eine Zurechtweisung? „Kehrt um von Euren bösen Wegen!“ so heißt es in der Losung – ich würde gerne ausweichen, aber es steht da. (Kommentar von meiner geliebten Tochter: „Selbst schuld! Du warst der erste. Hättest ja einen anderen Tag nehmen können. Ich habe mir vorher die Losungen angeschaut!“) Wo sie recht hat… Also durchbeißen…

Theologisch ist zuerst einmal nicht dran zu rütteln. „Der Sünde Sold ist der Tod“ sagt Paulus (Röm. 6,23) und umkehren von einem bösen, also Gott nicht gefälligen Weg, ist immer richtig. Also jetzt eine Gerichtsbotschaft als Impuls? So richtig. Mal auf den Punkt gebracht? So wie in Matt. 23,33: Ihr Schlangen, ihr Otterngezücht! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?

STOPP. Ich lese den Zusammenhang und stelle fest, dass im selben Vers etwas steht, dass aus der Gerichtspredigt (die auch mal sein darf!) plötzlich eine Liebeserklärung Gottes zu uns Menschen macht: „So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe.“ Gott will gerade nicht unseren Tod, sondern er will, dass ich lebe! Das ist der Grundton, den Gott in diese Welt hineinruft.

Aber natürlich kommt auch der Schritt von uns als Menschen dazu! Umkehren!

 

Manchmal ist es sehr wichtig umzukehren! Gerade wenn man auf der falschen Seite ist: Da kommt meine Frau vor Jahren ins Kinderzimmer. Die Bettdecken hängen zum Lüften über die Fensterbrüstung nach draußen. Dort ist ein Schrägdach von einem Meter und dann geht es 6 Meter in die Tiefe. Weil es anfängt zu regnen, greift sie nach dem Bettzeug, zieht es rein und schließt das Fenster! „Halt! Lass mich rein!“ ruft der 5-jährige Philipp, der aus der Dachrinne ein Spielzeug geholt hatte, was ihm aus dem Fenster gefallen war. (Kein Wunder, dass er heute frischgebackener Zimmerermeister ist.) Ohne Philipps Erkenntnis „Hier bin ich auf der falschen Seite des Fensters!“, ohne Umkehr wäre er nicht „gerettet“ worden!

Wie so eine Umkehr auch mal aussehen kann und dass diese auch sehr kostspielig sein kann, zeigt Zachäus. Aber dazu ein andermal, schlage ich vor.

 

https://www.youtube.com/watch?v=EPmBIC8XWv8

 

Gottfried Holland

Montag, 18.05.2020

Weise mir Herr deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit! (Ps 25)

Erforsche mich Gott und erkenne mein Herz, prüfe mich  und erkenne meine Gedanken und sieh ob ich auf dem Weg der Mühsal bin und leite mich auf dem ewigen Weg. (Ps 139)

Hier bin ich vor dir, leer sind meine Hände, Herr füll mich ganz mit Dir.

Komm Heilger Geist in deiner Kraft der uns erneuert und Leben schaft.

 

 

Und deinen guten Geist hast Du gegeben, um sie zu unterweisen. Und dein Manna hast du ihrem Mund nicht vorenthalten und du gabst ihnen Wasser für ihren Durst - Neh 9,20

 

Der Vers steht im Buß-und Dankgebet der Leviten. Nach dem Wiederaufbau der Mauern um Jerusalem soll das ganz Volk geistlich moralisch erneuert werden. Im Gebet wird an die wunderbare Versorgung des Gottesvolkes bei der Wüstenwanderung erinnert.

Es fällt mir auf, dass die Unterweisung durch Gottes Geist in einem Atemzug neben dem Manna und dem Wasser genannt ist. Gottes Heiliger Geist gehört also zur Basisausstattung für jeden Tag wie Wasser und Nahrung.

 

Jeden Tag stehen wir in Entscheidungsprozessen:

- in der Erziehung: streng durchgreifen oder nachgeben

- als Leider: Kindergarten öffnen oder zu lassen, Patient einweisen oder zu Hause lassen

- als Ehepartner Kompromiss schließen oder hart bleiben

 

Erwartungen von Menschen, Ratschläge von Experten und unsere eigenen Ängste oder Sehnsüchte ziehen in die eine oder andere Richtung. Was tun?

Wie gern hätte ich manchmal einen Zettel vom Himmel mit genauer Handlungsanweisung.

Doch Jesus geht einen anderen Weg. Er sagt uns zu, dass wir einen inneren Lehrer haben, der uns hilft, zu verstehen, zu erkennen, uns zu erinnern.

Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe (Joh 14,26)

 

Dazu gibt er dann nach der Einsicht auch Kraft und Mut, Schritte zu wagen. Nutzen wir täglich dieses tolle Angebote.

 

Einen gesegneten Tag wünscht Euch Anneliese Henn

Samstag, 16.05.2020

Der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid zerfallen, und die darauf wohnen, werden wie Mücken dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich. - Jes. 51,6

Jesus spricht: Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen. - Lukas 21,33

 

Hey, warum immer ich? Gibt es denn kein anderes Thema? Schon wieder ein Vers, bei dem ich nicht an Corona vorbeigehen kann. Natürlich sterben die Menschen hier nicht „wie die Mücken“ – aber wem kommt bei diesem Vers nicht Corona ins Gedächtnis? Dann tut es gut, zu fragen, wie war das damals? Egal auf wann der Vers datiert werden kann: Israel war in großer Not. Der Boden unter den Füßen bot keinen Halt mehr. Alles schwankte. Der Staat stand vor dem Aus oder war schon Vergangenheit. Auch die persönliche Situation: Man wusste nicht, wie sie morgen aussehen würde. Und in diese Zeit hinein spricht Gott zu seinem Volk: Und wenn Du meinst, dass alles untergeht, was bislang fest steht: Meine Zusage Dir gegenüber bleibt bestehen!

 

Zusage? Ja z.B.: „Ich habe Dich je und je geliebt. Darum habe ich Dich zu mir gezogen. Du bist mein.“ (Jer. 31,3) Gilt sie auch mir? Jesus nimmt das Thema wieder auf: Diese Erde ist endlich! sagt er und verweist darauf, dass die ganze Schöpfung der Vergänglichkeit unterworfen ist. Aber: „Meine Worte werden nicht vergehen“! Und seine Worte beginnen mit „Komm folge mir nach!“ gehen über „Meine Schafe hören meine Stimme“ und „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben!“ bis zum „Es ist vollbracht“ am Kreuz.

 

Was bringt das mir? Mein Glaube geht von der Endlichkeit der Welt aus, aber ist bestimmt von Gottes ewigem Reich. Deshalb darf mein Leben in aller Krise bestimmt sein durch die Gelassenheit, den Trost Jesu und die Hoffnung!

 

Vor über 35 Jahren klagte ein Korntaler Pfarrer und Religionslehrer am dortigen Gymnasium, wer die Welt so sehe, würde die „Hände in den Schoß legen und nichts tun!“ Heute hätte ich den Mut ihm ein „Nein!“ entgegenzuschleudern: Wer die Welt so sieht, gerade der wird den leidenden Menschen auf die Ewigkeit hinweisen UND (!) weil er den Menschen sieht, beginnt dieser Christ auch zu fragen: Wie kann ich dem Menschen heute helfen? Dadurch sind vor knapp 200 Jahren die Korntaler Kinderheime entstanden; deshalb gibt es im Stuttgarter Leonhardtsviertel (einem Hotspot für Prostitution) das neue Hoffnungshaus für betroffene Frauen. Deshalb gibt es neben Bibelstunden und Gottesdiensten bei meinem Arbeitgeber, der Gnadauer Brasilien-Mission, Kinderheime, Kindertagesstätten, Schülerhorte, Drogenrehaeinrichtungen… Und deshalb steht die Grüne Kiste in unseren Kirchen, wir haben Kindergärten, Altenheime und bieten Hilfe für Flüchtlinge usw. an. Nein! Auch wer die Welt in ihrer Vergänglichkeit sieht, der wird da anpacken, wo Gott ihn hingestellt hat: Vor Ort und weltweit.

 

Also: Mutig in und durch die Krise, weil wir eine Zukunft haben: Jesus Christus!

 

https://www.youtube.com/watch?v=uLVxk6rFI5g&list=PLQb6uQbthASETsRlJQ6zrFRQhJDIvEz8O&index=1

 

Gottfried Holland

Freitag, 15.05.2020

Der HERR erhörte unser Schreien und sah unser Elend, unsere Angst und Not. - 5.Mose 26,7

 

… und am liebsten würde ich jetzt schreiben, Corona ist vorbei und uns geht es allen wieder gut! Das wäre doch mal ein Start in den Tag, den sich die Meisten von uns wünschen würden. Endlich sich keine Gedanken mehr machen: Hab ich die Hände desinfiziert, habe ich meine Maske dabei, kann ich xy im Seniorenheim besuchen … Es wäre so schön, aber es ist noch nicht so weit.

 

Wie oft haben wir schon in solch einer Situation gesteckt. Man wusste, bald / irgendwann ist alles wieder gut, aber halt noch nicht jetzt. In diesen Momenten hilft es mir immer wieder in die Bibel zu schauen und mir vor Augen zu führen, dass es dem Volk Gottes und vielen Christen vor mir oft nicht anders ging. Auch sie kamen in Krisen, Probleme, Schwierigkeiten und wussten oft nicht, wie soll es weiter gehen? Was tut man in solch einer Situation?

 

Ich möchte es ihnen an einem kleinen Beispiel aus der vergangen Woche beantworten! Ich habe diese Woche meine Eltern besucht und in diesen Tagen eine alte Scheue erneuert. Nun bin ich kein Zimmermann und auch kein Schreiner, aber auch nicht ungeschickt. Dennoch gab es Momente wo ich dachte, wie soll ich das machen? - Was macht man in solch einem Moment? - Ich habe mein Telefon genommen und mich an einen guten Freund gewendet, der davon Ahnung hat, der ein Fachmann ist, der hat mir erklärt was ich zu machen habe und schon ging es weiter.

 

Ich glaube in unserem Leben gibt es immer wieder Momente, wo wir genau dies machen müssen. Uns an einen Fachmann wenden. Jemand der echt Ahnung hat. Für mich ist das in meinem Leben immer wieder unser Gott. Ok, ich rufe Ihn jetzt nicht an, wenn ich wissen will, wie ich bei einer Scheune einen Sparren unter Traglast austausche. Aber bei allem was mein Leben betrifft, wende ich mich gerne an Ihn. Manchmal schreie ich auch zu ihm, warum das in meinem Leben passieren musste? Ich bekomme nicht jedes mal eine Antwort, manche Fragen bleiben offen, aber es wird mir irgendwie immer leichter ums Herz, wenn ich das was mich bedrückt bei Gott gelassen habe!

 

Daher möchte ich ihnen Mut machen, bringen sie vor Gott was sie bedrückt, was ihnen Probleme bereitet, was ihnen schwer fällt. Schreien sie es zu ihm. Legen sie es in seine Hand. Gott sieht sie, er kennt ihre Angst und ihre Not. Wir brauchen uns deswegen nicht zu schämen. Er meint es gut mit uns.

 

Gott Segne sie an diesem Tag

 

Mario Müller

Donnerstag, 14.05.2020

Meint ihr, dass ihr Gott täuschen werdet, wie man einen Menschen täuscht? - Hiob 13,9

 

Manchmal passiert mir als Christ etwas ganz Komisches. Ich meine beurteilen zu können, ob Jemand richtig glaubt oder nicht. Oder ich denke: 'So darf er/sie doch als Christ nicht handeln/reden!'  Oder noch schlimmer, ich rede "hinter dem Rücken" darüber und strecke so meinen Zeigefinger anklagend aus.  Hiob erlebte in seiner aller tiefsten Not ähnliches mit seinen drei Freunden. Sie meinten (in Kapitel 4 Folgende) - sicher in guter Absicht - , sie müssten Hiob wieder auf den rechten Weg bringen und Anwalt Gottes sein. Hiob wehrt sich.

 

Paulus befindet sich als Christ und Gemeindegründer auch in solch einem Kreuzverhör und verteidigt sich in 2. Korinther 10-13 gegen diese persönlichen Angriffe. Genau hier steht unser Lehrtext für heute:

 

Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr an euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? - 2. Korinther 13,5

 

Mit diesem Vers bin ich auf einmal ganz bei mir, bei den 3 Fingern die auf mich zeigen, wenn ich meinen ausgetreckten Zeigefinger anklagend gegen jemand Anderen richte. Ich, als (sündiger) Mensch, habe kein Recht Ankläger oder Anwalt zu spielen, weder meinem Mitchristen gegenüber und erst recht nicht gegenüber Gott. Alles was ich denke und tue, muss ich allein Gott gegenüber verantworten.                                                              Beruhigt mich das??? Ent- oder belastet mich diese Wissen? Macht es mich demütig?

 

Ich entdecke in mir das Ein oder Andere, woran sich Freunde, Mitchristen, Bekannte oder Familie  ärgern könnten. Und irgendwie streckt sich der Zeigefinger manchmal doch wieder anklagend aus. Nur Gott vermag mich liebevoll zu korrigieren. Ich bedarf jeden Tag Seiner Gnade. Und es ist gut zu wissen, dass Jesus als mein Anwalt aktiv ist und ich aus Seiner Vergebung leben darf.

 

„Die Welt“ schaut sehr genau auf uns Christen. Besonders die aktiven Christen stehen unter Beobachtung und manchmal auch im Kreuzverhör. Manchmal hinterfragen uns auch die eigenen Freunde, wie bei Hiob oder Mitchristen machen uns Vorwürfe wie bei Paulus.

Gehen wir doch gnädig, aber auch ehrlich miteinander um und lassen uns vielleicht heute doch mal von Paulus ganz persönlich anfragen:

 

Erkenne ich an mir, dass Jesus in mir ist?

Erkennt der andere an mir, dass Jesus in mir ist?

 

Ich wünsche mir für unsere Verbundgemeinde und uns Christen in Korntal-Münchingen (und Schwieberdingen ), dass es Jedem gelingt in und aus Jesus Christus heraus zu leben und wir einen ehrlichen und liebevollen Umgang miteinander pflegen, allein in Verantwortung Gott gegenüber.

 

Für alle MusikliebhaberInnen und MitsängerInnen hier das Lied „Mutig komm ich vor den Thron“: https://www.youtube.com/watch?v=xnulBYLHmrQ

 

Ihre/Eure Claudia Proß

Mittwoch, 13.05.2020

„Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.“ - 1.Könige 8,39

 

Der mein Herz regiert : https://www.youtube.com/watch?v=i9lhIeftpNs

 

Jeder von uns weiß, was ein Herz ist. Physisch gesehen spielt das Herz als ein relativ kleines Organ eine sehr wichtige Rolle für das Leben der Menschen. Es ist dieser Muskel, der das Blut in unserem Organismus fließen lässt. Wenn er z.B. aufhört zu funktionieren, folgt daraus der Tod. Man spricht vom Herztod. Wenn man Kinder fragt, ein Bild zu zeichnen, das die Liebe darstellt, werden die meisten ein Herz malen. Ja, das Herz hat für uns verschiedene Bedeutungen. Sowohl physisch gesehen, als auch geistlich und emotional.

 

Unser Losungstext sagt uns, dass Gott das Herz aller Menschen kennt. D.h., den geistlichen und moralischen Zustand des Herzens sowie die wirklichen Motivationen von jedem. Das bedeutet, dass manche Menschen gute Herzen haben und andere schlechte. Aber wie kann man denn wirklich das Herz von jemandem kennen? Denn man sieht es nicht mit bloßem Auge. Es ist der Grund unserer Persönlichkeit, der verborgene und intime Charakter. Kann man das Herz von jemandem mit dem Verstand kennen? Durch seine Gaben oder Geschenke, die er macht? Oder die Tatsache, das man jemandem sagt „ich liebe dich“, bedeutet das, dass diese Person ein gutes Herz hat? Du kannst mit jemandem arbeiten und trotzdem nicht seine wahren Intentionen oder Motivationen kennen. Die Chirurgen können am Herz operieren, aber sie wissen nicht, was die Person im Herzen denkt.

 

Aber Gott weiß alles, er ist Schöpfer. Wir können nicht bezweifeln, dass er allwissend ist. Die Frage, die wir uns stellen, ist, warum interessiert er sich für das Herz der Menschen? Warum nicht für die anderen Organe?

 

Die Bibel sagt, dass aus dem Herzen „das Leben quillt“ (Sprüche 4,23). Das Herz ist der Sitz unserer Gedanken. Dort treffen wir unsere Wahl. Dort fällen wir unsere Entscheidungen. Die Entscheidungen, die wir fällen, können Folgen für unsere Beziehung zu Gott haben. Geistlich gesehen ist das Herz der Ort der Begegnung mit Gott.

 

Man muss sich daran erinnern, dass unser Losungstext Teil eines Gebetes des Königs Salomo ist, das er anlässlich der Tempelweihe formuliert hat. Er weiß, dass Gott im Himmel ist aber aufmerksam ist für alles, was auf der Erde unter dem Volk Israel passiert, das nicht immer den Willen Gottes tut.

 

Salomo sieht sicher alle die Katastrophen wie z.B. Hungersnöte oder Krankheiten als ein Ergebnis der Sünde des Volkes an. Deshalb betet Salomo und bittet Gott, seinem Volk zu vergeben. Das Herz ist das beste Mittel, um Zugang zu Gott zu haben. Gott kennt das Herz der Menschen. Die Qualität unserer Beziehung zu ihm hängt ab vom Zustand unseres Herzens. Gott sieht das Herz an, er erhört unsere Gebete in Abhängigkeit vom Zustand unseres Herzens. Wenn unser ganzes Herz Gott gehört, werden alle unsere Taten und Gebete von ihm angenommen. Durch schlechte Verhaltensweisen der Menschen (Verrat, Gemeinheit) oder durch widrige Umstände (Krankheit, Tod eines nahen Angehörigen, Depression) kann das Herz verletzt, traurig, entmutigt werden. Unter solchen Umständen kann man sich von Gott verlassen fühlen. Für manche ist es schwierig, zu beten während solcher notvoller Momente. Und man kann leicht die Lebensfreude verlieren. Was soll man in solchen schwierigen Momenten tun? Gott weiß, dass solch ein Herz Trost und Hoffnung braucht. Denen, die solche Situationen erleben, können die Ermahnungen des Lehrtextes des Apostels Paulus helfen, um im Glauben fest zu bleiben:

 

„Unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort.“ - 2.Thessalonicher 2,16-17

 

Geben wir Gott unser Herz. Alles, was wir für Gott und für unseren Nächsten tun, wollen wir von gutem Herzen tun. Gott gebe uns ein Herz, das liebt und das seinem Wort gehorcht. Gott gebe uns ein Herz, das Freude, Friede und Liebe weitergibt.

 

Silas Ky

Dienstag, 12.05.2020

„Der HERR sprach zu Salomo: Bitte, was ich dir geben soll! Salomo sprach: Du wollest deinem Knecht ein gehorsames Herz geben, dass er dein Volk richten könne und verstehen, was gut und böse ist.“ -  1.Könige 3,5.9

 

„Sie haben drei Wünsche frei!“ Es gab eine Zeit – zugegebenerweise schon sehr lange her –, da träumte ich von solch einer Gelegenheit und überlegte mir, was für kluge Wünsche ich dann äußern würde. Die „Wunschfee" kam niemals – Salomo aber bekommt von Gott einen Wunsch frei. Was würde ich mir wünschen? Stabile Gesundheit? - auch vor knapp 3000 Jahren für einen Politiker überlebenswichtig. Oder militärische Potenz? - um das davidische Großreich zu halten sicher keine schlechte Voraussetzung. Oder sollte er darum bitten, dass sein Name Salomon – von Schalom (Friede) – zum Programm werde? Oder privates, familiäres Glück? - was hilft ihm die öffentliche Macht, wenn seine Familie zerbricht? Salomon wünscht sich ein (Gott gegenüber) gehorsames Herz. Wozu? Dass er verstehen kann, was gut, was böse ist und recht richten kann. Ein weiser Wunsch eines großen Menschen! Modern ausgedrückt: Da begreift ein Staatsmann (oder –frau), dass eigene Klugheit nicht ausreicht. Er erkennt, dass die eigene Klugheit ‚genordet‘, ausgerichtet sein muss im – wie Salomo sagt – Gehorsam an Gott, dass er verantwortlich Gott gegenüber ist. Dies gibt es auch heute. Im offiziellen Blatt des deutschen Bundestages „Die Abgeordneten und ihr Glaube“ schreibt ein hoher Politiker: „Politik braucht einen Kompass, braucht Maßstäbe, die ihr Orientierung geben … Mir vermitteln mein christlicher Glaube, meine frühe Prägung durch die evangelische Jugendarbeit … solche Orientierung. … Zugleich schenkt mir mein Glaube Gottvertrauen und Gelassenheit, auch wenn es darum geht, die eigenen Grenzen anzuerkennen.“ (Den Namen nenne ich nicht, weil ich die Partei außen vor lassen will.)

 

In der Bibel gibt es weitere solche Wünsche. Im Lehrtext heute schreibt Paulus: „Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, sodass ihr prüfen könnt, was das Beste sei. Philipper 1,9-10 Hier wird die Liebe in den Mittelpunkt gestellt, die von der Liebe Gottes her geprägt ist.

Für mich ist ein Psalm wertvoll geworden (86,11): Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit!

Vielleicht ist heute nicht der Tag der Wunschfee, aber der Tag, Jesus Christus genau um dies zu bitten: um Weisheit zu erkennen, was in diesem Augenblick der richtige Weg, das wegweisende Wort, die liebevolle Geste oder auch die zurechtrückende Leitplanke ist. – Dies meint Gottfried Holland

 

https://www.youtube.com/watch?v=s7847uCdsuc

Montag, 11.05.2020

 „Gott, mit eigenen Ohren haben wir es gehört, unsere Väter und Vorväter haben es uns erzählt, was du vollbracht hast in ihren Tagen - damals, vor langer Zeit.“ - Psalm 44,2

„Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu.“ - Lukas 10,39

 

Gottes Stimme hören... wie macht man das? Die heutige Losung beschreibt, dass Menschen Gottes Stimme gehört haben. Ich gebe es zu: Ich würde mich gerne neben Jesus hinsetzen und ihm zuhören, Fragen stellen und Antworten bekommen!

 

Aber an Gott zu glauben bedeutet nicht, alle Antworten zu haben. Ich erinnere an meinen Konfi-Unterricht in Brasilien. Ich konnte manchmal nicht verstehen, warum manche Dinge in der Bibel so passiert sind oder auch warum wir heute manche Sachen erleben. Dann wurde mir geantwortet: „Das wissen wir nicht. Aber das ist Glaube, Gott zu vertrauen und Hoffnung zu haben, obwohl wir nicht alles verstehen.“

 

Eine ähnliche Situation ist in Psalm 44 beschrieben: Dieser wurde wahrscheinlich im Zusammenhang des babylonischen Exils geschrieben: ein Hilferuf, eine Bitte um Gottes Barmherzigkeit. Aber der Psalm, die Losung, beginnt mit einem Lob, einer Bestätigung, was für Taten Gott im Leben der Vorfahren des Volkes Israel vollbracht hat: z.B. die Befreiung aus Ägypten oder die Eroberung Kanaans. Von Generation zu Generation wurden Geschichten erzählt, was Gott für sein Volk getan hat.

Die Verse 2-8 heben hervor, dass Israels Siege und Errungenschaften die Ehre Gottes sind. Er gewährte den Sieg, er übergab ihnen die Feinde und er gab die nötige Kraft.

Aber in V 8-21 wird das Leiden der Menschen im Exil ans Licht gebracht. Israel wurde besiegt, gedemütigt. Und trotzdem führt der Psalmist fort (V17f): „All dies geschah uns, ohne dass wir dich vergessen oder deinen Bund verraten haben. Unsere Herzen haben sich nicht umgedreht, und unsere Füße sind nicht von deinem Weg abgewichen. “

Oft zahlen die Gerechten für die Ungerechten. Menschen, die Gott treu waren, wurden ebenfalls ins Exil verschleppt.

Sie waren Sklaven im fremden Land. Es gab keinen Grund, Gott inmitten so vieler Schwierigkeiten zu vertrauen. Sie hatten nicht den Exodus oder die Eroberung Jericho erlebt, sondern sie hörten nur, was ihre Vorfahren darüber erzählt hatten. Das aber hat ihnen Hoffnung und Kraft gegeben.

Sie verstanden die Vergangenheit und erkannten Gottes Taten. Er hatte das Volk mehrmals befreit, also kann er dies bestimmt nochmal machen! Die Vergangenheit schenkte Hoffnung für die Zukunft!

 

Warum vertrauen wir Gott? Was sind unsere Gründe? Was haben uns unser Eltern von Gottes Taten erzählt?

Ich las, dass letzte Woche in Deutschland an das Ende des 2. Weltkrieges gedacht wurde. Ich kann mir als Ausländerin und Jugendliche nicht vorstellen, wie es ist, so was zu erleben. Aber ich habe viel davon gehört. Und ich sehe mit eigenen Augen, dass Deutschland nicht das gleiche ist wie vor 75. Jahren. Es gab Befreiung, und damit Hoffnung. Deswegen können wir auch glauben, dass es für unsere aktuellen Situationen auch Lösungen gibt!

Gottes Stimme hören? Dafür muss man den kennen, der spricht. „Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte zu.“ Wir lernen durch die Bibel und durch das, was unsere Eltern uns gelehrt haben. Der Psalmist hat verstanden, dass man Gott in Not vertrauen kann. Wir haben die Verantwortung, diese Gewissheit an den nächsten Generationen weiterzugeben.

 

Hast Du Deinen Kindern schon erzählt, warum Du an Gott glaubst? Das kann den großen Unterschied machen!

 

Herzliche Grüße

Eduarda Doege

Freitag, 08.05.2020

HERR, lass mir deine Barmherzigkeit widerfahren, dass ich lebe. - Psalm 119,77

 

Was macht das Leben eigentlich lebenswert?

So möchte ich gerne unseren kleinen Impuls für den heutigen Tag Anfangen!

Und noch einmal etwas konkreter Fragen: Was macht dein Leben Lebenswert?

Vielleicht dein neues Auto vor der Garage? Dein abbezahltes Haus? Deine Kinder? Deine Familie oder deine Arbeit? Was macht dein Leben lebenswert?

 

Wenn ich darüber nachdenke, dann stelle ich immer wieder fest, dass wir den Wert unseres Lebens oft an unterschiedlichen Dingen fest machen. Sowohl materiellen als auch immateriellen Dingen. Für den einen ist die Nähe zur Familie wichtig, für den anderen, dass was er sich leisten kann.

Ich glaube, dass all diese Dinge seinen Wert haben, aber es ergibt sich dadurch auch eine Gefahr! Denn was ist, wenn etwas auf einmal nicht mehr da ist?

Wenn z.B. jemand in der Familie verstirbt, der uns so wichtig war oder ich durch eine Krise, mein Arbeit, Haus und Hof verliere? Bin ich dann nichts mehr Wert? Ist mein Leben dann nichts mehr Wert? Kann ich dann noch leben?

 

Wenn ich auf den heutigen Losungstext schaue, dann wird mir an der Stelle noch einmal deutlich, das der Wert meines Lebens nicht davon abhängt, was ich habe, sondern wem ich gehöre. Ich glaube, wenn Gott mein Herr ist, wenn ich ihm gehöre, wenn mein Leben in seiner Hand liegt und wenn er zu mir Barmherzig ist, dann kann ich wirklich Leben! Ich Lebe nicht aus dem heraus, was ich habe, sondern aus dem was ich von Gott bekomme! Das hat ganz nebenbei einen entscheidenden Vorteil: Ich kann es nicht verlieren, weil Gott mir seine Barmherzigkeit jeden Tag neu schenkt! Wenn Gott mir Barmherzig ist, dann habe ich alles was ich im Leben brauche.

 

In diesem Sinn, wünsche ich ihnen die Barmherzigkeit Gottes an diesem Tag.

 

Herzliche Grüße

Mario Müller

Donnerstag, 07.05.2020

Einen wunderschönen Guten Morgen miteinander.

 

Du bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Güte. - Nehemia 9,17

Sind wir untreu, so bleibt er treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen. - 2. Timotheus 2,13

 

Gnädig ~ barmherzig ~ langmütig ~ reich an Güte ~ treu,

so wird in unseren heutigen Bibelversen Gott beschrieben.

 

Für mich unverständlich, wer diesem Gott nicht angehören mag. Trotzdem glaubten 2019 - laut einer Spiegelumfrage -  nur 55 % der Deutschen an Gott. Ich vermute mal, dass von diesen 55% nur ein Teil an einen lebendigen Gott glaubt, der das verkörpert, was wir heute bei Nehemia und im Timotheusbrief lesen. Das macht mich gerade traurig und fordert mich als Christ auch gleichzeitig heraus. Unser Land ist ein großes Missionsland!!! Unser Münchingen, Kallenberg, Müllerheim gehören da genauso dazu wie unsere Familien.

 

Ein zweiter Gedanke treibt mich um: Mit welchen Eigenschaften würde  ich beschrieben werden? 

Evtl. untreu – lese ich im Timotheusbrief.

Vielleicht können wir uns einfach ein paar Minuten Zeit nehmen, Zettel und Stift zur Hand nehmen und ehrlich aufschreiben (oder auch von einer vertrauten Person aufschreiben lassen), wie wir uns beschreiben würden.

 

In einer früheren Kinderstunde habe ich mit den Kindern folgende Wörter zusammen getragen und untereinander geschrieben:

UN ZUFRIEDEN

UN GEDULDIG

UN GEHORSAM

UN BARMHERZIG

UN TREU

UN FREUNDLICH

UN GELIEBT

… negative Eigenschaften bzw. Verhaltensweisen, die wir erleben oder selber austeilen. Nach dem Aufschrieb haben wir ein Papierkreuz  langsam von oben nach unten über die vielen „UN“ geschoben. Jesus können (müssen??) wir unsere Unzulänglichkeiten hinlegen. ER kann uns korrigieren. Nur ER kann Gutes daraus machen. Er bleibt treu!

 

Unserem Nehemiatext geht ein Sündenbekenntnis voraus.

Es lohnt sich hier, die Bibel zur Hand zu nehmen und Nehemia 9, 1-21 aufzuschlagen oder im Netz aufzurufen: 

https://www.die-bibel.de/bibelstelle/Nehemia9,1-21/LUT17

 

Gott sei DANK, bleibt ER uns treu, gnädig, barmherzig, langmütig und reich an Güte!!! Lasst uns das immer wieder selber in Anspruch nehmen und weitergeben!!

 

Falls ihr so eine Liste der eigenen Eigenschaften geschrieben habt,

nehmt das „Gute“ und preist Gott dafür. Nehmt die „Unzulänglichkeiten“ und legt sie Jesus hin. Gott ist gnädig.

 

Ich wünsche euch einen gesegneten Tag, wo ihr Gottes Treue erleben dürft.

Zum Mitsingen ein frühlingshafter Link zum Lied „Treu“, das ja in unserer Gemeinde nicht unbekannt ist:  https://www.youtube.com/watch?v=KBwDxSSKyCM

 

Claudia Proß

Mittwoch, 06.05.2020

Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, auf dass es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. - Lukas 1,78-79

 

Hey! Sitze ich in der Finsternis? Viele unserer Zeitgenossen haben da so ihre Fragen. „Ne, ich bin nicht schlechter als der andere!“ oder „Der andere, der ist die Tranfunzel! – Aber ich? Ich bin die hellste Kerze im Leuchter!“ Vielleicht tut es gut, genau zu lesen was Zacharias sagt. Er spricht vom Schatten des Todes! Den schieben wir gerne weit von uns weg – außer vielleicht in diesen Wochen. Da sterben innerhalb von knapp 2 Monaten 6.600 Menschen an Corona – schlimm, aber wir nehmen es nur wahr, weil die Presse uns darauf hinweist. Wusstet Ihr, dass täglich (!) in Deutschland 2.500 sterben? – Davon allein 624 an Krebs. Ich will es nicht kleinreden – aber sogar hier braucht unsere Gesellschaft „journalistische Hilfe“ um uns mit dem Tod zu beschäftigen. Aber es stimmt: Über jedem Menschen steht festgezimmert das Ende, der Tod. Wir alle sind betroffen, die einen früher, die anderen später. Aber der Mensch will es nicht wahrhaben!

 

Und dann kommt Zacharias. Er lobt Gott und sagt über seinen neugeborenen Sohn Johannes (den Täufer): Er wird dem Herrn den Weg bereiten… (dem Herrn, der als) Licht erscheinen wird und denen, die im … Schatten des Todes sitzen den Weg des Friedens zeigen wird.

Jesus als die Erlösung aus dem Tod! Was für eine Freude für diejenigen, die das begreifen. Vor wenigen Tagen erzählte mir meine Schwiegermutter von einer Frau, die in den Tagen vor dem Tod angefangen habe zu fragen, ob es wirklich genug Wohnungen bei Jesus Christus habe. Was für ein Vorrecht hier zuzusprechen: „Ja, da hat es genügend Wohnungen, denn Jesus Christus ist Dir vorausgegangen und bereitet Dir die Wohnung!“

Was ändert sich für mich persönlich? Heute?! Ich werde gelassener, denn ich weiß, wo es hingeht. Was ändert sich für andere? Es ist für mich schon spannend: In der Nachbarschaft gibt es eine Musiklehrerin. In den letzten Wochen höre ich sie öfters spielen, und mir fällt auf, dass die Kirchenlieder im Schnitt sehr zugenommen haben. Vielleicht hilft Corona doch, dass Menschen zum Fragen kommen? Ein Lied, das ich von ihr regelmäßig höre, ist „Bleib bei mir Herr“ Dies gilt nicht nur für heute Abend, sondern fürs ganze Leben! (Aber Ihr dürft das Lied heute Abend nochmals hören)

https://www.youtube.com/watch?v=xYdWyfftyJM

 

Diese Gewissheit wünsche ich uns allen!

Euer Gottfried Holland

Dienstag, 05.05.2020

Gott breitet den Himmel aus und geht auf den Wogen des Meers. Er macht den Großen Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens. - Hiob 9,8.9

Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare. - Kolosser 1,15-16

 

Die heutigen Losungsverse beschreiben detailliert, dass Gott der Schöpfer aller Dinge ist. Damit ist er auch unser Schöpfer. Der Ursprung unserer Existenz ist also Gott. Das sehen viele Menschen in unserer aufgeklärten Welt anders. Sie sehen eher den Ursprung Gottes beim Menschen. In ihrer Vorstellung macht sich der Mensch seinen Gott - wahrscheinlich, weil er ihn braucht. Diese beiden Sichtweisen prallen direkt aufeinander. Es gibt jedoch noch eine Gottesvorstellung, die dazwischen liegt. Diese würde ich so beschreiben: „Gott gibt es. Doch niemand weiß, wie er ist. Die uns bekannten Vorstellungen von Gott sind eher das Produkt von Menschen.“

 

Nun, der Lehrtext spricht da eine andere Sprache. Erstens sagt er klar, dass es Gott gibt und dass alles, was wir sehen, und sogar das, was wir nicht sehen können, von ihm geschaffen wurde. Doch dann geht der Text noch weiter und sagt, dass wir sogar wissen können, wie Gott ist. Gott ist nämlich so wie Jesus Christus. Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Nun mag man das glauben oder auch nicht. Doch wer es glaubt und darauf vertraut, bekommt einen ergreifenden Zugang zu Gott.

 

Das Leben, die Taten und Worte Jesu Christi sind ungemein berührend. Er erbarmt sich der Schwachen. Heilt die Kranken. Befreit die Gebundenen. Predigt ein Jahr der Gnade Gottes. Und dieses „Jahr“ ist bis heute noch nicht abgelaufen. Dann sehe ich die Art, wie Jesus mit seinen Jüngern umgeht - mit ihrer Angst, ihrem Ungestüm, ihrem Kleinglauben und ihren Streitigkeiten. Doch er lässt sie nicht fallen.

 

Wenn nun Gott wirklich so ist wie dieser Jesus, dann können wir uns glücklich schätzen, an ihn zu glauben. Dieser Gott ist keine Erfindung von Menschen, sondern ein Lebensspender Tag für Tag.

 

Pfr. Martin Hirschmüller

Montag, 04.05.2020

"Die er aus den Ländern zusammengebracht hat von Osten und Westen, von Norden und Süden: Die sollen den Herrn danken für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut.“ - Psalm 107, 3 und 8

 

„Der Diener kam zurück und meldete: ›Herr, ich habe deinen Befehl ausgeführt, aber es ist immer noch Platz da.‹ Der Herr sagte zu ihm: ›Dann geh auf die Landstraßen und an die Zäune draußen vor der Stadt, wo die Landstreicher sich treffen, und dränge die Leute hereinzukommen, damit mein Haus voll wird!‹„ - Lukas 14, 22-23

 

Von Osten und Westen, von Norden und Süden... Bibelstellen, die sich auf das Volk Gottes auf der ganzen Welt beziehen haben mich immer sehr geprägt. Weil ich zurzeit nicht in meinem Heimatland wohne, muss ich auch denken, was für ein Wunder es ist, dass ich hier so viele Brüder und Schwestern in Christus gefunden habe und dass wir durch Gottes Geist verbunden sind, obwohl wir nicht zu dem gleichen Völkern gehören. Gott eint uns. Auch wenn wir uns nicht treffen dürfen.

 

Er hat mit uns gerne Gemeinschaft und freut sich, wenn wir miteinander Gemeinschaft haben. In der Bibelvers aus Lukas Evangelium lesen wir, dass Jesus eine Gleichnis erzählt: „Ja, freuen sich dürfen alle, die mit zu Tisch werden in Gottes neuer Welt!“ Ein großes Festmahl wird vorbereitet, und wir sind auch eingeladen! Was für ein Privileg ist es, dass für uns Platz gibt und dass wir willkommen sind.

 

Der Diener im Gleichnis sprach: „Herr, dein Befehl ist ausgeführt, aber es ist immer noch Platz.“ Und der Herr sagte zu ihm, dass er mehr Leute bringen soll, damit sei Haus voll wird. „Von Osten und Westen, von Norden und Süden.“

 

„Die sollen dem Herrn danken für seine Güte und für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut.“ Gott tut auch heute Wunder: ich merke es um mich herum, in die Schöpfung, in Gottes Einladung zu dem Festmahl, in mein Leben, auch wenn ich höre, was Gott bereits im Leben anderer Menschen getan hat.

 

Wo erkennst du Gottes Wunder und Güte? Bist du dafür dankbar? Sagt es Gott in Gebet! Er freut sich bestimmt, wenn du mit ihm darüber redet :)

 

„Vater im Himmel, du bist unser Gastgeber! Menschen, die nie eingeladen werden, Menschen, die sich sonst nicht begegnen würden, Menschen, die scheinbar vieles voreinander trennt, treffen sich, weil du sie zusammenführst. Dein Haus ist groß, die Türen stehen offen, alle sind willkommen!“ - Die Losung für junge Leute.

 

Ich bin gespannt, wen wir uns wieder sehen und treffen dürfen. Aber noch mehr gespannt auf das große Fest, wo wir alle mit Gott sein werden!

 

https://youtu.be/arr6osQvKjA

 

Herzliche Grüße

Eduarda Doege

Samstag, 02.05.2020

Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. - Psalm 51,13

Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus. Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes. - Kolosser 1,3.13

 

Unser Losungstext des Psalmisten ist ein Anliegen des Königs David, mit dem er sich an seinen Gott wendet. Dieses Anliegen führt uns dazu, uns einige Fragen zu stellen. Warum hat David seine Bitte vorgebracht? Kann der Mensch ohne die Gegenwart Gottes leben?

In diesem Anliegen können wir zwei Dinge erkennen, die David fürchtet:

- „Verwirf mich nicht von deinem Angesicht…“. Was kann uns von der Gegenwart Gottes trennen? Auf diese Frage antwortet der Prophet Jesaja, dass dies „unsere Verschuldungen und unsere Sünden“ sind (Jes. 59,2). David bringt seine Bitte vor Gott nach seiner Sünde mit Batseba und seinem Verbrechen (s. 2.Samuel 11 und 12). Seine Sünde hat Konsequenzen für sein Leben. David kann nicht mehr in Gottes Gegenwart kommen. Er kann keine persönliche Beziehung und Gemeinschaft mit seinem Gott mehr haben. So muss er lernen, fern von Gott zu leben, der seine Gebete nicht mehr erhören wird.

-David weiß, dass diese Sünde Konsequenzen für seine politische Zukunft hat. „…Und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.“  Der Entzug des Geistes bedingt den Verlust der Königswürde. Z.B. hatte der König Saul den Geist empfangen, um das Königtum auszuüben (1.Samuel 10,6; 11,6). Dieser Geist wurde ihm nach seinem Ungehorsam entzogen. So hat er die Königswürde verloren (1. Samuel 16,14; 2. Samuel 7,15). Auch David hatte diesen Geist empfangen, um das Königtum auszuüben (1. Samuel 16,13). Er fürchtet, dass Gott ihm den Geist entzieht und er die Herrschaft verlieren oder sogar vom Königtum ausgeschlossen werden könnte.

 

Was bedeutet das für uns?

Was ist in unserer Beziehung zu Gott das Objekt unserer Furcht? Die Angst, zurückgestoßen zu werden? Nicht geliebt und von ihm vergeben zu sein? Bestraft zu werden? Wir sind nicht perfekt und die Sünde beeinflusst unsere Beziehung zu Gott negativ. Wir könnten denken, dass wir in Gottes Augen unrein sind, der uns dafür verwerfen könnte. Gott liebt uns, aber er liebt nicht unsere Sünden, für die wir um Vergebung bitten müssen. Gott liebt uns so wie wir sind und weist denjenigen, der seine Sünden bekennt, nicht zurück (1. Johannes 1,9).

Wer wären wir ohne die Gegenwart und den Geist Gottes? Ohne diese Gegenwart sind wir schwach. Ohne diese Gegenwart sind wir nichts denn wir können nichts von uns selbst aus tun. Ohne diese Gegenwart sind wir ohne Leitung. Wir sind mit der Sünde verbunden und verdammt, in der Dunkelheit zu leben; mit einem Wort: verloren und vom Reich Gottes ausgeschlossen. „Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus. Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes“ Kolosser 1,3.13.

Wir brauchen zu jeder Zeit die Gegenwart Gottes. Durch diese Gegenwart können wir seine Liebe erfahren. Seine Gegenwart gibt uns das Leben für immer.

 

Ich wünsche ihnen ein gesegnetes Wochenende in der Gegenwart Gottes.

Lied: „Geist des Vaters“ https://www.youtube.com/watch?v=7Io6vLsEIBc

Silas Ky

Freitag, 01.05.2020

Ist denn die Hand des HERRN zu kurz? - 4.Mose 11,23

 

Der Losungstext von heute ist eine interessante Frage. Aber ob man sie so einfach beantworten kann? Natürlich geht es nicht um die physischen Ausmaße, die Länge und Breite der Arme und Hände Gottes. In Ps 139 lesen wir: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen.“

Also wenn ich nach diesem Maß gehe, dann muss Gott wirklich ein Riese sein, wenn er mich von allen Seiten umgeben kann und seine Hand sogar über mir halten kann. Und wenn ich dann noch weiter darüber nachdenke, dass er ja auch noch die Menschen und die Berge und die Ozeane und überhaupt die ganze Welt und das Weltall schuf, dann muss er echt groß sein. Ich neige dazu zu sagen: „Ich habe einen großen Freund, und den darf ich sogar Vati nennen. Mit mir legt sich besser keiner an!“ Aber wie gesagt: Es geht ja gar nicht um die Maße.

 

Worum geht es dann?

Das Volk Israel hatte sich bei Mose nach dem Auszug aus Ägypten beschwert, dass sie kein Fleisch zu essen hätten. Mose hatte dies Gott vorgetragen, und Gott sagte ihm, er werde dem Volk für einen Monat Fleisch zu essen geben – solange bis sie es nicht mehr riechen können. Mose fragte dann: „Gott, wie soll das gehen? Gibt es überhaupt so viele Tiere für 600.000 Männer und dazu noch die Frauen und Kinder. Daraufhin stellte Gott Mose die Frage aus der Tageslosung.

 

Die Frage schaut also gar nicht auf die Größe, sondern auf die Macht Gottes. Es ist eine Vertrauensfrage, die Gott selber stellt: Was denkst du? Kann ich (Gott) das oder kann ich es nicht? Das ist eine Frage, die zu allen Zeiten gestellt wird! Kann Gott das wirklich machen? Kann er Heilung schenken? Kann er eine Ehe wieder zusammen führen? Kann er mich durch die Krise tragen? Kann er …?

 

In dem „wie“ wir darauf antworten spiegelt sich unsere Beziehung zu Gott wieder! Jeder muss diese Frage eigentlich selbst beantworten! Ich stelle sie gerne in persönlichen Gesprächen folgendermaßen: „Ist Gott gut und kannst du ihm vertrauen?“ Und lassen Sie mich es so sagen: Einfach nur „Ja!“ zu sagen ist manchmal doch ziemlich oberflächlich. Also, wie würden Sie auf die Frage antworten? Schreiben sie dazu doch heute mal einen Kommentar in unsere WhatsApp-Gruppe.

 

Herzliche Grüße

Mario Müller